Ausgabe 
13.3.1923
 
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bäran denke, die Apokheke zu verkaufen, obwohl ihm schon sehr hohe Angebote gemacht worden seien. Im Gegenteil bemühe er sich schon lange, hier Wohnung zu bekommen, um die Leitung der Apotheke selbst übernehmen zu können.

Reichsbanknoten zu 20 000 Mark. Neue Reichsbanknoten zu

000 Mark mit dem Datum vom 20. Februar 1922 gelangen zur Ausgabe. Sie sind 160& 95 Millimeter groß. Das Papier ist weiß. Das Wasserzeichen bildet entweder ein Kugelmuster, oder es besteht aus gradlinigen Figuren in Form eines2 und aus sechseckigen Sternen, innerhalb derer, hell auf dunklem Grunde, die BuchstabenG undD abwechselnd wiederkehren. In beiden Fällen erscheint es in heller und dunkler Wirkung. Die Vorder⸗ seite hat einen links und rechts etwa 12 Millimeter, oben und unten etwa 11 Millimeter breiten unbedruckten Rand. Das Hauptbild ist von rechteckiger Form und wird von einem blauschwarzen Zier⸗ rahmen eingefaßt, innerhalb dessen, ebenfalls in blauschwarzer Farbe gedruckt, der Text angeordnet ist. Das Druckbild der Rück⸗ seite ist ebenfalls in verlaufenden Farben in der Mitte grün und nach beiden Seiten hin rot, gedruckt. Innerhalb einer rechteckigen, aus Guillochen gebildeten Umrandung befindet iich eine große guillochterte Vignette, in deren Mitte, hellwirkend mit dunkler Umrandung, die Wertzahl20 000 angebracht ist. 5

Gültigkeitsdauer der Schülerferienkarten. Von der Eisen⸗ bahndirektion Frankfurt wird mitgeteilt: Schülern und Studieren⸗ den aus dem alt⸗ und neubesetzten Gebiet, die wegen Verkehrs⸗ störung ihren Heimatsort bei Beginn der bevorstehenden Oster⸗ und Semesterferien nicht erreichen können, ist die Benutzung der Schülerferienkarten noch zu einem späteren Tage als dem 3. Tag nach dem im Antrag bezeichneten Reisetag gestattet.

Blachetta⸗Volksspiele. Am Donnerstag, Freitag und Sams⸗ tag finden im Kathol. Vereinshause Volksspiele des Malers Walter Blachetta statt, auf die an dieser Stelle besonders hingewiesen sei. An den gleichen Tagen sind nachmittags 4 Uhr Schülervor⸗ stellungen vorgesehen. Die Abendvorstellungen beginnen um 8 Uhr. Wir weisen auf die Anzeige hin.

DerGemeinwirtschaft Oberhessen traten weiter bei die Gemeinden Reiskirchen, Lollar, Nieder⸗Ohmen.

l Villingen. Für die Ruhrhilfe wurde von der Beleg⸗ schast der GrubeAbendstern im Monat Februar eine Schicht verfahren und es konnte die hierbei verdiente Summe von 1056 898

ark dem Deutschen Bergarbeiter⸗Lerband überwiesen werden. Mit Ausnahme eines Arbeiters aus Langd haben sich sämtliche Arbeiter der Grube an der Ruhrhilfe⸗Schicht beteiligt.

Lollar. In der Gemeinderatssitzung vom 7. März wurden einige Gesuche um Unterstützung genehmigt. Der Orga⸗ nistengehalt wird für 1923 auf 30 000. Mark festgesetzt mit 7 gegen 6 Stimmen. Wir können in der allgemeinen Notlage der Gemeinden für unproduktive Tätigkeiten solche Gelder nicht be⸗ willigen, sondern halten diese Sachen für einenPrüfstein des Glaubens und der Opferwilligkeit der kirchlichen Gemeinde. Die Holzhauerlöhne werden un weitere 60 Prozent(also auf 120 Prozent) erhöht. Der Antrag, den Holzhauern 2 Meter Holz zu liefern, wird als unberechtigt abgelehnt. Der Ruhrhilfe durch die Gemeinde wird zugestimmt. Da immer noch einige Ein⸗ wohner Wert darauf legen, nicht nur Weltbürger und Staatsbürger zu sein, sondern auchOrtsbürger werden wollen, so wurde einem hierzu Gelegenheit gegeben. Von Interesse ist hier nur, daß es größtenteils Bürger sind, die weniger Wert auf das WortBürger legen, sondern unseres Wissens schon immer mehr fürUntertan waren. Die Beisitzer des Mieteinigungsamtes sind dieselben ge⸗ blieben. Für die voriges Jahr abgebrannte Scheune des Löwen⸗ wirtes Hofmann wird Nutzholz zum Durchschnittsprets geliefert. Das Wassergeld wird pro Jahr und Familie auf 8400. Mk. festgesetzt, dazu kommen die Zuschläge für gewerbliche Betriebe, Viehhalter und besondere häusliche Einrichtungen. Der Gemein⸗ wirtschaft Oberhessen wird gegen 3 Stimmen beigetreten und zwar mit Zahlung in 2 Raten, dies ist nur zu begrüßen und 1 daß sich die Ansichten hierüber ändern können. Auch dieses Jahr wird für Minderbemittelte Brennholz abgegeben. Vor⸗ aus sic eich kommt der Meter Buchen⸗Scheite auf 29 000., Buchen⸗ Kuppel auf 29 000. Mark. Hoffentlich hat man die richtige Aus⸗ wahl getroffen, sctmer wirds sein. Nachträglich wurden die Mittel(65 000. Mark) für einen gekauften Lichtbilder⸗ Apparat für Schulzwecke bewilligt. Wir können nun wohl auch annehmen, daß die Eltern an einem Elternabend bald Gelcgenheit haben werden, die Vorzüge solcher bildlichen Darstellungen für ihre Kinder kennen zu lernen. Die Abende sollten ja längst sein? Oder war das Interesse der Arbeiterschaft zu rege dafür? War man ängstlich um denanti nationalen Einfluß? Die Kilo⸗ wattstunde für Licht beträgt ab 1. Februar 900. Mark, für Kraft 750. Mk. Die neuen Mietsätze für Lollar betragen insgesamt 2380 Prozent und setzen sich zusammen aus: 26 Prozent für Zinssteigerung, 154 Prozent für Betriebskosten, 1400 Prozent fitr innere Instandsetzung, 800 Prozent flir große Instandsetzung.

Ueber die Höhe und Berechtigung dieser Sätze hat sich vorigen Sonntag der Mieterverein unterhalten. n.

Mesterwald und Unterlahn.

Die Postämter im Unterlahnkreis besetzt. Kautionen für Kraftwagen und Pferde. Alle Postämter im Unterlahnkreis sind jetzt von den Franzosen besetzt, so daß der Postverkehr nahezu unter⸗ brochen ist. Auf dem Diezer Bahnhof werden seit kurzem die durch⸗ fahrenden Züge einer eingehenden Revision unterzogen. Nachdem die Franzosen für jedes Auto, das das besetzte Gebiet verläßt, eine Kaution fordern, eine Millton Mark für einen Personenwagen und 0 Millionen Mark für ein Lastauto, verlangen sie nach einer

eldung der Frankfurter Zeitung jetzt auch für jedes Pferd eine Kaution in Höhe von einer Million Mark.

Kleine Nachrichten.

Frankfurt a. M., 11. 1 Der Spielklub der Er⸗ werbslosen. In einer Wohnung am Geistpförtchen hob die Polizei eine aus 25 Personen bestehende Spielergesellschaft aus, die

im GlückspielMeine Tante, Deine Tante 2 Unter den Spielern befanden sich nicht weniger als 20 Personen, die Er⸗ werbslosenunterstützung beziehen. Es wurden sehr namhafte Geld⸗ beträge beschlagnahmt.

Frankfurt a. M., 11. März. Quäle nie ein Tier Im Zoologischen Garten reizte ein 16jähriger Schüler mit seinem Taschentuch einen der Tiger. Die Bestie griff plötzlich mit ihrer Tatze durch das Gitter, zerschlug dem jungen Mann die linke Hand und zog ihn dann zu sich an das Gitter. Nur dem raschen Zu⸗ greifen des Wärters hatte der Schüler es zu verdanken, daß er vor Schlimmerem bewahrt blieb.

Frankfurt a. M., 11. März. Unehrlich Volk. Das 28. jährige Hausmädchen Margarethe Steib stahl auf ihren letzten drei Dienststellen erhebliche Silbervorräte und größere Mengen von Kleidern und veranstaltete auf Kosten ihrer Herrschaften, wenn diese nicht zu Hause waren, mit zahlreichen Freunden Zechgelage. Die Seib wurde jetzt überrascht und verhaftet. Zwei 16 und 18jährige Lehrmädchen stahlen aus ihrem Geschäft große Mengen von Schuhwaren und verschenkten diese in freigiebiger Weise Freunden und Verwandten und Bekannten. Der holländische Staatsangehörige Johann Gembke pumpte sich unter Berufung auf seinen Guldenreichtum daheim hohe Geldbeträge, mit denen er dann auf Nimmerwiedersehen verschwand. Der Handlungsgehilfe Franz Wittmann aus Nürnberg bot am Hauptbahnhof den Passan⸗ ten unechte Goldsachen als echte an und fand natürlich reichlich Dumme. In einer Volksküche griff die Polizei bei einer Revision nicht weniger als sechs Personen auf, die handelten, sich aber nicht im Besitz von Handelserlaubnisscheinen befanden. Alle genann⸗ ten Personen kamen in Haft.

Frankfurt a. M., 10. März. Ein Haus nach Frankfurt geschwommen. Der Bootsverleiher Martin Kittel in Aschaffen⸗ burg hat das stattliche Bootshaus, das er sich vor einem Jahre auf dem Main erbaute, dteser Tage nach Frankfurt verkauft.

Das Daus

schwamm unter Führung bes bisherkgen Besitzers in zwei Tagen nach hier und liegt jetzt wohlverankert in seinem neuen Heim.

Frankfurt a. M., 11. März. Ein Hochverräter. Die Frank⸗ furter Staatsanwaltschaft hat gegen den früheren Herausgeebr der Fackel, die übrigens ihr Erscheinen gänzlich einstellen mußte, da sich hier kein Drucker mehr für sie fand, Josef Friedrich Matthes, ein Verfahren wegen Hochverrats eingeleitet. Das Bild des Matthes erscheint augenblicklich in allen deutschen Fahndungsblättern.

Idstein i. T., 11. März. Vom Verkehr abgeschnitten. Durch das Eingreifen der Franzosen in den Bahnbetrieb auf ver⸗ schiedenen Stationen der Taunusbahn Höchst⸗Limburg ist der Bahn⸗ verkehr stillgelegt worden. Idstein ist dadurch von der großen Welt abgeschnitten. Von Limburg wird lediglich bis Camberg ein Pendelverkehr aufrecht erhalten. In Wörsdorf hielten die Fran⸗ zosen einen Zug an. Der Lokomotivführer koppelte die Maschine schleunigst los und dampfte, trotzdem die Franzosen wacker hinter⸗ her schossen, nach Limburg zurück. Auch die Strecke Niedernhausen⸗ Erbenheim(Wiesbaden) ist stillgelegt worden.

Seligenstadt, 11. März. Raubansall. Zwischen Seligen⸗ stadt und Klein⸗Welzheim wurde ein junges Mädchen von einem Wegelagerer überfallen. Dem Räuber fielen indes nur einige ärztliche Rezepte in die Hände, da das Mädchen ihn durch fort⸗ gesetzte Hilferufe verscheuchte.

Gernsheim, 11. März. Die erste Holzversteigerung er⸗

gab einem Erlös von etwa 16 Millionen Mark. Die im Forsthaus

Jägersburg stattgefundene Versteigerung wurde aufgehoben, da die Preise zu hoch waren. Hier wurde beschlossen, jedem Ortsbürger 2 Meter Holz frei zu geben, während Nichtbürger 2 Meter nach dem Tarifpreise erhalten können.

Lampertheim, 11. März. Leichenländung. Hier wurde die Leiche eines etwa 5060jährigen Mannes im Rheine geländet. Die Leiche muß schon einige Wochen im Wasser gelegen haben. Größere Diebstähle wurden hier ausgeführt. Am Güter⸗ bahnhof wurden aus einem Eisenbahnwagen 20 rohe Kalbfelle ge⸗ stohlen und am Altrhein aus einer Hütte ein sehr wertvolles 14 Meter langes Fischnetz. Von den Dieben fehlt jede Spur.

Oppenheim, 11. März. Beschlagnahmt wurden der Firma Georg Nödling 5400 Liter Cognak, die auf zwei Lastautos zun Ab⸗ transport bereit standen. Der Wert wird auf 160 Millionen Mark geschätzt.

Der geistesgestörte Arzt. In einem Anfall von Geistesgestörtheit soll am Montag abend der prakt. Arzt Dr. Bandorf in Grenz⸗ hausen seine Frau ermordet haben. Nach der Tat kletterte der Arzt auf das Dach seines Hauses und schrie auf die Straße, daß er seine Frau getötet habe. Als die Polizei zu seiner Festnahme schritt, stand er im Begriff, mit seinem Auto fortzufahren. Es handelt sich um denselben Arzt, der vor etwa Jahresfrist einen Einwohner namens Briß in der Annahme einen Einbrecher vor sich zu haben, erschossen hat.

Ganz besonders tüchtige Patrioten sind gewisse Kohlen⸗ händler, gegen die man in Berlin jetzt endlich mit etwas mehr Schärfe als bisher vorzugehen scheint. Dem Kohlenhändler Ernst Schütke, der bereits im vorigen Jahre vom Wuchergericht zu 5000 Mk. Geldstrafe verurteilt worden war, weil er Preßkohlen an gutzahlende Kunden ohne Karten abgegeben hatte, wurde fetzt die Handelserlaubnis entzogen, weil er seine Kundschaft nicht belieferte, dafür aber zahlungskräftige Ausländer Briketts zu übermäßigen Preisen geliefert hat. Ein anderer Kohlenhändler, Burmeister aus Wilmersdorf, wurde wegen Zurückhaltung von Kohlen und Preistreiberei zu einem Monat Gefängnis und 100 000 Mark Geld⸗ strase verurteilt.

Millionenwucher mit kondensierter Milch. Die Braunschwei⸗ ger Polizei hat gegen eine Reihe von Personen, darunter den In⸗ haber der Konservenfabrik Lahndorf, den Geschäftsführer der Lehr⸗ molkerei und die Inhaber einiger Lebensmittelgroßhandlungen, das Verfahren wegen Wuchers und Preistreiberei anhängig machen lassen. 14000 Dosen kondensierte Milch im Werte von 14 Millionen Mark

wurden beschlagnahmt. Die Milch war zu Wucherpreisen der Kon⸗

servenfabrik geliefert worden, die sie ihrerseits zu Wucherpreisen den Lebensmittelgroßhandlungen weiterverkaufte.

Der Karlsruher Riesendiebstahl in der Nacht zum 24. Februar, wobei für über 50 Millionen Mark Waren erbeutet wurden, konnte jetzt aufgeklärt werden. Als Täter wurde der 24 Jahre alte Schlosser Fritz Görke aus Berlin und der 27 Jahre alte Rohrleger Paul Jor⸗ dan aus Feyerland, ersterer in Karlsruhe, letzterer in Berlin fest⸗ genommen. Die Täter hatten die Waren in einem Handwagen nach der Bürgerstraße zu einem Kaufmann gebracht und zum Teil nach Berlin mitgenommen. Sämtliche Waren konnten beschlagnahmt und dem Eigentümer wieder zugestellt werden. Die beiden Täter sind auch überführt, in einem Geschäft in der Adlerstraße zwei schwere Ein⸗ brüche verübt zu haben, wo ihnen Waren im Werte von einigen Millionen in die Hände gefallen sind.

Arbeitsrecht, Gewerkschaftliches, Arbeiterbewegung.

Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gießen. Sitzung vom 9. März. 4 9

Dem Zentralverband der Steinarbeiter r G. m. b. H. Hessische Steinbrüche in Londorf schlug der Schlichtungsausschuß als Spitzenstundenlohn fütr den Februar Mk. 1150. vor zur Vermeidung eines Rechtsstreits über dass bestrittene Weiterlaufen der bisherigen Entlohnung nach der l Ortsklasse 3 des Bauarbeiterbezirkstarifs. Ueber die Märzent⸗ lohnung, den Umfang der Arbeitsstreckung und etwaige Ent⸗ lassungen sollen die Streitteile noch verhandeln. Sie erhielten Erklärungsfrist.. 8. 5 5

Die Finanzbehörden übernehmen überzählige Post⸗ und Bahnbeamte und kündigen dafür den Angestellten. Ueber den Kündigungseinspruch von 7 Angestellten des Finanzamts und der Finanzkasse in Schotten konnte der Schlichtungsausschuß wegen Versäumnis der Anrufungsfrist der Verordnung vom 12. 2. 20 entscheiden. Er sprach die Erwartung aus, daß den Angeten genügende Uebergangszeiten bis zur Erlangung anderer Beschäß⸗ tigungen gewährt und andererseits keine Schwierigkeiten in den 1 wenn sie vor dem Ablauf der Kündigungsfrist ausscheiden wollen. 9

Die übrigen Verhandlungsgegenstände erledigten sich durch Verständigung der Streitteile ohne öffentliche Verhandlung.

Zum Bericht vom 6. März ist, da Mißverständnisse aufgetreten sind, nachzutragen, daß die Februargehälter der kaufmännischen Angestellten im Großhandel 250 Prozent der Januargehälter be⸗

tt N 1 Arbeitszeitgesetze und Jugendliche.

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ichtungen, ob es 2 Jugendvereine sind, übereinstimmend eine Ver rung Fugendschutzverhältnisso ganz entschieden ablehnten. Gand be⸗ sonders wurde die Absicht verurteilt den Jugendlichen die Arhei G An den Reichstag wurde folgende Ent⸗ ießung gesandt: 5 5 N

Der Ausschuß der deutschen Jugendverbände tritt mit aller Entschiedenheit dafür ein daß der Jugendschutz in e herigen Form nicht beschmitten, sondern darüber hinaus Berücksichtigung aller sozialen. erziehlichen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte ausgebaut wird.

Er richtet deshalb an den Reichstag das Erfuchen, bei den kommenden Beratungen der Arbeitszeitgesetze die die Jugend⸗ lichen betreffenden Bestimmungen entsprechend den Beschlüssen des Sozialpolitischen Ausschusses des Reichswirtschaftsrats zu den e über 5 für gewerbliche Ar⸗ beiter ngestellte zu gestalten. 5 3

Es ist zu hoffen. daß alle Jugendgruppen versuchen werden, die ihnen nahestehenden Reichstagsfraktionen in ihrem Sinne 1 überzeugen. Wie weit dieser Einfluß reicht, dürfte an der gültigen Gestaltung der Gesetze erkannt werden. a

Bücher und Schriften.

Der Wanderer. Von Friedr. A. Seyffert. Verlag J. H. W. Dietz Nachf., Berlin. Das Buch schließt mit Worten:Du willst erlöst werden? Was tatest Du selbst schon für Deine Erlösung?

hänge alles Seienden zieltDer Wanderer hin. Nicht mit trockenen, abstvakten Lehren, nicht mit schulmefsterlichen Moralpredigten

er zu wirken, sondern mit dem lebendigen, anschautlichen Beispiel: Der Spaziergang heißt das erste Kapitel und das ganze Buch ist ein Spaziergang durch Wald und Heide, an See und Sumpf. Ein launiger Wanderer plaudert mit uns und lenkt unsere Augen auf die Schönheiten und Merkwürdigkeiten der Natur. Frosch und Eidechse, Vogel und Käfer lösen ebenso Betrachtungen in ihm aus wie Pilz und Halm, Baum und blühende Heide. Er schaut zurück in längst versunkene Jahrtausende, verbindet ste mit der Gegenwart und richtet Fragen an die Zukunft. Reiseerinnerungen, Märchenträume, humor⸗ volle Einfälle geben dem Ganzen ein farbiges Kolorit und einge⸗ streute Verse erhöhen den starken Stimmungsgehalt dieses Buches, das besonders der Jugend empfohlen werden kann, die Herz und Blick weiten und denkend wandern und leben will. Bestell⸗ ungen nimmt die Oberhessische Volkszeitung entgegen.

Dollarstand unverändert. Gestern mittag 12 Uhr: 20 800 Mk.

Asitiert für die Oberhessische Volkszeitung.

Allgemeine Ortskrankenkasse fürdie Stadt Gießen

Nachdem durch Verordnung vom 27. Februar 1923 mit Wirkung vom 5. März 1923 der Höchstgrundlohn auf 14400 Mark festgesetzt wurde, werden ab 5. März 1923 folgende Lohnklassen den seitherigen zugefügt:.

Kokosfett, garantiert rein in Tafeln Pfd. k. 3400. lose fd Mk. 3200. Reine Tafel⸗

Wurharine 3260.

1472

glieder vornehmen werden nicht zurückerstattet.

125 Täglicher Wochenbeiträge

Lags Apebe i Stufe Verdienst Grundlohn bei s Arbeits⸗J bei 7 Arbeits⸗

Tagen Tagen

XIII 4001 Mk bis 5000 Mk. 4600 Mk. 2484 Mk. 2898 Mk.

Garantiert reines Schweine⸗ de, 000 6500 3510 4095

eee,, 00 8500 4590 5355

Mal Pfd. 2 XVI 9001 12000 11500 6210 7245

5 1 Mk. 8 XVII über 12000 Mk. 14400 7770 9072

Die Herren Arbeitgeber werden ersucht, innerhalb 5 Tagen die entsprechen⸗ den Lohnveränderungsanzeigen bei uns zu erstatten.

Nach fruchtlosem Ablauf

dieser Frist werden wir gemäß der Verordnung die Einstufung der betr. Mit⸗ hierdurch zu viel bezahlte bezw. angeforderte Beiträge

Der Vorstand J. A.: Ad. Volz, 1. Vorsitzender.

Eiwa

Allerfeinste Tafelmargarine

5. f na 1 Pfd. Aenns eka 5 3460. Salat⸗ und Speiseöle 7 Schoppen Mk. 2800. 2

Norwegische Vollheringe 0 Stück Mk. 220.

Vertinigte Sozialdemokr. Partei

Ortsverein Gießen.

1 bHolländische Vollheringe

7. Stück Mk 320. 1 Ia Vollreis.

1 Suppenreis Schade& Füllgrabe.

Filialen in allen Stadtteilen. 1373

Piund Mk. 960. 5 Pfund Mk 800.

Samstag, den 17. März, abends Ahr im großen Saale des Gewerlischaftshauses

März⸗ Gedenkrede: Genosse Profcssor Hüter. i N. Atbeiter⸗Gesangverein

Feier

itwirliende:

Eintracht. Athbeiter⸗Jugend.

Eintritt 50 Mark. Restauration findet nicht statt. Der Saal ist gut geheizt. Rauchen nicht gestattet. 1871 Der Vorstand.

Ras