Ausgabe 
15.2.1923
 
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N

lische Regierung

Ministerpräsident.

55 Mussolinis, in denen er sagte, daß der Zeitpunkt für elne Vermittlung noch nicht gekommen sei, ebensowenig zu erwarten ist.

Tie Nuhrg walttat vor dem englischen Parlament.

In der Thronrede, mit der am Dienstag in London das englische Parlament zusammengetreten ist, wird das Bedauern darüber ausgesprochen, daß auf der Pariser Kon⸗ ferenz kein allgemeines Abkommen erreicht wurde. Die eng habe in dem Wunsche, die vollständige Regelung des Reparatiensproblems zu be⸗ schleunigen, den Alliierten auf dem Gehiete der alltierten Schulden hinreichende Zugeständnisse gemacht. Es sei aber trotzdem un möglich geweesn, zu einem allgemeinen Abkommen zu gelangen. Daher sei die französische und die belgische Regierung mit ihrem eigenen Plan vorge⸗ gangen, und Italien begünstige ihre Aktion. Die britische Regierung sei nicht imstande, an den Ruhroperationen mit⸗ zuwirken oder an ihnen teilzunehmen. Sie handele aber in solcher Weise, daß sie die Schwierigkeiten der Alliierten nicht vermehre.

Die Diskussion über die Thronrede wurde im Unter⸗ hause durch den Führer der Opposition eröffnet. Genosse Ramsey Macdonald drückte die Meinung der Arbeiter partei dahingehend aus, daß die französische Ruhrbesetzung keinen Erfolg haben könne. Er beklagte den Geist, der in den Alliterten gelebt habe, als sie die Reparationspolitik in Versailles eingingen und forderte die Aufrechterhaltung der Politik wohlwollender Neutralität gegenüber den Ereig⸗ nissen an der Ruhr. Macdonald wandte sich dann an alle Parteien des Hauses mit der dringenden Aufforderung, ohne Leidenschaft und Vorurteil dem schweren Problem der Arbeitslosigkeit zu Leibe zu gehen. Er fragte auch den Premierminister, ob Frankreich irgend eine Mitteilung über die Bezahlung der französischen Schulden an Großbritannien

gemacht habe.

Nach ihm sprach Asquith, der liberale ehemalige Das Reparaktonsproblem beherrsche noch immer die ganze zivilisterte Welt und werfe seine Schatten über sie. Es bestehe keine Neigung, Deutschland von der

Zahlung der Reparationen leichten Herzens zu entbinden.

Man könne auch nicht überrascht sein, daß Frankreich sich um seine künftige Sicherheit sorge. Aber es frage sich doch, oh es noch einen schlechteren Weg zur Erlangung dieser Sicherheit gegeben hätte, als sich an der Ostgrenze ein zweites Elsaß⸗Lothringen anzueignen.

Bonar Laws Hoffnungen und Befürchtungen.

Nach As qusth ergriff Bonar Law das Wort. Zum Nepa⸗ rutsonsproblem habe Großbestannien seiner Zeit vorgeschlagen, daß Deutschland 2800 Mil. Pfund Sterling 452 soll. Auf diesor Vasis möge verhandelt werden. Er glaube, das französische Gesicht der Unsicherheit sei ber Grund für die Verwerfung der britischen Re⸗ parationsvorschläge anf der Pariser Konferesz gewesen. Bonar Law machte denn einen wichtigen Hinweis auf die Ruhrfrage, indem er sagte, die sromzösische öffentliche Meinung hahe die Lage nicht erkennen wollen ehe die Besehung des Ruhrgehiers versucht wurde. Ich hatte grhofft, so fuhr der Ministerprässdent weitet fort, wir würden den Wiederaufbau Europas Schulter an Schulter mit Frankreich ausführen können. e es mit Gewißheit, daß Frankreich mit dem Ein⸗ schlagen die ges etwas tut, was nicht allein für Europa, sondern auch für Frankreich verhüngnisvoll werden würbe. Nach unserer An⸗

Der Deserteur.

Noman von Robert Buchanan. Achtes Kapitel. Der rote Engel.

enn ich will in dieser Nacht durch Aegyptenland gehen und alle Erstgeburten schlagen... Und das Blut soll Euer Zeichen sein an den Haäusern, darin Ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, vor Euch übergehe...

Diese Worte flüsterte Jeheya in Aegypten vor langer Zeit Moses und Aron zu, und die Osterlämmer wurden ge schlachtet und der Engel des Herrn üherging die Häuser, auf denen dus Blutzeichen zu sehen war. So wurden die Auserwählten des Herrn gerettet und die Scharen des Herrn verließen das Land Aegypten.

So geschehen in Aegypten vor langer Zeit. Dort waren wenigstens jene, die der Herr liebte, in Sicherheit. Anders in Frankreich am Anfang des vorigen Jahrhunderts; der Herr war fern und verhielt sich schweigend, auch gab's keinen Moses und keinen Aron, die seine Erwählten aus dem sündigen Lande geführt hätten.

Statt Gottes Passah und statt des Blutes von Lämmern an den Häusern des Volkes herrschte eine große Finsternis. Wohl funkelte auf fast jeder Schwelle ein rotes Zeichen, aber es war nicht ein Gottes-, sondern ein Kainszeichen, keines der Befreiung, sondern eines der Verurteilung.

Wie ein erschöpfter Sturm über die Erde flieht, war Napoleon von Moskau nach Paris geeilt, durch den Verlust einer halben Miflion Menschen wenig entmutigt, das Weh- geschref und die Träuen zahlloser Witwen und Waisen kaum begchtend. Wie wor er von den MPölkern seines Reiches be grüßt worden? Mit Flüchen und Seufzern, mit leiden- schaftlichen Bitten und Beschwörungen? Nein, mit Seg⸗ nungen und begeisterten Zurufen. Die großen Städte seinos Reichs Ronk. Florenz. Moiland, Hamburg, Mainz, Amsterdam leoten ihr schönstes Festkleid an und trugen Lilien im Haar. Die hohen Beamten überboten einander in Beglückwünschungen. Der Präfekt von Paris rief aus: Wos sipd Menschenleben im Vergleich zu den ungeheueren

Interessen die auf dem geheiligten Haupt des Erben des

Noichs ruhen! Und der Universitätsgroßmeister sagte: Der Verstand hält inne vor dem Geheimnis der Macht und des Gohorsams und überläßt dessen Erforschung jener Religion, die die Personen der Könige nach dem Ebenbilde Gottes geheiligt hat. So und noch scheußlicher klang die Musik, nach weicher die gesalbten Ergzpriester des kaiserlichen Baals tanzten und lästerten.

Inzwischen öffneten sich die Schlensen des Himmels und

begruben die Grande Armee immer tiefer unter ver⸗ ahwiegenem Schnec. In jedem Heim gab's einen use. Platz in jedem Haus ein blulendes Herg und allenthalben

sicht würde es gefährlich und verhängnisvoll für das Wirtschaftsteven werben. So hat es sich auch erwiesen. Was ich befürchtete, hat sich ertignet; unb das ist noch nicht das Ende. Die Nuhr it die Schlag⸗ aber des europäischen Industrielebens und Frankreich hat sich selbst mehr Schaben zugeführt, als andern. Er könne der Fall eintreten, daß Frankreich oder Deulschland die Anwesenheit der englischen Truppen im Rheinland

unmöglich machen werden. Das wäre ein beklagenswertes Unglüt, da damit in einem weiteren Sinne des Wortes das Cade der Emente eintreten wird. Die französische Regierung habe sich auf ihre Pläne verpflichtet und sei gebunden, sie durchzuführen. England habe immer noch seine Truppen in Köln, aber es wisse nicht, ob es möglich sein werde, sie noch lange bort zu belassen. Die Frage sei noch nicht akut geworden, aber sie werde vielleicht akut werden. Immerhin, so fuhr Bonar Law fort, hoffe er, daß sich die Lage einstellen wird, die es England erlaubt, in geeigneter Weise zu intervenieren.

Die Süddeutschlandreise des Reichspräsidenten.

Um den unlösbaren Zusammenhang von Nord und Süd in feierlicher Form vor aller Welt zu bekunden, hat sich der Reichspräsident zusammen mit dem Reichsinnen⸗ minister und dem Reichsverkehrsminister am Montag und Dienstag in Karlsruhe, Mannheim und Dar mstadt aufgehalten.

In Karlsruhe fand eine Sitzung der badischen Staats- regierung in Gegenwart des Reichspräsidenten statt, an der auch der württembergische Staatsminifter teilgenommen hat. Beide Landesregierungen versicherten feierlich die un⸗ erschütterliche Treue ihrer Länder zur einheitlich deutschen

Republik. Hierauf fand eine Besprechung mit etwa 500 Vertretern der Staatsbehörden und Gemeinden, der Par⸗ teiführer, der Wirtschaftsführer, Berufsverbände, Gewerk

schaften, Industrie sowie die Führer des geistigen und kulturellen Lebens des Landes statt. Am Abend bildete sich eine spontane Kundgebung der Karlsruher Arbeiter, Bürger und Studenten vor der Wohnung des Reichs präsidenten. Sie brachten die Treue zur deutschen Republik und die Hoffnung auf Recht, Freiheit und Zukunft unseres Volkes zu überwältigendem Ausdruck.. In Mannheim fand ebenfalls eine große Be⸗ sprechung mit den Vertretern aller Berufsschichten statt. Hieran schloß sich ein Empfang von Regierungsvertretern und Abordnungen aus der besetzten bayerischen Pfalz. Am Dienstag nachmittag traf der Reichspräsident mit den beiden Reichsministern in Darmstadt ein. Im Staatsministerium fand eine Besprechung statt, an der neben der Staatsregierung und den Vertretern des Landtags und der Parteten auch Vertreter aller staat⸗ lichen und städtischen Behörden aus dem ganzen Lande, insbesondere auch aus dem besetzten Gebiete, der Industrie, des Handels, der Geist⸗ lichkeit, zusammen etwa 150 Personen, erschienen waren. Stuats⸗ präsident Ulrich begrüßte den Reichsprästdent und die geladenen Gäste, worauf der Reichspräsident eine Ansprache hielt, in der er darauf hinwies, daß die Reichsregierung es als ihre Pflicht betrachtet, nach dem Einbruch der Franzosen in sliddeutsches Gebiet mit den in Betracht kommenden Regferungen und den berufenen Vertretern der Länder Fühlung zu nehmen. Der Reichspräsident nahm Bezug auf seinen Besuch in Karlsruhe und stellte die völlige Uebereinstimmung hinsichtlich der getroffenen Maßnahmen fest. Dort habe man es gleich⸗ falls als Pflicht betrachtet, mit äußerster Kraft den Franzosen nach jeber Richtung Widerstand zu leisten und die Arbeiterschaft habe in Karlsruhe durch eine spontane Kundgebung im Verein mit der studen⸗ tischen Jugend, die in Band und Miitze erschienen war, Mann für Mann und Schulter an Schulter Treue und Hilfe nach Möglichkett in dem schweren Kampf gelobt. Heute früh habe er mit den Vertretern des Handels und der Industrie in Mannheim verhandelt, wobei auch zahlreiche Pfälzer teilgenommen hätten. Auch hier gab es mur eine

Stimme ber Entschlossenhett und bes zähen Wierstandee. Hessenlande geile a. Rat 18 1 9 17 1 U b Erseueng bebe man die Nachrich iber dee dal

wirtschaftlichen Süddeutschland. sei e Ang gabe an zusamme

5 Jahis 8 1 7 8 um die Existenz und die Einheit des Reiches. Die Parole müsse Ein Wille, ein Weg und ein Ziel, denn es gilt, die deutsche Zuk zu sichern. Stürmischer Beifall folgte den Ausflührungen des Rei präsidenten. Eine große Anzahl Redner aus allen Teilen, besond aus dem besetzten Gebiet sowie zahlreiche Abgeordnete brachten ih Wiinsche und Klagen über die große g und die brutale handlung durch die Besatzung, teilweise an drastischen

Der hessische Arbeitsminister Raab machte dann Mitteilung über die bisher getroffenen und noch in Aussicht stehenden Schritte der hessischen Regierung, worauf Reichsminister Oeser in scharfen Zügen das ganze Bild zusammenfaßte und die getroffenen sicherte die Hilfe der Reichsregierung zu und forderte zu ö Ausdauer in dem Existenzkampf auf, da mir hierdurch der Kam um unser Recht und unsere Freiheit zur einem guten Ende geführt wer⸗ den könnte.. ö. 3

Vaterländische Streikkasse.

Es gingen weiter bei uns ein:. i

S. Bensinger 10 000 Mk., Otto Jakobi 150. sammen 10 150. Mk. Bereits quittert 295 900. sammen 306 050. Mk.

Unterschied der We

entgegengenommen.

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Frauen als Geschworene. Für die Geschworenenliste

der bevorstehenden ersten Sitzungsperiode des Schwur⸗ gerichts der Provinz Oberhessen sind fünf Frauen en ausgelost worden. pflege gewiß zu begrüßen. Besetzung von Darmstadt?

führung der Maßnahmen, die

gibt diese Nachricht jedoch nur als einfache Hypothese. Bei den Darmstädter amtlichen Stellen liegen Anze

dafür, daß eine Neubesetzung von Darmstadt für die achte 5

Zeit zu erwarten sei, bis jetzt nicht vor.

N der Gemeinde Queckborn mit dem Gieß Wasserwerk. Aus Queckborn erhalten wir 1 3 Jahre 19

um deren Aufnahme wir ersucht werden: Seit werden hier im Anschluß an den Oct(an der Grünberger E Wohnhauser gebaut. die noch immer micht an das Wasser netz angeschlossen find. Der hiesige Gemeinderat hat schon etwa 2 Jahren die Mittel für die Erwekterung des Leitungsn bewilligt. Aber die Direktion des Städt. Gas⸗ und Wa

im Gießen durch welche die Erweiterung zu erfolgen hat hat

3 ͤ stieg der bittere Schrei auf:Wir flehen Dich an, uns zu erhören, o Herr!

Aber der Herr, den die Leute anflehten, war nicht Jehova, nicht ein unsichtbarer Allerbarmer, kein Gott des Himmels, von dem der die Toten bedeckende Schnee herab- fiel. Der Herr der gebrochenen Herzen war Napoleon, der den Thron Gottes an sich gerissen hatte und sein furchtbares Es werde! über eine verwüstele Welt hinrief.

Wir flehen Dich, uns zu erhören, o Herr!

Er brütete inmitten seiner Hauptstadt und seine Augen überblickten die stille Erde. Wie eine Spinne im Herzen ihres Gewebes, lag er und lauerte im Herzen seiner Haupt⸗ stadt. Das von Paris unter Revolutionswehen geborene Geschöpf, das Kind jenes weltbewegenden Aufstandes, der mit dem Aufschrei befreiter Seelen begann und mit dem Geklirr gefesselter Seelen endete, der aus Feuer geformte Soldat, der Vernichter und Befreier von Königen er war jetzt als das bekannt, was er wirklich war: ein Avatar, der Beherrscher Europas, der Meisterer und Diktator der Erde. Kein Wunder, daß Verrückte in ihrem Wahnsinn vor ihm wie vor Gott betend niedersanken.

Wir flehen Dich an, uns zu erhören, o Herr!

Wenn er hörte, lächelte er. Wenn er verstand, lächelte er ebenfalls. Aber wir dürfen annehmen, daß er weder verstand noch hörte. Ein Avatar kann nicht verstehen, denn er hat keinen Verstand: er kann nicht hören, denn er hat keine Ohren. Er besitzt auch keine Augen und kein Herz. Er blickt nicht nach oben, denn er kann Gott nicht begreifen: er sieht nicht nach unten, denn er kann die Menschheit nicht wahrnehmen. Blind, taub, vernunftlos unbarmherzig, furchtbar mer, ein Götze, tödlich und sterblich.

Man mird vielleicht einwenden, daß Napoleon das war, was sonderbare Schwärmer zu allen Zeiten einengroßen Mann genannt haben, und daß er als solcher, wie ja in der Tat manche seiner Aeußerungen und Handlungen zu zeigen scheinen, eminent menschlich gewesen sein muß. Die Er- klärung für diese Ansicht ist einfach. Große Männer einer gewissen Gaktung sind lediglich infolge ißres Mangels an einzelnen menschlichen Eigenschaften groß. Wie Rousseau groß war, weil er der Scham unfähig war, galt Napoleon für groß, weil er sich als Secrscher unfähig erwies, die Folgen seiner Handlungen zu ermessen, mit anderen Worten: weil er weniger als diegewöhnlichen kleinen Menschen imstande war, diese Folgen zu unterscheiden. Wenn er Leiden sah, empfand er Mitleid: er konnte phuyfische Schmerzen in keiner Form mit ansehen und darum vermied er, gleich Goethe, ihren Anblick sorgfältig. Als ein mensch⸗ liches Wesen hatte er menschliche Anwandlungen. Als ein

großer Wann jedoch, als der Eroberer Europas, war er n nme unwissende, unveragntwortliche Macht ohne [Augen und Shren, ohne Here und Vernunft, ein durch einen

verhängnisvollen Taten gedrängter Automat.

Somit hatten jene nicht ganz unrecht, die von ihm haupteten, Peron begleitet gewesen, die sein Vertrauter wat.

findung.

über war er ein Sklave. 4

Du hast mich aus dem Chaos geschaffen, schrie das g

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Ungeheuer,jetzt füttere mich auch! Meine Nahrung ist:

Menschenblut. Du hast mich aus den mächtigen demofrati⸗ schen Elementen heraufbeschworen kleide mich! Mein

Gewand soll von vaterlosen Kindern gewebt werden. Du

hast mich in Gottes Namen geformt verschaffe mir eine Braut, damit mein Geschlecht sich vermehre und die Erde

bevölkere. Und die Braut hieß Tod. N Wir flehen Dich an, uns zu erhören, o Gott!

Vielleicht hätte er diese Bitten vernehmen können, viel

leicht vernahm er sie wirklich und zögerte: aber das Unge⸗ heuer ließ ihm nicht Zeit, sondern fuhr fort:Rasch! Mehr Futter, denn ich bin hungrig! Mehr Gewänder, denn ich habe nur Lumpen auf dem Leib! Eine andere Braut, denn die erste ist mir zu kalt! Weigerst Du Dich, so verschlinge

ich Dich mitsamt Deinen Nachkommen, Deinem Reich und

Deinen Hoffnungen! l

So antwortete denn der Kaiser dem Ungeheuer(es war 1813):Sei ruhig und ich will Dir zu Willen sein. Den roten Vertrauten im Dunkel der geheimen Kammer zurlick⸗ lassend, begab er sich von seinen Kreaturen angebetet hin⸗ aus und Blumen wurden vor ihm ber geftreut, Musik an sein Ohr drang. ö

herbeigeschafft: Gemetzel, die jüngste von drei Schwester die zwei anderen hießen Hungersnot und Feuer. Napoleon kehrte zu dem Monstrum zurück und riefSet mein roter

Engel und eile im Dunkel der Nacht durch das Land Ver⸗

sieh jedes Haus mit einem blutroten Zeichen und f Haus soll seine Geliebtesten Dir und Deiner Braut über⸗ lassen Denn ich bin Napoleon! Und das Blut Zeichen auf den Häusern. wo unsere Opfer sind!

Wir flehen Dich an. uns zu erßören, o Herr!

Der Schrei stieg auf aber vergebens Der rote En war über das Land hingeflogen und am Morgen befa⸗ sich seine blutigen Zeichen an den Türen. Zweimalhun undzehntausend Kinder Frankreichs waren ausermählt

. dem Rufe. Wohl wurden keine Ssterlammer d e jedes der zwefmalbundertundzoßntau en Kinder des Landes stellte sich selber als Opferlamm (Jortsegang folgt.)

Beispielen vor.

Maßnahmen besprach. r aßnahmen e,

W..

1 Den Gebern herzlichen Dank. Weitere Spenden werben gerne

Verlag ber Oberhessischen Volkszeitung.

Dies ist als ein Jortschritt in der Just

Der Sonderberichterstatter des Echo de Paris in Düsseldorf meldet, daß zur Durch⸗ jetzt vorgesehen seien, es vielleicht notwendig sei, Darmstadt zu besetzen. Das Blatt

blinden, erbarmungslosen Willen zu düsteren Plänen d a er sei stets von einer gewissen, rotgekleideten Nur kbar dieser geheime Vertraute seine eigene wederbare Er⸗ Datjéchlich war Napoleon der Frankenstiein des von ihm selber geschaffenen Kriegsungeheuers, das ihn ß iner Erschaffung niemals in Frieden schlasen ließ. Dem Volke mochte er ein Gott dünken dem Ungeheuer gegen⸗

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während 0 Bald war mehr Futter bereif, ein neues Gewand gewebt, eine andere schreckliche Braut

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sei als