Ausgabe 
16.4.1923
 
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Wieder eine deülschnakonale Berleumdüng

entlarvt.

Prozeß vor dem Staatsgerichtshof gegen Pfarrer Traub

n haben die von dem Vorsitzenden angeregten Ver⸗

gleichsverhandlungen zu dem Ergebnis geführt, daß der Angeklagte

Traub folgende Erkläcung abgab: Ich habe mich nach den Aus⸗

sagen von Zeugen überzeugt, daß die von mir aus dem Reich⸗wart

in meinem Auftrag in die Münchener München⸗Augsburger Abend⸗

zeitung vom 6. 3. übernommenen Mitteilungen die Vorgänge beim

Empfangsabend am 2. 2. 1921 in vollständig entstellter Weise wie⸗

ö. dergegeben haben, und daß deshalb der aus dieser Darstellung ge⸗

dbdꝛeacene Schluß, der Herr Reichsuräsident habe bei sener Gelegenheit

10 eine vaterlandswidrige Gesin nung an den Tag gelegt, der Wirklichkeit

widersprechend ist und eine schwere Kränkung des Reichspräsidenten

enthält. Ich erkläre mein Bedauern darüber, daß ich diese Mit⸗

teilung übernommen habe. Ich bin bereit diese Erklärung in einer

0 der nächsten Nummern der München⸗Augsburger Abendzeitung abzu⸗

geben. Weiter erklärte der Angeklagte, die Kosten des Verfahrens

übernehmen zu wollen. Im Anschluß hieran wurde das Verfahren

ausgesetzt, bis vom Reichspräsidenten die formelle Zurücknahme des Strafantrages vorliegt.

Diese Zurücknahme ist inzwischen erfolgt mit der Begründung, baß der Reichspräsident, nachdem Pfarrer Traub die obenstehende Erklärung abgegeben habe, kein Interesse mehr an einer Bestrafung Traubs habe.

Die Beseitigung der Getreideumlage.

EinSieg, auf den sie stolz sein können.

Wie aus unserem gestrigen Reichstagsbericht her vorgeht, ist am Donnerstag mit den Stimmen aller bürger lichen Parteien gegn die der Sozialdemokraten die Be⸗ seitigung der Getreideumlagen beschlossen. Damit ist der letzte Pfeiler der behördlichen Ernährungs⸗ wirtschaft gefallen, und zwar in einem Augenblick, in dem die Ernährung völlig ungesichert ist und die Aussichten für das kommende Wirtschaftsjahr völlig unübersehbar sind. Das rein bürgerliche Kabinett Fehrenbach-Simons hat 1920 den Abbau der Zwangswirtschaft eingeleitet, das rein bürger⸗ liche Kabinett Cuno⸗Becker hat ihn vollendet. Diese Tat⸗ sachen kennzeichnen die Richtung und

die Gefahr rein bürgerlicher Regierungen.

Bei ihnen hat sich das Gesamtinteresse dem Klasseninteresse unterzuordnen, statt dieses zu beherrschen.

Der Beschluß des Reichstags stellt ein schweres Unrecht gegen die Masse der Bevölkerung, deren Widerstand am

Erzeugern zweckmäßig ist, da treten sie für freie f Wirtsch⸗ 1 ein, und wo es ihnen erwünscht ist da wissen sie sich 10 mit dem Zwang abzufinden.

Die Freude der agrarischen und Kapitaliste* presse. 5 N a

0 i s auf freie Getreidewirtschaft fi dee wre, ct es aner e Ie fee 15 bei der bürgerlichen Presse. Dabei fehlt es natlirlich auch nic ie Angriffen auf die Sozialdemokratie, die. i letzten Bollwerks zum ae üer muß fesgetelg werden daß Jr i e

r m ellt wer 1 der Getreideumloge durchaus nicht das Wort redete. 0 ee agen n de Poem sichergestellt und daß va 55 e e zum W e f f ae u machen. Lini Ute sie deshalb einen direkten Ju 5 dense von Geer gegen Steff, ir den zal za dieter fe 250

schlag, der mit dem in allen Einzelheiten bereits vorliegenden Gese Prinzip übereinstin

hatte al e findet, 71

entwurf der preußischen Staatsregierung im keine Zustimmung bei den bürgerlichen Parteien

9 Rhein und an der 1 5 5 auf 55 8 1 270 folgenden Eventualantrag eingebracht: 1 f 170 0 f lastungsprobe geste wird, dar. e iEine Verbilli des Brotes um jeweils zwei Fünftel de pol 1 1 Energisches Eingreifen gegen die Berliner Sint 78 der Mark wird die freie Wirtschaft die Brot- Marktpreises für ittelte, zu denen auf jeden a 1 Hitlergarden. versorgung der Bevölkerung den schwersten Gefahren aus⸗ 2 ee 3 Ach . g. setzen. Brot wird dann genau so wie jetzt andere Nahrungs- werbeosen 1 der erfordenlchen Pitter eur 90 0 Die Deutschvölkische Freiheitspartei unterhielt trotz ihrem ittel täglich sei Preis ändern. Da der Lohn nicht mit nen ist, ist unter Deckung der e Leeden, Se t i 1355 Verbot für Preußen in Berlin eine Neichszentrale und gab dort mi tel täglich einen Pr. 12 5 0 schläge zur Vermögenssteuer zu bewirken. 0 6 f N weiterhin ihren Pressedienst heraus. Nach Ansicht der Führer die⸗ derselben Schnelligkeit zu folgen vermag, noch weniger die lastung des Besitzes muß vor Beginn des neuen Wirtschaftsse t gubelh 0 ser Partei hat der preußische Innenminister nicht das Recht, die] Renten und Unterstützungen, so wird eine weitere Ver- durch geführt fein: eme entsprechende Abanderungs vorn l b dhe. Nas dente nelle den er ren fenden enge g schärfung der Unsicherheit der Eristenz dieser Schichten die] des Vermdgenssteuerpefegzes itt dem Reichsten dis Ann 18. drr ite schließen. Das könnte natürlich den Herren so gefallen! Nach 9 9 i en der Mark sind 1923 vorzulegen. Vor dieser gesetzlichen Sicherung der 1 0 dieser Praris brauchte also Adolf Hitler seine Reichszentrale nur Folge sein. Aber auch bei etwaigem Steigen der Man 1 1 billigung darf die Reichsgetreidestelle nicht aufgehoben werden. 0 9 155 ron München nach Berlin zu verlegen und das preußische Ver⸗[große Gefahren zu befürchten. Immer deutlicher wird die Aber ouch diefer Anttog ber verlungt, daß 5 ü 5 bot der Hitler Partei wäre umgangen. Der preußische Innen: Absicht der Erzeugerkreise, die lange Jahre hindurch alle f e Nen minister ist aber der Auffassung, daß seine Anordnungen und nicht Vorteile der Geldentwertung genossen haben, die frei sind erst die Besitzbelastung chgeführ 5 b 5 aan V Nune der von Schulden, die sie mit Pfennigen zurückzahlten, wo sie it, ehe die Umlage beseitigt wird wurde von den* 0 maßgebend sind. Er hat deshalb am Freitag die Räume der von Sch. P 5 Ackz teien abgelehnt. Daß darin die Abnescung enhalten ift, gang fg Berlmer Zentral der Freiheitspartei schließen lassen. Die Be⸗ Tausende von Mark erhalten hatten, bei einem etwaigen den Besit für gie Brptverbilligung zu belasten, zeigt fore dates 0 amten und Angestellten, die trotz der Auflösung der Partei noch Umschlag der Konjunktur sich gegen die niedrigeren Welt⸗ Worklaut bes Antrages der bürgerlichen arkesen ais aug 5 9 für diese tätig waren darunter der Generalsekretär, wurden marktpreise zu schützen. Der Direktion, die ihm, insb den Redner der Deu 0 ben, 1 polizeilich vernommen. Gegen sie wird wegen Unterstützung einer 5 N 1 Volkspartet Er erklärte a. icklich daß die Den 0 a 9 vom 0 Staatsministerium verbotenen Partei Anzeige er⸗ Ruf nach den Schutzzöllen 1 8 5 0 5* eee 0 n le Andhol 7 stattet. In den Bureauräumen, die zum Teil wieder freigegeben wird cchon jetzt erhoben, er würde, verstärkt und mit natio⸗ 5 5 4 N 3* urge worden sind, werden regelmäßige Kontrollen der politischen Polizei 51 7 b 0 K stimme. 1 würde 5 15 1 1. auh . sattfinden. Jede Tätigkeit der Partei soll in Preußen unter⸗ nalen Gründen versehen, dazu benutz schließung stimmen, wei e e e 1 e e bunden werden, ganz gleich, ob sie von der Reichszentrale, oder[landspreise künstlich vor dem Sinken zu bewahren. Der 1 1 1 ee 2 70 85 U die 3 5 9 15 5 0 einer Ortegrunpe ausgeübt wird.. Die Donnerstag⸗Sitzung des Reichstags lieferte bereits ue if. 5 abs dem Beschlurß 2 ichslandbundes y 140 7 1 en e e 3 3 dafür einen Beweis. Die Sozialdemokratie wollte, um die vor, in dem es heißt: 1 U 111 4 5 das preußische Vorgehen mobil zu machen. Der Reichskanzler deutsche Bevölkerung mit dem billigen Auslands zEme enseieiqe Belasong des Besizes muß abgelehnt weiche hen verwies sie an das preußische Ministerium des Innern. Herr[gefrierfleisch zu versorgen, das in tadelloser Qualität ebenso wie die Aufbringung der Mittel mur durch die Landen 1 10 Cuno hat diesmal unseven Beifall, er hat den Patronen die einzig geliefert wird, daß dessen Einfuhr frei wird von den schaft. Es sind auch diejenigen herauzuziehen, 15 1 wellig Llichtige Antwort gegeben. schikanösen Bestimmungen, die vor Jahren aus Liebe zu den See 9. e e somit zu den Besitzen 1. N 5 Agrariern eingeführt worden waren. Sie sind zwar gegen⸗ Die angebtice Brote billtammg darch Benehmen wic5 . Unterirdisches Faszistentreiben in Oberschlesien. wärtig durch eine Verordnung außer Krast gesetzt, können en ö it einigen Tage ig be⸗ aber jederzeit wieder eingeführt werden und sind somit ein dieselbe Komödie wie die Zwangsanleihe. ee n Schon seit einigen Tagen ist die Rechtspresse eifrig bemüht,. ngeführt 5 1 N 70 1 ischvorberei 1 Inisch⸗Oberschlasten zu mel ungeheures Hindernis für die stärkere Einfuhr von Gefrier. Cs wurde eine Brlastung des Besiges versprochen und später wun 9 e FFF bee ür billige Li illige diefe Belastung den Besitlosen auferlegt, die heute schon die gun f filrike e Sowohl bei den Gemeindebehörden in Oberschlesten wie bei dem fleisch, die die Voraussetzung für Billige Lieferung und billige Ver der Caen en et. n ee e n 7 bufendtan Oberoreldum iu von derartigen Vorbereitungen] Bersoraung ist Der von den Sozialdemokraten vorgelegte] von den 109 Milliarden Esnfonmmenstener 9 Milliarden durch le N 19 nichts bekannt. Wie verlautet, sollen die aufsehenerregenden[Gesetzentwurf wurde von den bürgerlichen Parteien über Lohnabzug aufgebracht worden, obwohl in dem Monat Februar i 10 Nachrichten über polnische Putschvorbereitungen systematisch nach[haupt abgelehnt, eine sozialdemokratische Entschließung ihres die Veranlagungspflichtigen der Vorausgahlungstermin tent, 5 i durch München von Nationalsozialisten in Ober- Kernstückes der zehnjährigen Frist für die freie Einfuhr, dem sie aber, wie diese Zablen zeigen, auch nicht gezahlt haben. de en 1. 1 00 ee i 1 ie V die Ab! der Lasten für die etwaige Brotverbilligm Zur! Aceuchen an die beutsche Presse gegeben werden. Damit soll die beraubt. Einige freihändlerisch gesinnte Demokraten, die N Wo 8 5 deen e e 1. 1 N Notwendigkeit der Aufrechterhaltung des Selbstschutzes bewiesen mit den Sozialdemokraten stimmten, konnten dieses Ergeb⸗ diese Jweche bereits bel n Preisstunde für die 10 1 1 1 0 werden. Es ist dringend notwendig, daß die Behörden bald diesen] nis nicht beeinflussen. 5 lionen Menschen, die den Anspruch auf die Brotverbflligung hahe in 5 9 ingen ihre Aufmerksamkeit uuwenden. So zeigt der Ausgang der Beratungen ein durchaus der ungeheure Betrag von 750 Milliarden Mark erforderlich it 0 5 1 klares Bild: der Profit über alles! Wo freie Wirtschaft den. N N 3 ö 10 55575 1 5 e 3 l 5 4 5 a f delten 4 ö 1 1 Auch darüber war er sich ganz klar, daß er die Geliebte erfüllt waren, ließen sie sich nicht hinausweisen, son 1 11 % Der Deserteur. 73 für immer verloren habe, seit er in die Reihe der Esaue ge⸗ folgten den Häschern 10 ee ichen 1 8* 75 0 K 9 treten war, die sich gegen die althergebrachte ungerechte[ gestikulierend näherten sie sich demschwarzen Loch. b * 2. Wellordnung auf Kosten ihres Familienglücks, des seelischen Aus dem Dunkel seiner Grotte konnte Rohan, ohne ge f Seit der Flucht der Gendarmen aus der Kathedrale und leiblichen Friedens und der Ehre auflehnen. sehen zu werden, das malerische Bild beobachten. 1 ale machte ungefähr eine Stunde verstrichen sein. 5 Rohan erhob Mit jedem Tag, mit jeder Stunde, die er grübelnd ver-] Zwerge krochen zuerst die Gendarmen mit ihren aufg 51 sich von seinem Lager und spähte aus der Mündung des brachte, wuchs sein Haß gegen den Krieg und sein Wider- pflanzten Bajonetten und hinter ihnen her die buntgekseh ft zeschwarzen Loches aufmerksam in die Tiefe. Die Flut stand schien ihm immer gerechtfertigter. In der Dunkel- dete, aufgeregte Menge bis dicht an denAltar hinz kult f hatte ihren Höhepunkt erreicht. Cie vereinzelter Seehund heit der einsamen Grotte hatte er sich von den blutigen Plötzlich stockte Rohan der Atem und er erbleichte, den 1 1 1 N 24 457 4 0 ee zeinen Schlachtfeldern Phantome vorgezaubert, die geeignet waren, etwas abseits von den Dorfleuten stand Marcelle und blicke 1 l 10 * an r 0 5 erbrach 5 ut die 75 die tiesste Hölle zu bevölkern. Mit seinem fast ins Unend⸗ aufwärts. Er konnte ganz deutlich ihr bleiches, abgehärmts 5 90 bdeeimliche Stille Roban kam es vor, als ob er zwischen liche gesteigerten Feingefühl und Scharfsinn nahm alles, was von der Trauerhaube umrahmtes Gesichtchen erkenn 1 Himmel und Wasser schwebte. Ihm ward recht schwer ums er gelesen und gehört, greifbare Formen und Gestalten an.] Was hatte sie hergebracht? Sollte sie sich mit seinen Va. wacht 1 Herz. Wie lange würde er dieses Leben noch fortsetzen e 5 i b 5 Aut 6 jetzt 0 5 5 5 Er sah Brüder ihre Brüder erschlagen, Menschen in folgern verbunden haben? War sie gekommen, um sich c . f* jetzt, da die Bluthunde auf seiner 8. Menschenblut waten: an den blutroten Granitwänden, die seinem Unglück, an seiner Erniedrigung, vielleicht gar 2100 725 Bislang war es ihm gelungen, demUnwiderstehlichen,] ihn umgaben, tauchten vor seinem geistigen Auge die Umrisse seinem Tode zu ergötzen? Ein qualvoller Schmerz erf 10 wie die Leute Napoleon nannten. Trotz zu bieten. Ganz der allzu furchtbaren Wirklichkeit klar auf und erfüllten ihn sein Serz. Von diesem Gesühl überwältigt, vergaß er alls h 10 allein hatte er dem Kaiser den Fehdehandschuh hingeworfen mit Entsetzen. Der Blutgeruch, den man in Schlachthäusern[andere und starrte nur wie ein zu Tode gehetztes Wild in 5 75 5 und sich gegen ihn aufgelehnt. Er hatte der Erde zugerufen: und auf Schlachtfeldern so deutlich spürt, stieg ihm in die die auf ihn gerichteten brennenden Augen. 1Verstecke mich! und dem Meere:Schütze mich! nicht Nase. Er hörte das Gewimmer der Verwundeten, das Und jetzt o Pipriac, an die Arbeit! Ihr seid viele geg W 0 vergebens. Freilich hatte er in diesem aufreibenden Kampfe Jammern der Witwen und Waisen, sah all die Brandstätten, einen! Der F schon mit Ungeduld darauf, 0 schon viel gelitten, wie eben alle Empörer für ihre Ueber den grenzenlosen Jammer und die Not, welche die Kriegs⸗ einnal

zeugung leiden und dulden müssen. Aber er hatte der mahnenden Stimme seines Gewissens gehorcht, die er für die

. Stimme Gottes hielt und war fest entschlossen, dies auch 25 fürder zu tun.

In den Stunden der höchsten Drangsal gewährte ihm der Gedanke an Marcelles Trost und Qual zugleich: Qual, . weil er ihre Liebe verloken zu haben glaubte und fürchtete,

daß auch sie ihn für einen Abtrünnigen, einen Verräter,

. einen Feigling halten könne; Trost, weil er stets daran N dachte, was ihm das prächtige Mädchen gewesen, das ihm 10 Nacht für Nacht als tröstender Engel in seinen Träumen 0 erschien. Manche einsame Stunde hatte er unten in der Kathedrale an derselben Stelle verbracht, wo er Marcelle an jenem denkwürdigen Tage denAltar gezeigt; er hatte 71 im Geiste die kleinsten Einzelheiten jener beseligenden 0 Stunden noch einmal durchlebt. Er sah sie, wie sie als kleines Kind Hand in Hand mit ihm die Wiesen und Fluren durchstreifte, ihn dann als Jungfrau auf seinen Streifzügen b zwischen den Klippen begleitete und ihm zusah, wie er die 110 Vogelnester nach Eiern durchsuchte oder ihr von den gefähr- 0 lichsten Höhen Blumen brachte. Diese glücklichen Erinne rungen ließen ihm die düstere Gegenwart erträglich er

1 scheinen.

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furie im Gefolge hat. Mit der lebhaften Phantasie eines Poeten oder dem Seherblick eines Propheten sah und hörte er all diese Greuel. Jeder Mensch trägt seine eigene Hölle in der Brust und dies war Rohans Hölle...

Plötzlich schreckte ihn ein Geräusch von seinem Lager auf; er erhob sich und blickte aus demTrou in die Tiefe. Die Flut war bereits so weit zurückgetreten, daß man den feuchten Kiesboden durchschimmern sah. Der Himmel hatte sich umwölkt, der Regen schlug erbarmungslos auf die Gramtwände herab, so daß es aussah, als ob Blut hinab⸗ rieselte. Rohan fühlte gar nicht, daß er bis auf die Haut durchnößt wurde er schien wasserdicht zu sein. Träumeri⸗ schen Blickes beobachtete er die sich verlaufende Flut, dabei dem Brüllen des Meeres, dem Plätschern des Regens und dem Heulen des Windes lauschend. Nach geraumer Zeit schlugen auch andere Laute an sein Ohr das Gemurmel menschlicher Stimmen. Sie kamen immer näher und Rohan zog sich vor seinen Verfolgern in das sichere Versteck zurück.

Pipriac näherte sich mit seinen Gendarmen, mit Mikel Grallen und einem ganzen Schvarm von Dorfleuten dem Velagerungsorte. Der aufgeregte Alte versuchte die Gaffer unter Flüchen und Verwünschungen hinauszujagen. Ver-

gebens; da sie in bedeutender Uebermacht und von Neugier

Exempel zu statuiren und mit dem Empörer abzurechne

Exempel zu statuieren und mit dem Empörer ae f der;! dient kein Schonung; aber erwische ihn lebend, da t 1 er tüchtig bestraft werden könne. Wozu vergeudest du ufd 5 10 deine Schergen unnütz mit Gaffen die Zeit? Glaubt ihr, deb B euch der Deserteur wie eine gebratene Taube in den Mud ö 10 fliegen werde? 1 wale

Eine Weile starte Pipriac ratlos in die fen dci erregende Höhe; dann machte er seinen Leuten, in erstk dne Linie aber Grallon den Vorschlag, wonigstens den Veri, zu wagen in den Trichter hinaufzuklettern. Aber b 6 Wa lehnen diese Zumutung entröstet ab, so daß der wutschnah 1 0 bende Sergeant keinen anderen Ausweg findet und SU 100 Ueberredungskunst seine Zuflucht nimmt:Zum Teuf( 0 verfluchter Deserteur bist Du oben? Hörst Du mich? 0 ö 1 5 ein Lebenszeichen von Dir! 1 U

Keine andere Antwort als das von den Klippen widen 0 hallende Echo! 1 1 .Himmelsakrament wenn der Kerl uns wieder entwistt f 5 ist! f ö

Das ist unmöglich; wenn er kein Geist ist, mus 5 noch oben sein. erklärte Mikel. 4 0e

(Fortsetzung folgt.) 1 5 5 1 N