Regierung seit dem 11. Januar betreten hat. Der passive
life und daß diese Aussprache es verdient, fortgeführt
„das diplomatische Spiel hier in Paris mit einer gewissen
„Alles ist fest entschlossen, den Weg zu gehen, den die
Abwehrkampf muß durchgeführt werden. Diese Order kommt vom der Ruhrbevölkerung. Wir wollen keinen Ab⸗ bruch, sondern einen gerechten Ausgang dieses Kampfes.“
Vor der Entscheidung?
Der Londoner Ministerrat, der heute Nachmittag stattfinden follte, itt auf den Abend verschoben worden, wie es scheint, infolge einer Intervention von französischer Seite. Poincaré betreibt die Geschäfte jetzt, wo es sich um die Beantwortung der zweiten deutschen Note handelt, nicht mehr mit demselben Mut zur Unabhängigkeit wie mach der deutschen Note vom 2. Mai. Ebenso wie mit Belgien, wer⸗ den am Quai d'Orsey auch mit England eifrige Verhandlungen ge⸗ führt, die fast ausschließlich durch den französischen Botschafter in London gehen, der in ununterbrochener telephonischer Verbindung mit Paris steht. Vor allem sind zwei Schritte von französischer Seite bekannt geworden: 1. das Memorandum, dem Ministerpräsi⸗ dent Baldwin seinen Sonntag opferte und 2. der Besuch des Herrn der die Verschiebung des Minister⸗ Bei beiden Gelegenheiten hat Frank⸗ geltend gemacht, daß eine gemeinsame Antwort der Verbün⸗
g ist, wird dem Temps aus London berichtet:„Eine summarische iti 1 die Demtschland ge⸗ cht hat, würde hier als ein schwerer Irrtum. aufgefaßt werden, Man ist der Ansicht, daß die von Deutschland angebotenen Garan⸗ tien von internationalen Organen zugunsten der Wiedergutmachung verwertet werden könnten und daß der Sachverständigen⸗Ausschuß, dem nach dem deutschen Vorschlag die Prüfung der Zahlungsfähig⸗ eit Deutschlands übertragen werden soll, nicht unbedingt der separationskommisston ihren Einfluß auf das gesamte Repara⸗ ti oblem nehmen müßte. Dieser Ausschuß könnte mit beraten⸗ der Stimme wirksam sein, ebenso wie es die Bankter⸗Konferenz im letzten Jahre war. Aus diesen und anderen Gründen ist die englische Regierung der Ansicht, daß etwas unternommen werden zu werden.“ Das ist überraschend objektiv gesagt und man verkennt auch
sin Paris andererseits nicht, daß die liberale englische Presse mit einmütiger Entschlossenheit für die Fortsetzung sachlicher Verhand⸗
lungen mit Deutschland eintritt und daß ihr nur ein paar konser⸗ watiwe Blätter mit allgemein gehaltenen Argumenten entgegen⸗ reten. Trotzdem sei nicht verschwiegen, daß in Paris sich eine goptimistische Anschauung im Hinblick auf die Wirkung der letzten deutschen Note bei der Entente bemerkbar macht. Nen ech 105
Heschick⸗ lichkeit gespielt worden, was sich am besten daraus ergibt, daß England all seinen ursprünglichen Protesten gegen die Ruhrbe⸗ ssetzung zum Trotz, heute wo diese Besetzung in Wirklichkeit Schiff⸗ bruch erlitten hat, sie entweder anerkennen, oder um sie in irgend einer Form wieder halbwegs znschädlich zu machen, für sie ein Lösegeld anbieten muß. Es kommt noch etwas hinen, was gleich⸗ falls 11555 ausgesprochen sei: Die Wege, die Reichskanzler Cuno Münster wies, haben hier in den Kreisen der radikalen Linken
ind sogar bei den Politikern, die Herrn Poincaré noch viel kriti⸗
lichkeit die Cuno⸗Rede kühl beurteilt. der man die Londoner Entscheidung erwartet. Entscheidung nicht mehr fallen, sie wird frühestens morgen bekannt
Französische Wahlergebnisse.
Der Bürgermeister von Le Havre, Meier, wurde zum Ab⸗ der Radikal⸗Sozialisten im Departement ⸗Inferieure gewählt. Im Departement Aisne wurden die
längerer Freiheitsstrafe verurteilt
Leichenschau. 5 In der augenblicklichen gespannten außenpolitischen Lage glauben gewisse„Politiker“ von ganz rechts und ganz links uns auch noch allerlei innere Schwierigleiten bereiten zu müssen. Kom⸗ munisten find drauf und dran, die Arbeiterregierung in Thüringen und Sachsen zu stürzen. Die Faseisten mit ihrem Hauptstützpunkt in Bayern, wo sestgeslellt wurde, daß die Führer der roten Armee der Münchener Näteherrschaft jetzt die Führer fascistischer Hundert⸗ schaften sind, benutzen jede Gelegenheit zu einem nationalistischen Rummel, der die Gemüter der Bevölkerung noch mehr erregt und die Schwierigkeit der äußeren wie inneren Lage nur noch vergrößert. Wie die Kommunisten den armen Leichnam des russischen Delegier⸗ ien in Laufanue durch Deutschland schleisten, um Gelegenheit zu „Demonstrationen“ zu haben, so machen es ihnen jetzt die Fascisten mit der Leiche des Schlageter nach. Nur haben letztere noch immer in Deutschland größere Bewegungs freiheit, weshalb diese Gefahr noch größer ist..
Die Reg ierungskrise in Thüringen.
Das Landesorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Thüringens, Das Volk, teilt mit, daß am Mittwoch im Weimarer Landtagsgebäude eine Aussprache stat fand, die nach dreistündiger Dauer mit dem Ergebnis endete, daß die Verhandlungskommisston unserer Partei die Vorschläge der Kommunistischen Partei zurück⸗ wies, weil sie darin keine Grundlage zur Stärkung der Arbeiter⸗ politik, sondern nur zur Zerstörung der Sozialdemo⸗ kratie erblicken konnte. Zu diesem ergebnislosen Ausgang der von der VSP D. angebahnten mündlichen Verhandlungen schreibt das Volk:„Die Regierungskrise ist in das akute Stadium ge⸗ treten. Die KPD. hat sich demaskiert und zeigt sich in brutaler Offenheit. Die KPD. will keine Verständigung! Die KPD. will bewußt die Arbeiterregierung Thüringens stüir zen. Die Außenpolitik Moskaus braucht diese Taktik. Dem Moskauer Diktat können sich die getreuen russischen Vasallen in Deutschland und in Thüringen nicht entziehen. Daher wird auch der optimistische Appell unserer Verhandlungskommission an die KPD., nunmehr die sozialdemokratische Minderheitsregierung im Arbeiterinteresse wefter zu fördern und zat unterstützen, wirkungs⸗ los verhallen. Um so mehr muß jetzt die sozfaldemokratische Ar⸗ beiterschaft Thüringens ihre Regierung unterstützen.“
Dun die Kräfte in Zresden.
Das Berliner Tageblatt bringt aus Dresden einen aufsehen⸗ erregenden Artikel und stellt u. a. fest:
Es bleibt jedenfalls die Tatsache bestehen, daß während der Un⸗ ruhen hier in Dresden Leute gewesen sind, die eine sehr merkwür⸗ dige, keineswegs völlig klare Rolle gespielt haben, Leute, deren Namen schon bei früheren sascistischen. Putschen, z. B. bei der Ermor⸗ dung Liebknechts, genannt worden sind. So haben sich zwei sehr be⸗ kannte Persönlichkeiten, die ehemaligen Leutnants Krull und Kil⸗ linger, bei Dresdner Behörden Zutritt verschafft, unter der An⸗ gabe, sie seien vom Reichskommissar für die öffentliche Sicherheit be⸗ auftragt, sich über die Zustände in Dresden zu orientieren und nach
Berlin Bericht u 1 phoniert und 15 dann plötzlich verschwunde Gedanken befaßte, sie zu einer gen ihrer Tätigkeit zu sistieren. Zu einer N herein lagen keine genügenden Unterlagen vor. Dann heißt es weiter: N Anlaß dazu bot das V steht fest, daß gerade in der 3 eine Dresdener Kaserne von den
bei einem etwaigen ifen 5 Reichswehrtrwopen an Stelle der säcchsischen in gegen den Willen der sächsischen Regierung in die Dresden einzogen. Von diesen Truppenbewegungen, mögen sie oder nur zufällig gewesen sein, war die sächsische Regier nicht verständigt worden. Und für sie war deshalb die 0 keit gegeben, auch in dieser Richtung äuf ihrer Hut zu sein. kam, daß aus Anlaß der plötzlichen Ankunft des Reichswehr; 6 Geßler in einer anderen Dresdener Kaserne eine schwarz⸗ w rote Fahne gehißt wurde. Es soll dies allerdings Dienstflagge gewesen sein, aber trotzdem rief die Fahne 9 diesem kritischen Augenblick die lebhastete Beunruhigung he wurde dann auch auf Veranlassung des Polizeipräsidente wieder eingezogen. Auch der Durchmarsch auße gsächsisc wehrtruppen durch Dresden, inen
die wie es hieß, ei nach der sächsischen Schweiz unternommen hatten, Anlaß zu Argwohn geben. Die Truppen sangen Lieder, du sich die erregten Arbeitermassen pro vo ziert fühl die(auf einer Vergnügungsreise befindlichen) Reichsw stellten später am Neustädter Bahnhof Posten mit ge Revolver auf, die die Zivilpassanten, die in den Bahnhof n nach ihren Fahrkarten revidierten. Seit wann artige Dinge üblich? Im engsten Zusammenhang mit diesen Ereignissen steht en eine Unterredung, die der Reichswehrminister Geßler Ministerpräsidenten Dr. Zeigner und dem ultralinks gerichte nenminister Liebmann gepflogen hatte. Es soll dabei nicht sehr erfreulich hergegangen sein, und der Reichswehrm! sehr energisch seiner Meinung dahin Ausdruck gegeben die sächstsche Regierung eine un verantwortliche Duldsam Demonstranten gegenüber an den Tag gelegt habe, und daß Verhalten viellescht viel weitergehende Folgen haben könne, in Sachsen annähme. Die sächsische Regierung soll ihrer das Verhalten der Neichswehrtruppen hingewiesen ben.“ Danach ist also auf das hysterische Geschrei nationali waltpolitiker die Reichswehr nach Sachsen beordert w Bayern kann natürlich passieren, was will. Aber der minister Geßler ist Republikaner und Demokrat.
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der frühere Kriegsminister. gewählt. In dem 7. Bezirksrat von Bordecur wurde der Kommunist Marty, der wegen Auf⸗ wiegelung zur Meuterei der französischen Marinesoldaten zu ist, mit 224 Stimmen gewählt. Es war kein Gegenkandidat aufgestelltt worden. Der Ausgang dieser Wahlen bebeutet eine unerwartete Niederlage der Re⸗ gievungsparteien. Im Departement Seine⸗Inferieure ist die erste Wahl nicht zustande gekommen, da nicht die Hälfte der einge⸗
wurde in letzter Stunde der nunmehr gewählte Radikalsozialist zur Wahl aufgestellt. An der ersten Wahl hatten sich die Radikal⸗ sozialisten nicht beteiligt, weil sie ihnen aus sichtslos erschien.
Politische Uebersicht.
Die Wahlen in Oldenburg. Reinfall der Deutschen Volkspartei. Die jetzt vorliegenden amtlichen Wahlergebnisse in
Oldenburg zeigen, daß die Bevölkerung der Deutschen Volkspartei für ihr antinationales Verhalten die richtige Quittung gegeben hat. Diese Partei, die bisher 13 Sitze hatte, besitzt jetzt nur noch 9. Sie verliert am meisten von allen Parteien. Im übrigen verteilen sich die Sitze wie folgt: f
tragenen Wähler abgestimmt hatte. Erst bei der zweiten Wahl
—— 8 1923 1920 VSP D. 11 10 (SP.)(0 G0 8 KPD. 2 0 1 6 Demokraten 9 1 Volksp. 9 13 Zentrum 9 11 Dutl. 3 1
Die Koalition Tantzen geht also gestärkt aus der hervor. 9.
270. Die nenen Bergarbeiterlöhne.
Am Montag wurde in den Lohnverhandlungen im Berg Schiedsspruch gefällt, der die Löhne einschließlich der sazialen 3 je Schicht ab 15. Juni um 15000 Mark erhöht. Für das obersch
Niemals vergessen
darf die praktische Hausfrau, daß es zum Färben
von Kleidern, Blusen, Gardinen usw. nichts Besseres
gibt, als die weltberühmten echten Heitmaun's Farben,
Marke Fuchs kopf im Stern. 5 0 ö Heitmann's Farbe spart den Färber,
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radikal⸗sozsalistischen Senatoren Fouillon und Messimy,
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Der verlorene Sohn. * Roman von Hall Caine. 5•
Oskar war an Geist und Herz in jeder Hinsicht so grund⸗ sperschieden von Magnus, daß man ihn kaum für seinen Bruder hätte halten können. Der hellblonde kleine, Knabe
it seinen hübschen Zügen war freundlich wie ein Sonnen⸗ strahl und heiter wie ein fließender Bach. Er lernte ohne Anstrengung und hatte ein außerordentliches Ohr für Mufik. Ehe er ordentlich sprechen konnte, ahmte er die Töne eines jeden Instrumentes von der Orgel bis zur Guitarre nach, und ehe er alle Buchstaben schreiben gelͤrnt hatte, kritzelte er geheimnisvolle, musikalische Hieroglyphe uf Schnitzel Papier, die der Gouverneur nach seinem Bureau schleppte und sorgfältiger als goldene Schätze auf⸗ (bewahrte. Aber was die Natur Geniegleiches ihm zuerteilt atte, das ging auf Kosten seines Charakters, ohne welchen Genie ein Fluch ist. Seine fröhliche kleine Seele schien eder Recht von Unrecht, Wahrheit von Lüge unterscheiden zu können. Er sprang wie Aprilsonnenschein von einem zum anderen, eine Minute weinend, die andere lachend. Nichts quälte ihn lange, nichts aber auch konnte ihn fesselnd und dauernd beschäftigen. Er begann mit der Versicherung, daß er ein König werden wollte, etwas später erschien ein General ihm erhabener, nachdem er jedoch eines Abends den Organisten mit nach seiner wöchentlichen Uebung in den Dom begleitet hatte, kam er zu dem Schluß, das ein Bälge⸗ creter das schönste von allem sein miisse.
5 Niemand liebte ihn seiner Charakterschwächen wegen geringer, denn es ist ja einmal eine der Seltsamkeiten des menschlichen Herzens, daß diejenigen Leute, die alle Lebens⸗ gesetze am gewissenhaftesten innehalten, durch die Sorglosig— keit derer, die ihre Grenzen überschreiten, unwiderstehlich ge— fesselt werden. Oskar war der erklärte Liebling aller Menschen und das Ideal seines Vaters.
d„Ah, Stephen, den Jungen wirst Du nie groß be⸗ kommen,“ sagte der Faktor.
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„Wen die Götter lieb haben, der stirbt jung, das weißt Du doch.“ g
„Einfach deshalb, weil er nie alt wird,“ sagte der Gouverneur. Er meinte alt int Herzen. Von Kindheit an liebte Oskar ein Schaugepränge, beständig wollte er wie ein Feldherr mit dem kindlichen Ersatz für Fahnen und Musik⸗ chor in Prozessionen dahermarschieren. Eines Tages, als er sich, eine eigene Komposition auf einem Kamme blasend, mit Helga als geschäftigen Leutnant, Thora als gehorsamen Gemeinen und Magnus als diensttuenden Sklaven derartig erging, erfaßte ihn, den General, gerade als sie den die Felder scheidenden Fluß erreicht hatten, der Durst nach einem Blutbad, und plötzlich auf die enge Brücke zurück⸗ springend, stieß er sein Gefolge ins Wasser. Magnus und Helga entkamen ohne ernste Folgen. Thora wurde von ihrer Schwester mit hinabgerissen und bis auf die Haut durchnäßt. Denselben Moment, als Magnus Thora ans Ufer zog, kam der Gouverneur hinzu und war sehr erzürnt.
„War es ein Unfall?“ fragte er, ohne eine Antwort von den Kindern zu erhalten.„Wer tat es denn?“ fragte er weiter. Aber Thora, an die er sich gewandt hatte, blickte erst zu Oskar und dann zu Helga hinüber und fing zu weinen an.„Warst Du es, Oskar?“ Oskar zögerte einen Moment, aber Helga zupfte ihn am Aermel und er schüttelte den Kopf.„Warst Du es Helga?“ Helgs antwortete mit einem schnellen„Nein“.„Dann mußt Du es also gewesen sein. Magnus,“ sagte der Gouverneur, und Magnus' Gesicht und Nacken überflog eine dunkle Röte, er blieb jedoch stumm. „Warst Du es?“ Magnus' Lippen bebten, aber wieder ant⸗ wortete er nicht.„So warst Du es also, Bursche, Du wirst nach Hause und augenblicklich zu Bette gehen.“
Stillschweigend und tränenlos, aber trotzigen Blickes schüttelte Magnus den Kopf und wandte sich dem Hause zu. Bei diesem Anblick wollte Oskar mit der Wahrheit zutage kommen, sein tränenfeuchter Blick jedoch begegnete dem Helgas, der ihn gefangen hielt und verstummen ließ.
Anna feierte gerade einmal wieder einen der vielen Ge⸗ burtstage, und von dem oberen Zimmer, wo alles still und
„Unsinn! Weshalb nicht?“
kalt war, konnte Magnus die Kinder unten lachen hören,
erst unterdrückt und befangen, bald jedoch fröhlich mit Oskars Stimme dazwischen und Helgas alle übertönend. Das Lachen und Scherzen schnitt ihm Seele, und schließlich schlug er mit der Faust auf und brach in eine Flut von Tränen aus. Dann h durch sein eigenes Schluchzen hindurch das Flüster weinerlichen kleinen Stimme.„Magnus! Magnu war Thora am Schlüsselloch. 9 „Geh weg,“ rief Magnus rauh, Thora aber ging n „Magnus, soll ich's sagen?“ fragte Thora, und plinkte, während große Tränen seine Backen nieder einige Male krampfhaft zu, aber wieder antwortete weg, sag' ich Dir!“ J Hierauf begann Thora das Schlüsselloch zu küsse Magnus hielt, um zu lausen, mit Schluchzen inne, a eine andere— Annas Stimme— außerhalb der Tür und dann wurde Thora weggeführt.. Sobald die Geburtstagsfeierlichkeiten vorüber Mädchen fortgegangen waren, begann Oskar nach zu fragen. Der Gouverneur jedoch streichelte seinen kopf und antwortete, Magnus sei unartig gewesen die Nacht allein oben schlafen. Eine halbe Stun fand Annq ihn schluchzend mit dem Kopf unter der und sie sagte zu ihm:„Verheimliche Deinem Vater mein Kind.“ N 5 Der Gouverneur saß allein in seinem Bureau, in Schlafrock gehüllte kleine Gestalt hereintrat, schwimmenden Augen und zitternden Lippen zu ih „Magnus war es nicht, Papa— es war—“ und dam ein heftiger Tränenausbruch. 9 Der Gouverneur war mehr durch Oskars Geß als durch Magnus Schweigen gerührt, er str iche wieder und wieder den Kopf und sagte:„Das wa recht von Dir, Lockenkopf; geh nun und bitte Dei um Verzeihung und nimm ihn mit zu Bett.“ Als Anna darauf wieder hinaufging, fand Köpfe— den dunklen sowohl wie den hellen— ander auf dem Kopfkissen; Magnus machte
Oskar erzählte, und beide lachten fröhlich. 5 g Tortsetzung folgt)
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