Ausgabe 
15.6.1923
 
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tage vielfach unrecht ge immer wieder zu sagen, mehr. Häufig sei eine unzulängliche Beri

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vor den Stadtverordnetenwahlen versichert,

(Cewegung im Hause und Widerspruch rechts.)

10 emacht hatte, bei der vorgesetzten

Direktor, zu verwerten,

es* in der Wiederaufbau des hessischen Hausdet- und der eee als Grundlage zu einer 0 estitution. aube, diese Worte sind eindeuti f 2 9 Kommentars. Gine 1 5 84 e 225 105 8 p mich zu einer Anfrage an das Stats 0 1550 heißt da:.aun lohnt sich die Behandlun N ban 1. die Tatsache, daß ich alles durch das Staats- e ae bend, e ee Lehen 0 5 e 3102755 zu bedeuten hat. Eine weitere 9 1 1675 8 0 12 der 750 fach den u richten. In dem Tagebuch war N ae 1 15 5 Na e e Konferenzen . ia de ̃ 5 läne eit Ei annt. 1510 frage:Ist dieser r v. Eiff eniscc ut 5 5 eamten im Justizministerium? Und wenn das der Fall sst de dieser Herr amtlichen Auftrag zur Teilnahme an en

ferenzen? Und ö 5 Fate een Auftrag besaß, hat er pflicht⸗

9 diesen Konferenzen a. e gemacht? Trifft die Teilnahme* Eis an diesen

5 schen Konserenzen zu, so ist das ein Vorgang, der noch * bezeichnet ist, wenn man ihn einfach unverständlich . 84 dieser Herr v. Hardenberg übrigens zu dem Ver⸗ 0 b its gegenüber den Forderungen des Großherzogs ne 1 0 Notiz vom 11. April hervor. Dort wird auf 5 wa Regierung gegensiber der Enschädigungs⸗ 5 hingewfesen und damm fortgefahren:Gott wird es nic 12 ssen(daß jene Einwände durchgehen); er setzt auch der Gemeinheit ein Ziel! Bemerkenswert ist ferner die Charakteristik 7 Funde e etden en Ruster. Dazu heißt es in dem Tage⸗ uch am 17. April:Der Vorsttzende beklagte die Unflätigkeit des Volksfreunds und bedauerte, einem Staat anzugehören, der seine Beamte nicht gegen Anwürse zu schlitzen vermöge. Das Ver⸗

r des Vorsitzenden sog fehr würdig gewesen fein.

Ich frage nun. was sind diese Restitutionspläne, deren Ver⸗

wirklichung im Hardenberascken Kreise angestrebt werden? Sie bedeuten das Hinarbeiten auf den Umsturz! Und das ist nichts

anderes als Hochverrat!

Nach rechts: nen Ste leugnen, daß man, salls der Umsturz 17 51 55

gelungen, uns als Hochverräter an die Wand gestellt hätte? Das felbe Recht müssen wir für uns in Anspruch en

Aber wir en nicht so blutrünstig, etwa den Grafen Hardenberg an die Wand

stellen zu wollen.

Wohl aber werden und wollen wir mit allen Mitteln dafür Sorge

tragen, daß Unsummen von Geld, die aus den Taschen der Steuer⸗ zahler fließen. nicht dazu dienen, um hochverräterische Restitutions⸗

g pläne zu verwirklichen! Gin 1 1 e 10 dieser 5 405 jener f eln, so bin ich in der Lage, die photographischen Abbilder dieses Tagebuchs vorezulegen. 0 5 1 Abg. Werner(Ontl.) polemisiert zunächst auffallend kurz

und naturgemäß sehr schwächlich gegen die aufsehenerregenden Mit⸗ teilungen des Abg. Kaul. flönliche Sache des Herrn v. Hardenberg. Im übrigen bringt der

Die ganze Angelegenheit sei eine per⸗

edner eine Anzahl Wünsche zu dem zur Beratung stehenden pitel vor und versucht schließlich, den Einzelfeststellungen des Sturmfels entgegenzutreten. i

Abg. Wünzer(D. Vp.) meint, den Richtern werde heutzu⸗ tan; es sei bedenklich, der Oeffentlichkeit die Rechtsprechung verdiene kein Vertrauen t chterstattung an der ver⸗

rrten Darstellung von Gerichtsverhandlungen schuld. Auch dieser Redner macht den Versuch, den Ausführungen des Abg. Sturmfels im einzelnen entgegenzutreten, Der Antrag Kaul sei abzulehnen,

da er eine juristische Unmöglichkeit verlange.

Nächste Sitzung Donnerstag vormittag 9 Uhr.

Gießen und Umgebung.

Die gegnerische Verichterslattung über den schul⸗ 955 politischen Prozeß in Darmstadt.

Ein Muster deutschnationaler Berichterstattung. (Jortsetzung.)

an der Schule genug, Schnell, der für die für die Selbst⸗ die Brutalität bereit hielt. Zu den . 5 8 0 aber gerabe möcht die entschtedenen Demokraten, die ihre Stellung auch Pascha gegenüber zu b sondern ganz andere Leute. 5 diese nicht ofsen mit ihrer Gegneyschaft hervortraten, o erklärt sich das ungezwungen unft, die sungesichts der direktorialen Macht l der besonderen Art dieser Direktion wohl begreiflich und ge⸗

rechtfertigt waren. . n ihnen gab es doch ab und zu einen ge⸗ . 1 2 daher erheiternd, wenn die

hörigenKrach. Es ö 2 2 rwurf machte, er mit allen ell dem Nebenkläger den Vorwurf Herr Schnell, der

bekommen habe:

Menschen Krach be 1. 500 e 5 ö jchgestellte(3. B. re 13

5 9 nal, Jh im Landtag Prof. Werner sich nicht

eine Lanze für den ehemaligen und ihm nur zu gut

Sberbürgermeisters angeht,

als d ines aufrechten Mannes lebhaft bedauere.

100 9. das felol herrliche Sten faz, 1 5 lichkeit des Tuns. Se hat Di; dein ee und außerdienstlich stets zunutze Behörde die Pensionterung des⸗

tpunkt in der Auslage 1491

Hilfe

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weiteren Haun t in

Michel 915 81eEntschiebenen⸗ hätten jahrelang e b 1 sl um es bei konnen eau Hulrch S

5 eschuldigi 1

16 5 100 falsch erwiesen. DieMa⸗ Da die Gegenseite aber

Verhandlung, an diesem

darauf eingehen, Die Be⸗

g der anderen Zeug selsalsammlung⸗ ist überhaupt ae; auch heute noch, t rotz der Darmstädter een en lee de dale de e dne e treffenden werden. 17 elne Vorkom mnie,.

er 105105 0 dem Direktor Ricksprache 7 11 icht sofort mit em, 5 155

5 dee dh fe r eMaterfal im N ge⸗ 6 Landeszeitung so schön

agt. sammelt, wle ne Kessswe e Untersuchung vorgebrach⸗ l it von

di der Revolution bis zur

1 N fan pen e ar knterflagung gab? Diese: Ebert⸗ Kaisergeburtstagsschleischen

im Lehrerzimmer. Also Ebertbild den 1 der es dem Direktor zu me en hatte, sofortigen Protest bei dem Direktor selbst, Bestrafung der Schitler und

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Rathenaufeier, 155 Strecken zw. 5

wohlgezählte 4, bezw. 5.

e den Klassenffi ö der Eieedenr e age chef a ais bur g schl f 5 ae dem Klassen ihrer er

duglert sich

gedenkrede nicht sosort Beschwerde beim Direktur krhbigt, Erstens, weil man einen Kollegen nicht verklagen wollte, was auuch in einer späteren Konferenz ausdrücklich betont wurde. Zweitens, weil ein 1 10 5 überflüssig war, da dem Direktor wie dem ganzen Kol⸗ egium die dem Juhalt der Rede schnurstracks entgegenstehende Verfügung der Behörde ja bekannt war. Die Rede war in der Untersuchung nur herangezogen worden um den Geist zu beleuch⸗ ten, in dem die Schule geleitet wurde. Und warum ist schließ⸗ lich wegen der Debatten im Lehrerzimmer keine Beschwerde er⸗

ben worden? Weil das nutzlos gewesen wäre und bei dem ge⸗ schilderten Charakter des Mannes nur zu einem Krach geführt hätte. Veschwerde bet der Schulbehörde unterblieb im Interesse des Friedens und außerdem, weil die entschtedenen Republikaner aus einer einzelnen Sache nicht eine große Affäre machen und sich als Denunzianten verschreien lassen wollten, was sie nie gewefen

sind. Erst als in der Untersuchung ein Gesamtbild gestaltet werden mußte, kam auch diese Sache zur Sprache. D as ü st die berühmte Materialsammlung!

Die Gegenseite erhebt auch weiter den Vorwurf, daß die Herren M. und W. diese Vorkommnisse bereits vor der Unter⸗ suchung mit dem Leiter des Bildungsamtes besprochen hätten, wozu te sich übrigens vor Gericht ungefragt bekannten; sie hätten da⸗

uch gewissermaßen dochAnzeige gemacht. Auch hier liegt eine beabsichtigte Irreführung vor. Denn wann hat diese Besprechung stattgefunden? Erst nach den Vorgängen bei der Ralhenauseier unter dem Eindruck der Empörung, die dadurch in allen republikantschen Kreisen ausgelöst worden war. Einziger Zweck des Besuches bei Herren Urstadt war die Frage, was die Regterung zu tun gedenke. Ste erhielten die Antwort, daß bereits Untersuchung eingeleitet set. Damit war bie Sache für ste erledigt. Die Fragesteller erfüllten mit ihrem Schritt nur eine selbstverständ⸗ liche Pflicht als vepublikanische Staatsbeamte. Hinter dieser Pelicht mußte als der höheren die Pflicht der Kollegaltät zurücktreten, ein Standpunkt, zu dem sich nicht nur die vorgesetzte Behörde aus⸗ drücklich bekannte, sondern der auch vor Errichtung der Republik ge⸗ b den Kreisen, die ihn heute bekämpfen, energisch vertreten wurde.

Wollen übrigens die Herren von rechts erfahren, was De⸗ nunziation, und zwar im übelsten Sinne, und was Zusa m⸗ mentragen von lange Jahre zurückliegenden Geschichten mit der Absicht, den links stehenden politischen Gegner ins Unglück zu stlirzen, ist, so geben andere Untersuchungen an Schulen in jüngster Zeit darüber Aufschluß. Das Studinm sei ihnen dringend

(Schluß folgt.)

empfohlen! 8 Deutsch⸗völklische Helden.

Wir berichteten mehrfach über den Hochperratsprozeß die Fuchs und Genossen in München. 5 rollt ein Bild von dem Treiben der Deutschvölt chen, das für die gesamte Bewogung moralisch vernichtend ist. Geldgter, Angeber⸗ kum, Spitzelei und Skrupellosigbeit, das sund die Haupttugenden diesecVaterländischen. die dazu berufen fühlen, ihre Volks⸗ genossen aus demSumpf, herauszufüh ren.

Uine dieser völlischen wor nämlich der Privatdozent Dr. Ruge, Deutsch⸗völkische Schutz und Trutzbund vor . Vereinshaus als Redner auftreten ließ. Nach stellungen vor dem Minichener Gericht begann dieser Ruge, der den Organfsattonsplan für den Geheimbund lieferte, seine e damst, daß er sich für über eine Million Devisen (darunter e Geld) sozusagen als Generalsold aus⸗ händigen läßt. r Privalsekretär Ruges, Student Bauer, f ermordet aufgefunden. Der deutschvölkische scherbundes Schäfer, der die Fuchs und Mach⸗ spitzelbe, läßt auch den Mitgründer des Bundes, Ruge, Ruge selbst beschließt, eine Mördergemein⸗ 1 zu gründen. die Auf, li

olftiber und unbequeme arteifreunde 5 weiter! Eine feine Familie, diese Deutsch⸗Völkischen! Lesen der Prozeßbe richte gewinnt man den Eindruck, als ob gegen ere Bande gesäßrlichster und gemeinster Verbrecher verhandelt

würde. Hier in Gießen konnte ein Mensch wie dieser Ruge seine politische Weisheit verzapfen. die von Studenten und Oberlehrern

im vollen Zügen eingesogen wurde!

5 Die Erschießung eines Arbeiters

im Blidinger Walde am Palmsonntag des Jahres 1920 durch einen Forstbeamten des Fürsten von Büdingen war am Dienstag wiederum Gegenstand einer Verhandlung vor der Strafkammer Gießen. Ange⸗ klagt war der Chemiker Dr. Robert Marcus, früher in Büdingen, jetzt in Berlin, wegen Beamtenbelekdigung. Der Anklage liegt folgen⸗ ber Tatbestanb zu Grunde: Am Sonntag vor Ostern fand im Bü⸗ dinger Walde ein Zusammenstoß der fürstlichen Forstbꝛamten mit bis heute noch nicht festgestellten Einwohnern eines der dor⸗ tigen Walddörfer statt. Es kam zu einem längeren Feuergefecht. Die Einwohner hatten wie sich später herausstellte, umbefugterweise im Walde Schelbenschießen abgehalten die Förster glaubten es mit Wilderern zu tun zu haben. Ein gewisser Jakob Guillaumon von Waldensberg, der nach den Behauptungen seiner Angehörigen mit dem Zusammenstoß nichts zu tun hatte, sondern sich damals in der Gegend auf einer Hamsterreise befunden haben soll, wurde bei dem Feuergefecht so schwer verwundet, daß er am nächsten Tage im Krankenhause zu Gelnhausen verstarh. Vor seinem Tode hat der

gegen Die Verhandlung Fuchs ent⸗

Erschossene seiner Mutter noch mitgeteilt, daß er auf freiem Felde

von zwei Biidinger Förstern angeschossen worden sei. Die Sache er⸗ regte bedeutendes Aufsehen in der Bildinger Gegend. Der Chemiker Dr. Marcus, der sich der Sache stark annahm, soll nun nach der Anklage gelegentlich einer von ihm abgehaltenen Versammlußg in Gelnhaar die unwahre Behauptung aufgestellt haben, der fürstliche Forstmeister Hofmann von Bildingen habe hoch vom Roß herab einen harmlosen Hamsterer den Gufllaumon erschossen.

Dr. Marcus bestreitet diese Aeußerung getan zu hoben, wohl aber habe er damals auf Grund von Ermittelungen, die er im Auf⸗ trage der Familie Guillaumon vorgenommen habe, in der Versamm⸗ lung seine Ansicht dahin zum Ausdruck gebracht: Guillaumon müsse nach der Schußrichtung von einem erhöhten Standpunkt(von oben) erschossen worden sein. Den Hofmann habe er nicht als den Schlitzen bezeichnet. Für seine Aeußerung nehme er den Schutz der Wahrung berechtigter Interessen in Anspruch. Bereits im Sommer 1921 war vor der Strafkammer eine Hauptverhandlung, in der Dr. M. wegen Beleidigung des Forstmeisters H. zu einem Monat Gefängnis ver⸗ urteilt worden. Auf Revision hob das Reichsgericht das Urteil auf wegen rechtlicher Bedenken und verwies die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an die Strafkammer zurück.

In einer ausgedehnten Beweisaufnahme wurde der ganze be⸗ dauerliche Vorfall der zum Tode des Guillaumon führte und der Vorgang in der Versammlung in Gelnhaar aufgerollt.

Das Gericht, das sich erst noch über die von dem Verteidiger des Dr. M.(Rechtsanwalt Homberger⸗Gießen) gestellte Beweisan⸗ träge lige machen muß, vertagte die Hauptverhandlung auf Frei⸗ tag, den 15. Junj. Wir werden darüber noch weiter berichten.

Die Post wird ihre Postkarten nicht mehr los. In gewaltigen Mengen befinden sich bei den Postanstalten noch Postkarten mit über⸗ holten Wertstempeln So waren die Bestände mit Stempeln zu 75 und besonders zu 150 Pfennigen Ende März noch in den meisten Be⸗ zürken bedeutend. Diese Karten sollen nun zuerst ausgegeben werden, aber stets beklebt, jedoch nicht auf dem Raum für Mitteflungen. Auch die neuen Vordrucke für Karten mit Antwort dürfen erst ausgegeben werden, wenn die gestempelten aufgebraucht sind. Das Bekleben der Postkarten missen die Postunterbeamten in den verkehrsarmen Zeiten

verrichten.

die Zahl auf 2 Punkte. Warum sft wegen ber Toten

Juckerausgobe für Maf, Nach einer Bekanntmacheng bes gebensmittelamts im heuticen Blatte ersolgt die Ausgabe des Haushaltungszuckers für Mai vom 14. bis 26. Zuni ducch bie Kleichandelsgeschäfse und den Konsumperein, Auf die Marke

drei Pfund abgegeben. Preis 1 und Kriszall beträgt 1700, für Würfelzuncker 150 M. r machen

auf die Bekanntmachung aufmerksam.

Zum Straßen⸗Fahrplan wird von zahlreichen Arbeitern und Angestellten, die vom Bahnhof am Wiesecker Weg wohnen und die die Züige 6.30 Uhr nach Wetzlar und 6. 40 Uhr mach, Butzbach erveschen müssen, gewünscht. daß die früher gefahrenen Wagen 6.16 Uhr ab Wiesecker Wega und zu gleicher Zeit ab Schützenhaus wieder eingelegt werden möchten.

Lollar. Am kommenden Sonntag treffen sich die Lollarer Genassen mit ihren Frauen und Kindern auf derBapenburg nuit den Frauengruppen von Gießen und Staufenberg. Ein jeder sei mit sener Familie dabei. 5

Strafkammer Gießen. Sitzung vom 12. Juni. Keinen Erfolg mit seiner Berufung hatte Arbeiter Paul Michaelis von Linden i. H. Er ist einer von den jungen Leuten, die arbeftslos und auch keine Arbeit suchend in der

Welt herumziehem und jede Gelegenheit zu einem Diebstahl be mittzen. In der Nacht vom 29. zum 30. März ds Js. stteg er mit noch einen Komplicen in ein Bauernhaus in Banternheim eim und sbahl zirka 40 Pfund Schweinefleisch und 15 Eier. Vom Schöffengericht Friedbera erhielt er da er ein rückfälliger Dieb ift qine Zuchthausstrafe von 3 Jahren. Seine Be⸗ rusung, mit der er eine gelinde re Strafe erreichen wollte, wurde verworfen.

Nur mangels Beweises freigesprochen wurden ein Landwirt aus Oppershofen und sein Sohn, die ange klagt waren im Sommer v. ie. einen dünnen Fich enstamm aus dem Sodler⸗Wald entwendet zu Friedberg waren sie schon wegen sprochen worden. Wenn auch die Hau

Straßkammer den Verdacht gegen die beiden Angeklagken nur noch verstärkte, so sah die Stra mer den Beweis der Schuld doch Berufung der Staatsam⸗

nicht für voll erbracht und verwarf die waltscha

Gchzell.

2200 Mk. und am 3800 Mk. wieder westerve prlifungsstelle die wohl einen P messen hält ein, Vergehen gegen die Pre erblickt. Vom Schöffengericht war der Händler worden. Auf Berufung der Sbaatsanwaltschaft

freiges 8 1 Z. 1 der Prei verordnung in g r Mk. genommen und der überm

Kleine Nachrichten.

Frankfurt a. M., 13, Juni. a Getreide⸗ börse. Bei sehr fester Geschäftslage und dem Dollara ent⸗ sprechenden Pretsen wurden bezahlt für je 100 Kilo Weizen(Wet⸗ terauer) 305 320 000 Mk., en 260 280 000 Mk., Gerste 240260 000 Mk., Hafer inländischer 190230 000 Mk., Weizen⸗ mehl flidd. 490530 000 Mk., Roggenmehl 950 390 000 Mk., Kleie 125 130 000 Mark.

Frankfurt a. M., 13. Juni. Frankfurter Häutever⸗ steigerungen, Am Donnerstag und Freitag werden hier die Frankfurter Gefälle und die von 18 bayerischen Plätzen verstei gert. Diese Versteigerung ist, was die Zahl der zum Ausgebot kommenden Felle betrifft, die größte Deutschlands und übertrifft die Berliner mit rund 4000 Fellen. Nur in Kalbfellen und 7090 hat Berlin gegenüber Frankfurt ein kleines Mehr. an

arf aus diefer Tatsache wohl den Schluß ziehen, daß in Nord⸗

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s- 1 1

deutschland der Verbrauch von Hammel⸗ und Kalbfleisch ein

größerer ist als in Frankfurt und Bayern. Die Preise werden sich allem Anschein nach außerordentlich hoch gestalten und bisher nicht

gekannte Höhen erreichen.

Frankfurt a. M., 18. Junt. Neue Brotpreissteige⸗ rung. Man in den nächsten Tagen mit einer weiteren, recht erheblichen Verteuerung aller ackwaren rechnen, auch des Broles. da die Bäckergesellen den Lohntarif bis zum 15. ds. gekündigt haben und neue Forderungen auf Lohnerhöhungen an die Meister gestellt ortet Als Spitzenlöhne werden 286 000 Mark die Woche ge⸗ onder

Frankfurt a. M., 13, Juni. Eine Polizetaffäre. Vor einfgen Tagen wurde auf dem Heidelberger e ein junges Mädchen festgenommen, das im Besitz größerer lener Silbersachen war. Das Mädchen gab Diebsgutes den bei der hiesigen Kriminalpolizei beschäftigten Af stenten Franz Kappe an und beschuldigte ihn, daß er Eigenschaft als Beamter von den Dieben, die er verhören Diebesgut gekauft und dann verhehlt habe. Kappe war d ch in der Lage, ein weit über seine Verhältnisse hinaus kostspieliges Leben zu führen. Kappe wurde verhaftet, zugleich aber auch zwei andere Polizeibeamte, die mit ihm bei dem Verkauf der Diebes⸗ waren Hand in Hand gearbeitet haben sollen. a

Darmstadt, 13. Juni. Ein schwerer Einbruch wurde letzte Nacht im Spessartring verübt, wobei den Dieben Silbergegen⸗ stände im Werte von mehreren Millionen in die Hände fielen. Die Täter sind entkommen, obwohl ihnen Schüsse nachgejagt wurden,

Darmstadt, 12. Juni. Eine Abordnung von Erwerbs⸗ losen aus dem besetzten und unbesetzten Hessen verhandelte heute im Landtag mit den Fraktionen der Sozialdemokratie und den kommu⸗ nistischen Abgeordneten über die Durchsetzung einer 1 Er⸗ höhung der Erwerbslosenunterstiltzung auf der Grundlage, daß wie im sogen. Dilrener Abkommen mindestens zwei Drittel des Arbeits⸗ lohnes auch an die Erwerbslosen des unbesetzten Gebietes gezahlt werden und daß die Arbeitslosenunterstittzungen sich automatisch mit den Tarifen der Schlüsselindustrie erhöhen. Die Forderung der Er⸗ werbslosen werden im Landtag zur Sprache kommen.

Mainz, 12. Juni. Erwerbslosengelder gestohlen. Ein Automobil des Landratsamtes in Montabaur, das zur Auszah⸗ lung von Erwerbsloftmumterstützungen 2 Milliarden Mark mit sich führte, wurde an der Sperre kurz vor Montabaur von den Franzo⸗ sen angehalten und die 2 Milliarden Mark vom Kreisdelegierten des Kreises Montabaur beschlagnahmt. Alle Zugänge nach Montabaur waren nach der Abfahrt des Autos von den Franzosen besetzt worden.

Mainz, 12. Juni. Von hier und aus der Umgebung sind erneut Eisenbahner ausgewiesen worden. An einem Tage betrug die Zahl der Ausgewiesenen allein 50 Personen. Neue Ausweisun⸗ gen. Wie groß die Erbitterung der Bevölkerung infolge der fort⸗ dauernden Massenvertreibungen geworden ist, zeigt die von Tag zu Tag wachsende Anteilnahme an dem Schicksal der Ausgewiesenen, die trotz aller abschreckenden Erfahrungen nicht davor zurückscheut, sich in eller Oeffentlichkeit zu bekunden. Den vertriebenen Familien werden

ollte, in

herzliche Abschiedskundgebungen zuteil und um die zur Abfahrt be⸗ reiten Wagen sammeln sich Hunderte von Nachbarn, die die iden⸗

den mit Hochrufen und dem Wunsch auf ein baldiges Wiedersehn, begrüßen. Die dauernde Vedrilckung hat im besetzten Gebiet gerade das Gegenteil erzeugt, was ihre Urheber erwarteten.

Mainz, 12. Juni. Die Rheinsonderbündler scheinen dem Zahlenaberglauben verfallen zu sein. Nachdem ihre verschie⸗ denen Versuche, die Rheinische Republik zu Monatsbeginn auszurufen oder ihre Proklamierung anzukündigen, fehlgeschlagen sind und sich

als eine schlechte Symbolik erwiesen haben, wollen sie es setzt mit