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1 6 in dem Schreiben angegeben un ausgelassen.
Ein Beisplel von der Seftialitat franiofischer
Soldaten entfernten K ste ihr„Halt!“ zu setzten ihr die Waffe auf die Brust und der
gierung ordnet an, daß binnen 24 Stunden al le Juden mit
Soldatesta.
Regie rungepräsident in Münster hat an den französischen cage Denvign eiu Bseldorf folgendes Schreiben Fache 16. Februar abends gegen 9 Uhr, wurde, wie mir ge⸗
meldet wird, die berufslose Jokeflne M.(Namen und Adresse sind geber nur von uns an dieser Stelle D. Red.] auf Essen⸗Dellwiger Gebsot in der Nähe der Kanalbrüche von sechs französischen Ma pimesoldateen verge waltigt. Die M. besand sich mit ihrem Bräutigam auf dem Wege zu ihrer neuen Wohnung in Essen⸗Dellwig, um auf einem Hand⸗ wagen Möbel dortpin zu bringen. An der Kanalbrücke wurden die beiden angehalten und von dem Bräutigam der Paß verlangt, den Nleser auch voczeigte. In Gesellschaft der sechs Franzosen befand sich noch ein Belgier der perfekt dautsch sprach. Einer der frangzösischen Soldaten hielt dem Bräutigam L. die Pistole vor das Gesicht und zwang ihn, mit den Möbeln zurückzufahren. Die n sich mit der M. Nach einigen Schritten riefen
Belgier erklärte ihr. salls sie alle befriedigen würde würde ihr
5 sie auch schon von den französischen Soldaten in den Graben geworfen wurde. Man band ihr mit einem Strick die Hände rück⸗ wärts zusammen, dann wurde ihr
Während
fertig war, wurde sie noch 8 dhe den dem Belgier wurde sie nicht angerührt. Dann
heraus, um erneut Soldaten gegenüber erheben. 0 1 Ich Sse. Herr General, wie lange das Oberkommando diese ollen Zustende noch dulden wird. b i Ich darf also einer Antwort entgegensehen. welche Erledigung der vorliegende schändliche Fall gefunden hat.
Hes. Dr. Haslinde.“ Schreiben dessen Angaben nachgeprüft sind
Dies* und pine 178. Zuverläffigkeit keinem Zweifel unterliegen, spricht für sich selbst. Auf die Antwort des französischen Generals darf man gespannt sein 4
Wie sich die Nationalsozialisten die Lösung der Judenfrage denken.
Die Nationalsozialisten in Bayern fassen bekanntlich die „Einheitsfront“ zur Abwehr der französischen Vernichtungs⸗ pläne am Rhein anders auf als gewohnliche Sterbliche; für sie und ihren glorreichen Führer Hitler ist der in erster Linie zu bekämpfende Feind nicht der französische Im · perialismus, sondern die Sozialdemokratie und die Juden. Erst muß dieser„innere“ Feind vernichtet werden, dann kann man sich auch gegen Franzosen und Belgier wenden. Ueber dieses zeitliche Verhältnis hinaus hat nun ganz kürzlich einer der nationalsozialistischen Führer— Esset heißt der Menschenfreund— auch eine innere, ur⸗ sächliche Verbindung der beiden Ziele herausgefunden: die Vernichtung der Juden in Bayern kann un ⸗ mittelbar als Mittel zur Verfreibung der Franzosen benutzt werden. Und zwar so: die Re⸗
Kochgeschirr, Lebensmitteln und mit ihren sich zu melden haben. Wer innerhalb dieser Zeit sich nicht einfindet wird erschossen.“ Ist dann die Gesellschaft beisammen, so wird man durch Funkspruch den Ententemächten mitteilen, wenn die Fran ⸗ zosen nicht binnen einer gewissen Zeit rückwärts über den Rhein zögen, wäre man gezwungen, fünfzigtausend Geiseln einer höheren Macht zuzuführen. Da werde man sehen, wie das internationale Kapital nicht einen Augenblick zögern werde, die fran zösische Armee zur Rickkehr zu veranlassen!
Diesen Irrsinn hat der tüchtige Mann nicht irgendwo geschrieben sondern in einer Münchener Versammlung am 9. März losgelassen und die Versammelten haben„stür mi ⸗ schen Beifall“ gespendetll Sind das noch Menschen, wir wollen nicht sagen, mit gesundem Gefühl, wohl aber mit gefunden Sinnen? Jeder Deutsche muß sich ja schämen, daß er solche entarteten, in verbrecherischen Gefühlen schwelgen⸗ den Subjekte als deutsche Volksgenossen anerkennen soll und daß es eine deutsche Regierung gibt, die solches wahnsinnige und verbrecherische Tun in aller Oeffentlichkeit nachsichtig duldet! 0 5 5
Die Besoldung der Reichsbeamten.
Im Reichsfinanzministerium haben am Montag neue Besprechungen über die Vorschußzahlungen für die Beamten stattgefunden. Bekanntlich hat die Reichsregierung erklärt, daß angesichts der Stützungsaktion für die Mark eine Erhöhung der Beamtengehälter nicht möglich sei, sich dann aber bereit erklärt, den Beamten ein Monats- oder Vierteljahrsgehalt als Vorschuß zu zahlen, um ihnen über die augenblicklichen Schwierigkeiten hinwegzuhelfen. In den gestrigen Besprechungen wurde von den Gewerkschafts⸗
einer Decke, Papieren in einem Lager
und daß nach Möglichkeit ein Ausgleich geschaffen werden müsse, um die Beamten nicht in noch größere Not geraten zu lassen, falls etwa in den kommenden Monaten eine neue Teuerung sich bemerkbar machen sollte. In diesem Sinne wurde eine Vereinbarung getroffen.— Wir begrüßen diese Verständigung, da die jetzigen Löhne und Gehälter noch längst nicht der letzten Teuerungswelle angepaßt sind und ein Preisabbau kaum oder doch nur sehr langsam erfolgt. Es muß aber auch hier wieder darauf aufmerksam gemacht werden, daß alle Verbesserungen und Gehaltserhöhungen in erster Linie den gewerkschaftlich organisierten Ver⸗ bänden zu danken sind, die so die Interessen der ge; samten Beamtenschaft vertreten.
Deutscher Reichstag.
. Berlin, 13. März.
Der Reichstag überwies in seiner Dienstagsitzung den Gesetz⸗ entwurf über die Abänderung des Reichsversorgüngsgesetzes, Les Altrentnergesetzes, des Kriegspersonenschädengesetzes und des Offiziers⸗Penstonsgesetzes an den Ausschuß zur Weiterberatung. Genosse Meier ⸗Iwsckau erinnerte gegenüber kommunistischen Vorwfirfen daran, daß die Soztaldemokratie diesen Gesetzentwurf seit Jahven gefordert habe. Er solle Lücken, die sich in der Praxis herausgestellt haben, beseitigen. Die Sozialdemokratie werde im Jae die Verbesserung des Gesetzentwurses durchzudrücken versuchen.
Bei der Fortsetzung der Beratungen über die
Erhöhung der Wohnungsbauabgabe
zeigten sich die bürgerlichen Parteien, vor allem das Zentrum, sehr mmeinig. Von der Zentrumspartei sprachen zum§ 5, der die Höhe der Abgabe und die Frist für ihre Erhebung festsetzt, nicht weniger als drei Redner gegeneinander. Schließlich waren alle Abstimmungen zu diesem Paragraphen negativ, sodaß die Höhe der Abgabe noch ncht feststeht und bis zur dritten Lesung eine Eini⸗ gung darüber erzielt werden muß. Der Ausschuß hat 1500 Proz. des Friedensnutzungswertes beantragt, wozu ein gleicher Ge⸗ meindezuschlag kommen soll. Die Deutschnationalen, die Kom⸗ munistische Partei, die Bayerische Volksparte und die bayerische Regierung sprachen gegen eine Abgabe in dieser Höhe. Die Deutschnationalen wollen nur 750 Proz. bewilligen. Vermutlich wird in der dritten Losung doch die Abgabe in der Höhe von 1500 Prozent mit den entsprechenden Gemeindezuschlägen angenommen. Von mehreren zu diesem Gesetzentwurf angenommenen Entschließ⸗ ungen erwähnen wir eine von den bürgerlichen Parteien gegen die Linke angenommene, die einen Gesetzentwurf zur Schaffung einer Pflichtsparkasse zwecks Kapitalbeschafsunng für den Kleinwohnungs⸗ bau zum Ziele hat. Einstimmig wurde eine Entschließung ange⸗ nomalen, die von der Reichsregierung verlangt, aus allgemeinen Mitteln möglichst für den gemeinnützigen Wohnungsbau im besetzten und im Einbruchsgebiete Zuschlisse zu bewilligen. Eine weitere Ent⸗ schließung, für die ebenfalls die Sozialdemokratie stimmte, verlangt von der Reichsregierung Einwirkung auf die Landesregierungen da⸗ hingehend, daß im Sinne des Reichsmietengesetzes die Erhaltung der vorhandenen Wohnungen nach Möglichkeit gesichert wird.
Der Reichstag wandte sich dann den Abstimmungen über den Gesetzentwurf zur Anpassung der Steuer⸗
gesetze an die Geldentwertung
zu. Die Komumnisten beantragen die Vertagung der Sitzung. Dem widersprach Genosse Hermann Müller⸗ Franken mit der Begrün⸗ dung, daß dieses Gesetz, wie man auch sonst zu ihm stehen möge, doch möglichst bald verabschledet werden müsse, damit die Veranlagungen vorgenommen werden können. Außerdem seien die bürgerlichen Par⸗ teien in den letzten Tagen der Sozialdemokratie in einigen. freilich nicht entscheidenden Punkten etwas entgegengekommen.
Bei der Abstimmung über die Bewertungsvorschriften hielten die bürgerlichen Parteien die von der Sozialdemokratie bekämpften Beschlüsse gegen unsere Stimmen aufrecht. Es war den bürgerlichen Parteien gelungen, viele ihrer Mitglieder heranzuziehen, sodaß ein erneuter Versuch der Sozialdemokratie, das Haus beschlußunfähig zu machen, selbst wenn er von uns für zweckmäßig gehalten worden wäre, vermutlich fehlgeschlagen wäre.
Die Sitzung dauerte bel Abschluß dieses Beriches noch fort. Ver⸗ mutlich wird am Mittwoch die zweite Lesung dieses Geldentwertungs⸗ gesetzentwurfes beendet werden. Die 3. Lesung dürfte am Donners⸗ tag oder Freitag stattfinden und es dürfte bei dieser Gelegenheit zu heftigen'rednerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Abg. Helfferich und dem Genossen Hertz kommen. 5
Gießen und Umgebung.
Ko“ lenversorgung für Gewerbe ꝛc.
Von der Kohlenwirtschaftsstelle werden wir um Aufnahme des Folgenden ersucht: 8 Nachdem es nunmehr dem Reichskommissar für die Kohlen⸗ verteilung gelungen ist, eine Uebersicht darüber zu schaffen, in welchem Umfange es möglich sein wird, aus deutschen unbesetzten Steinkohlenbezirken Ersatz für die bekanntlich in hiesiger Gegend vollkommen ausfallenden Ruhrsteinkohlen zu schaffon, muß ein⸗ dringlich darauf aufmerksam gemacht werden, daß diese Aushilfs⸗ maßnahmen nur für unbedingt lebenswichtige Betriebe möglich sein werden. Zu diesen lebenswichtigen Betrieben gehören er den öffentlichen Werken(Gas-, Wasser⸗ und Eloktrizitäts⸗ werke) in der Hauptsache nur noch Nahrungsmittelbetriebe. Wenn es auch für die übrige Industrie augenblicklich unter Ausnätzung des gegenwärtigen Markstandes noch möglich ist, sich englische Kohlen zu annähernd den gleichen Preisen zu beschasfen, wie sie für Ruhr⸗ steinkohler gezahlt werden müßten, so muß doch im Interesse der Volkswirtschaft und der betroffenen Industrie im Besonderen zu äußerster Sparsamkeit in der Verwendung guter Steinkohlensorten geraten werden. Die Industrie hat bexeits mehrere Male, zoletzt nach dem Abkommen von Spaa bewkesen, daß sie sich den Zeiten allergroßten Stumlohlenman gels anzupassen versteht. Die damals gesammelten Ersalhzungen müssen nun wieder ausgenützt werden. Unter Anwendung des Grundsatzes, daß gute Steinkohlen nur dort verfeuert werken dürfen, wo sich der gleiche Zweck mit minder⸗ wertiger Kohlensorte nicht erreichen läßt, muß wieder'u aus⸗ gtebiger Verwendung der Rohl raunkohle übergegangen werden.
vertretern ausgeführt, daß die Beamtenschaft die Voraus- bezahlung des Gehalts nur als einen Nothehelf empfinde
Nur so wird es der Industrie möglich sein können, eine Stillegung
ihrer Vetrlebe aus Kohlenman gel fllr die nächste Zeit zu verslen⸗
Es muß andererfests auch erwartet werden, daß eder unnötige Verbraud, auch der minderwertiger Sorten, unte zhleibt. Alle überflüssigen Aufwendungen werden daher eingestellt werden müssen. Hierser gehören z. B alle Lichtreklamen, auch übermäßige Schausensierbeseuchtung und dergleichen. In diesex Beziehung dürften in Kürze Einschränkungsvorschriften der Landesbehörden u erwarten sein. Sollten troß aller Sparmaßnahmen einzelne Firmen nicht in der Lage sein, ohne fremde Unterstützun 77 felbst die nötigen Viennstosse zu beschassen, dann wollen ssch dieselben an die Preuß⸗Hess. Kohlensoirtschaftsstelle, Frankfurt a. M., Ober⸗ mainstraße 51, 1, Tel. H. 9284 wenden, welche versuchen wird, aus etwa greifbaren Beständen eine sofortige Aushilfe zu beschaffen. Es empfiehlt sich daher, derartige Mitteilungen nicht im letzten Moment zu machen, sondern stets so frühzeitig an die Kohlenwirt⸗ schaftsstelle heranzutreten, daß derselben tatsächlich die Schaffung einer Aushilfe noch möglich ist. g
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— Ehrensenatoren an der Gießener Universität. Vom Gesamt⸗
senat der Uniwpersität wurden die Herren Dr. Johannes Becker, Reichswirtschaftsminister in Berlin, Bankdirektor Grießbauer, Kommerzienrat Klingspor und Architekt Meyer in Gießen mit Rücksicht auf ihre besondeven Verdienste um die Unipersität zu Ehrensenatoren ernannt. Ferner hat der Gesamtsenat am 28. Februar einstimmig zu Ehrensengtoren ernannt: Herrn Land⸗ tagspräsidenten Bürgermeister Adelung aus Mainz und Reichs⸗ tagsabgeordneten Pfarrer Korell aus Nieder⸗Ingelheim. Diese Ehrungen rechtfertigen sich ganz besonders durch die Zeitumstände. Die Universität will damit ihre Gefühle für die bedrängten Volks⸗ genossen in Rheinhessen zum Ausdruck bringen und in diesen Männern zugleich alle diejenigen ehren, die in gleicher Weise so große Opfer ffir das Vaterland bringen.
— Gegen die Waldverwüstung ist die Zeitung genötigt, auch in diesem Frühjahr Stellung zu nehmen. Kaum brechen die ersten Knospen hervor, kaum werden namentlich die silberglän Weidenkätzchen sichtbar, so fallen unverständige Menschen in Scharen darüber her und reißen ab, was sie nur irgend N können. Jämmerlich kahl und geplündert stehen dann die Sträucher der Saalweide da, der Blütenkätzchen beraubt, die einige Wochen später herrlichen Duft verbreiten würden. Da kann man beob⸗ achten, daß unsinnigerweise ganze Bündel von ee heimge⸗ 1 5 werden, die nach wenigen Tagen in den Ofen oder auf den Millhaufen wandern. Das Abreißen dieser Weidenkätzchen verboten. Nur sollte dem Verbot mehr Nachdruck gegeben un wer es übertritt, bestraft werden. Wir sind gewiß die Letzten, die bei jeder Gelegenheit nach Pollzei rufen, anders dürfte aber dem gräßlichen Unfug der Wald⸗ und Naturverschandelung und ⸗Ver⸗ wüstung nicht beizukommen sein. Verständige Leute werden ihn von selber unterlassen. Mancher ist zwar der Ansicht, daß es nichts ausmacht, wenn er ein paar Zweige abbricht. Wenn aber Tausende das Gleiche tun, dann wird der ganze Wald vernichtet zum Ver⸗ druß jedes Naturfreundes und aller, die zur Sommerszeit sich am Walde erfreuen wollen. Trage deshalb jeder zum Schutze der Natur bei und trete der unverantwortlichen Plünderung entgegen!
— Bildungs vorträge. Heute abend findet der vorletzte in der
Reihe der in diesem Winter veranstalteten Bildungsvorträge statt. Prof, Dr. Kinkel spricht über„Sozialismus, Religion und Kunst“. Beginn wie immer, 8 ¼ Uhr.— Es wird zahlreicher Besuch erwartet. Den folgenden Donnerstag wird Genosse Homberger über „Bilder aus Alt⸗Gießen“ sprechen.
— Vorsicht bei Telephongesprächen mit dem besetzten Gebiet. b
Von postamtlicher Stelle wird mitgeteilt: Die Franzosen sind dazu übergegangen, in deutscherseits betriebene Fernsprechleitungen ne
dem imbefetzten Gebiet geheime Abhörvorrichtungen einzuschalten, m auf diese Weise Gespräche zu belauschen und für ihre Zwecke nutzbar zu machen. Zur Wahrung der allgemeinen deutschen und der persön⸗ lichen Belange der Fernsprechteilnehmer ist daher bei Führung von Dienst⸗ und Privatgesprächen mit dem besetzten Gebiet Vorsicht ge⸗ boten. Die Gesprächsführenden tun gut, ihren Mitteilungen eine Form zu geben, die es den Franzosen unmöglich macht, den Inhalt der Gespräche zu verstehen oder auf Grund des Erlauschten etwa gegen irgend welche ePrsonen des besetzten Gebietes einzuschreiten.
— Die nenen Sätze der Militärrenten. Die am 1. Januar ver⸗ vierfachten Milttärrenten sind vom 1. März ab abermals verdreifacht, also im ganzen verzwölffacht worden. Sterbegeld. Pflegezulage und Unterhaltskosten für den Filhrerhund sind vom 24fachen auf das 72fache erhöht worden. Die Pflogezulage beträgt somit je nach dem Grade der Hilfsbedürftigkeit, monatlich 3600, 6000 oder 9000 Mark. Die daneben im Falle des Bedürfnisses gewährten Teuerungszuschüsse betragen vom 1. Februar ab bei Erwerbsminderung von 50—80 vom Hundert 18 000 Mk., darüber hinaus 25 000 Mk., bet völliger Er⸗ werbs⸗ und Mittellosiakeit 50 000. Mk. Halbwafsen erhalten 12 000. Mark, Vollwafsen 20 000 Mk., Elternteile 15 000 Mk., ein Eltern⸗ paar 24 000 Mk., der Kinderzuschlag beträgt 11 000 Mk. Im besetzten und im Einbrucksgebiet werden hierzu außerdem besondere Zuschläge gewährt.(Siehe auch unter amtliche Bekanntmachung.)
— Nückfahrkarten auf der Eisenbahn. Von den Reisenden wird noch immer zu wenig von der Einrichtung Gebrauch gemacht, mit der Fahrkarte für die Hinfahrt zugleich eine solche fitr die Rückfahrt zu lösen. Neben der wesentlichen Entlastung des Schalterdienstes hat diese Einrichtung vor allem den Vorteil, daß der Reisende ein zwei⸗ maliges Marten am Schalter vermeidet. Von besonderer Wichtigkeit ist das Lösen der Rückfahrkarte für die Bahnhöfe in der Umgebung großer Städte, sowie für den Ausflugsverkehr.
— Verschwunden. Ende voriger Woche hat ein hiesiger ange⸗ sehener Rechtsanwalt, Justizrat J., seine Wohnung verlassen und ist noch nicht wieder zurückgekehrt. Zurückgelassene Schriftstücke lassen darauf schließen, daß der sonst in geordneten Verhältnissen lebende Rechtsanwalt in einem Anfall von Schwermut freiwillig aus dem Leben geschteden ist.
— Die Blachetta⸗Spiele nehmen heute, Donnerstag, im Saale des Kathol. Vereinshauses ihren Anfang. Heute abend kommen Märchenspiele zur Aufflührung, nachmittags 4 Uhr Schülervor⸗ stellung: Kasperlthegter, Lieder zur Laute usw.— Morgen werden mehrere Stücke von Hans Sachs gegeben. Die Leitig der Spiele bemüht sich, etwas Gutes und Vollkstümliches zu bieten, das den Hörer zu packen geeignet ist. Wir können den Besuch der Auf⸗ führungen nur empfehlen.
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