Ausgabe 
13.2.1923
 
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1 Deutschen Eisenbahnerverbandes und Kartellvorsitzenden des

ADG B., Gen. Bode, verhaftet.

Der nder e Reckmann in Arenberg wurde ohne Angabe von Gründen in seiner Wohnung verhaftet. Eine Aufforderung zu Kohlenlieferungen oder irgendeine Vorladun ist an ihn zuwor nicht ergangen. Reckmann wurde in einem geschlossenen Auto nach unbekanntem e e d g 5

uf der Hauptkasse der Reichsbahndirektion in Trier wurden ertreter des ausgewiesenen Direkttonspräsidenten aufge⸗ fordert, bei Oeffnung des Geldschrankes behilflich zu sein, wa sie ablehnten. In ihrem Veisein wurde hierauf der Geldschrank mit Brechwerkzeugen geöffnet und fünf Millionen Mark fortge⸗

mmen. 9 Redakteur Fischer von der Recklinghäauser Allgemeinen Zeitung ist Samstag vom Kriegsgericht zu sechs Monaten Ge⸗ fängnis verurteilt worden wegen eines Artikels, der in der Reck⸗ linghäuser Allgemeinen Zeitung erschienen ist und angeblich eine Beleidigung der französischen Armee enthalten haben foll.

Infolge der durch militärische Anordnungen erfolgten Ver⸗ kehrsstockung werden für 22 000 Säuglinge in Essen täglich nur

Liter Milch geliefert. f.

In Recklinghansen wurde ein älterer Berginvalide, der auf dem Wege zu seiner Wohnung war, von den Franzosen mit der Reitpeitsche und dem Gewehrkolben so übel zugerichtet, daß er lutüberströmt zusammenbrach. Als sich die Anwohner der Straße um den Mißhandelten bemühen wollten und versuchten, ihn in einen Hausflur zu tragen, wurden sie mit vorgehaltenem Bajonett unter Androhungen daran gehindert.

Hänisch aus Wiesbaden ausgewiesen.

Genosse Haenisch, der vor kurzem neuer nannte Regierungspräsi⸗ dent von Wiesbaden, gegen dessen Amtsantritt die Rheinlandkommis⸗ sion bekanntlich ein vorläufiges Veto eingelegt hatte, hatte sich dieser Tage im Auftrag des preußischen Ministers des Innern nach Wies⸗ baden begeben, um als Kommissar der preußischen Regierung sich über wirtschaftliche und polilische Fragen zu unterrichten. Am Sams tag wurde er aus einer Besprechung mit Landräten und Bürgermeistern des Regierungsbezirks Wiesbaden zum Oberdelegierten der Rhein⸗ landkommission gebeten, der ihn nach dem Zweck seiner Anwesenheit 1 und ihn ehreuwörtlich verpflichten wollte, noch vor Mitternacht

s besetzte Gebiet zu verlassen. Da Haenisch dieses Ansinnen ab⸗ lehnte, wurde shm eröffnet, daß seine Anwesenheit in Wiesbaden einen Versloß gegen eine Verordnung der Rheinlandkommission dar⸗ telle. Daraufhin wurde er ins französische Polizeikommissariat ge⸗

und dort einer eingehenden Vernehmung und Durchsuchung unterzogen. Von den Schriftstücken, die er bei sich trug, wurden Ab⸗ schristen gemacht und auch das Gepäck in seiner Wohnung durchsucht.

Wegen 10 50 wurden Herrn Hänssch seine Papiere surück⸗

egeben und bald darauf wurde er in einem französischen Militär⸗

utomobil an die Grenze des besetzien Gebiets gebracht.

Die Ruhrhilfe.

ADB wird uns geschrieben: Der paritätische Verwal⸗ tungs rat für die Nuhrhilse ist gebildet worden. Er setzt sich auf e zusammen aus je einem Vertreter der Verbände, die den uf unterzeichnet haben, auf Arbeitnehmerseste aus einer entsprechenden An, Vertretern der Gewerkschaften, sodaß der Ver⸗ walhumgs rat aus je 15 Arbeitgebern und 15 Arbeitnehmervertretern besteht. Der Verwaltumgsrat hat einen geschäftsführenden Vorstand aus je 5 Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer gewählt, und zwar auf Arbeitgeberseite die Herren Dr. Habersbrunner, Dr. Soet⸗ beer, Prof. Dade, Keinath und Vernstein, auf Arbeitnehmerseite die Herren Adolf Cohen, Georg Schmidt, Bothe, Otze und Lewin.

Dem geschäftsführenden Vorstand stehen zur Erledigung der

0 Geschäfte die Geschäftsführer der Zentralarbeitsgemein⸗ 0 der industriellen und gewerblichen Arbeitnehmer und Arbeit⸗

Deutschlands sowie ein Bankfachverständiger zur Seite.

Die schüftsstelle derNuhrhilfe sst S. W. 48, Wilhelm⸗ straße 180 II. Der geschäftsfüchrende Vorstand hat sosort seine Tätig⸗ keit aufgenommen. Die Organisation und die Mittel derRuhrhilfe sollen im weitesten Masse zur Linderung der durch die Besetzung und beutschen Gebietes an Rhein und Ruhr sowohl im be⸗

99 im Reichsgebiet entstehenden wirtschaftlichen Not

Um diesen Zweck möglichst reibumgslos und ohne Gegeneinander⸗ arbeiten mit der SammlungVolksopfer und den Hilfsmafmahmen der Regierung zur Linderung der Not zu erreich em, nehmen Ver⸗ treter der Regierung mit beratender Stimme an den Verhandlungen des geschäftsführenden Vorstandes teil. Außerdem wird eine engere Verbindung zwischen dem Verwaltungsausschuß desDeutschen Volksopfer und dem geschäftsführenden Vorstand derRührhilfe

Wiesbaßen haben die Franzosen den Tekrest bes

U Fcdurch hergeffelft, Faß eite gegenseftge Berfrelmg in den

ten Körperschaften stattfindet. Es sind Anregungen ergangen, diese Verbind ng 25 A. zu gestalten. Ob diese verwirklicht werden können, steht jedoch dahin.

Politische Uebersicht.

Abrüstung und Völkerbund.

In Genf tagt seit Freitag der gemischte Abrüstungs⸗ ausschuß des Völkerbundes; er berät über die Voraus- setzungen für eine Einschränkung der Rüstungen. Den Vor⸗ sitz führt der Franzose Viviani. 1

Dem Ausschuß wurde ein Vorschlag Lord Cecil über den gegenseitigen Garantievertrag vorgelegt.

Dessen Hauptpunkte sind folgende: Wenn eine der vertrags⸗ schließenden Parteien angegriffen wird, müssen alle n zu deren Schutze Maßnahmen ergveifen, vorausgesetzt, daß der ange⸗ griffene Teil seine Militärmacht nach Maßgabe des Vertrages redugtert hat. Wenn eines der vertragschließenden Länder seine Rüstungen berschreitet, so kann der Rat alle Rechte des be⸗ treffenden Landes an dem Vorteil des Vertrages fuspendieren und fernerhim die Anwendung wirtschastlicher Strafmaßnahmen empfehlen. Im Falle ein militärischer Angriff erfolgt, hat der Rat im Laufe von 4 Tagen zu entscheiden, wer der angreifende Teil ist. Im allgemeinen wird der Staat, der das Gebiet eines anderen Staates verletzt, als der Angreifer zu betrachten sein, Die Unterstützung, die dem angegriffenen Lande von den anderen ver⸗ tragschließenden Mächten zuteil wird, besteht erstens in einer wirtschaftlichen und finanziellen Blockade des Angreifers, und zweitens in einer militärischen Unterstützung unter einem gemein⸗ samen Oberkommando. Die Kosten der militärischen Operation müssen von dem angreifenden Lande getragen werden. In dem vorliegenden Entwurf soll nichts enthalten sein, was den Be⸗ stimmungen des Versailler Vertrages und den anderen nach dem Kriege abgeschlossenen Friedensverträgen widerspricht.

Der Tagung des Ausschusses kommt schon jetzt vor ihrer Beendigung eine historische Bedeutung zu durch die Ent⸗ hüllung der abrüstungsfeindlichen Tendenz Frankreichs, die Pipiani mit einer alle Anwesenden erschreckenden Deutlich⸗ keit zum Ausdruck brachte. Vipiani wollte bei der Bergtung des Lord Cecilschen Garantieplanes überhaupt nichts von Abrüstung hören. Er widersetzte sich allen Vorschlägen, so⸗ gac der Beratung dieses Planes, dessen praktische Durch- führung doch für heute und morgen noch gar nicht in Frage komme, sodaß ihn schließlich einer der Teilnehmer fragte, ob denn Frankreich auch in aller Zukunft nicht an Abrüstung denken wolle. Immer wieder berief sich Viviani auf seine Verantwortlichkeit als Vertreter eines großen Landes, das in seiner Existenz durch die Abrüstung bedroht wäre und daß infolge dieser Bedrohung keinerlei Abrüstungsmaß⸗ nahmen praktisch erörtert werden könnten.

8 Polen und Litauen.

Von unserem Warschauer Korrespondenten wird unß ge⸗ schrieben:

Der Konflikt an der Ruhr und die Memelfrage haben in den letzten Wochen die öffentliche Meinung in Polen in starke Auf⸗ regung versetzt. Gegenwärtig macht sich eine gewisse Beruhigung bemerkbar. In der Ruhrfrage hat die Polnische Regierung wie⸗ derholt sestgestellt, daß zu einem Eingreifen für sie gar kein An⸗ laß vorliege. Wegen der Besetzung Memels hat Polen zwar energisch beim Botschafterrat protestiert, aber auf darüber hinaus * Schritte zunächst verzichtet. In beiden Angelegenheiten droht daher keine aktuelle Gefahr.

Dagegen hat sich das Verhältnis Polens zu Litauen aus an⸗ deren Grfinden neuerdings zugespitzt. Der Völkerbund hat in Paris beschlossen, den sogenannten neutralen Streifen zwischen Polen und Litauen durch eine Demaxkationslinte zu ersetzen. Der wichtigste Teil dieses neutralen Streffens liegt zwischen dem von Polen gewaltsam annektierten Gebiet von Wilna und Litauen. Litauen hat den Verlstst von Wilna noch lange nicht verschmergt. Einer Aufteilung des neutralen Streisens ist es daher schon des⸗ wegen abgeneigt, weil es damit gewissermaßen den endgültigen Verlust von Wilna zugestehen würde. Außerdem ist Litauen mit der vom Völkerbund angeordneten Demarkationslinie nicht ein⸗

Skrzynski hat vor dem polnischen 10 am 6. Febr. 1 Polen werde unter 8 en Um

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0 85 Wie er 5 bildet also einen kritischen Tag für k

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des oder Ostgalizien gekommen ist seine östlichen Gebiete der Entente gegenüber keinen

Der Steuerausschuß des Reichstags beriet am Sa ag die Bestimmungen über die Berücksichtigung der Geldent⸗ wertung bei der Zahlung. Der Regierungsentwurf will beschleunigte Zahlung durch die Einführung von Verzugs⸗ zinsen in Höhe von 10 Prozent pro Monat erreichen, ver⸗ zichtet aber darauf, die steuerliche Bevorzugung der Ver- anlagungspflichtigen durch die späte Zahlung irgendwis auszugleichen. Von den bürgerlichen Parteien wur gegen die Regierungsvorlage⸗ insbesondere über die der Verzugszinsen, starke Bedenken geltend gemacht. äußerten sie die Auffassung, daß ein Umbau des ganzen E komensteuersystems dringend erforderlich sei. Positive Vo schläge aber lagen von ihrer Seite nicht vor. Nur die Soz demokratie hatte einen Antrag eingebracht, der an Stelle 5

des Jahres 1922, sofern der Steuerpflichtige nicht dem Lohn und Gehaltsabzuge unterliegt bezw. soweit nicht Vorc ö zahlung entrichtet sind, soll der Steuerbetrag mit dem durch. schnittlichen Goldzollaufschlag des Jahres 1922 multipliziert werden.

Dieser Antrag wurde vom Genossen Hertz eingehend be⸗ gründet. Der Vorschlag der Regierung sei zwar eine besserung des gegenwärtigen Zustandes. lasse aber immer die Möglichkeit offen, daß der säumige Zahler die Vorteile der Geldentwertung zunutze mache. Den zahl; reichen Fehlern der Steuergesetzgebung der letzten Zeit dürft jetzt nicht noch ein neuer hinzugefügt werden. Die Last der Geldentwertung müsse ausschließlich auf dem Steuer⸗ pflichtigen ruhen. Jede andere Regelung führe zur Ver⸗ schärfung des Steuerunrechts, das zu beseitigen ja auch die

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angebliche Absicht der bürgerlichen Parteien sei. Man m deshalb auch, über die Regierungsvorlage hinausgeh

den Vorteilen, den die Steuerpflichtigen unberechtigt aus verspäteten Zahlung und aus der Geldentwertung d Jahres 1922 gewonnen haben, durch eine Anrechnung Geldentwertung bei der Zahlung wieder gutmachen. eine solche Milderung des Steuerunrechts würde es Sozialdemokratie sehr schwer gemacht werden, dem Gesetze ihre Zustimmung zu geben. 2 Die Darlegungen des Genossen Hertz riefen eine ein⸗ gehende Diskussion hervor. Fast alle bürgerlichen Rednch äußerten ihre Uebereinstimung mit dem Grundgedanken, machten aber die stärksten Bedenken gegen den vorge⸗

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Der Deserteur. 1

Roman von Robert Buchanan.

Das wird für Kromlaix wieder ein trauriger Tag wer⸗ den, meinte eine andere.Das letzte Mal wurde unser Kiarik genommen und er ist noch nicht heimgekehrt.

Aber er lebt doch noch, mischte sich eine Greisin ein, während meine beiden Söhne, Jannick und Gillarm, ohne Priestersegen oder Freundesgebet in fremder Erde ver scharrt wurden. Sie seufzte schwer auf und Tränen rieselten ihr über das runzelige Gesicht.

Die Nachricht von einer neuen Konskription ist leider nur zu wahr, bemerkte jetzt ein lahmes junges Mädchen namens Joan,aber die Zeit steht noch nicht fest; es kann auch noch ein oder zwei Jahre dauern, denn es heißt, daß der Kaiser noch keine bestünmten Entschlüsse gefaßt hat. Da Mutter wegen meiner Brüder ängstlich ist, fragte sie heute den Pfarrer und er sagte ihr, die Listen hätten nicht viel zu bedeuten; die Leute würden vielleicht noch lange nicht einberufen werden; auch könne Frieden geschlossen werden und diesfalls brauche niemand zu marschieren.

Es ist unbegreiflich, warum der Kaiser nicht Frieden macht. Ist er nicht der Herrscher? Als solchem müßte es ihm leicht fallen, Frieden zu schaffen.

Jeanne Penvenn lachte wild auf. Der Teufel und alles ist gesagt. Frieden?

Schweigen Sie! rief Marcelle. die Geduld verlierend. Sie haben nicht das Recht, so zu sprechen. Und was Ihre auf dem Schlachtfelde gefallenen Söhne betrifft, so ist ihnen jetzt wohler als einst im Wirtshaus, wo sie zu raufen und zu fluchen pflegten. Es sind die Engländer, die den Kaiser verhindern, Frieden zu machen. Mein Onkel, der Korporal, sagt, daß der Raiser sich gern Ruhe gönnen würde, wenn die Engländer es zuließen, die alle Könige mit Gold erkauft haden. Die Wespen von Preußen und Engländern, die den aiser umsummen, können ihm nichts anhaben, aber sie können ihn belastigen und am Friedensschluß verhindern.

Einige stimmten Marcelle bei, während andere heftig

Der Kaiser?! Sage Macht der Teufel je

widersprachen; das richtete sich nach dem Einsatz, den jede Mutter oder Schwester im Kriegsspiel hatte.

Wozu stellt der Sergeant die Listen so eilig zu⸗ sammen? fragte eine junge Frau.Wenn die Losung gar nicht oder nach Jahr und Tag stattfinden soll, warum diese Eile mit den Vorbereitungen? Mir ist es ganz klar offenbar führt der Kaiser wieder etwas neues im Schilde und wir werden gewiß noch vor der Ernte erfahren: was.

Ein allgemeines Seufzen folgte dieser unangenehmen Weissagung. Ein sehr altes Weib das eben mit ihrem Krug an einer Krücke heranhumpelteMutter Goron ge- nannt, sah die Sprecherin mit einem seltsamen Blick an.

Komme, was kommen muß, nahm Joan wieder das Wort.Wenigstens bleibt uns der eine Trost, daß der Kaiser nicht alle braucht, und es steht bei Gott, wessen Name aus der Urne gezogen wird und wessen nicht.

Auch kann man der Heiligen Jungfrau eine Kerze opfern, warf eine junge Mutter ein deren Kinder noch ganz klein waren und die bei der Konskription nicht einmal für ihren Mann zu fürchten brauchte, der in Neufundland dem Stockfischfang oblag.

Als unser armer Antonin im Herbst starb, war ich trostlos, sagte ein hübsches Mädchen. das den Krug der Mutter Goron gefüllt hatte.Aber jetzt ist es mir lieber, daß der liebe Gott ihn genommen als die Konfkription.

Wir unserseits sind sicher! rief Joan.Ich habe nur einen Bruder, und einzige Söhne von Witwen nimmt der Kaiser nicht.

Diese Aeußerung verdroß Marcelle.Da ist es doch besser, bemerkte sie, höhnisch lachend,drei diensttaugliche Brüder zu haben wie ich, von denen kein einziger ein Feig⸗ ling ist. Mindestens einer von ihnen wird dem Kaiser dienen. Schade, daß ich kein Mann bin und daher nicht mit- marschieren darf!

Einige Mädchen stimmten ihr lebhaft zu; wie leicht ist es, mutig zu sein, wenn man weiß, daß man nichts zu ver⸗ lieren hat! 5

Du irrst Dich, Joan, fuhr Marcelle sort,diesmal werden auch die einzigen Söhne nicht verschont. Jeder taug⸗ liche Mann steht auf den Listen: wenn der Kaiser will, muß jeder gehen, nur die Blinden und Blöden nicht! Vive

l'Empereur! Keine einzige Stimme wiederholte diesen Ausruf, alle die Kaiser

Versammelten warfen feindselige Blicke auf

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anbeterin. Die alte Goron stöhnte schmerzlich auf, da zu Marcelle hin, faßte sie beim Arm und schrie:Das ist falsch, Mädchen! ö Was ist falsch, Mutter Goron! 1 Daß auch die einzigen Söhne gezogen werden. Der Sergeant behauptet es zwar aber es kann nicht richtig sein. Mein Gott, es kann nicht wahr sein! Der Sergeant sagt, daß niemand befreit wird, aber ich kann es unmöglich glauben. Ich habe mit dem Sergeant gesprochen; er meinte, der Kaiser brauche Tausende, ja Millionen Soldaten, um die frechen Deutschen zu züchtigen. Das ist ja ganz in der Ordnung, aber meinen Jungen soll er nicht haben. Ich habe für den Kaiser gebetet, damit er siege, und ich werde auch weiter für ihn beten, so lange er mir meinen So läßt: meine anderen sind tot und ich habe nur noch den Jean. 1 Fürchten Sie nichts. Mutter Goron]! sagte Marcelle ergriffen.Der Sergeant weiß all dies und wird Ihren Jean die Liste setzen; ja, selbst wenn sein Name gezogen würde, wird der gute Sergeant es nicht zu n, daß Ihr Jean miimarschle sa 5. weng Mein Fluch treffe alle! schrie die Greisin verzweifelt. Mein Jean ist groß und kräftig, und die Großen u Kräftigen werden stets gezogen. Man betrügt bei Ziehung und nimmt immer die besten. Der Kaiser wieder in den Krieg, aber meinen Jean wird er nicht kommen! So wahr es einen Gott im Himmel gibt, mei Jungen wird er nicht bekommen! 2 Mareelle warf einen mitleidigen Blick auf die hrer Sinne kaum mehr mächtige Greisin, hob ihren Krug auf den l um 755 Run Hause Als sie in die Dorfstraße ein, gen wollte, trat aus dem Schatten or: Marcelle! flüsterte er zärtlich. 5 en 3 Rohan? b 1 in heißer Kuß in der stillen Mondscheinnacht und Rohan wollte der Geliebten den Wasserkrug 4 aber sie gab es durchaus nicht zu; so schritt er denn neben ihr her,

Du warst heute lange beim Brunnen.

Ja, es gab viel zu hören.

(Fortsetzung folgt.)