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Zukunft dürfte der Preis zeitigen, wie wir es mit Auch
5 r en buen Aan
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Bei ihnen
deutet
e g . e hessische Luidtagsfraktion m regierung nicht unter allen Umständen aurfrecht zur
b een gewählt werden;
0 wählt: Alsfeld.
aus flachen Stäbchen gebildeten Perlenkranz.
mit Bezug auf die Reschspolitsk. schon, der im politischen Leben, sei es ment steht.— Die Sozialdemokratie N 1 Drittel der Mandate, das hat seinen Grund in dem ländlichen Cha⸗ rakter Hessens. Der agrarische Einfluß ist im hessischen Parlament sehr stark. Die gesamten Parteien im Landtage, außer unserer Partei, haben für die freie Wirtschaft im Brotgetreide gestimmt. In der für Brot und Mehl ähnliche Entwicklungen allen übrigen Konsumartikeln erlebt haben. Wohnungswirtschaft steht der Genossen in unseren Kreisen
Verständnis darin zunimmt, eine derartige Ueberraschung be⸗ vor. Wir müssen rückbalts los das Mittel hier anwenden, womit scha
im kleinsten Gemeindeparla⸗ steht im Landtage mit einem
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auf dem Gebiet der
ir die gebundene Wirtschaft aufrechterhalten. Die freie Wirt⸗ it bedeutet für alle Haus besitzer Goldrente und für alle übrigen Verelendung.— Daß bei Einführung der von dem Kapital gebaut würde, können wir nicht annehmen; nie und nimmer. Wo ist aber das schc are Gesicht der Besitzenden für die Klein⸗ und Sozialrentner herbei. Es Landelt sich hier nur um einen weiteren großen Naub des Kapitals. Wir werden im Hess. Landtage unser ganzes Können einsetzen sür Erhaltung dieser Zwangswirtschaft.— Die Umänderung des Wahl⸗ gesetzes in Kommume usw. beschästigte ebenfalls den Landtag, eben⸗ so die Brennholzrationierung alich die Vorwaltungsgesetze.— in Hessen haben die innerpolitischen Schwiengbeiten seit dem henaumorde ganz bedeutend zugenommen. Eins aber dibrfen
micht übersehen das ist der zähe Kampf zwischen den Frak⸗ tionen und auch innerhalb der Regierung in Hessen in letzter 5 der letzten Endes unerträglich werden kamm.— Bei der Er⸗
Volksgenossan weitere U eien Wirtschaft mehr
wir
fassung zur Grundsteuer versagen die bürgerlichen Parteien todal. 1 hört ja schon immer beim Steuerzahlen die Gemütlich
Das Fdeikomißgesetz hat zum Ziele, die gebundenen Fami⸗ ltemermögen aufzulösen. Aber mum besteht die Gefahr, daß die herrschaftlichen Wälder in unperantwortlicher Weise cursgebeutet werden. Gegenwärtia treten viele Gemeinden dem Verbande der iter bei. Hlervor ist zu warnen. In letzter Lime be⸗
der Verband einen Schutz für die Standesherren.— Dem liegt ferner ein Gesetz zur Pensionierung der Beamten
er wird die Altersgrenze, von welcher ab die Zwangs⸗
onierung eintreten konn. auf 68 Jahre festgesetzt. Unser Be⸗ streben geht dahin die Altersgrenze herabzusetzen.— Im Allge⸗ mesmen stehts jetzoztrübe aus. Aber doch erleben wir, daß gewaltige Forlschritte, in der Richtung der sogialisifschen Grundsätze gemacht worden find. Durch den Ruhreinbruch wurde die Katastrophe ent⸗ glͤltig. Seit die Regierung Cund am Ruder ist, stien die Staats⸗
schuld ins Ungemessewe. Voriges Jahr waren es auch viele Ge⸗ nossen, die riefen:„Heraus aus der Ragierung!“ Heute heißt es: „So geht es nicht weiter!“ Wir wwürden aber der Regierung
leinen größeren Gesallen tun, als wenn wir sie stürzten. Sie soll
ihre Suppe selber auslöfseln! Würden wir die Regierung jetzt zum Ruücktrut zwingen, würde es bald heißen:„Nur noch 14 Tage weiter, so hätten wir gesiegt!“— und die Soztaldemokratie hätte die Schuld daran. Lassen wir die Regierung Eimo siegen! Eeue Diskussion des Reserats wurde sehn„
Der Antrag vonf Großen⸗Buseck auf Besestigung des 10pro⸗ (geutigen Sbeuerabzuas wird der Roichtagsfraktion zur Erwägung überwiesen. 5 14
Folgende Resolution wird einstimmig angenommen
1. Die am 10. Juni 1923 in Gießen stattsindende Unter⸗ bezirkskonserenz ersucht die Parteileitung für eine gerechtere Ver⸗ il dar Sbeuerlasten einzutreten, insbesondere durch die Am⸗
poassuua der Realsteuern an die Geldentwertung im Land und den Gemeinden. N
2. Die Reichstagsfraktion wird ersucht, fest auf dem Stand⸗ punkt zu verharren, daß eine weitere Belastung der breiten Volks⸗ massen abzulehnen ift und eine stärkere Heranziehung der Sach⸗ 15 durch Inanspruchnabme des Grundbesitzes und der Im⸗ dustrfeanlagen zur Erfüllung der Reparationspflichten durch Be⸗ des Reiches an den Betciebergebnissen erfolgt. wird ersucht: a) Die Kvalitions⸗ 2 5 Eine Beschneldung der Koalitionsfreiheit der mten und beiter mit den schärfsten parlamentarischen Mitteln zu bekämpfen: e Die höchsten Anstrengungen zur Belebung des Wohnungsbaues
zu machen.
Die nächstjährige Kreiskonferen z soll in Nieder⸗Oh men al gehalten werden.— Die Wahl des Bezirksvorstandes hat eine Kommsston vorbereitet, nach deren Vorschlag folgende
1. Vors. Moos dorf⸗Gießen, 2. Vors. Maier⸗Gießen, Häuser Sekretär, Vetters Redakteur, Prof. Weißgerber⸗Gießen, namn⸗ Gießen, Frau Noll⸗Gießen. Ritzmann⸗Lollar, Seibert⸗Nieder⸗ Ohmen, Weitzel⸗Hungen. GEder⸗Alsfeld Schwarz⸗Lauterbach. Als auswärtige Mitglieder der Preßkommissionsmitglieder werden ge⸗ Bäutsch⸗Nieder⸗Ohmen. Schwarz⸗Lauterbach und Braun⸗
In den Bildungsausschuß werden gewählt: Hüter, Möckel⸗Sbeinberg, Herber⸗Großen Buseck, Dr. Rhein, Wieseck, Frau Homberger⸗Gießen.
Der Vorsitzende macht noch auf den am 24. Jumi auf dem Schiffenberg stattfindenden Jugendtag aufmerksam. „Schließlich verurteilt noch Scharkowski das Verhalten der Gießener bürgerlichen Parteien, die auf dem hiesigen Bahnhof am
Freitag abend die Durchfahrt der Leiche des von den Franzosen
. Schlageter zu einer politischen Demonst ration be⸗ nutzten.
Hierauf wurde die Konferenz geschlossen, auf der 33 Ortsver⸗ elne mit 82 Delegierten vertreten waren.
— Die neuen Fünfhundertmarkstücke. Vom Reichsfinanzmini⸗ terium werden in der nächsten Zeit Fünfhundertmarkstücke in Ver⸗ lehr gebracht, die sich in ihrer Beschassenheit den bereits im Umlauf befindlichen Zweihundertmarkstlcken anpassen werden. Die neuen
Stücke haben einen Durchmesser von 27 Millimeter und ein Gewicht von einzweidrittel Gramm. Auf der Schriftseite tragen sie inner⸗ halb des aus flachen Stäbchen mit Perlenkreis bestehenden erhabe⸗
nen Randes in Antiqua die Umschrift„Deutsches Reich“, in der
Mitte in arabischen Ziffern die Zahl 500 und darunter in Antiqua das Wort„Mark“. Am unteren Rande befindet sich das Münz⸗ zeichen, verziert durch zwei Arabesken(Zweige mit je einer Eichel]. Die Schauseite zeigt den Reichsadler, der umgeben ist von einem Um diesen stehen im Kreise innerhalb des aus flachen Stäbchen mit Perlenkreis be⸗ stehenden Randes die Worte„Einigkeit und Recht und Freiheit“. Die neuen 500⸗Markstücke werden bekanntlich bis zu einer Gesamt⸗ summe von 90 Milliarden Mark ausgegeben werden. — Eine öffentliche Mieterversammlung wird sich morgen, Don⸗ nerstag, abends 8 Uhr im Saale des Katholischen Vereinshauses
mit dem Thema besassen:„15540 Prozent Mletszuschläge“,
worüber Rechtsanwalt Pomberger und Postsekretär F. Mohr sprechen werden. Wir weisen auf die Anzeige im heutigen Blatte hin.
5— Jahrraddiebe. Am 4. Juni wurde hier ein noch jugend⸗ licher Arbeiter festgenommen, der verschiedene Einbruchsdiebstähle in der Stadt ausgeführt hat. In seiner Wohnung wurden neben anderem Diebesgut 2 vollständig auseinandergenommene Fahrräder vorgefunden, welche den Eigentümern wieder zurückgegeben werden konnten. 5 Weiter wurde noch ein auswärtiger und ein hiesiger FJahrraddieb verhaftet. Ein gestohlenes Rad konnte dem Eigen⸗ tümer wieder zurückgegeben werden, wogegen das andere in Frank- furt a M. an Unbekannte abgesetzt wurde.
— Gestohlenes Fahrrad. Am Freitag voriger Woche wurde aus dem botanischen Garten hier nachstehend beschriebenes Fahr⸗ rad gestohlen: Marke„Adler“, schwarzer Rahmenbau und Jelgen, . Lenkstange. Das Rad ist neu emailliert und neu ver⸗ nicke
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D Aonzertresse des Lansesfheater⸗Orchesfers. un f schrieben: Vielfachen Bemühungen ist es gelungen, das Hessische Londesthegter⸗Orchester in Darmstadt unter Leitung seines Gene⸗ ralmusttdkrektors Michael Bal ling zu einer Konzertreise durch Oberhessen zu gewinnen. Für die oberhessische Bevölkerung steht hiernach ein hoher Kunstgenuß in Aussicht. Die Konzerte werden in der Zeit vom 26. Juni bis 2. Juli in den Städten Gießen, Fried⸗ berg, Bad⸗Nauheim, Büdingen, Lauterbach und Schotten verau⸗ staltet. Das für Alsfeld vorgesehene Konzert, für das allein die stimmungsvolle Walpurgiskirche in Betracht hätte kommen können, muß aursfallen, da der Kirchenvorstand zur Benutzung der Kirche seine Zustimmung versagt hat. Zur Aufführung kommen nur Werke deutscher Meister. In allen Städten, in denen Konzerte stattfinden, sind lokale Ausschüsse mit den Vorbereitungen betraut. Es darf erwartet werden, daß sich für die Konzerte, die nur unter großen Opfern zustande gebracht werden können, ein so veges In⸗ teresse zeigt, daß sie im nächsten Jahre nicht nur wiederholt, son⸗ dern vielleicht auch noch weiter ausgebaut werden können.
— Die Operette Winzerliesel kommt heute Mittwoch abend im Saale des lalh. Vereinshauses durch Mitglieder der Waldbüßme zur Aufführung. Wir weisen nochmals empfehlend darouf hin.
— Ein Ausbrecher. Der vor eimger Zeit aus dem hiesigen Vandgerichtsgefängwis ausgebrochene K. wurde am 7. ds. Mts. gegen 3 Uhr morgens in seiner elterlichen Wohmmg festge⸗ nommen. Hierbei wurde auf einer in unmittelbarer Nähe der Wohnung gelegenen Wiese eln frisch abgeschlachtetes Schaf vorgefunden. Die Ermittelungen ergaben, daß dasselbe abends vorher von einer Wiesecker Schafherde gestohlen worden war und daß nur K. als Täter in Frage kommen kam. Watzenborn⸗Steinberg. In der Gemeinderats ⸗ sitzung am Freitaa wurde bezüglich der Finanzierung
der Bauvorhaben für 1924 beschlossen, mit den Bauvor⸗ habenden zwecks Beschaffung von Kapital für Baumatenialten nochmals zu verhandeln. Es soll damm im nochmals
zu diefer Frage Stellung genommen werden. Dem Karl Becher und Dehmrich Schäser 6. wurden auf ihren Antrag je ein Vauplatz vom Gemeindebaugelände vor der Zahlgasse zugesprochen.
— Die Verwertuma des Schulhafplatzes in Steinberg soll bis zum
Herbst zurückgestellt werden. Der Platz soll vorläusig planiert und geräumt werden, außerdem sollen Probelöcher geuracht werden, um zu sehhem, welcher Untergrund der Platz hat. 770 Das Mobiliar der Gemeinde soll mit 10 Millionen Mack gegen Feuergefahr ver⸗ sichert werben.— Bei Versteigerungen für die Gemeimde soll in Zukunft nicht mehr geläutet werden, da der Kürchenvorstaund der polftischen Gemeinde diesen alten Brauch nicht mehr geuehmigen will, weil einsbens von der Gemeinde angeschafsten Glocken von cinem vorkröags zeitlichen Gemeinderat der Atrchenge meinde als Eigentum zugesprochen worden sind.— Die Tragul der halbem Baukosten des Pfarrgebaudes durch die politische Gemelnde wird vom Gemeinderat abgelehnt.— Die Pacht für den Jaselslall wird ab 24. 6. 1025 auf monatlich 2500 Mark und 2 Wagen Pils pro Jahr sestgesetzt.— Der Vertrag mit dem Faselwärter wird auf eim Jahr verlängert und soll von Jahr zu Jahr stillschweigend welter laufen, wenn derselbe nicht von einem der Vertrag⸗ schließenden 4 Wochen vor Ablauf- des Verktragsjahres gekündigt wird.— Eine ortsarme kranke Frau soll in der Landes⸗Siechen⸗ anstalt untergebracht werden.— Zum Schluß wurden Wohnungssachen geregelt. Marburg⸗Kirchhain.
O Erhöhung der Wohn in Marburg. Die Mar⸗ burger Stadtverordneten stimmten der Erhöhung der Wohmungsbau⸗ abgabe von 1500 auf 4500 Prozent leinschl. der staatlichen Abgabe auf 6000 Prozent) der Grundmiete zu, mit dem von unseren Ge⸗ nossen beantragten Zusatz, daß über die Verwendung die Stadtver⸗ ordneten noch zu beschließen haben. Unsere Genossen wollen die Er⸗
Miethäuser verwendet
trägnisse nur für haben, da frlüher gezahlde
Znschüsse jetzt in entwertetem Geld zurtickbezahlt werden und die Abgabe
dem privaten Kapital statt der Allgemeinheit zugute kommt. Durch die Ausweisungen wird die Wohnungsnot auch im Marburg verschärft. Beim Wohmmgsaut liegen bereits liber 1000 Wohnungsgesuche vor.
Sirafkammer Gießen.
Sitzung vom 8. Juni.
Wegen Preistreiberei freigesprochen wude ein Bürstenmacher aus Friedberg. Auf Grund der Bekundungen der wiederholt vernommenen Sachverständigen teilte die Strafkammer die Auffassung des Schöffengerichts, daß der Angellagte flür die hier fraglichen Bürstenwaren einen solchen Preis verlangen durfte, der dem damaligen Marktpreis(zur Zeit des Verkaufs) entsprochen hatte. Weil er aber unzulässiger Weise bei den von einem Großhändler mit vorgeschriebenem Kleinverkaufspreis gelieferten Waren, diese Klein⸗ verbaufspreise heraufgesetzt hatte, erhielt er wegen Ueber⸗ tretung der Verordnung vom 18. Mai 1916 eine Geldstrafe von 5000 Mark. 8
Der Dieb im Gartenhäuschen. Aus dem Gartenhäus⸗ chen des Bürgermeisters von Homberg wurden in der Nacht vom 10. auf 11. Juli 1922 10 Eier und ein Paar Schnürschuhe entwendet. Der Verdacht lenkte sich auf den Zimmermann Conr. Dörr von Deckenbach. Er verbüßte gerade um die fragliche Zeit eine Strafe in dem Gefängnis in Homberg und war wiederholt in dem Garten des Bürgermeisters beschäftigt worden. An dem Abend des 10. Juli entsprang er bei der Außenarbeit. Als er wieder ergriffen wurde, wurden seine Stiefeln mit den Abdrücken auf dem Blumenbeet im Garten verglichen; sie stimmten genau überein. D. leugnet die Tat. Vom Schöffengricht wurde er freigesprochen. Auf Berufung der Staatsanwaltschaft verurteilte die Strafkummer D. wegen einfachen Dießstahls zu 3 Monaten Gefängnis, indem sie als erwiesen ansah, daß er nur allein als Täter in Frage komme, nahm aber an. daß D. ursprünglich nur in dem Gartenhäuschen habe nächtigen wollen und e Verlassen des Häuschens die Eier und die Schuhe mitgehen
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Eine Butterhamsterin aus Frankfurt hatte im Januar d. J. in der Gegend von Homberg 10 Pfund Butter aufgekauft. Sie wurde zur Anzeige gebracht, weil sie zum Aufkauf keine Erlaubnis als Händlerin hatte. Die Frau behauptet, die Butter nur für eigenen — großen— Haushalt auf Vorrat aufgekauft zu haben, da damals in Frankfurt die Fettpreise höher als die Butterpreise in der Hom⸗ berger Gegend gewesen seien. Das Schöffengericht hatte den Angaben der Frau keinen Glauben geschenkt und sie in 10 000 Mk. Gelostrafe genommen. Die Strafkammer konnte sich den Einwendungen der Frau nicht verschließen und sprach sie frei.
In Zwangshaft wegen Eibesverweigerung ge⸗ nommen wurde der Bergmann Carl Cl. von Wieseck, weil er in einer Strafsache in der heutigen Hauptverhandlung die Leistung des Zeugeneides verweigerte. Einen Grund zur Verweigerung gab er nicht an. Zuerst war er wegen seiner Weigerung in eine Geld⸗ strafe von 50000 Mark eventl. 10 Tage Haft genommen wor⸗ den. Da er aber trotz eindringlicher Belehrung und ohne Angabe von Gründen bei seiner Weigerung verbleibt, wurde er schließlich in Haft genommen.
2 7 L en 5 Arbeitsrecht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung. Marburger Schlichtungsausschuß.
Der Gemeinde⸗ und Staatsarbeiterverband klagte gegen die Stadt Rosenthal wegen der fristlosen Entlassung seines als Bauaufseher beschäftigten Mitgliedes. Der Bürger⸗ meister bestritt, daß die Entlassung wegen der gewerkschaftlichen Tätigkeit erfolgt sei, sondern die Tochter habe sich Unredlichkeiten gzuschulden kommen lassen und das könne die Stadtverwaltung nicht dulden. Es ergab sich, daß die Tochter in ihrem Garten eine fremde Ente totgeworfen und die Ente in den eigenen Brattopf
18. irg. f=
9905. ten gewußt habe
gedachten Himme bra 9 0 0 5 Schiebsspruch den Einspruch gegen die Entlassung flüür Wind der Bauaufseher nicht weiterbeschäftigt, so hat di Rosenthal, fünf Zwölftel des Jahresverdienstes zu zahle, alßerdem als selbstverständlich fü a die Ausführungskommission in
1 8775 1 Schiedsspruch. Für die Tapezierer kam es vor dem
Vergleich: in ersten Gehilsenfahr sollen ab 2. Jun N 700, im zweiten 1000 und im dritten 1200, nach dem dr hilsenjahr e! Für 15 0. 2 5 2 sestgelegt, wonach für die ersten drei f e border ellen.— ie Mebellarbeizer deangragten 200 P höhung ihrer jetzt 1645
Mk. betragenden Löhne Die
9 Mk. mit dem Himweis aurf die wiedrigeren Kassel, welche die Kunkurrens erschwerten.(Beim Bau des amts in Marburg hatten Kasseler Unternehmer in niedrigeren Löhme ein geringeres Angebot machen 0 Marburger.) Der Schiedsipruch lautete auf 200 Mk. füt di Lohnwoche im Juni und auf 2750 Mk. für die zweite Lahme
Kleine Nachrichten.
Frankfurt a. M., 11. Juni. Frankfurter Get markt. Bei ruhiger Geschäfts lage steigen die er wurden bezahlt für ie 100 8 Weizen Mk. Roggen Mk. 240—250 000, Gerste Mk. 200210 000, ländischer Mk. 170—210 000. Mals—.—,. 440—500 000, Roggenmehl Mk. 325340 000, Kleie M 115 000, Erbsen Mk. 300—350 000, Hen Mk. 7580 000, Mk. 70—80 000..
— *
lihe
500 600 Mk.; Kälber: feinf
mittlere Qualität 550600 000 Mk.,
540 000 Mk.; Schafe: 360.520 000 Mk.:
80 Kilo Mk. 720740 000, von 80100
von 100—120 Kilo Mk. 760— 770 000, über
770 000 Mek. Jufolge der hohen Viehpreise stieg n a
der Preis für Fleisch enorm. Es kosten ab heute e
Mk. 12—12 500, Schinkenwurst Mk. 14 400, Hausmacher W
Mk. 13 200, Fleischwurst Mk. 13 200, Leberwurst Mk. 9600. Darmstadt, 11. Juni. Der Mord in der Pa
wiesenstraße hat seine Aufklärung noch nicht erfahren
Untersuchung wird scharf durchgeführt. Eine Person wurde
88 ob sich aber daraus näheres ergibt, muß dahing
een,.
Gro 11. Französische Warnu b⸗Grau, Juni. Franz
Große Anschläge geben hier und in den der Bevölkernmm bekannt. bei
Nichte behaltlich weiterer Aufsicht gestellt werden. holzt werden. 0
Großfeuer.
In der Mlihle zu Niedenstein bei Kassel brach in letzten Nächte vermutlich durch Kurzschluß Großfeuer aus, Mühle und die in ihr lagernden Getreidevorräte vernicht Brandschaden wird auf mehr als 70 Millionen Mark g
Bruder seiniges ausgerückt.
Zwei junge Burschen von Dillenburg und dem bene Mandeln, sind, um einer Freiheitsstrafe zu entgehen, zu zosen ausgerückt. Aus dem besetzten Gebiet ist nun von Gesellen ein Brief ohne Ortsangabe zugeslogen, in dem 2 folgendermaßen heißt:.. ich schlaffe jetzt in ein Bet das ist und ein Sofa und ich zuraugen ziehkaren und Tapak. Ich ha Schude 60 Tausend Mark und Freihes Luschjeh und Kleider schuhe, Essen vrei. Ich bin Ferdebursche bei Oberleutnant. Ich es kuth ser ser kuth... den die bollezei kan mier niekz mer w es ist forber den dicsse Kwal hat ein ende kenomen es is forbel. von———— Ardresse unbekand.
Eine Sparkasse um 40 Millionen Mark betrogen. Die Sparkasse des Mansfelder Seckreises in Eisleben m burch zwei Schwindler um 40 Millionen Mark geschädigt. Ihr we telephonssch mitgeteilt, daß die Schraplauer Kalkwerke fü zahlungen auf Schecks 40 Millionen Mark in verschiedenen abholen lassen würden. Bald danach erschien auch der angeb 1 der Gesellschaft mit dem Scheck und erhielt anstandslos das Ge Erst später merkte man, daß der Scheck gefälscht war.
„Nur“ 90 Millionen.
Die Kölnische Zeklung berichtet: Ein bei einer Kölner schäftig gewesener 19jähriger Banklehrling hakte innerhalb Monate durch Unterschlagung von Schecks und Bücherfäl 90 Millionen Mark an sich gebracht. Mit den erschwindelten wurden große Festgelage abgehalten. Nachdem der letzte S Höhe von 50 Millionen Mark abgehoben war, fuhr der ju in Begleitung auf Reisen. Die Reisenden wurden in Be sestgenommen. Der Bank konnten vier Fünftel der veruntt träge zurückerstattet werden.
170 Schiffsnachrichten der Hamburg⸗Amerika⸗Linie. Hamburg⸗ Nordamerika. Nach Newy Mount Clintton 19. 6., D. Westphalia 21. 6., D. Resolute D. Mount Cley 28. 6., D. Albert Ballin 5. 7. Nach Ne Boston, Baltimore, Norfolk: D. Fürst Bi dach Philadelphia, Baltimore, Norfolk: 29. 6. Westküste Nordamerika: D. Sachsen 2 Hamburg⸗Cuba⸗ Mexiko: D. Holsalia 11. 7., D. wald 27. 6. Hamburg⸗Westindien: D. Eupa D. Denderah 22. 6. Hamburg⸗ Südamerika:; de Janeiro und Buenos Aires: D. Rugia 16. 6. Nach? Buenos Aires und Rosario: D. Kellerwald 27. 6. buco(ev. Bahia, Viktoria), Rio de Janeiro und Santos: 6. 7. Nach Rio de Janeiro und Buenos Aires: D. Gal Ham beurg⸗Ostassien: D. Ludwigshafen 16. Logon 27. 6., D. Oldenburg 7. 7.(Mitgeteilt durch der Hamburg⸗Amerika Linie S. Loeb, Gteßen.)
Dollarstand Dienstag mittag 12 Uhr: ca. 80 00


