0 1 8 0. 1 3 5 2— Spekul N sen und diese Kapitalien in anderen D ut wird, oder nicht, das hängt von ganz anderen Dingen ab. der Vorkriegszeit war dem Haus⸗ und Grundbesitz keinerlei Beschränkung von Gesetzeswegen auferlegt und doch wurde nur zu beslinunten Zeiten eine bestimmte Zeit lang gebaut und lange Zeit lag dann die Baukenjunktur wieder darnieder. Also diese dumme Redensart von der freien Wohnungswirtschaft, die
ums Wohnungen bringen könne, sollte man sich sparen. 0
An unsere Vostbezieher:
Auch im März müssen wir wieder um eine Nachzahlung en suchen, da wir den Postbezugspreis bereits Ende Januar angeben mußten und nicht ahnen konnten, daß der Papierpreis abermals ganz enorm steigen würde..
Der heuligen Nummer liegt für die Postbe zieher, d. h. für bie⸗ jenigen Abonnenten, die selbst bei der Postanstalt die Oberhessische Volkszeitung bestellt und bezahlt haben, eine Zahlkarte bei, die wir
Zweifel; das bedrohte Vaterland ist diese Republik, auf die jetzt keinerlei Vorstoß unternommen werden darf.“
Lieber Leser hast du nichts gemerkt? Betone nur„jetzt“ und„heute“, und du wirst den tieferen Sinn, die ganze Wahrhaftigkeit dieses ehrlichen Bekenntnisses erfassen. Die Not des gemeinsamen Vaterlandes in seinem Abwehr- kampf gegen einen grausamen Feind ist so groß, daß selbst
1
llufnahmen werden die Zerstörungsakte der Franzosen bildlich dar⸗ zellen und zeigen, daß ein Zeitungsbe vicht den Vandalismus der
Een Vanhalisnuss der franzbsschen Soibatesta.
Kstellt? Mußten diese Menschen sterben? In„Teja“, der letzte
* bequält, durch einen Waffenstillstand betrogen und zu Zehn⸗
4 Per Vater, Major a D. Rittergutsbesitzer, einst flotter Kavallerie⸗
HPeermögens schneidiger Offizler in väterlichen Regiment, sucht den
Zerstörungswut der französischen Soldateska.
Das verwüfstete Volkshaus in Herne.
Dem Vorwärts ging aus Herne folgender Bericht zu: Seit dem 17. Januar war das Volkshaus, das schönste und größte eigene Versammlungslokal der sozialdemokvatischen Arbeiter⸗ chaft im Bezirk Sage Westfalen, von französischen Automo⸗ bbpl truppen in Stärke von etwa 120 Mann besetzt. Das Volks⸗ baus, welches Eigentum der örtlichen Sozfaldemokratischen Partei ist, minrde unter ungeheuren Mühen und beispielloser Opferwillig⸗ fekt der Herner fpeien Arbefterschaft gleich nach der Revolution er⸗ baut. Es war in all den Jahren der Herner Arheiterschaft eine Stätte der Kultur und des Kampfes zum Vorwärtskommen aus den Nöten der Nachbriegszeit. Am letzten Sonntag wurden die franzö⸗ sischen Truppen aus hause in andere Quartiere verlegt. Die brutale Zerstörungs wut, die räuberischen Plün⸗ derungen der französischen Truppen haben das Herner Volkshaus mm zu einer Stätte der Verwüstung und der Trostlosig⸗ keit gemacht. Von dem im großen Saal befindlichen Inventar ist fast alles verschwunden. Auf Grund der Inventuraufnahme des städtischen Besatzungsamtes fehlen 63 große Saaltische, 431 Saal⸗ stichle, 24 Stühle mit Ledersitz und 138 andere Stühle. Weiter sind 0 427 Stück Bierkrsige und aus den elektrischen Licht⸗ körpern 25 Lichtbirnen. Der große Saal wurde mit Gas geheizt, uud da die Frangosen die Gasöfen Tag und Nacht breumen ließen, ind sie vollständig durchgebrannt und unbrauchdar geworden. Das Volkshaus hatte einen weißen Innenanstrich, und die Wände liber den Oefen sind jetzt durch das fortwährende Brennen der Gas⸗ öfen total geschwärzt. Die Franzosen haben, wenn es im Saal zu tvarm wurde, Türen und Fenster geöffnet, anstatt das Gas abzu⸗ stellen. Die Prüfung der Licht⸗ und Gaszähler ergab einen Verbrauch von über 5 Millionen Mark an Gas umd elektrischem Licht. Nach dem Werlassen des großen Saales durch die Franzosen bot dieser einen aum vorstellbaven verschmutzten Eindruck. Den Stühlen, die man noch sah, waren die Armlehnen oder die Beine regelrecht ab⸗ gesägt: sie sind jedenfalls dann in die Feldklüche gewandert. Auch die Alappsitze der Galerieplätze hat man größtenteils zum Heizen ge⸗ Opaucht. Bei über hundert Klappsitzen ist der Sitz herausgebrochen. Der raum des Volkshauses ift bis auf den großen Vorhang vollständig aus geplündert. Alle Kulissen und sonstigen ö ten sind verschwunden, die Bühnenbeleuchtung demo⸗ fiert. Die Kulissen sahen wir zersägt in anderen Räumen; sie sind zu Matratzen gebraucht! Die 400 Qwadratmeter Parkett des großen Saules zeigen die Spuren der schweren Nagelschuhe der Soldaten. Das Fraktions zimmer der sozialdemokvatischen Stadtberordneten⸗ tration, in dem eine französische Schreibstube untergebracht war und von wo aus die der ösischen Zeitungen erfolgte, ist iemlich unbeschädigt geblieben; allerdings hatten Parteigenossen in ktzter Stunde vor der Besetzung den langen ovalen Konferenztisch von über einer Million Mark Wert in Sicherheit gebracht. Einen kelerxegenden Anblick boten die Aborte, und trotz der Wasser⸗ wiüllung herrschte eine verpestete Luft; teilweise haben durch Ueber⸗ b der Aborträume die Decken gelitten. Photographische
wanzöstschen Truppen gar nicht wiedergeben kann.
Die Herner sozialdemokratische Arbeiterschaft ist erbittert über
Ob die„Herren In⸗
9 wirklich einbilden, mit diesen Mitteln die Arbeiterschaft es Ruhrgebiets zu gewinnen? 5
Gießen und Umgebung.
5 Ein Bekenntnis zur Republik.
9 Es geschehen Zeichen und Wunder. Der deutschen diepublik ist ein großes Heil widerfahren. Der Gießener Unzeiger hat sich zu ihr bekannt. Man traut seinen Jugen nicht und doch lesen wir im letzten Wochenrückblick örtlich so:„In der Tat, heute gibt es keine grundsätzlichen
Wilhelme von Gottes Gnaden
der monarchistische Anzeiger heute und jetzt keinen Vor⸗ stoß gegen die Republik für erlaubt hält.„Grundsätzliche Zweifel“ will das patriotische Blatt gewiß erst dann wieder äußern, wenn besserer Frieden eingekehrt und damit die Zeit gekommen ist, politische Weltanschauungskämpfe aus⸗ zufechten. Der Anzeiger hat nämlich„Grundsätze“, und die sind zweifellos monarchistisch. Wie sehnt er die Zeit herbei, wo es ihm innere und äußere Ruhe im Vaterland gestatten wird, seine grundsätzlichen Zweifel gegen eine Sattler⸗ Präsidentschaft offen zu äußern und einen der zahlreichen zur Wiederherstellung der alten Kaiserherrlichkett in empfehlende Erinnerung zu bringen! Gewiß mit jenen unnachahmlich schwungvollen Floskeln aus dem historisch⸗poetischen Zitatensack, die dem Anzeiger ebenso zur zweiten Natur geworden sind, wie sie dem verflossenen Wilhelm II. zu Gebote standen. Wir freuen uns ungelogen auf die uns im Laufe der Zeit noch bevor⸗ stehenden Kunstgenüsse dieser Art; denn die Zeiten werden in jedem Falle noch lange ernst bleiben, und da muß für die nötige Erheiterung gesorgt werden. Eine würdige Aufgabe des Gießener Anzeigers! 5
Er, der nicht nur die Scheidemanns und Streckers so unverdrossen bekämpft, sondern auch den bösen Wirth mit seinem unseligen Diktum: Rechts steht der Feind!(da fühlt sich das Organ der Schulstraße getroffen an der Stelle, wo es empfindlich ist) stets aufs entschiedenste abgelehnt und verabscheut hat, lobt„seinen“ Reichskanzler nunmehr über die Hutschnur.„Die große Rede des Reichskanzlers Dr. Cuno war eine staatsmännische Leistung, wie wir sie lange in Deutschland nicht gesehen haben.“ Solch hohe Töne stehen eigentlich doch nur dem Generalanzeiger für Oberhessen mit seinem geschätzten blühenden Stil zur Verfügung. Es handelt sich aber um einen nationaliberalen Reichskanzler. Was Wunder, daß dessen Munde er⸗ erbte und angeborene Weisheit mühelos entfleußt?(Um in dem gleichen Stile zu deklamieren.) Wir Nationalliberalen sind doch eben(das müssen wir, selbst wenn uns die Ueber⸗ windung unserer natürlichen Bescheidenheit hart ankommt, schließlich aus Selbstachtung bekennen) die eigentlichen Staatsmänner der hohen und höchsten Politik.
Und worin besteht nun nach dem so sachkundigen Urteile des Anzeigers die einzigartige„staatsmännische Leistung“ ihres Reichskanzlers? Mam vernehme und be⸗ staune das Lob welches ihm sein Parteiblatt fingt! „Politische Widerstände aller Art erforderten ein kluges Ab⸗ wägen aller noch so leidenschaftlich beherrschten Angriffe.“ Mit Verlaub, was sind„noch so leidenschaftlich beherrschte Angriffe“. Hie gibt uns der blühende Orakelstil des An⸗ zeigers leider(nun sagen wir, um wieder in seinen Bildern zu reden) eine harte Nuß zu knacken. Wenn sie nur nicht taub ist. Aber schließlich, eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein. Doch lassen wir dem Anzeiger das Wort:„Im Innern darf es jetzt keine Feinde geben. und so vermied Dr. Cuno nicht allein alles, was Miß⸗ verständnis und Anstoß erregen könnte, sondern er machte beruhigende Zugeständnisse. Er sprach mehrmals von der deutschen Republik, die wir erhalten müßten—. Donnerwetter, ja: der Mann ist tapfer. Auf den können die Anzeigerpolitiker und ihr Anhang stolz sein. Höher geht's nimmer in„stolzen, herzhaften und treffenden Worten“, die
für die Einsendung der Nachzahlung zu benutzen bitten.— Solltg versehentlich der Nummer eines Postbeziehers die Zahlkarte nicht bei⸗ liegen, so kann er bei jeder Postanstalt ein Jormular erhalten, das er. wie folgt auszufüllen hat: 5 5 An die Oberhessische Volkszeitung, Gießen Postschecknummer 66 973, Amt Frankfurt a. M. Nachzahlung für März 1000 Mark. Flir Monat Februar(170 Mark) sind noch eine Anzahl Abon⸗ nenten mit ihren Nachzahlungen im Rückstande. Wir bitten um bal⸗
dige Einsendung. 5 Verlag der Oberhessischen Volkszeitung.
der Anzeiger auch sonst aus der Rede Cunos herausgehört hat. Man vergegenwärtige sich nur: Der Reichs ⸗ kanzler der deutschen Republik wagt es in einer außerordentlichen Lage der Gefahr und der Not des gemeinsamen Vaterlands,„mehrmals“(wir hören es mit schaudernder Ehrfurcht)—„von der deutschen Repu⸗ blik zu sprechen.“ Wir beugen das Haupt vor so viel Männerwürde. Auch uns ist es ein herzlich„beruhigendes Zugeständnis“ der Tatsache, daß wirklich eine deutsche Repu⸗ blik existiert, wenn eben der Reichskanzler dieser Republik sie zu nennen wagt. O unvergleichlicher Heldenmut des höchsten republikanischen Beamten! Da lodert naturgemä (wem treten in dieser hehren Weihestunde nicht die Tränen politischer Rührung in die Augen?) stimmungsvoll auf die frendig⸗schmerzliche Begeisterung des innerlich doch so all⸗ deutsch⸗kaiserlichen Gießener Anzeigers für solchen Helden⸗ mut. Wahrlich das hohe Lied von... der... deutschen Republik!? Und wer das hohe Lied nicht kann, der fange es wieder von vorne an! So stärkt sich schließlich das Gedächt⸗ nis für geschichtliche Tatsachen, wackerer Anzeiger!
— Weiterer Riickgang der Schlachtungen. Im Monat Februav ist im Gießener Schlachthof ein weiterer ziemlich erheblicher Rück⸗ gang der Schlachtungen festzustellen. Es wurden in diesem Monat im Ganzen 527 Tiere geschlachtet und zwar: 1 Ochse, 6 Bullen, 44 Kühe, 61 Rinder, 184 Scheine, 213 Kälber, 11 Schafe und 7 Ziegen. Im Januar dieses Jahres waren es noch 715 Tiere (gegen 1187 im Jannar 1922), im Februar vorigen Jahres sogar 927.— Von auswärts geschlachteten Tieren wurden im Februar dieses Jahres noch 67 eingeführt, dazu 1336 Kilo frisches Fleisch. Es wurden also im Februar dieses Jahres noch nicht die Hälfte Tiere geschlachtet, als im Jannar vorigen Jahres. Das zeigt eine ganz bedeutende Abnahme des Fleischverbrauchs. Man geht wohl nicht fehl, wenn man diese Verminderung auf die ungeheuer gestiegenen Preise zurückführt, die es vielen Familien unmöglich machen, Fleisch zu kaufen. Daß die allgemeine Ernährung sich ver⸗ b hat, wird durch diese Stattstik der Schlachtungen be⸗ wiesen. 1 L— Bildungsvorträge. Der am Donnerstag abgehaltene Vor⸗ trag von Dr. Aaron über die amerikanische Verfassung war ebenfalls gut besucht. Von dem Redner wurden die hauptsächlichsten Bestimmungen der Verfassung der Vereinigten Staaten dargelegt, erläutert und der deutschen Verfassung gegenübergestellt. An dieser gemessen weist die amerikanische Verfassung vom demokratischen Standpunkt aus manche Vorzüge auf, doch trifft in manch anderer Beziehung auch das Umgekehrte zu. Der Vortrag wurde von den Hörern beifällig aufgenommen.— Nächster und letzter Vortrag in dieser Reihe am Donnerstag 8½ Uhr abends. Prof. Kinkel spricht über:„Sozialismus, Religon und Kunst“.
— Von der Engel⸗Apotheke meldeten wir vor 8 Tagen, daß sie zu einem sehr hohen Preise verkauft werden sollte. Diese Nachricht ging uns von einer Seite zu, der wir Glauben schenken konnten, sie ist aber nicht zutreffend. Der gegenwärtige Besitzer erklärt uns vielmehr, daß er nicht 5 7— 2 rr.̊emr.⁴.•. ˙¹A TT!*
Stadttheater Gießen. Drei Einakter von Hermann Sudermann. In drei Bildern die Frage
Morituri. Morituri d. h. Todgeweihte.
Botenkönig. der seine Krieger in deu sicheren Tod führt. In talien, sern von der nordischen Urheimat, abgeschnitlen von jeder kälfe, von den Byzantinern gegen das Meer gedrängt, vom Hunger
gusenden abgeschlachtet von heimtückischen Feinden, beschließen bönig und Volk, sich im Heldentode aufzuopfern. um durch ihn die umersättlichen Feinde wenigstens zu freiem Abzug für Weiber und dbeinder zu en. In der Hochzentsnacht des Königs soll der ampf beginnen. Als erster der Helden stürmt Teja den Feinden gntgegen. 5.
Im zweiten Bild eine Offiziersfamilie der Vorkriegszeit. beutmant, dres Pistolenduelle wegen„Weibergeschichten“ glücklich dsgefochten, der blutjunge Sohn einziger Erbe des Namens und
Pater nachzuahmen, wird von einem älteren Kameraden beim 0 dhebruch übexrrascht und aus dem Hause gepeitscht. Ein Pistolen⸗ tuell auf L und Tod bis zur Abfuhr“ ist die Folge. Den kkttzten Abschied von Eltern und einstiger Braut zeigt uns Suder⸗ kann im zweiten Bild„Fritzchen“. Eine andere Sühne des um erlaubt erscheinenden Ehebruchs gibts für etnen Herrn von Drosse micht, als im Duell zu 1 105 Mußte das sein, fragt sich ter Beschauer, wenn der Vorhäng fällt. 1
Das dulte Bild„Das Ewig Männlichen ist eine Fllegorie eine Versvottung des kavallermäßigen Spiels mit dem beben seiner Mitmenschen. Eine„Königin“ wird von einem
Maler“ gemalt. Sehr zum Aerger der verliebten Posschranzen,
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die sich vor dem bloßen Namen des Königs verngigen, sich aber nicht entblöden alles daran zu setzen, die Liebe der Königin zu erringen. Der Maler muß fort! Der„Marschall“ soll auf den Maler gehetzt werden um ihn im Duell zu töten. Durch den ge⸗ funden Menschenverstand des Malers mißlingt der Bubenst reich, und Marschall und Maler verlassen vereint die blöde Oede des Hofes um edlem Streben und Geisteskampf sich zu widmen, um Fortschritt und Freude als ewig⸗männliche Tugenden zu erringen und zu verbreiten
Dichter, Spielleitung und Künstler bewegten sich von„Teja“ bis zum„CEwig⸗Männlichen“ zweisellos auf sinkender Bahn. In „Teja“ ausgezeichnete Ausstattung, lapidar hingestellte Gestalten, würbungsvollste Sprache. im„Ewig⸗Männlichen“ schwache Verse, nicht genügende Szenerie, viel zu langsames Tempo der Hand⸗ lung und Sprache die alles verliert, wenn sie von den Darstellern noch mehr verkünstelt und unverständlich gemacht wird,
Georg Heding als„Teja“ verdient uneingeschränktes Lob, es war eine Prachtleistumg, die durch Karla Kellers Kunst als „Königin“ aufs edelste und rührendste unterstitzt wurde. Karl Vol ck meisterte die nicht leichte Rolle des„Bischofs“, in mehr oder
minder kleineren Rollen boten Auguste Marcks als Königin⸗
Mulitler, Paul Schubert Hans From ma nm, Franz Brandis als„Große im ehemaligen Gotenreich“, Heinz Bech⸗ stein als„Speerträger des Königs“, Martin Jacob als „Krieger“ und schließlich Gisa Iven sowie Herbert Kemlein und Karl Holl lobenswerte Proben sein einstudierter und tadels⸗ frei 5 Kleinkunst, die besonderer Anerkennung wert ist.
Im„Fritzchen“ stellten Paul Schubert als„Mafor“ und Auguste Marcks als dessen Gatlin abgerundete und wirkungs⸗ volle Figuren. Hans Frommann als Träger der Titelrolle eri
Kind glaubhaft zu machen. Die an und für sich trefflich wieder⸗ gegebene Zerfahrenheit dürfte vielleicht etwas gedämpft werden. Elfe Engel stellte das arme Majorsnichtchen reizend und gefühl⸗ voll dar. Georg Hedina hatte diesmal einen Salonhusaren zu spielen, der ihm trefflich gelang. Ju der kleinen Parte des „Inspektors“ war Hermann Sichel beschäftigt, während Hein Bechstein wieder ein ausgefeiltes vorzügliches Abbild eine „Dieners“ darbot: auch die sogen.„unbedeutenden“ Rollen(dee 1 nicht gibti) künstlerisch auszuwerten. zeigt echtes Streben an 2
„Das Ewig⸗ Männliche“ kann nur— wie schon betont wurde— bei flottem Tempo wirken. Das fehlte bei der Erst⸗ auffüthrung, sodaß schon hierdurch alle Lelstungen beeinflußt waren. Für Oskar Feigel als„Maler“ und ganz besonders Richard Hellborn als„Kammerdiener“ muß das bei Heinz Bechstein angebrachte Lob wiederholt und verdoppelt werden. Das ganze Stück enthält überhaupt nur sogen.„Nebenrollen“, Träger der Handlung ist keine Person, sondern eine Idee. Karl Juhnke suchte der vom Dichter nur angedeuteten Figur des „Marschalls“ Leben einzuhauchen und Kitty Frauke gab die exalisierte Königin mit regem Bemühen um den Gesst der Allegorie.
Die Personem des Hofes waren Martin Jacob, Paul Mehnert, Herbert Kemlein, Karl Holl, Lore Schatte, Luise Schubert⸗ Jüngling, Gisa Jven, Liesel Marcke⸗ witz üertragen. Christine Castein durfte den„Amor“ dar⸗ stellen. 1
Die Theaterleitung hat uns zweifellos einen literarisch, künst⸗ lerisch und menschlich interessanten Abend geboten. Inwieweit das Stück etwa als veraltet bezeichnet werden könnte. soll unter⸗ lassen bleiben. Der Besuch ließ zu wlinschen übrig und das war schade; möchten die Wiederholungen vollbesetzte Häuser sinden. „Morituri“ gibt jedermann zu denken. Ot.
mühte sich lebhaft, den schw'erigen Zwiespalt zwischen„Held“ und
wissen Sie den Beweis für die überlegene Güte von Feurlo:
Setrachten Sie nach dem Seife auf dle haut wirkt, eurso Haushaltseise enthält 80% Lott,
waschtag Ihre hände! Wie dle so wirkt sie auch auf oͤie Wäsche.
ist rein und milde und ohne Schärse. Vereinigte Lelsenfabrilen Stuttgart A. G.
1 3 1 1 4 30 4 ö


