sämtlich an Typhus. Pocken oder Cholera erkrankt waren, während
0 reiche „ pidemie auf dem Lande zu verhindern.
att Geschäftliche Rundschau mit Dauerfahrplan
Darmstädter u. Nationalbank
Handels-und Gewerbebank
. Janet I Vochhefm d. M. zu öfter Tag den, in Per im der Hauptsache über innerwirtschaftliche Fragen verhandelt
werden soll. Die Verhandlungen sind nicht öffentlich.
Frankfurt a. M., 17. Januar. Ein zweiter Nachtrags⸗ etat. Dem kürzlich vorgelegten 6 Milliarden⸗Nachtrag wird in den nächsten Tagen ein wefterer folgen. dessen Ziffern sich aber auch in ähnlicher Höhe bewegen werden. Ueber die Deckung der darin geforderten Summen zerbrechen sich alle Stadträte die
Frankfurt a. M., 16. Jan. Das Glücksspiel. Weil sie die
von Glücksspielen duldeten, setzte der Polizeipräsident
für zahlreiche Wirtschaftsinhaber die Dauer der Polizeistunde auf 10 Uhr herab.
Auerbach a. B., 16. Jan. Explosion. Bei der Reparatur eines Motors in der Villa Ritsert explodierte plötzlich die Ma⸗ schine. Durch die umherfliegenden Trümmer wurden dem Haufe schwere Beschädigungen zugefügt. So ging das Dach fast vollständig in Trümmer.
Heppenheim(Bergstr.), 17. Jan. Ein Riesennußbaum⸗ im Garten der Heil⸗ und Pflegeanstalt ist nach achttägiger Arbeit glücklich zu Fall gebracht. Der etwa 4 Meter hohe Stamm liegt bereits auf der Straße und sind mit der Aufarbeitung des übrigen Holzes noch zahlreiche Arbeiter beschäftigt. Der Umfang des Stammes beträgt über 5 Meter. Diese einzige, anscheinend ge⸗ sunde Nußbaumholzmasse hat allein einen Wert von mehr als einer Million. Außerdem aber sind noch mehrere Aeste vorhanden, die sonst starke Nußbaumstämme in Schatten stellen. Dazu kommen noch viele Kubikmeter Brennholz. Das ganze Holz dieses Riesen⸗ baumes hat ohne Zweifel einen Wert von einigen Millionen. Man darf deshalb auf die Versteigerung sehr gespannt sein.
15 Tödlicher Unfall.
a Beim Holzfällen im Dörnigheimer Wald stürzte der 17 jährige Arbeiter Karl Schäfer von einem Baum ab und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, daß an seinem Aufkommen ge⸗
azweifelt wird. Nichts ist mehr sicher. Als am Montag morgen in Sossenheim ein Einwohner er⸗ wachte, mußte er zu seiner Verwunderung die Entdeckung machen, daß Diebe in der Nacht das große Hoftor ausgehängt und
gestohlen hatten. Schrecklicher Tod.
In Aschaffenburg geriet der 20jährige Arbeiter Adam Schäfer beim Richten von Papier in der Weißpapierfabrik mit
den Händen in das Walzwerk. Er wurde von den Walzen in das Getriebe hineingezogen und vollständig zerdrückt. 5 Millionenunterschlagung.
In Fürth i. B. sind nach Unterschlagung von 2600 000 Mk., die für die 3. Eskadron der Fahrabteilung 7 in Erlangen be⸗ stimmt waren, der Obergefreite Friedrich Fell und der Ober⸗ fahrer Adolf Künzel flüchtig gegangen.
Ein unheimlicher Gast auf einem Passagierdampfer.
Aus Athen wird gemeldet. daß dort auf einem Auswanderer⸗
er, der aus Samsun zurückkehrte, von 1609, Passagieren, die
der Ueberfahrt nicht weniger als 35 gestorben sind und ins Meer versenkt werden mußten. Unmittelbar nach der Ankunft im Pyräus starben weitere 25 Passagiere. Der griechische Gesund⸗ heitsminister hat angeordnet daß die Leichen sofort in dem Heiz⸗ kessel des Schisses verbrannt werden. Den Ueberlebenden ist das Betreten des Landes verboten worden. Es sollen sehr umfang⸗
Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung der
1 75 75 Lokale Parteinachrichten. 6. Agitationsbezirk Gießen⸗Alsfeld⸗Lauterbach. An die Ortsvereine und Gemeindevertreter in Kreife Lauterbach! N Am Sonntag den 21 Januar, nachmittags 1½ Uhr, findet in Lauterbach im Lokale Zum Johannesberg“ eine Geemindevertreter⸗Konferenz mit folgender Tagesordnuna statt: 5 1. 2) Die Selbstverwaltung der Gemeinden im Rahmen der heutigen Gesetzaebung 5 b) Tätigkeit. Rechte und Pflichten der Gemeindevertretung. Referent: Bürgermeister Wal z⸗ Lauterbach.
An dieser Konferenz müssen alle von unserer Partei gewählten Gemeindevertreter sowie auch die Vorsitzenden der Ortsvereine 95 1 vertreten 55 weil noch wichtige interne
rteifragen besprochen den sollen. 5
Die Gemeindeverkreter⸗Kurse im Kreise Gießen und Alsfeld nebmen wegen jetziger Verhinderung einiger Referenten Anfang Februar ihre Fortsetzung.
Arbeitsrecht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung.
Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gießen. Verhandlung vom 11. Jamtar 1923.
Für ihre Erklärung über Annahme oder Ablehnung der Schieds⸗ sprliche in den nachstehenden Sachen erhielten die Streitteile eine Woche Frist.
Die Fittingsfabrik Bänninger G. m. b. H. in Gießen hatte eine Anzahl Arbeiter auf eine bestimmte Zeit eingestellt und diese vorübergehende Einstellung mehrmals erneuert. Der Deutsche Metallarbeiterverband beantragte, die wiederholte Ver⸗ pflichtung der Arbeiter als„vorübergehend eingestellt“ für ungültig zu erklären. Der Schlichtungsausschuß erklärte jedoch, nur im etwa⸗ igen einzelnen Streitfall wegen Entlassung eines Arbeiters, der die
Erneuerung des„vorübergehenden“ Arbeitsverhältnisses verweigere,
lasse sich entscheiden, ob das Arbeitsverhältnis, trotz den wiederholten Reversen, die es für ein vorübergehendes erklären, ein dauerndes geworden ist und die Reverse eine Umgehung von Arbeiterschutzbe⸗ stimmungen sind.— Den Streifall desselben Verbandes mit der optischen Werkstätte Franke u. Co. in Gießen, ob zwei Glas⸗ vorschleifer ungelernte oder angelernte Arbeiter im Sinne der Lohn⸗ abkommen der Metallindustrie sind, verwies der Schlichtungsausschuß auf den Rechtsweg. 1
Den Mitgliedern der Gießener Schlossermeisterver⸗ einigung beantragte der Metallarbeiterverband die Zahlung von Aufwandsentschädigungen an die Lehrlinge aufzugeben. Der Schlich⸗ tungsausschuß beschränkte sich darauf, im Anschluß an die wieder⸗ holten Ersuchen der Handwerkskammer an die Beteiligten die Zah⸗ lung von Lehrlingsvergüttungen zu Händen der gesetzlichen Vertreter der Lehrlinge zu empfehlen und folgende Sätze dafür für angemessen zu erklären: im ersten Lehrjahre wöchentlich Mk. 500, im zweiten Mk. 700, im dritten Mk. 900, und im vierten Mk. 1200.
Für die Betriebe, die der freien Vereinigung der Spengler⸗ und Installateurmeister in Gießen angehören, erllärte er die jeweiligen, Tariflöhne der Metallindustrie fiir maßgebend. 0
Dem Einspruch zweier Gesellen der kunstgewerblichen Werkstätte Graefe u. Co. gegen Kündigung zur Verminderung der Arbeiter⸗ zahl gab der Schlichtungsausschuß nicht statt, denn die Eigenart des kunstgewerblichen Betriebes erlaubte keine weitere Arbeitsstreckung.
0 13
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79
Verhandlung vom 12. Januar 1923. 1 Der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband und der Vere⸗ band weiblicher Handels⸗ und Bureauangestellten erstrebten den! schluß eines neuen Tarifvertrages mit dem Verein Friedberger Kau leute. Unmittelbare en kamen nicht zustande. Be Schlichtungstermin fehlte der Antragsgegner imentschuldigt. De Vorsitzende nahm ihn deshalb in eine Gelostrafe. Der Schl. A. zunächst den Parteien auf, innerhalb 14 Tagen in Verhandlungen miteinander einzutreten. 5 e Der Verband der Gemeinde⸗ und Staatsarbeiter beantragt die Einführung der Bestimmungen des Reichsmanteltarif⸗ vertrages für die Gemeindearbeiter bei der Stadt Alsfeld. Der Reichsmanteltarifvertrag ist aber für die Gemeinden Oberhesse i verbindlich. Der Schl.⸗A. bestätigte, daß die Alsfelder meindearbeiter darunter fallen. 5 1 Dasselbe stellte er fest bezüglich eines Arbeiters der Gemeinde Großen⸗Buseck. Für dessen Entlohnung erklärte er das Lol F des Verbandes der n 0 Staatsarbeiter mit den Hess. Nass. Wirtschaftsverband für maßgebend. 45 1 In einer landwirtschaftlichen Lohnstreitsache einigten sich die Streitteile nach Verhandlung. ö. 8 Lohnverhandlungen für das Zigarrengewerbe. Die zentralen Lohnverhandlungen, welche am 4. Jannar in Eisenach stattfanden, scheiterten deshalb, weil es die Zigarren⸗ 0 fabrikanten ablehnten, auf der Grundlage der vom Deutschen Tabakarbeiterverband aufgestellten Lohnforderung zu verhandeln. 1 Daraufhin wurde das Reichsarbeitsministerium angerufen, um di 0 Lohnstreitsache beizulegen, dieses betrachtet diese Angelegenheit als minderwichtig und lehnt eine Verhandlung ab, obwohl bisher stets bei derartigen Streitsachen die Schlichtungsstelle bei dem R. A. M. entschieden hat. a f Die Verhandlungen finden nunmehr am Freitag, den 19. Jan. vor dem Schlichtungsausschuß für Groß⸗Berlin statt.
Dollarstand gestern mittag 12 Uhr: 23 000 Mark.
Versammlungskalender
Rödgen. Wahlverein. Sonntag, den 21. Januar, nach⸗ mittags 3 Uhr Generalversammlung bei Wirt Wagner. Tages⸗ 5 Jahresabschluß. Vorstandswahl usw. Mitgliedsbücher mitbringen. 0 a 5
Lich. Sozialdem. Wahlverein. Samstag, 20. Dezember, abends 8 Uhr, im Lokale Albach, Bahnhofstraße, Generalversamm⸗ lung. Wegen wichtiger Tagesordnung wird zahlreiches Erscheinen erwartet. 1
Gießen. Arbeiter⸗Jugend. Sonntag, 21. Januar, abends 8 Uhr Generalversammlung im Gewerkschaftshause. Pünktliches scheinen wird gewünscht.
Gießen. Freie Turnerschaft. Samstag, 20. Januar, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus: Generalversammlung. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. 5
Gelesene Nummern der Oberhessischen Volkszeitung werden nicht fortgeworfen, sondern an Freunde, Bekannte und Nachbarn behufs Gewinnung neuer Abonnenten weiter ⸗
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Lum 16. Januar starb nach kurzer Krankheit N
Christian Bender
der über 40 Jahre in treuester Pflichterfüllung bei mir tätig war. ö
Ich werde ihm stets ein ehrendes N 5
Gießen, den 18. Januar 1923.
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1
Bcrücksichtigt un.: Jusereuten.
UVbBeerdigung: 19. Januar, nachmittags 3 Uhr.
7 N 2


