Ausgabe 
19.3.1923
 
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die Steigerung des Kokspreises auf 195 Franes am 15. Februar, die 100 Prozent gegenüber dem Preis vom Januar ausmacht. Der nächste Passivposten istdie ane-Entwertung, die Chenevier auf rund 15 Prozent eit der Ruhrbesetzung anschlägt. Unter Zugrundelegung der Zahlen für die französische Einfuhr berechnet er den Verlust für die letzten zwei Drittel des Monats Januar infolge der 15prozentigen Franc⸗Entwertung auf 215 Millionen Franes. Die Passivposten selbst vermehrt er ferner noch um folgende Tatsachen: 10prozentige Steigerung der Frachten infolge der Steigerung des Kohlenpreises; Sprozentige Erhöhung der französischen Schuld an Amerika und an England als Folge des gefallenen Wechselkurses; ein Verbrauch der Lagerbestände, die man teuer ersetzen muß; eine Steigerung aller Metallproduktke; die 18mona⸗ tige Dienstzeit und die längere Festhaltung der Jahres- klasse 1921 unter den Fahnen.

Die Aktivseite schmückt Shenevier mit einer Null.

Wie die Versammlungsfreiheit der Freiheits⸗ bringer aussieht. Aus dem Kreise Mörs wird uns geschrieben: Das Versammlungsleben im hiesigen Kreise ist durch die französische Besatzung vollständig unterbunden. Selbst 53 rmlose Zusammenkünfte werden untersagt. Eine rühm⸗ liche Ausnahme machen die Kommunisten. Sie durften am letzten Sonntag eine öffentliche Versammlung abhalten; auch wurde ihnen das Anschlagen von Plakaten erlaubt. Die sozialdemokratische Parteileitung erkundigte sich bei der Be⸗ satzung nach dem Grund dieser Bevorzugung. Ihr wurde die Antwort erteilt, daß Bibelgesellschaften und Kommunisten von dem Versammlungsverbot nicht be⸗ troffen sind. f f Daß die Kommunisten sich einer so wohlwollenden und liebevollen Behandlung der Besatzungsbehörde erfreuen, braucht weiter nicht Wunder zu nehmen, wenn man daran erinnert, daß im März 1921 die Kommunisten im Bezirk Mörs sich sofort mit dein Landesverräter Smeets ver⸗ bündeten und in einer gemeinsamen Sitzung folgendes elegramm an die Hohe Interalliierte Kommission in Coblenz formulierten und abschickten:

Als Vertreter von 50 000 Arbeitern aus dem Mörser Industriegebiet bitten wir die H. J. K. um Hilfe in unserm Kampf geegn die preußische Reaktion und den versteckten Militarismus. Wir sind Unterstützer der Rheinischen Republik. Wir bitten um Freilassung der durch den Streik Inhaftierten und sind bereit, in diesem Falle die Arbeit in vollem Umfange wieder aufzunehmen.

gKommunislische Flugblätter aus französisch en 8 Flugzeugen. 0

7 0 Französt lugzeuge warfen am Freitag nachmitt über die Zechen 15 Selsentirchen Fluglälter 25 Sumi Partei Deutschlands.

Der Vormarsch ins bergische Land. Der Vormarsch der Franzosen über Vohwinkel hinaus um die englische Zone ist auch am Freitag fortgesetzt worden. Unter anderem wurde der Ort Nierenfeld besetzt. Weiter sind Kavallerietrupps ins bergische Land vorgedrungen und haben in kleineren Ortschaften Quartier genommen.

Der tägtiche Terror.

In Buer hat die Kriminalpolizei wegen dauernder Ueber⸗ griffe der französischen Besatzung den Dienst eingestellt. Die Leichen der beiden ermordeten Schutzpolizeibeamten sind von den Franzosen noch nicht wieder freigegeben.

In Essen nahmen die Franzosen ehemalige Schutzpolizei⸗ beamte, die bei der Essener Kriminalpolizei eingestellt werden sollten, anscheinend auf Grund einer Denunziation fest.

Französische Kavalleriepartouillen sind über Gummersbach

vorgestoßen und haben sich dort einquartiert. Gummersbach ist

N 1 hinaus in südlicher Richtung bis Ruenderoth und Ostberghausen

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nicht besetzt. auf den Straßen sind Kontrollstellen eingerichtet. Am 14. März gegen 10 Uhr abends wurde in Recklinghausen in der Nähe der ZecheVlumenthal der Bergmann Hoffmann von den Franzosen erschossen. 5 ö Am Freitag wurde die ZechenanlageHibernia der Zeche Belegschaft

Blumenthal von französischem Militär besetzt. Die trat in den Proteststreik. 9 5

In Buer wurden am Freitag nachmittag in Ausführung eines der Stadtverwaltung übergebenen Befehls, nach welchem die Brief: tauben an die Besatzung abzuliesern sind, sämtliche Brieftauben abgeschossen. In der Anwendung der Vestimmungen über den ver⸗ schärften Belagerungszustand sind hensichtlich der Verkehrssperre des Post⸗ und Telegraphenverkehrs sowie der Theater und Kinos einige Erleichterungen eingetreten.

Am 13. März beschlagnahmten die Franzosen auf dem Mager⸗ viehhof in Dortmund 70 Zentner Stroh. 7

Vom Kriegsgericht in Hattingen wurden zwei Arbeiter wegen Abreißens französischer Plakate zu 75 000 Mark Geldstrafe ver⸗ urteilt. 5 8 Wieder ein französischer Militärzug verunglückt.

In der Nähe von Friemersheim hat sich ein schweres Eisen⸗ bahnunglück ereignet. Ein französischer Truppentransportzug, in dem sich Kavalleristen mit Pferden befanden, stieß mit einem leeren Güterzug zusammen und zwar mit solcher Gewalt, daß sich die Wagen acht Meter hoch übereinander austürmten. Ein großer Teil der französischen Soldaten, sowie einige deutsche Arbeiter, die in landesverräterischer Weise den Franzosen Dienste leisteten, ist scheoer verletzt worden. Viele Mannschaften und auch Pferde sind getötet worden. In den Krupp'schen Baracken bei Rheinahausen sind die Toten und Verletzten untergebracht. Die Unfallstelle ist in großem Umfange abgesperrt, sodaß es schwer ist, Näheres zu erfahren.

Kohleustener oder Gewalt.

Bekanntlich hatte die französische Kohlenkommission in Essen den Zechen im neubesetzten Gebiet vor einiger Zeit die Veranlagung zur Kohlensteuer mitgeteilt und hinzugefügt, daß, falls die Höhe der Kohlensteuer nicht beanstandet würde, angenommen werde, daß diese berechtigt wäre. Ferner wur⸗ den Zahlungen erstmalig zum 15. März verlangt. Dieses Schreiben war unbeantwortet geblieben. 5

an der Auffassung fest, wie sie im§ 2 der Regierungsvorlage zum Ausdruck gelangt. 0 mung ist davon ausgegangen worden,

Verfassung entspricht,

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der Bur

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nommen werden. Weiter sol es nach dem Antrag

gerlichen möglich sein, daß an dieser Geineiuschaftsschule auf christlicher Grundlage Lehrer tätig sind, die einem christlichen i

Bekenntnis nicht angehören. Dem schließt sich die Reichs-

regierung nicht an. Sie ließ am Freitag folgende Erklärung

abgeben: 1 Der Herr Reichsmigister des Innern hält grundsätzlich

Bei der Schaffung dieser Bestim⸗ 90 nach dem Willen der Weimarer Verfassung als Regelschule nicht lediglich die Simultanschule, wie sie bisher in einigen Teilen Deutschlands besteht, in Betracht kommt. Abgesehen davon, daß die bis⸗ herigen Simultanschulen in Baden und Hessen, von Bayern ganz abgesehen, in wesentlichen Punkten nicht übereinstim⸗ men, also als einheitliches Vorbild nicht gelten können, ist auch die frühere Simultanschule eigentlich nur eine gemein⸗

schaftliche Schule für die beiden christlichen Konfessionen ge. 6

wesen. Mit der Weimarer Verfassung haben aber auch die nichtchristlichen Bekennntnisse und bekenntnisfreien Weltan⸗

schauungen ihr verfassungsmäßiges Recht erhalten und müssen⸗ 2 9

demgemäß Berücksichtigung in der Gemeinschaftsschule bean⸗ spruchen.

Es wird also von der Reichsregierung mit Deutlichkeit

festgestellt, daß der Antrag der Regierungsparteien nicht der sondern daß die Reichsregierung auf dem Boden ihres Entwurfes und damit im Wesen auch auf

dem Boden des Antrages der sozialdemokratischen Fraktion

stehen zu bleiben gewillt ist. Nach dieser Erklärung dürfte es den Kompromißparteien schwer werden, ihre Absichten durch⸗

zusetzen. 5

Der Dollar unter Cuno.

In der freikonservativen Schlesischen Zeitung läßt ein Freiherr v. Richthofen folgende Weisheit vom Stapel, die

man auch sonst an allen Spießer⸗Stammtischen verzapfen

Jetzt haben die Zechen ein Schreiben erhalten, in dem hört: b bestätigt wird, daß ein Einspruch gegen die Erhebung derEine der michtiosten 8 89 den A Kohlensteuer nicht erhoben worden sei. Sollten bis zum 16. darin, den 955 11090 975 Velden werteng anf dle 700.

April die Zahlungen nicht erfolgt sein, so würde ohne weiteres zu folgenden Verhaftungen geschritten werden: 1. Verwaltungsrat, 2. Direktorium, 3. Prokuristen.

Keine Kohlen für Fraukreich und Belgien.

Alle Nachrichten, daß verschiedene Zechen des Aachener Bezirks(Eßweiler Bergwerlsverein und Karolus Magnus) Kohlen an die Entente geliefert hätten, sind unzutreffend. Zwar versuchten einge syndikalistische Quertreiber, an die Besatzungsbehörde mit Koglenlieferungen heranzutreten, aber die Arbeiter und Angestellten usw. verhielten sich durch⸗ aus ablehnend. 1

Politische Uebersicht.

Neichsregierung und Neichsschulgesetz. Im Bildungsausschuß des Reichstags wird schon seit Wochen um den§ 2 des Reichsschulgesetzes gekämpft, ohne daß es den bürgerlchen Parteien gelungen ist, zu einem Kompro⸗ miß über die Frage der Gemeinschaftsschule zu kommen. Ent⸗ sprechend der Weimarer Verfassung haben die nicht christlichen Bekenntnisse und die bekenntnisfreien Weltanschauungen einen Anspruch darauf, in der Gmeinschaftsschule Berücksich⸗ tigung zu finden. Die Anträge der bürgerlichen Parteien laufen darauf hinaus, in der Gemeinschaftsschule den Unter⸗ richt auf christlicher Grundlage ohne Rücksicht auf die Beson⸗ derheiten der einzelnen Bekenntnisse für alle Kinder gemein⸗ sam erteilen zu lassen. Bei der Besetzung der Lehrstellen an der Gemeinschastsschule soll auf das religibse Bekenntnis der die Schüle besuchenden Kinder nach Möglichkeit Rücksicht ge⸗

fache Geldentwertung zu senken.

Mark, d. i. von e

Weil wir Feinde jeder Legendenbildung sind, schlugen

wir die Nummer des Offenb. Abendbl. vom 24. November

1922 auf, in der die Ernennung Dr. Cunos als Reichskanzler gemeldet wurde, und finden in diese Nummer die Notiz: Ein Dollar 6150 Mark. Eine Woche später stand der

Dollar auf 8250 Mark und dann ging es in munterem Auf

und Ab bis auf 47000 Mark am 31. Januar. Inzwischen ist er durch die früher von unserer Partei verlangte, von

der Industrie und der Bankwelt aber sabotierte Stützungs⸗

aktion auf reichlich 20000 Mark gedrückt worden. Die

Dollarentwicklung unter der Regierung Cuno ging also bis⸗

her von 8250 auf 20 000 Mark; ein schöner Sprung inner halb vier Monaten, woran man der Wahrheit gemäß fest⸗ halten muß. solches Resultat Bewunderung finden können.

Richterliche Unabhängigkeit einst und fetzt.

Der Deserteur.

Roman von Robert Buchanan.

Fünfzehntes Kapitel. Der Traum.

N Rohan träumte einen seltsamen Traum. Er sah sich an derselben Stelle, auf der er eingeschlafen war, liegen, zu dem Bildnis des Gekreuzigten emporblickend. Um ihn und über ihm herrschte tiefste Finsternis, der Wind heulte, der Regen platschte einförmig in das Granitbecken, er aber lag zusammengekauert in dem nassen Ginster, horchte und beob achtete mit Spannung, er wußte nicht was. Sein Herz klopfte zum Zerspringen, sein Puls naste, denn übernatür⸗

liche Laute hatten seine Phantasie erregt.

Er lauschte nur noch aufmerrsamer und glaubte ganz deutlich einen leisen menschlichen Seufzer zu vernehmen. Dieser wiederholte sich und siehe da von Angst und Ent⸗ setzen gepackt, bemerkte Rohan, wie die Gestalt am Kreuze den Kopf von einer Seite zur anderen bewegte. Nicht wie im Schmerz, auch nicht bewußt, sondern wie ein Schläfer, der im Begriffe ist, aus langem tiefem Schlaf zu erwachen.

Rohan blieb das Herz stehen und er hatte das Gefühl, als ob er sterben müsse. versagten ihm den Dienst; er wollte schreien, aber die Kehle war ihm wie zugeschnürt. Einen Augenblick lang verlor er das Vewußtsein. Als er die Augen wieder aufschlug, war das Kreuz leer und Christus stand aufrecht am Fuße des⸗ selben.

Wind und Regen hatten aufgehört, der Mond war aus den Wolken getreten; gespensterhaft hob sich das Kreuz im fahlen Mondlicht, während die Gestalt auf dem Sockel wie

weißer Marmor schimmerte. Die Augen waren weit ge⸗ öffnet und blickten zu dem zusammengekauerten Rohan hin⸗ ab; Arme und Füße bewegten sich und die Lippen hauchten: Erhebe Dich!

Der gebannte Körper Rohans gehorchte Willen und erhob sich sofort.

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dem höheren In demselben Augenblick fühlte Rohan, wie alle Furcht von ihm wich. Er blickte zu dem heiligen Antlitz empor, ohne ein Wort zu sprechen. Und das Antlitz stislt» durch seine erbabene Schönheit Qualcn seines Lerzens. wie das Mondlicht die beweaten

freudetrunken zur

Er wollte fliehen, aber die Beine

sofort die

Wellen des Meeres beruhigt. Er wollte sich anbetend und Erde werfen, aber Christus sprach: Folge mir! 5

Wie ein Geist, der kaum die Erde berührt, stieg Christus vom Sockel des Kreuzes hinab und schwebte schweigend weiter. Rohan folgte ihm, voll Angst, daß die Vision jeden Augenblick verschwinden könne und es doch nicht wagend, sich ihr ganz zu nähern. Stumm und rasch schwebten sie weiter. Rohan erschien es im Traume, als ob nicht seine Füße ihn trügen, sondern als ob er von unsichtbaren Händen geschoben würde; auch Wälder und Felder schienen sich zu bewegen, wie die vor dem Winde fliehenden Wolken, die Erde entglitt unter seinen Füßen. Rohan folgte bald be⸗ wußt, bald unbewußt der göttlichen Gestalt. Von Zeit zu Zeit schienen ihn die Sinne zu verlassen; so oft er aber wie⸗ der die Augen aufschlug, sah er die weiße Gestalt vor sich hingleiten; öfter blieb sie auch stehen, drehte sich nach ihm um und winkte ihm, zu folgen.

Im Traume verwandeln sich bekanntlich Sekunden zu Ewigkeiten. Rohan kam es vor, als ob er seinem Begleiter unzählige Stunden hindurch gefolgt wäre. Sie schwebten

über einsame Wälder, über vom Mond beschienene Berg⸗ spitzen über ungeheure glitzernde Flüsse über einsame

melancholische Seen, über in stillen Tälern schlummernde Dörfer, über riesige Städte mit Straßenlabyrinthen. End⸗ lich kamen sie zu einem herrlichen Park mit prächtigen An⸗ lagen. Auf einem freien Platz stand eine Anzahl von Springbrunnen; von da fühete ein sorgfältig gepflegter Kiesweg zu einem großen Gebäude mit zahllosen Fenstern, die im Mondschein glitzerten. Ausgedehnte Nasenplätze und farbenprächtige Blumenbeete erfreusten das Auge. Christus schritt unentwegt weiter, bis zur Türe des großen Gebäudes, zu der eine schöne Marmortreppe führte.

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Dort blieb er stehen und erhob seine Hand. Die Türe sprang auf und er trat, von Rohan gefolgt, ein. Die endlosen Korridore waren finster wie die Nacht,

aber von den Füßen des Heilands strahlte ein mattes Licht aus, so daß alle Dinge ringsum schtbar waren. Sie durch⸗ schritten zahllose Gemacher viele ungeheuer groß und düster, nur von einzelnen Mondstrahlen bewohnt, andere

duntel und verhanat, in welchen Frauen, Manner oder Kin⸗

auf Sockeln und in den Nischen. Ueberall herrschte Toten⸗ stille. Nichts rührte, nichts bewegte sich. Und ihre Schritte in den hohen Gängen dumpf wiederhallten, weckten sie niemand aus dem Schlaf. Ueberall öffneten sich die Türen leise vor ihnen und wie von selbst, aber die Schlä⸗ fer schliefen ungestört auf ihren Kissen weiter, der einzige vernehmbare Laut war das Säuseln des Windes in den stillen Höfen.

Wieder schwand Rohan das Bewußtsein; als seine Seele im Schatten einer verhängten Türe, vor ihm stand Christus, zu seinern

sah. er sich

ihre Empfindung zurückgewann,

vollen Höhe aufgerichtet und mit seiner marmorweißen

Hand den Vorhang zur Seite schiebend. Mit dem Rücken zu

ihnen gekehrt, saß ein Mann vor einem Schreibtisch und arbeitete eifrig. Das Gemach schien ein Vorzimmer zu sein, durch dessen offene Türe man in ein zweites Zimmer blicken konnte, in welchem ein großes Himmelbett stand. Auf dem Schreibtisch brannte eine Lampe. die ihr volles Licht auf die Arbeit des Mannes warf, während im Zimmer ein dämmeriges Dunkel herrschte. 5 0 75 5

Rohan lechzte danach, das Antlitz des Mannes zu sehen, aber es blieb über den Tisch gebeugt. Stunden vergingen und der Mann schrieb noch immer. Er war halb entkleidet,

wie jemand, der sich zur Ruhe begeben will, aber während f

die ganze Welt schlief, saß er wach und arbeitete Rohans Herz krampfte sich zusammen. Es dünkte

rastlos. ihn

schrecklich, daß gerade dieser eine Mensch tätig war, während 8

die ganze Schöpfung ruhte. Ermüdet schloß er einen Augen⸗ blick die Augen; als er sie öffnete, war das Gemach leer, aber die Lampe brannte noch immer. seinem göttlichen Führer empor, dieser deutete Tisch seine Lippen hauchten das eine Wort:Lies! Rohan durchquerte das Gemach und neigte sich zu dem

mit zahllosen Papieren bedeckten Tisch Sein Auge blieb noch sicherer Hand

auf dem obersten Bogen haften, auf dem die kaum getrocknet war. Nur zwei, mit fester, geschriebene Worte standen darauf: sein Rohan Gwenfern.

Tinte eigener Name

(Jortsetzung folgt.)

Unter keiner früheren Regierung hätte ein

der schliefen stille Gänge, geisterhafte Säle mit gabl⸗ losen Bildern an den Wänden, Marmorstatuen und Büsten

obgleich

Verwirrt blickte er zu auf den

er

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