Ausgabe 
19.5.1923
 
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widersprachen und besonders bei dem Erstgenannten persön⸗ liche Voreingenommenheit gegenüber dem Nebenkläger offen⸗ sichtlich war. Auch entwertete sich das Zeugnis dadurch selbst, daß die beiden Herren erst im Verlauf der Affäre Schnell auf dessen Seite hinübergeschwenkt waren.

Da von den Angeklagten behauptet worden war, daß der Nebenkläger, wenn er auch nicht direkt bei der Regierung denunziert habe, doch dem Republikan. Lehrer bund für dessen Anzeige das Material geliefert habe, so mußte auch dieser Punkt aufgeklärt werden. Es geschah durch Vernehmung der Zeugen Weißgerber Hüter. Ersterer stellte fest, daß die ihm von den Ange; klagten in den Mund gelegte Aeußerung:Der Republika⸗ nische Lehrerbund hat Anzeige erstattet und Herr Michel hat ihm das Material geliefert, falsch wiedergegeben sei; er habe nur gesagt, der R. L. hätte die Sache in die Hand ge⸗ nommen und M. sei sein Vertrauensmann. Wie er sich nachher überzeugt habe, sei jedoch der AusdruckAnzeige erstattet unzutreffend gewesen; der Ausdruck sej von ihm am 10. November berichtigt worden. Wenn er von Herrn Michel alsVertrauensmann gesprochen habe, so habe er damit sagen wollen, daß der R. L. sich an M. als Vertreter der Oberrealschule im erweiterten Vorstand zwecks Er⸗ langung von Informationen gewandt habe, was auch richtig ssei. Er habe die Aeußerung s. Zt. in der Konferenz getan, um der gegnerischen Behauptung entgegenzutreten, daß M. von sich aus und aus persönlichen Motiven die Unter⸗ suchung gegen Schnell veranlaßt habe.

Der tatsächliche Anteil des R. L. an der Sache wurde bon dem nächsten Zeugen, Prof. Hüter, im Einzelnen dar⸗ gelegt. Der Zeuge führte aus: Am Tage der Rathenau⸗ feier fand abends eine Mitgliederversammlung des R. L. statt, in der über Geschichtsunterricht verhandelt wurde. Vor Beginn wurde von mehreren Mitgliedern(nicht von Michel, der nicht anwesend war) über die Vorkommnisse an der Oberrealschule(Rathenaurede und Nichtflaggung), so⸗ wie über die Besprechung dieser Vorkommnisse in der Volks⸗ versammlung am Mittag berichtet. Da die Sache nicht ge⸗ nügend aufgeklärt schien, um sofort Stellung dazu zu neh⸗ men, wurde der Gegenstand verlassen. Acht Tage später fand eine Sitzung des erweiterten Vorstandes statt; Thema: Beratung der sogenannten 7 Forderungen(vergl. die Zeugenaussage des Ministerialdirektors Urstadt). Im An⸗ schluß daran wurde neben anderen Fällen auch der der elschule besprochen. Michel, als Vertreter dieser Schule im erweiterten Vorstand, wurde ersucht, über die Rathenaufeier zu berichten. Bei dieser Gelegenheit trug er auch auf die Bitte des Vorstandes andere, frühere Fälle antirepublikanischen Geistes an der Anstalt vor. Seine Ausführungen wurden von einem anderen Mitglied der Schule, Prof. Weber, bestätigt. Dann wurde nach ein⸗ gehender Beratung ein Gesuch an die Regierung gerichtet, das, ohne Zufügung von Materjal unter Hin⸗ weis auf die Erörterungen in Presse und Versammlung, um gerichtliche Untersuchung der Verhältnisse bat, mit Rück⸗ sicht auf den Staat, die Schule und die beteiligten Personen selbst(Dir. Schnell und Dr. Lenz). Als der Zeuge den Titel Anzeige für dieses Gesuch ablehnte, erklärte der Vor⸗ sitzende, daß dieser Ausdruck nicht den SinnDenunziation habe, aber er verstehe, daß der Zeuge die absolute Objektivität des Verfahrens des Vorstandes betonen wolle. Daß das Gericht tatsächlich diese Ueberzeugung gewonnen hatte, ging daraus hervor, daß der Vorsitzende später die ge⸗ samben Aussagen des Zeugen, die sich auch auf andere Dinge erstreckte, als objektive, geradezu als Gutachten zu wertende Darstellung bezeichnete. Nach der Vernehmung des Zeugen richtete der Vor⸗ sitzende an den Angeklagten und seinen Anwalt die ein⸗ dringliche Anfrage, ob sie auch jetzt noch die Erbringung des Wahrheitsbeweises für ihre Behauptung(Denunziation Michels) für möglich hielten. Der Angeklagte war bereit, die formale Beleidigung zurückzunehmen, aber der Vor⸗ ende klärte ihn in einiger Erregung und mit hohem Ernste auf, daß eine materielle Beleidigung schlimmster Form vor⸗ liege. Dies wurde unterstrichen durch eine Erklärung des Nebenklägers, der seine persönliche Schädigung, sowie die 1 5 Familie und seiner gesellschaftlichen Stellung, alles Wirkungen der beleidigenden Artikel, scharf charakterisierte. Andererseits aber erklärte er, daß ihn keine Rachegefühle beseelten und war zu einem Vergleich bereit, der seine Ehre wieder vollständig herstellte. Als der Angeklagte trotz weiterem dringlichen Zureden des Vorsitzenden auf Fort⸗ führung der Verhandlung in der nächsten Woche(les war mittlerweile 29 Uhr geworden) zu bestehen schien, gaben die Vertreter des Nebenklägers, Dr. Agron und Dr. Sinz⸗ heimer, die Erklärung ab, daß ihre Bereitwilligkeit zu einem Vergleich eine Grenze hätte und daß, falls weiterverhandelt würde, sie ihrerseits durch die Aussagen der noch nicht ver nommenen Zeugen die ganze Art beleuchten würden. wie und aus welchen Motiven die beleidigenden Artikel zustande⸗ gekommen seien. Daraufhin bat der Verteidiger des An- geklagten um eine Pause zur Besprechung mit seinem Klienten. Nachdem sich der Verteidiger auch mit den Zeugen Schnell und Lenz, welch letzterer vom Nebenkläger geladen, aber nicht vernommen worden war, besprochen hatte, er⸗ klärte er nach Beendigung der Pause die Bereitwilligkeit zu dem vom Vorsitzenden vorgeschlagenen und formulierten Vergleich, der bereits bekannt gegeben wurde.

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Aufklärung.

Wie wir bereits unseren Lesern mitgeteilt haben, ist wegen eines Artikels in Nr. 80 unserer Zeitung ein Straf verfahren wegen Beleidigung des Gießener Schöffengerichts gegen uns eingeleitet worden. Diese wird erblickt in dem SatzeIn Gießen diktierte ein Schöffengericht in einem Bagatellbeleidigungsprozeß gegen unseren Redakteur eine Geldstrafe, die einem französischen Militärgericht im besetzten Gebiet alle Ehre gemacht hätte. Wir stehen nicht an zu er⸗ klären, daß uns jede Beleidigungsabsicht ferngelegen hat. Wir bedauern, daß die obige Wendung zu Mißdeutungen

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nach dieser Richkung Anlaß gegeben Hat. Hälken Wir Sererk gerechnet, so hätten wir dem Gedanken eine andere Formu⸗ lierung gegeben. a

Was gibt's für Feiertagswetter? Zur Zeit, wo wir diese Zeilen schreiben, sieht's damit sehr trübe aus. Immer noch kalt und regnerisch, als wenn wir uns im Anfang des März befänden. Auf Besserung ist wenig Aussicht vorhanden; auf ein liebliches Jest, wie Goethe Pfingsten nannte, ist die Hoffnung diesmal äußerst schwach. Wir mlssen uns ins Unvermeidliche fügen, weil wir ja dagegen nicht das Geringste/ machen können. Aber wir brauchen deswegen noch lange nicht zu verzweifeln; das Wetter ändert sich manchmal schneller, wie manche Leute ihre Ansichten. Schlechtes Wetter wäre unter Umständen noch zu ertragen: wenn nur die wirtschaftlichen Verhältnisse sich recht bald bessern wollten und die Ruhrgesschichte ein Ende hätte! 5 5

Erholungs⸗ und Vergnügungsreisen gehören für einen großen Teil der Menschheit jetzt zu den unerfüllbaren Wünschen. Zwar, früher waren auch nur wenige in der Lage, sich eine Sommer⸗ reise an irgend einem angenehmen Ort zu leisten, sich an einer prächtigen, ihnen bisher unbekannten Landschaft zu erfreuen. Jetzt fallen aber die Eisenbahn⸗Fahrpreise derart ins Gewicht und die Hotelpreise sind so phantastische, daß nur finanziell gut Gestellte an Vergnügungsreisen denken können. Nächstens wird's damit noch schwieriger, denn schon wieder ist die Rede von bedeutender Er⸗ höhung der Personentarife. Im ständigen Ausschuß des Eisenbahnrats beschäftigte man sich damit und es wurde eine Ex⸗ höhung von 100 Prozent für den nächstmöglichen Zeitpunkt in Aussicht genommen. Damit ist natürlich noch weiteren Kreisen das Reisen unmöglich gemacht. Und es hätte doch schließlich jeder Mensch den Anspruch darauf, sich ein Stückchen der schönen Erde anzusehen außerdem, was er seine engere Heimit nennt! Aber nicht allein die Vergnügungsreisen müssen eingeschränkt werden, auch die Geschäftsreisen verteuern sich und dafür müssen die Kon⸗ sumenten büßen! f.

Die diesjährige Parteikonferenz für die Kreise Gießen und Alsfeld⸗Lauterbach findet am Sonntag, 10. Juni, vormittags 9 Uhr im Gewerkschaftshause in Gießen statt. Eine umfangreiche Tagesord⸗ nung liegt zur Erledigung vor, die in der Hauptsache Berichte des Vorstandes, Sekretärs usw. umfaßt. Anträge sind bis 4. Juni an H. Häuser, Hammstr. 10, einzusenden. Für rege Beteiligung an der Konferenz müssen die Parteivereine sorgen.

Weitere Verteuerung der Lebenshaltungskosten. der Woche vom 5. bis 11. Mai hat sich die Teuerungsziffer von 3253 auf das 3464fache erhöht, also um 6,5 Prozent, nachdem in der ersten Maiwoche eine Verteuerung um 5,92 Prozent stattgefunden hatte. Zu der Verteuerung der Lebenshaltungskosten während der vergangenen Woche trug vornehmlich die Steigerung der Lebenskosten bei, deren Index von 4233 auf das 4564fache, somit um 8,8 Prozent, stieg. Wiederum sind es die Fett- und Fleischpreise, die hauptsächlich die Aufwärtsbewegung der Lebensmittelgruppe verursachten. Eine starke Steigerung erfuhren auch die Kosten für häusliche Gebrauchsartikel, nämlich um 12,6 Prozent, infolge weiterer Verteuerung bon Seife.

Von dem Arbeitsmarkt in Gießen ist mitzuteilen daß sich die Lage in den letzten Tagen etwas verschlechtert hat. Er werbs⸗ losen⸗Unterstützungsempfänger waren in der letzten Woche 120 zu verzeichnen. Ebensoviel sind in Gießen Kurz⸗ arbester vorhanden; mit Notstandsarbeit werden 77 beschäftigt.

Volksmedizin und Aberglauben bei Krankheit und Tod. Die Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und

Jugendpflege in Hessen, Darmstadt, Mathildenplatz 17, bittet

die Bevölkerung des ganzen Landes, insbesondere die Pfarrer, Aerzte und Lehrer, Schwestern und Hebammen, sie unter Angabe des Namens des Einsenders und seiner Anschrift in folgender, wissenschaftlicher Arbeit durch Uebermittlung von Beobachtungen zu unterstützen. Die Sammlung erstreckte sich auf Volksmedizin(Angabe volks⸗ tümlicher Bezeichnungen einzelner Krankheiten, Volksheil⸗ mittel) auf abergläubische Vorstellungen von Krankheiten, deren Entstehung, Verhütung und Behandlung(Zauber- formeln, Berührungsheilen, Besprechen, Gesundbeten), auf Volksmedizinisches und Abergläubisches bei Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, ferner im Zusammenhang mit Sterben, Tod, Leichenfeiern und dergl. Weiter sind sehr erwünscht: Nachrichten über bestimmte Oertlichkeiten, Tages⸗ und Jahreszeiten Zahlen und Zahlenzusammenstellungen, an die volksmedizinische Gebräuche bezw. Aberglauben sich anheften, und schließlich über Pflanzen und Tiere, die bei diesen Dingen eine Rolle spielen oder zur Gewinnung von Volksheilmitteln dienen(besondere Theearten, Kräuterab⸗ kochungen, Umschlagsmittel usw.) Das Material bitten wir uns bis spätestens 1. Oktober ds. Is. zustellen zu wollen. Auf Wunsch wird Porto ersetzt.

Die Gedenkfeier an die erste Nationalversammlung in Franf⸗ furt nahm trotz des wenig günstigen Wetters bei riesiger Beteili⸗ gung einen eindrucksvollen und programmäßigen Verlauf. Die Rede des Reichsprästdenten wurde mit Begeisterung aufgenommen. 0 Die Zeamten⸗Versaumlung am Donnerstag, über die wir noch ausführlichen Bericht bringen, war stark besucht. Die Aus⸗ sührungen des Redners, Abg. Hoffmann, fanden allseitige Zu⸗ stimmung; eine Resolution in diesem Sinne fand nach reger Debatte Annahme.

Oberhessischer Kunstverein. Die Ausstellung der Originas⸗ Radierungen Münchener Künstler blefbt nur noch an den beiden Pfingstfeiertagen geöffnet. Von Dienstag an wird die Ausstellung einige Tage geschlossen. Es folgt dann eine Ausstellung von Werken oberhessischer Künstler. Geöffnet ist die Ausstellung von 11 bis 1 Uhr; Eintritt kostet für Nichtmitglieder 20 Mark.

Zirkus Straßburger eröffnet heute Abend sein Gastspiel in Gießen mit einer großartigen Vorstellung. An beiden Feiertagen finden nachmittags und abends Vorstellungen statt.

Grasversteigerungen der Stadt Gießen. Eine Bekannt⸗ machung des Oberbürgermeisters kündigt Grasversteigerungen in der Zeit vom 23. bis 26. Mai an. Wir weisen auf die Bekannt⸗ machung hin.

Wieseck. Ausflug. Am ersten Pfingstfeiertage, nachmittags unternehmen die Freie Turnerschaft und der Arbeiter-Gesangverein Sängerkranz einen gemeinschaftlichen Ausflug mit Familie auf die Ludwigsburg. Alle Mitglieder beider Vereine wollen sich zu einigen geselligen Stunden bei Mustk⸗ und Liedervorträgen zusammenfinden. Bei unglustigem Wetter findet die Abendunterhaltung im Ver⸗ einslokal bei H. Breuer von 8 Uhr abends ab statt.

reis riedberg⸗Blbingen. Konferenz der hessischen Bergwerksbetriebsleiter.

Am Mittwoch, den 9. Mai fand in Vilbel eine Konferenz der Betriebsleiter der hessischen Bergwerke statt. Vor der Sitzung wur⸗ den mehrere Betriebe der Vilbeler Mineralwasserindustrie besichtigt, so die Anlagen des Luwigsbrunnens, der früheren sogenannten Staatsquelle, die im Jahre 1792 von den beiden Herrschaften Hanau und Mainz instand gesetzt wurde, nachdem eine schon früher dort vorhandene Quelle verschütktet worden war. Uebrigens wird der Vilbeler Sauerbrunnen schon im Jahre 1569 als Heiltrank erwähnt,

und der im Landesmuseum befindliche Mosaikfußboden eines römi⸗ schen Bades, das bei Vilbel ausgegraben wurde, deutet vielleicht sogar

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wurde der Brodsche Sprudel mit seinen A und der Hassia⸗Sprudel besucht, deren Kohle und in modernen Anlagen verflüssigt wird. An den beler Burgruine schloß sich noch eine Besichtigung e in welchem die Schichten der bei Vilbel zutage tret den⸗Formation studiert werden konnten. Die eig slich eröffnete ein Vortrag des Bergrats Köbrich über die g Verhältnisse der Gegend von Vilbel, 9 ber bildung des Rotliegenden daselbst und den Zusammeß hang beler und Wetterauer Gebirgsschichten mit den Sil kohl on der Saar und in Sachsen und über die Mineralqullen. walter Freitag aus Gießen berichtete über einef dachten selbsttätigen Schachtverschluß, der geeignet, Unfäl Schachtfüllort zu verhüten. Es folgte eine eingehende sprach neuerdings von der Landwirkschaft heäußerte Wünscht hinsi Inanspruchnahme von Gelände durch den Bergbau um über 0 herausgabe eines gedruckten Bergwerksverzeichnisses di iche a Bergbehörde. Mit einer Reihe kleiner Mitteilungen, 5 besuchte Versammlung, um deren Vorbereitung und Ferlauf Vilbeler Quellenbesitzer, namentlich Herr Karl Buß, Dank verdient haben. 5 Kreis Wetzlar.

Erklärung. In Arbeiter⸗ und Beamtenkreisen wißd das verbreitet, ich hätte vereitelt, daß Wetzlar Sondertahe rung, erhalte, ebenfo sei es meine Schuld gewesen, daß bel Neue der Städte(Ortsklasseneinteilung) Wetzlar nicht in Ortsk gekommen sei. Als Kronzeuge wird der volksparteflicze Abge Seibert angegeben. 5

Hierzu habe ich zu erklären: Bei der Neueinf war ich Mitglied des Ausschusses nur insoweit, die staates Hessen in Frage kamen, hatte also gar keine 6 mit der Einstufung Wetzlars zu befassen, ich 040 dessen weder direkt noch indirekt mit der Einstufn faßt. Daß ich versucht habe, Gießen nach A zu bri mir auch in Wetzlar nicht zum Vorwurf machen weniger habe ich mit den Sonderteuerungszuschläge Angelegenheit wird nicht vom Reichstag oder elne schüsse geregelt, sondern vom Reichsrat und den in!? menden Organisationen. Uebrigens hat Seibert mir klärt, daß er die oben wiedergegebenen Behauptungen habe. Die Hetze, welche in W. gegen mich in Be beg den ist, ist kläglich zusammengebrochen, ich will stän vermeiden, obgleich klar ist, daß man diese Gelegenhe der Verein. Soz. Partei, die doch immer die Interesse und Beamten vertreten und geschützt hat, eins auszu zeigt aber auch dieser Vorfall, daß diejenigen, w Partei gehören oder uns nahe stehen, sich bei solche den Betreffenden erkundigen sollten, ehe sie in diese die Gegner hauen. Beckman

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Strafkammer Gießen. Sitzung vom 15. Mai. Eine trübeWeinbrand Quelle. In 20. d. J. wurden dem früheren Besitzer de horn in Gießen aus seinem Keller unter andere 48 Flaschen Weinbrand gestohlen. Die Diebe stellte bei der Frau Ernst M. hier ab. Der Bureaugehilfe gi auf Bitten des einen Diebes den in einem Koffer Weinbrand in die Wohnung der Frau M., wo eie wohnte, tragen. Abgesetzt wurde der Kognak später den Gastwirten Ferdin. K. und bei dem Pächter F. gericht hatte K. und F. der Hehlerei schuldig gespro zu je 30 000 Mark Geldstrafe verurteilt für in erster je 15 Tage Gefängnis. Frau M. und D. waren freie den. Die verurteilten Gastwirte verfolgten Beru sprechung zu erzielen, die Staatsanwaltschaft, um auch lung der Frau M. und des D. zu erreichen. Die St auf Grund des Beweisergebnisses ebenfalls zur Fre der beiden Wirte und verwarf die Berufung der schaft im übrigen. Der bei der Hehlerei erforderliche nicht als erwiesen angesehen bei allen vier Angeklagtt

Kleine Nachrichten.

Frankfurt a. M., 16. Mai. Erhöhung der

verordnetenversammlung vor, die eine namhafte Erhöhung Straßenbahnfahrpreise verlangt. Die Forderung ird mit wachsenden Ausgaben für Löhne und Gehälter begrüfhet. 4

Franksurt a. M., 17. Mai. Hundebörse. 9 wirtschaftlichen Halle fand eine von Hunden aller Rassen, a Alter, Größen und Eigenschaften reich beschickteBörße statt. N minder stark aber war auch der Zustrom von Kauflystigen. 9 einzelne Tiere wurden außerordentlich hohe Preise allem für Jaghunde, die von Zwischenagenten fi Offiziere erstanden wurden. Mark für irgend einen Köter gar keine Rolle.

Frankfurt a. M., 17. Mai. Frankfurter Auftrieb. 32 Ochsen. 11 Bullen, 268 Färsen und 1255 Kälber, 105 Schafe. 398 Schweine. Es wu einen Zentner Lebendgewicht: Kälber seinster Out bis 470 0% Mk., mittlerer Qualität 280 000 ringerer Qualität.: Schafe 210 000300 000 1 unter 80 Kilo 430 000400 000 Mk., von 000 bis 490 000 Mk., über 100 Kilo 470 000490 000 N. 5 viehmarkt war das Geschäft anfangs flott später aber abflaue Der Schweinemarkt wurde bei lebhaftem Handel autwerkau nächste Hauptmarkt findet Mittwoch den 23. Mal, be Ne Donnerstag, den 24. Mai statt. 3

Frankfurt a. M., 17. Mai. Naubüberfall. Am N woch hob ein Lehrling vom Postscheckamt 600 000 Mark ab. dem Wege nach seinem Geschäft wurde er von einen Unbekann angesprochen, der ihn bat. in einem Hause der Aleilheiligen eine kleine Bestellung auszurichten. Im Hausflu des überfiel der Fremde den jungen Mann, schlug ihn noeder raubte ihn seiner Barschaft, Der Räuber entkam mmerka

Frankfurt a. M., 17. Mai. Eine Heiratssch lerin. Meistens beschwindeln die Männer die frratslüsten Frauen und Mädchen unter der bekannten Vorspieg lung haben auch in 99 von 100 Fällen Glück damit. Diesmal hat g eine Vertreterin des schwächeren Geschlechts ihn gründlich gerächt. Die Arbeiterin Luise Fritsche Kellner hoch und heilig, ihn zu heiraten. Dabei ele Mann aufs gründlichste. Als er endlich ernüchtert n. zu spät. Sein Vermögen und seine Wertsachen walt Luise bereits durchgebracht, wofür sie allerdings ve

Frankfurt a. M., 17. Mal. Autotod. 9 straße riß ein Radfahrer eine Frau Nagel aus Straße um. Im aleichen Augenblick sauste ein überfuhr die Frau und tötete sie auf der Stelle. Autoraserei. Bei einer Motorfernfahrt des 1 klubs Hamburg auf der Strecke Hamburg⸗Liheck⸗l münster ereignete sich auf der Wegstrecke Plöha z schweres Unglück. Großkaufmann Dose aus Bad sicherer Fahrer, hatte bereits mehrere Fahrer übeihh Ueberholen eines Rennfahrers in der Nähe von Nun von der entgegengesetzten Seite ein Auto, mit dem Dole stieß, wobei er so unglücklich zu Fall kam, daß er! und Wirbelbruch davontrug. Eine Viertelstunde splt Arzt im Krankenhause Neumünster den Tod feststelleh Fahrer tat einen gefährlichen Sturz, wurde auf die Eh

chleudert, wo er besinnungslos liegen blich.

bahnpreise. Der Magtlstrat bereitet eine Vorlage an die Sil

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