Ausgabe 
17.4.1923
 
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vor Zwölf. Noch kann gerettet werden, was zum Schaden des ge⸗ samten deutschen Volkes bisher versäumt wurde.

Frankreich nichtfeindlich. Note nach Berlin. 1 ir erfahre die französische Regierung der Re e N lassen, in der einige Stellen der Rede, die der Reichskanzler anläßlich der Trauerfeier für die Essener Opfer gehalten hat, beanstandet werden. Ueber die Beantwortung der Note ist im Kabinett ein Beschluß bis zum Augenblick noch nicht k.

Die Note beschwert sich besonders darüber, daß der Kanzler von

feindlichen Truppen gesprochen habe und weist darauf hin, daß die

östsche Regierung diesen Ausdruck Deutschland gegenüber nicht

ö Das ist ja eben das Unerträgliche, daß zwar Frank⸗

reich jede Feindseligteit gegenüber Deutschland mit Worten leugnet,

ß aber seine Ruhrtaten man denke nur an Essen und an die senwertreibungen die eines Heeres im Feindesland sind.

Die Nuhrbergleute für Verständigungsbereit⸗

schaft und passive Abwehr. Am 13. und 14. April tagte in der Eisenhütte zu Bielefeld die Meichskonfereng desů und der Bezirksleiter des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands, um zu der wirtschaftlichen Entwicklung und den aus der Besetzung des Ruhrgebietes sich er⸗ gebenden Fragen Stellung zu nehmen.

Der Verbands vorsitzende Husemann gab einleitend, nachdem er mit ehrenden Worten der jüngst verstorbenen Verbandskameraden gedacht hatte, einen umfassenden Ueberblick über die geschaffene Lage, indem er dabei

die Notwendigkeit der weiteren Abwehr des franzö sisch⸗belgischen Rechtsbuches

an r und Rhein unterstrich. Der Antrieb zu der Besetzung ist, 5 8 Redner hervorhob, in wirtschaftlichen Interessenkonflirten r Völker zu suchen, weshalb auch 5 nur mit wirtschaftlichen Mitteln eine Lösung des Konfliktes seflihrt werden lönne. Darauf hinzuweisen, sei Pflicht der garbeiter, welche ja einen großen Teil der Laft des Abwehr⸗ neben anderen Schichten der Bevölkerung tragen. davor, nüchterne wirtschaftliche Erwägungen durch gefühls⸗ a Betrachtungen übertönen zu lassen, im Gegenteil soll man in mehr als bisher solchen nüchternen Erwägungen Raum geben. Auch wir Deutsche hätten ein Interesse, alles zu tun, daß eine baldige und durchführbare Negelung des Reparationsproblems wird. wozu er hoffe, daß sich die leistungswilligen und igen Kräfte umseres Volkes zu aufbauender Arbeit zu⸗ nfinden mögen, denn wir seien bei diesem Kampfe nur auf sere eigene Kraft ange wiesen. a N Die ausgedehnte Aussprache ergab die volle Zustimmung der Konferenz zu den Leitgedanken der Berichterstatter. Nach Erledigung organssatorischer und knappschaftlicher Ange⸗ kegenheiten, von denen der Saarstreik besonders erwähnenswert ist zu welchem die Konferenz durch Annahme eines Extrabeitrages Höhe eines zweimaligen Wochenbeitrages ihre stärksten Sympathien ir die um ihre Lebenshaltung so schwer kämpfenden Saarkameroden ausdrücke, wurde die nachstehende Resolution einstimmig ange⸗

en. Die am 13. und 14. April 1923 in Bielefeld tagende Reichs⸗ konferenz des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands ftellt sich einmütig und der Haltung des Verbandsvorstandes zustimmendd, E. den rassiven Abwehrkampf der Beuölkerung an Ruhr und hein und bekundet den ungebrochenen Willen, fremder Willkür und brutaler Gewaltanwendung sich nicht zu beugen. Von der Auffassung ausgehend. daß die heute zwischen den Völkern stehenden Fragen nur nach sachlich wirtschastlichen Grundsätzen und nicht nolitsch⸗mistärisch gelöst werden können verurteilt die Kon⸗ serenz mit dem Gefühl tiessten Abscheues den Ueberfall französi⸗ ber und belgischer Truppen auf eine sizebliche, arbeitsame Be⸗ völkerung: sie weist daher auck ebenso weit seden Gedanken von ich durch Abkehr von den bisher erfolgreich angewendeten Ab⸗ wehrmitteln die grausame Gefahr einer blutigen Auseinander⸗ setzung beroufzubeschwören Um den jahrelang gequälien Völkern Europas den Frieden wieder zu gehen erachtet es die Konferenz der Bergarbeiter für eine heilige Pflicht der Regierungen, keine Gelechenheit zur An⸗ ahnung einer friedlichen Verständigung ungenutzt vorübergehen zu lassen. Sie glaubt daß die Mitwelt und die Geschichte der Regierung welche als erste diesen Weg sucht und beschreitet, diese Tat nicht als ein Eingeständnis der Schwäche sondern als Zeug⸗

Der Deserteur. 1 Roman von Robert Buchanan.

Und wer zum Teufel sagt Dir denn, daß er kein Geist ist? fuhr Pipriac den Fischer an.Du bist ein Esel, geh' mir aus den Augen! Wenn wir wenigstens eine

iter hätten! Dann brüllte er wieder mit der ganzen Kraft seiner Lunge hinauf:Deserteur! Nummer Eins! Rohan Gwenfern! 5 Kein Ton, kein Laut kommt von oben. Die Dorfleute wechseln spöttische Blicke, Marcelle betet inbrünstig. Pipriac speit Feuer und Flammen! Ihn, den Vertreter des Kaisers, wagt ein einfacher unbewaffneter Fischer, der wie ein Fuchs in seinem Bau kauert, ein elender Deserteur, ein Chouan, ein Feigling, der sich vor dem Kanonendonner fürchtet, an der Nase herumzuführen! Für den Sohn seines Freundes wohnt nicht ein Funke von Mitleid mehr in seinem Herzen. Gnade seiner Seele, wenn er jetzt in seine Hände gerät] Mit blutunterlaufenen Augen, heiser vor Zorn und Wut, kom⸗ mandiert er seinen Leuten: Donnerwetter noch einmal! Seid Ihr alle nichts als elende Waschlappen? Hat keiner den

Mut einer Fliege? Andre, Pierre, Bertram, Hosl, wagt keiner hinaufzukletterne Wären nicht meine Beine so

klapprig und mein Kopf so schwindlig, ich wollte Euch schon zeigen, was der alte Pipriac kann! Ihr Schurken, Ihr fei⸗ gen Memmen!

Durch diese Worte angefeuert, streift Pierre seine Schuhe ab, nimmt das Bajonett zwischen die Zähne und versucht, hinonzuklettern. Die Wand ist wohl steil und schlückfrig, aber sie bietet doch einige Vorsprünge für Hände und Füße. Von allen Anwesenden neugierig beobachtet, gelingt es Pierre, langsam emporzuklimmen, doch gar bald gleitet sein Fuß ab und er fällt mit einem Schrei zu Boden. Zum Glück war er noch nicht hoch gekommen, so daß er nur eine leichte Quetschung davontrug. Jetzt meldete sich André, ein dunkel äugiger, entschlossen aussehender Kerl mit sehnigen Händen und Beinen. Das Bajonett im Munde, klettert er geschickt wie eine Katze, empor. Er hat schon die größere Hälfte des Weges zurückgelegt, da ertönt plötzlich aus dem Munde eines Zuschauers ein erschrockener Warnungsruf. Alles starrt in die Höhe, auch André. Gerade über seinem Kopfe sieht man zwei ausgestreckte Hände und diese Hände schwingen ein

1

Husemann

riesiges Felsstück ein leichenblasses, aber zum Aeußersten

nis innerer Stärke und kiefer Einsicht deuten wird.

1 Die Bergleute wissen, daß der Weg zum Frieden über schwerste Opfer an Hab und Gul aller Teile unseres verarmten Volkes führt, wie auch sie durch wiederholte Uebe rarbeit das ehrliche Ersüllnngshestreben Deutschlands tatkräftig unterstützt haben. In der Erkenntnis, daß es nach Jahren harter. aber eter Arbeit aller Volksgenossen möglich sein wird Lasten ous em verlorenen dc abzutragen, deren Schwere nicht durch einseitiges Diktat, sondern durch gleichberechtigte Verhandlungen bestimmt ist wendet sich die Konferenz an die deutsche Regierung

mit dem Ersuchen, ihren Plan zur Lösung der Reparationsfrage

zur internationalen Erörterung zu stellen.

Der Auftakt zu den neuen Zwangsmaßnahmen.

Drei französische Minister im Ruhrgebiet.. Wie der Intranstgeant meldet, treffen heute Montag drei französische Neinsster im Ruorgedlet ein, nämlich der Minister für öffentliche Arbelten, der Finanz⸗ und der Kriegsminister. Ihre Reise wird mit den bei der französisch⸗belgischen Ministerkonferenz gefaßten Beschlüssen in Zasammenhang gebracht. Besetzung von Gewerkschaftshäusern.

In Herne besetzten französische Truppen das Gewerkschafts⸗

haus, das evangelische und das katholische Vereinshaus. Die Beute der Franzosen.

Von den besetzten Schächten sind nach den Bahnhöfen abgerollt worden: am 10. April acht Züge, am 11. April neun Züge und am 12. April 15 Züge mit insgesamt 480 Waggons Brennstoff. Stete Ausdehnung der Okkupation in Mannheim.

inigen Tagen ist auch das Lagerhaus bes badischen ane dhe, hee in das besetzte Gebiet ein⸗ bezogen worden. Zurückweisung der falschen Mülheimer Banknoten.

Der Versuch, in Mülheim an der Ruhr von den französischen Truppen beschlagnahmte Druckformulare als giiltige Banknoten in den Verkehr zu setzen, ist gestern von den Franzosen in Köln gemacht worden Die Banque Belge hat dort 400 Mtll. in solchen Scheinen der Reichsbankhauptstelle mit dem Ersuchen um Gut⸗ schrift des Betrages vorgelegt. Selbstverständlich wurde die Gutschrift abgelehnt. Die vorgelegten Stücke sind im Wege der Durchlochung unbrauchbar gemacht worden.

Politische Uebersicht.

Ungebetene Gäste. Deutsche Monarchisten im Ausland.

Den eifrigen Bemühungen deutscher Monarchistenkreise, die deutsche Republik im Auslande zu diskreditieren, reiht sich nun ein neuer Versuch an, die deutsche monarchistische Propa⸗ gandga auch nach Finnland zu übertragen. Wie uns aus Helfingfors gemeldet wird, ist dort vor einigen Tagen eine Gruppe deutscher Monarchisten mit dem Grafen v. d. Goltz an der Spitze eingetroffen und zwar mit der Absicht, eine großzügige monarchistische Agitation in Finnland zu ent⸗ falten. Dieser Besuch, der von keiner offiziellen Seite ver⸗ anlaßt wurde hat begreiflicherweise in den Volksmassen heftige Erregung und Empörung ausgelöst. Das Zentral- organ der finnischen Sozialdemokratie Suomen Sosialdemo⸗ kraatti protestiert in schärfster Weise gegen den Besuch der deutschen Monarchisten, insbesondere gegen den des Grafen b. d. Goltz, der als Leiter der deutschenStrafexpeditionen im Jahre 1918 bei dem finnischen Volke in schlimmstem Rufe steht und als Verkörperung der blutigen deutschen Reaktion

gilt. f f

Der Protest der finnischen Sozialdemokratie, dem sich auch breite Krise des Kleinbauerntums un dder demokrati⸗ schen Bürgerschaft anschließen, verdient in Deutschland leb⸗ hafte Beachtung. Ist es denn wirklich notwendig, daß zu einer Zeit, wo Deutschland um seine Existenz ringt, die Sympathien für die deutschen Republik durch die Propa⸗ gandareisen abgetakelter Generäle verringert werden?

entschlossenes Antlitz neigt sich hinab Gwenferns.

Jetzt wäre es leicht, den Deserteur niederzuknallen aber was geschähe mit André? Der in der Luft schwebende Stein würde ihn zu Brei zermalmen. Er wartet diese Mög⸗ lichkeit gar nicht ab, sondern trachtet, so rasch als möglich wieder festen Boden zu erreichen. Noch ehe dies der Fall, sind Arme und Gesicht oben im Trichter verschwunden. Pipriac flucht und zetert. Salve auf Salve wird hinaufge⸗ feuert, ohne das gewünschte Ziel zu treffen. Die an den Felswänden abprallenden Kugeln sallen mit dumpfem Ge⸗ rausch zur Erde. Die Klippen widerhallen von dem Flinten⸗ geknatter. Die Kathedrale ist von dem unzufriedenen Ge⸗

das Antlitz Rohan

murre der Dorfleute und den Verwünschungen der Gen darmen erfüllt. Dann werden wieder einige vergebliche

Kletterpersuche gemacht, Schüsse hinaufgefeuert kurz: eine regelrechte Belagerung ist im Zuge, wird aber mit Sonnen- untergang von der neuerlich in die Kathedrale dringenden Flut unterbrochen. Den ganzen Tag hatte es kleine Unterbrechungen ausgenommen geregnet: Zuschauer und Gendarmen sind bis auf die Haut durchnäßt. Mit Ein⸗ tritt der Flut ziehen sich die Belagerer und auch die Dorfbe⸗ wohner schleunigst aus der Kathedrale zurück. Eine Frauen⸗ gestalt jedoch zögert, schleicht bis dicht an denAltar hinan, richtet ihre brennenden Augen nach oben und ruft angst⸗ voll:Rohan! Bist Du oben, Rohan?

Keine Antwort! Sehnsüchtig streckt sie die Arme empor, Heiße Tränen rieseln ihre bleichen Wangen hinab.

Um der Barmherzigkeit willen, gib mir ein Lebens. zeichen! Ich bin's, Marcelle!

Wieder keine Antwort. Traurig wendet nun auch sie ihre Schritte dem Ausgange zu, sie muß schon knietief durchs Wasser waten.

Rohan liegt mit klopfendem Herzen auf seinem Lager. Wohl hat er die flehende Stimme gehört, das bleiche, ver⸗ zweifelnde Antlitz gesehen, aber nicht gewagt zu antworten. Marcelles süßes Gesicht hat seine Seele noch tiefer erschüt⸗ tert als die grimmigen, entschlossenen Gesichter seiner Ver folger. Die Aufregungen des Tages machten ihn auch gegen sein Liebchen mißtrauisch. Konnte er denn wissen, ob sie sich nicht on die Seite seiner Feinde gestellt? In dumpfer Ver⸗ zweiflung blickte er ibr nach: als sie seinen Blicken ent⸗

Demokratische Steuerscheu.

den Beratungen des Steuerausschusses des Reichstags wie* seinerzeit berichtet haben, der demokratische A

battgegeben, eien im Gange befindliche 8 estre fahl und 8. statt der Fusion die Bildung einer Inken gemeinschaft. Infolge des Widerstandes der Regierung und der instruktiven Vorsicht aller anderen bürgerli Mitgl Steuerausschusses blieb dieser Vorstoß erfolglos. Die kur danach erfolgte Veröffentlichung über die Bildung einer In emeinschaft zwischen der Deutschen Petrolemn⸗A.⸗G. und de Rldgerswerken A.-G. schaffte Klarheit welches 0 8

Fischer mit seinem besonderen gemeint hat.

Berliner Börsen⸗Courier(Nr. 100) hätte nach geltendem R Abgabe der sich fusionjerenden Gesellschaften an das R den Kurswerten vom 7. Februar 8,1 Milliarden betragen ischen ist die Angelegenheit in ein helles Licht gerückt word 0 N08 Bericht der Frankfurter Zeitung(Nr. 270) über die Ge versammlung der Rütgerswerke wurde bet den Wahlen zr sichts rat als e für Ser n 9 N der Schaaf gruppe Dr. Hermann Fischer⸗Köln gewähl⸗ f Herr Dr. Fischer⸗Köln ist daher jetzt Zofaches mitglied. f

Seutschvölkische Verhöhnung des Staatz gerichtshofes.

taatsge ri um Schutze der Republik gegen die 9 ea 0

Ergebnis, daß die Organe verpflichtet sind, nach treffen der c e e. Die Münchener Neuf

auch respekttert werden. Dagegen fährt

achter fort, maßgebende 5 ü beschi ohne daß die bayerische Regienmg 0 an cr 8. de 6

Staatswissenschaftlicher Kursus der Zenn stelle zur Förderung der Voltsbildung u Jugendpflege in Hessen. 9 Ein Teilnehmer an dem Kursus schreibt uns:. Es wird in unserem Vaterlande von niemand bezweifelt, 0 die heutige staatsbürgerliche Bildung und Erziehung unseres Mlle noch immer unzulänglich ist. Gewiß wurde z Abstellung e Uebelstandes schon recht rwolles geleistet, besonders ide Schulen, den polttischen Parteien, werkschaften um u Behörden sind auch gegenwärtig eifrig dabei, durch die verschiede Veranstaltungen eine fruchtbare Mitarbeit des Volkes bei den zen lichen Angelegenheiten sicherzustellen, innerhalb aller Volkssch h die polttische Bildung auszubreiten. In diesem Zusammerhen möge an eine der jüngsten Verfügungen des Hessisch. Landesbilbn amtes erinnert sein die die Abhaltung von staatsbürgerlichem Ua richt in den höheren Schulen fordert. Aus dem Volke heraus mi aber auch freiwillige Helfer kommen, welche die außerorden ih dankbare Aufgabe übernehmen, unsere Generatson in das Versti des öffentlichen Lebens einzuführen. f 15* Zur Zeit ist man in unserem Lande auf dem besten Wege i

Helfer heranzubilden. dyn Woche a des Freiburger Uninersitätsprofessars Dr. tantorowiez in Damen ein Kurs statt, in dem weft über 100 hessische Volksbildner, dhe, Juristen, Gewerks Jugendführer usw. aus allen Af unseres Landes zusammenkamen, um einen Einblick zu bekomma die wissensmäßigen Grundlagen des staatsbürgerlichen Lebens Gegenwart und seine Technik, seine geschriebenen Voraussetupzen, in die Programme der politischen Parteten und in das vielfach her, zweigte Leben des Staates und seiner Arbeit. 1

schwunden, rang sich ein markerschütterndes Schluchzen au seiner gepreßten Brust. Das waren nicht Tränen des mers, nicht Tränen des Selbstbedauerns, sondern e Tränen der sehnsüchtigen, verzweifelnden Liebe. Mare U Anblick hatet ihm alle in Erinnerung gerufen, was erz verlieren im Begriffe stand: seine Liebe, sein Eheglück, ie über alles geschätzte, ungebundene Freiheit, ja selbst a Leben.Marcelle, Marcelle! schrie er verzweifelt auf as Echo in der Grotte wiederholte diesen süßen Namen und Rohan fiel gebrochen auf sein Lager zurück.* Er blieb die ganze Nacht hindurch unbehelligt, aber er wußte nur zu gut, daß die Kathedrale von allen Seiten he wacht war. Er hätte sich übrigens in keinem Falle seinem Versteck gerührt, das ihm den sichersten Zufluß bot, auch wenn sein angeschwollener Fuß ihm keine Schmerzen bereitet hätte wie er sie jetzt empsand. d vor sich hinbrütend, ohne Licht zu machen, ruhte er stun lang auf seinem Lager. Er hörte, wie die Wildtauben Nester aufsuchten, sah, wie die Fledermäuse zur Grotte ein- und herausflatterten, fühlte, wie allerlei Getier seinen Körper kroch, aber er rührte sich nicht. Erst um ternacht, als der Mond mit seinen kalten Strahlen Kathedrale überflutete und die Flut sich gänzlich ver ah hatte erhob er sich schwerfällig, um Vorbereitungen 5 seine belagerte Feste zu treffen. Auf dem Boden der i lagen unzählige größere und kleinere losgelöste Felssihh diese schleppte er sorgfältig zur Oeffnung desTrichseh um damit nötigenfalls seinen Feinden einen Denkzelte geben. Es war keine leichte Arbeit, denn manche der Sie waren so schwer, daß sie genügt hätten, um einen Ole das Lebenslicht auszublasen. Er gönnte sich erst Ruhe die Oeffnung ganz verbarrikadiert war; dann warf er fl erschöpst, mit blutenden Händen, auf seine Spreu und le sank in einen tiefen Schlaf, aus dem er spät am Moe durch lebhaftes Stimmengewirr erweckt wurde. schrocken sprang er auf und horchte: eine befehls haben Stimme rief ihn beim Namen. Bis zur Oeffnung 1 Ischwarzen Loches kriechend, von dem Steinhaufen tei geschützt, blickte er vorsichtig in die Tiefe und sah inen eine Menge uniformierter und bewaffneter Leute, die un stattlichen altlichen Herrn umringten, in welchem er n Bürgermeister von St. Gurlott erkannte..

(Garnebung folgt)

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