Ausgabe 
13.4.1923
 
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zu erwecken.

Deutschlands Wirtschaftslage nach dem Kriege

Das Statistische Reichsamt gibt neuerdings eine Denlschrift über Deutschlands Wirtschaftlage unter den Nachwirkungen des Welt⸗ krieges heraus, deren Materialsammlung im In⸗ und Auslande Aufklärung schaffen soll über die geschwächte Wirtschaftskraft und Minderung der ökonomischen Leistungsfähigkeit Deutschlands von heute gegenüber der Vorkriegszeit. Aus ihr geht u. a. hervor, daß die Arbeitskraft als Produktions⸗ und wertebildender Faktor der deutschen Volkswirtschaft gegenüber der Vorkriegszeit eine schwere Einbuße erlitten hat. Das ißt um so bedeutsamer, als Arbeitskraft und Arbeitsleistung der deutschen Bevölkerung für die Volkswirt⸗ schaft des Deutschen Reiches von jeher viel ausschlaggebender waren als in Ländern wie England, Frankreich und den Vereinigten Staaten, die mehr als Deutschland aus den natürlichen Reichtümern des Lan⸗ des Nutzen zichen können. Nach dem Berkust weiter Gebiete, die sich

befondere Fruchtbarkeit oder durch Kohlen⸗ und Erzreichtum eichneten, spielt heute die Arbeitskraft der Bevölkerung eine noch samere Rolle. Legt man die letzte große deutsche Berufs⸗ von 1907 zugrunde, wo 26,8 Millionen erwerbszälige Per⸗

bei einer Gesemtbevölkerung des Deulschen Reiches alten Um⸗ von 61,7 Millionen gezählt wurden, so entfallen auf die ab⸗

0 Gebiete nicht weniger als 2,7 Millionen Erwerbstätige.

it hat das Deutsche Reich durch seinen Gebietsverlust rund ein. Zehntel semer ehemaligen Arbeitskraft verloren. Dieser Verlust ist

führ so groß wie die Gesamtzahl der Ecwerbstätigen Belgiens (2,9 Millionen im Jahre 1910) oder der Erwerbstätigen von Schwe⸗ den und Norwegen(2,0 0,8 Millionen im Jahre 1910) zusammen⸗ genommen. Nach der Zählung von 1907 beziffert sich der Verlust an ändustriellen Arbeitskräften auf 805 000 erwerbstätige Personen. Dieser Verlust ist etwa so groß wie die gesamte gewerblich tätige Bevölkewung der Schweiz(822 000) oder der Niederlande(783 000). In Wirklichkeit ist dieser Verlust noch weit höher zu veranschlagen: denn gerade im oberschlesischen und lothringischen Industriegebiet hatte die gewerbliche Entwicklung von 1907 bis zum Ausbruch des Krieges noch ganz gewaltige Fortschritte gemacht. Ganz besonders die deutsche Landwertschaft betroffen. Sie hat über Millionen Er werbsfähige und damit(nach dem Stande von 907) 13,4 v. H. ihrer Arbeitskräfte verloren. Dieser Peysonalverlust der deutschen Landwirtschaft ist ungefähr so groß wie der Gesamt⸗ bestand der landwirtschafllichen Arbeitskräfte in England und Wales (10 Millionen im Jahre 1911). Durch den Krieg und die Kriegsfolgen ist überdies vor allem ne männliche Arbeitskraft stark herabgemindert worden. Rund zwei i der gesündesten, tüchtigsten und arbeitsfähigften Männer im besten Alter gefallen, mehr als anderthalb Millionen haben im Kriege derartige körnerliche Veschädigumgen dawongetragen, daß ste in ihrer Erwerbsfähigkeit sterrk behindert sind und keine volle Arbeitskraft mehr darstellen. Daneben haben Hungerblockade und Kyfegskromkheiten, die allein 800 000 and der Kriegführung nicht be⸗ 1 Personen dahinvrfften, den Gesundheitszustand und damit die higkeit weiter Bevölkerungsschichten schwer geschädigt. empfindliche Rückgang der Arbeitskraft als Produktions faktor konmte nur zu einem geringen Grade aufgeholt werden durch die Zunahme der Zahl erwerbstätiger Frauen, die die Not in einen Beruf getrieben hat.

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(Aus der Rechtspflege der deutschen Republik Im Prozeß gegen Mierendorff und Genossen wegen (Landfriedensbruchs erkannte die Erste Strafkammer des Landgerichts Heidelberg nach siebenstündiger Verhandlung gegen den Hauptangeklagten auf vier Monate Gefängnis, gegen zwei weiter Beklagte auf drei und fünf Monate Ge⸗ ängnis. Mierendorff versuchte, wie erinnerlich, am Trauer tage für Rathenau zusammen mit Studenten und Arbeitern den Anordnungen der Regierung Geltung zu verschaffen, als der bekannte Physiker Professor Lenard in erwiesener⸗ maßen provozierender Absicht Uebungen abhielt und die

Fahne seines Instituts nicht auf Halbmast hißte. Das Urteil wurde mit großer Bewegung aufgenom⸗ men; es ist in der Tat geeignet, in weiten Kreisen neue Empörung über die Rechtsprechung der deutschen Republik

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Stickftoffverhölerung ins Ausland. Mit Erlaubnis der Reichsleitung?

Vor wenigen Tagen wurde in der Oeffentlichkeit darauf hin⸗ gewiesen, daß die Reichsregierung neuerdings im Hinblick auf die augenblickliche Absatzstockung der Stickstoffindustrie die Erlaubnis erteilt haben soll, 30 000 T. Reinstickstoff aus inländischer Er⸗ zeugung nach dem Auslande auszuführen. Der Reichsernährungs⸗ minister hat zu der anfänglich kaum glaublich erscheinenden Nach⸗ richt geschwiegen, sodaß jetzt die Tatsache der Ausfuhrerlaubnis für einen so großen Posten deutschen Stickstoff als Tatsache unter⸗ stellt werden muß.

Die Absatzstockung im Inland, auf die sich die Herren vom Stickstoffsyndikat berufen, ist, wie jeder Landwirt weiß, nicht da⸗

Füßen gegen die von der preußischen Regierung beantragte Reichskontrolle und Reichserfassung der heimischen Stickstoff⸗ erzeugung gewehrt haben, haben jetzt wieder einmal erreicht, was sie wollten und können dank der Nachgiebigkeit der Reichs regierung auf Kosten des deutschen Ackers ihren deutschen Stickstoff zu Welt⸗ marktpreisen losschlagen. Mit welchem Necht das Stickstoff⸗ syndikat diese Weltmarktpreise und die hohen Inlandpreise ver⸗ langt, das dürfte ihm wohl selbst nicht ganz klar sein. Seine Ar⸗ beiter bezahlt es keineswegs etwa mit Weltmarktlöhnen, und seine Methode, Stickstoff aus der Luft zu fabrizieren, hat es bisher noch nicht dazu bewogen, ausländische Luft gegen Devisenhergabe einzu⸗ führen. Es verwendet immer noch gute deutsche Luft dazu, die ihm vom Reiche kostenlos geliefert wird. 5

Das Endresultat ist: Anstatt daß wir zu einigermaßen er⸗ schwinglichen Preisen, wie es die Vorschläge der preußischen Re⸗ gierung gewollt hatten, unseren Landwirten Stickstoff zur Ver⸗ fügung stellen und damit die deutsche Getreideproduktion erhöhen führen wir nunmehr deutschen Stickstoff aus und müssen, weil es uns an Brot fehlt, zu Weltmarktpreisen das mit deutschem Stick⸗ stoff erzeugte Getreide aus dem Ausland kaufen und einführen. Der frühere bayerische Landwirtschaftsminister Wutzlhofer hat einmal in einer interessanten Denkschrift diese Ernährungspolitik alsWahnsinn bezeichnet. Aber darüber hinaus ist sie noch eine Verfündigung an der Brotversorgung unseres Volles.

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Widerliches Kriechergeschmeiß.

Ueber den Grad des in Bayern auch durch amtliche Stellen eifrig geförderten VBauchkriechertums nach wilhelminischem Muster gibt der Jahresbericht desBayerischen Automobilklubs, einer feudalen Vereinigung derjenigen Bourgeoiskreise, die auch unter der Republik ihr Schärslein ins Trockene zu bringen weiß und sich jeden Luxus gestatten kann, Aufschluß. Der Jahresbericht beginnt mit folgendem Erguß:

Das Verichtsjahr brachte dem Klub dadurch eine besonders erfreuliche Auszeichnung, daß Seine Königliche Hoheit Prinz Rupprecht die hohe Gnade hatten, das Protektorat des Klubs, das bisher sein Allerhöchstseliger Vater weiland Seine Majestät König Ludwig III. inne hatte, zu übernehmen. Seine Königliche Hoheit hat dadurch dem Klub, dem Er bereits seit vielen Jahren angehörte, erneut bewiesen, welch hohes Intevesse Er dem Klub bewahrt hat Am 24. März wurde die Uebernahme des Protek⸗ torats durch Seine Königliche Hoheit mit einem Herrenessen feierlich begangen, an dem Allerhöchstderselbe die hohe Gnade hatte, teilzunehmen.

Daß dieGnade Rupprechts nicht noch weftergeht, wundert uns eigentlich! Oder sollte er sich doch noch zu anderen Zwecken hergegeben haben, ohne daß der Bericht der feudalen Kriecher davon spricht?

Deutscher Reichstag. Berlin, 11. A Der Reichstag trat am Mittwoch zu 00

usammen, der bis zum 25. April ohne Pa ihren soll d Sibung wurde eröffnet nit einer Ansprache des Przstdendg, fl. 0 nossen Loebe, in der er gegen 3 5 le die neuesten Uebergrifse der Franzosen gegen Reichstag 8 g. abgeordnete 60* protestierk. Das französische Militär habe sich nicht geschent f e el

an Abgeordnete und Regierungsvertreter zu legen, die ke deres Ziel hatten, als den Getöteten des letzten März die Ehre zu erweisen. Es scheine fast, als ob der Bedrücker d Demütigungen und Mißhandlungen unser Volk zur Verzweiss treiben wolle.Aber zur Verzweiflung werden sie uns bringen, sie werden es dazu bringen, daß unser Wid nd fe hart wird und daß der ganzen Welt ein Licht angezündet wird tief eine Nation von Machthabern erniedrigt werden ram, die einst rühmte, an der Spitze der Zivilisation zu marschiere 1 eines der gestern in Essen gelegten änz zu lesen: g Sie morden den Geiß nicht, ihr 2 Das rufen wir jeden Tag unseren Landsleuten an Ru und düases Work wird bestehen bleiben, bis die Befretunge

schlägt.

Lebhafter Beifall des ganzen Hauses folgte diesen Wort präsidenten. 2 5

Der Reichstag nahm zunächst in allen drei Lesungen setz an, das ein Verbot des unter dem Namen Absinth belt Trinkbranntweins bringt. Absinth darf weder eingeführt! hergestellt, noch zum Verkauf vorrätig gehalten, noch angekün noch verkauft, noch sonstwie in den Verkehr gebracht werde

In allen drei Lesungen wurde ferner angenommen das

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Ein Gesetzentwurf über ein vorläufiges Hand

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überwiesen, ebenso je ein Gesetzentwurf zur*

Geldstrafen und der Dienstgeldstrasen. ee Nachdem die übrigen Gegenstände der u en

Debatte erledigt waren, glaubten sich die Deutschnation⸗ aan 0

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vorsitzender Schultz beschwerte sich mit der Miene eines mannes darüber, daß die Interpellation über das Verbot der Deutschvölki

Freiheitspartei Prästdent belehr en des Reichstages stehe die Genosse

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icht etwa die Deutschnational⸗ Beratung der Interpellation gedrängt habe.

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nerpult. Er teilte mit, daß der n Oeser, heute abwesend sei und die Regierung deshalb 0 übernehmen könne.

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Roman von Robert Buchanan. Was wollt Ihr von mir? fragte Rohan mit hohler Stimme.

Was wir wollen?!... Hört ihn doch nur!... Zum. Teufel, haben wir denn zu unserem Vergnügen Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Dich zu finden? Das ist wirklich ein kostbarer Spaß, zu fragen, was wir von ihm wollen! Der Kerl macht sich über uns noch lustig! Im ee des Kaisers, ergib Dich! schrie der jähzornige Pipriac. Wie auf Kommando erhoben alle Gendarmen die Flinten und riefen:Ergib Dich oder wir schießen!

Ihr vergeudet vergebens Eure Zeit, lebend werdet Ihr mich nicht erwischen, lautete die feste, klare Antwort von oben.

Unsinn! Komm' herab oder hier blickte der Führer hilflos auf die steilen, glatten Granitwändeoder wir kommen hinauf, um Dich zu holen.

Kommet! entgegnete Rohan lachend.

Pipriac war ein Mensch, der unter seiner rauhen Hülle ein warmes Herz verbarg, aber eines vermochte er nicht zu ertragen: sich lächerlich zu machen, und er hatte das unbe⸗ stimmte Gefühl, als spiele er jetzt eine lächerliche Rolle. Das

machte ihn nervös und fuchsteufelwild. Ein Gemisch der widersprechendsten Gefühle beherrschte ihn. Es verdroß ihn, den Deserteur entdeckt zu haben, denn er bedauerte Rohan aufrichtig war er doch der einzige Sohn seines besten Freundes! Dann sagte er sich, daß er während des ganzen Streifzuges mit Nachsicht und Milde verfahren sei, so daß er sich beinahe dem Verdacht ausgesetzt habe, nicht eifrig genug gewesen zu sein; ein bitterer Groll gegen Grallon stieg in ihm auf, der ihn mit seinen Spiondiensten in diese Patsche gehetzt, ihm seine Nachtruhe geraubt und, was das Schlimmste von allem war, ihn um sein gewohntes Früh⸗ stück gebracht hatte. Seine Lippen lechzten förmlich nach einem guten Tropfen; dazu kam das herausfordernde Be- nehmen Rohans. Was Wunder, wenn ihn der Jähzorn über- mannte und er, den Hahn seiner Flinte spannend, wut⸗ schnaubend hinaufrief:Ich gebe Dir eine Minute Bedenk⸗ zeit; wenn Tu Dich bis dahin nicht ergibst, schieße ich! Sei kein Narr; ich meine, was ich sage. und werde Dich nieder⸗ knallen, als ob Tu eine Krähe warst!

Rohan rührte sich nicht. Er blickte mit überlegenem Lächeln auf seine Peiniger hinab. Wie er so dastand, mit gekreuzten Armen und zurückgeworfenem Haupte, bildete er eine gute Zielscheibe für die auf ihn gerichtete Flinte.

Der Deserteur. 1

Ich frage Dich noch einmal im Namen des Kaisers, bist Du bereit?

Ich werde mich niemals ergeben, lautete die bestimmte Antwort.

Noch ehe die Worte recht verhallt waren, krachte ein Schuß. Der Pulverdampf verzog sieh und Rohan stand un⸗ verletzt und in derselben Haltung auf seinem Platze, als ob nichts geschehen wäre. Ob nun Pipriac absichtlich falsch ge⸗ zielt oder ob die Kugel ihr Ziel verfehlt hatte, wer kann das genau wissen? Aber kaum sahen die Gendarmen, daß Rohan unverletzt geblieben, als sie wie ein Mann ihre Flinten erhoben und auf ihn richteten:Halt! brüllte der Sergeant.Wer feuert, ehe ich kommandiere, wird es büßen, und zu Rohan gewendet:Du lebst noch? Viel- leicht nimmst Du doch Vernunft an und kommst ruhig her⸗ unter! SHör' mal, ich kann Dir nichts versprechen, aber ich werde für Dich tun, was ich kann! Auf jeden Fall bist Du verloren, wenn Du Dich weigerst, freiwillig herunterzu⸗ kommen, denn Du kannst uns nicht entrinnen, die Kathedrale ist von allen Seiten von unseren Leuten umzingelt. Ich gebe Dir noch eine Minute Bedenkzeit

Ich werde nie Soldat werden! 8

Dazu ist es ohnehin zu spät, bemerkte Grallon spöttisch, sich an Pipriae wendend.Nun, ist er nicht ein Feigling?

Jedes Wort drang klar und deutlich zu Rohan hinauf. Wieder schien es, als ob er sich auf seinen Feind stürzen wollte, aber er beherrschte sich mit fast übermenschlicher Willenskraft und richtete seine Antwort an den Sergeanten

Vielleicht bin ich wirklich ein Feigling, wie der ehrenwerte Mikel Grallon behauptet; aber eins ist sicher: ich werde nie in den Krieg ziehen und mich nie lebend ergeben.

Lebend oder tot Du entrinnst uns nicht!

Vielleicht doch!

Sei vernünftig und glaub' dem alten Pipriac, Du bist von allen Seiten umzingelt.

Wenn ich umzingelt bin, so seid Ihr es auch! rief Rohan und begleitete seine Worte mit einem bitteren Lachen, das sich aus einem verzweifelten Herzen rang.

Wie von einer Viper gestochen, drehten sich alle um und siehe da durch's Tor des heiligen Gildas wälzte sich schäumend und gurgelnd die Flut in die Kathedrale noch einige Minuten und der Rückzug war abgeschnitten. Grallon stürzte, ohne sich weiter um Rohan zu kümmern, dem Aus⸗

gang zu. Pipriac, bei kleinen Provokationen leicht aus dem 1 Häuschen geratend, verlor, wenn es sich um wirkliche Ge⸗

und seine Mannschaft:Ihr vergeudet vergeblich Eure Zeit.

wieder ruhig der Grotte zu, aber Rohan war verschw Zum Teufel, weg ist er! Macht nichts, wir wollen zum Abschied mit einer Salve bedenken. Feuert! ö

5.

Die Kathedrale widerhallte von dem rechtem wee Flintengeknatter; noch ehe der Pulverdampf verrauchten 47 suchten die Gendarmen ihr Heil in der Flucht, d 0 f

Kathedrale füllte sich immer höher mit der smaragdgt

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Flüssigkeit. Es war die höchste Zeit, denn sie mußten be dungelcher hoch im Wasser waten, ehe sie das trockene Plätzchen dich 820 der Leiter des heiligen Triffine erreichen konnten, 751 eine Schar neugieriger Männer, Weiber und Kinder e age wartete. Unter diesen befanden sich auch die Brüder Fe un und Marcelle. Sie hatte dem Drange ihres Herzens hst nuß widerstehen können und war, fast willenlos wie im Trau, t. der Menge gefolgt. Mit Grauen hatte sie das Steigen ur 0 ben Flut beobachtet und als gar aus dem Innern der Kathe Alen das donnerähnliche Getöse erklang, kaverte sie zu Tod. en schrocken nieder. Was mochten die Schüsse zu bedeuem ken

haben? Hatte manihn entdeckt und verteidigte er en Leben oder schossen sie ihn unbarmherzig nieder? Si 0

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1 deckte ihr entsetes Gesicht mit beiden Händen und a um mit angehaltenem Atem, bis sie endlich das Plätschern ne Wassers zum Aufblicken veranlaßte. Sie sprang, als sit M Gendarmen Durch die Flut waten sah, erregt auf und! male achtete gespannt ihre Gesichter. Fluchend und pustend bahn 8 0 sich Pipriac einen Weg durch die kreischende und Im n stellende Menge, aber weder er noch seine Leute ließen! abe Wort von dem Vorgefallenen verlauten. Mikel Gt bun folgte ihnen auf dem Fuße und fühlte sich am Arm f 0 9 2 halten. Aergerlich wollte er den Zudringlichen abschitnn dc

erkannte aber, sich umwendend, Marcelle:Sprich, Gral was ist geschehen? Hat man ihn gefunden? Ist 4%(, schossen worden? keuchte sie in einem Atem hervor, be 195 1 65 0 ihm mit ihren brennenden Augen auf den Grund der an zu blicken.

Nichts von alledem! Er ist geborgen, drüben in e Kathedrale des heiligen Gildas. f

In der Kathedrale?.

Ja, oben im Trou! N Obgleich die Worte an Marcelle gerichtet waren, l 5 den sie doch auch von den neugierigen Gaffern verno l. die Rufe der Verwunderung und des Entsetzens ausstiif Marcelle, die die den Arm Grallons krampfhaft umklamm gehalten hatte ließ ihn jetzt los, so daß er seinen W 0 setzen und sich wieder den Gendarmen anschließen ka die in einiger Entfernung in eine Beratung vertieft ft

(Tortjetzung folgt) 1