ä
abgesehen, verhältnismäßig
Die Trikolore über den dentschen Judustrieprolctariern..
Die Fremdherrschaft beginnt.
Der Einmarsch in Essen.
Der offizielle Vormarsch der französischen Truppen hat Donnerstag morgen 5 Uhr begonnen. In Essen wurden zunächst ringsum die Vororte Sterke⸗ träde, Steele, Bottrop und Kupferdreh besetzt. Um ½11 Uhr begann dann der Einmarsch in die innere Stadt mit Kavallerie und Tanks, denen eine französische Ingenieur⸗ kommission folgte. Die Geschäfte der Stadt waren geschlossen,
die Sladtverordneten waren in ihrem Sitzungssaale ver⸗
sammelt. Der Einmarsch wurde auch in den ersten Nachmittags⸗ stunden weiter fortgesetzt. In weitem Bogen zieht sich ein „Truppengürtel um die Stadt. So sind u. a. die Orte Dins⸗ latfen und Vattenscheid besetzt. Da der letztere Ort, der nur wenige Kilometer von Bochum entfernt liegt, in die Aktion der Franzosen einbezogen worden ist, taucht auch der Ge— danke einer Ausdehnung der Besetzung auf Bochum wieder auf.
Unmittelbar nach dem Einzug der ersten französischen Truppen in das Zentrum der Stadt Essen wurde das Tele⸗ graphen⸗ und Fernsprechamt von einer Truppenabteilung besetzt und der Fernsprechverkehr auf 20 Minuten gesperrt, dann aber wieder freigegeben. Wie diese Telegraphen⸗ und Postfreiheit aussieht, das geht daraus hervor, daß die deutschen Journalisten Postämter außerhalb Essens aufsuchen mußten, wenn sie Nachrichten nach Berlin aufgeben wollten. Anzahl von Fernsprechleitungen für seine Zwecke in Be⸗ schlag. Das Gebäude des Rheinisch⸗Westfälischen Kohlen⸗ syndikats wurde ebenfalls besetzt. Sowohl das Post-⸗ und das Telegraphenamt wie das Kohlensyndikat wurden mit starken Wachen versehen. Die Mitglieder der Essener Kuxen⸗ börse, die sich nachmittags zur gewohnten Stunde im Vörsen⸗ lokal versammelt hatten, beschlossen als Protestkundgebung agen die Besetzung Essens durch die Franzosen keine Börse abzuhalten.
Die Truppen benehmen sich im allgemeinen ruhig. Der Straßenbahnverkehr ist nicht gesperrt. Die Bevölkerung be⸗
mmt sich, von kleineren Aeußerungen nervöser Erbitterung ö ruhig. Es ist erfreulich zu erfreulich zu sehen, wie sich die Bevölkerung zurückhält und keine Antwort gibt, wenn eine Patrouille sich nach dem Weg oder irgend einer Zeche erkundigt und von dem deutschen e dann einer den andern ansieht. Die Verkehrslage
Ruhrgebiet ist noch vollkommen in Ordnung.
Eine würdige Zurückweisung militaristischen
Größenwahns. 9 Ueber die Verhandlungen, die der Oberbürgermeister mit franzöfischen Kommandierenden hatte, erfährt der Sogd. Pꝛessedienst aus Geprächen mit französischen Journal'sten fol⸗ gendes: Der General schickte einen Staatshauptmann zum ber⸗ ürgermeister, um ibm zu sagen, daß er den General or der Tür des Rathauses erwarten solle. Der Oberbürgermeister lehnte dieses Ansinnen ab und ließ dem General sagen, wenn er ihn zu sprechen wünsche, sei er bereit, ihn in seinem Amtszimmer zu empfangen. Schließlich begab sich der Kommandierende an der 0 itze einer feierlichen Eskorte von drei hohen französischen Offf⸗ gieren, 12 Staatsoffizieren, und endlich ebenso viel Subaltern⸗ Offizieren, denen sich der Schwarm der französischen Journalisten ee 5. Zimmer 1 Oberbürgermeisters. Als die Offi⸗ 9 re eingetreten waren, wurde die Tür rasch geschlossen- und die französtschen Presseleute blieben ausgesperrt. Der e fe ber ganze Verlauf der Verhandlung war rein formell und ausge⸗ Aicben eisig. Der franzüsische General eröffnete dem Ober⸗ e daß er im Auftrage seiner Regierung verschiebene N nahmen durchzuführen habe, nämlich die Besetzung der ein⸗ gelnen Gebäude. Wenn diese Maßnahmen durchgeführt seien, werde die Besetzung zum größten Teil wieder aus der Stadt ent⸗ fernt. Er hinterlasse einen Kommissar, der die Führung der wei⸗ teren Angelegenheiten übernehme. Im alten Essen werden 30 (Offiziere und etliche Jurdert Mann verbleiben, in Essen selbst ein General, 30 Offtziere und 300 Mann, der iibrige Teil in der Umgebung. Für diese Militärs wurde sosort die Vereitstellung n Quartieren verlangt. 703 Der Oberbürgermeister entgegnete, daß er sich nur dem mili⸗ stärischen Zwange füge und daß er gleichzeitig namens der Stadt Essen feierlichen Einspruch gegen diese Vergewaltigung der Stadt erhebe. Der General nahm diesen Protest zur Kennlnis und ver⸗
verschwand. Die Maßnahmen der Gewalthaber. Das Nuhrgebiet im Belagerungszustand.
. Wie aus Essen gemeldet wird, hat dort General Degoutte einen Anschlag veröffentlicht, in dem es unter anderem
eißt: Im Ruhrgebiet, wo zur Vollstreckung des einer Ingenieurmission anvertrauten Mandates französisch⸗
belgische Truppen einmarschiert sind, werden vom Kom— mandierenden General folgende Maßnahmen getroffen, um die Ruhe und die Ordnung aufrecht zu erhalten. Der Ve— lagerungszustand ist über das ganze von den belgisch⸗fran⸗ 1 70 85 Truppen besetzte Gebiet verhängt. Die dortigen esetze, besonders die sozialen Gesetze, bleiben in Kraft. Nur haben sie
die deutschen Behörden bleiben im Amte. den Befehlen der Besatzungsbehörde Folge zu leisten. Sie haben den Militärbehörden sofort von allen wichtigen Er⸗ eignissen unverzüglich Mitteilung zu machen. Jede Sach⸗ beschädigung wird strengstens bestraft. In dem Bestand der Polizei wird vorläufig keine Aenderung vorgenommen. Alle erben haben sich durch Pässe auszuweisen. Im Prinzip freier Verkehr Tag und Nacht. Der Eisenbahn⸗, Post. und
elegraphenverkehr wird aufrechterhalten, von vorüber— gehenden Einschränkungen abgesehen. Jeder Versuch, die Ruhe zu stören oder die Sicherheit der Besatzungstruppen eu gefährden, wird strengstens bestraft. 5
Das französische Kommando nahm eine
Das ganze Ruhrgebiet?
Nach einer Meldung des Petit Parisien soll die Ueber⸗ siedelung des Kohlensyndikats von Essen nach Hamburg wahr ⸗ scheinlich zur Folg haben, daß nicht nur Essen, sondern das ganze Ruhrgebiet besetzt werde. Das Echo de Paris schreibt, daß durch dieseuebersiedlung die französischenSanktionspläne, wovon dieuleberwachung der ͤKohlenförderung im Ruhrgebiet die erste Etappe sei, schneller durchgeführt werde, als sie ge⸗ plant worden seien.— Abwarten! Richtig scheint zu sein, daß seit Donnerstag abend auch Ober hausen und Gel⸗ senkirchen besetzt sind.
Der passive Widerstand. Der deutsche Ammoniakverkoufsverein, sowie der Benzolver⸗ band haben ihre Gebäude in Vochum geräumt und ihren Sitz nach Orten außerhalb des Ruhrgebietes verlegt.
Fraunzösische Einladung an die Zechen.
Das französische Oberkommando hat für Freitag die Leiter der industriellen Werke zu einer Besprechung nach Düsseldorf eingeladen. Es steht noch nicht fest, ob dieser Einladung Folge geleistet wird. Sollte es geschehen, so könnte es sich für die Zechen⸗ und Hüttenverwaltungen nur darum handeln, die Ausführungen des französischen Ober⸗ kommandierenden entgegenzunehmen, ohne von sich aus zu den etwaigen geäußerten Auffassungen und Wünschen in irgend einer Form Stellung zu nehmen.
Die Lieferung der Reparationskohle eingestellt.
Wie die Telunion erfährt, ist die Lieferung der Reparationskohle eingestellt worden
Amtlich wird gemeldet: Vom Neichskohlenkommissar wird folgende Anweisung erlassen: Nachdem Frankreich und Belgien mit militärischer Macht in das bisher unbesetzte Gebiet einge⸗ drungen sind, ist Deutschland nicht mehr in der Lage, Reparations⸗ kohlen an diese Länder zu liefern. Das deutsche Reich leistet für Kohlen, die an diese Staaten flir Reparationszwecke geliefert oder von ihnen beschlagnahmt werden, keine Zahlung mehr, auch nicht für die Transportkosten solcher Kohlen uuf den Bahnen und Wasserwegen. Soweit die bisher für Reparationszwecke geliefer⸗ ten Kohlen für die Eisenbahnen geeignet sind, sind sie an die Etisenbahnen abzuführen. Elektrizttätskohlen an die Elektrizitätswerke und Hausbrandkohlen dem Hausbrand zuzuführen. Gas⸗, Elektrizitäts⸗ und Hausbrand⸗ kohlen sind in allererster Linie nach Sübdeutschland und in das besetzte Gebiet zu schicken, damit die eingelaufenen Abfuhrwege an⸗ nähernd in ihrem bisherigen Umfang ausgelastet werden.
Die Reparationsleistungen an Frankreich
eingestellt.
Wie der Reichskanzler ankündigte, wird die deutsche Re⸗ gierung an diejenigen Ententeländer, die sich an dem ver⸗ tragswidrigen Gewaltakt im Ruhrgebiet beteiligen, Repa⸗ rationen nicht mehr leisten, da sie sich ihnen gegenüber in dieser Beziehung ebenfalls nicht mehr an den gebrochenen Vertrag gebunden fühlt. Welche Reparationsleistungen im übrigen für die Dauer der Nuhrbesetzung unterbleiben sollen und ob diese Maßnahme auch gegenüber Italien er⸗ griffen werden soll, unterliegt zurzeit noch der Erwägung.
Der Protest des Neichsrats.
In der Donnerstagssitzung des Reichsrats gab vor Eintritt in die Tagesordnung der Vertreter Preußens, Staatssekretär Gen. Göhre, folgende Erklärung ab, die die Versammlung stehend anhörte:
„Der Reichsrat als verfassungsmäßige Vertretung der deut⸗ schen Länder erhebt in Ueberetnstimmung mit der Reichsregterung einmütig Protest gegen die von der französischen und belgischen Regierung durch die Besetzung eines Teiles des Ruhrgebietes an dem deutschen Volke unter Bruch des Vertragessvon Versailles be⸗ gangene Vergewaltigung. Der Reichsrat bezeugt vor der ganzen Welt, daß das deutsche Volk bemüht gewesen ist, die ihm auferleg⸗ ten nach dem Urteil erster wirtschaftlicher Autoritäten der Erde untragbaren Lasten bis zur Grenze seiner Leistungsfähigkeit zu erfüllen und daß es dazu auch in Zukunft bereit gewesen wäre. Wenn nunmehr durch einen derartigen Ueberfall auf das wehr⸗ lose deutsche Volk die Wiedergutmachung unmöglich gemacht, der Frieden Guropas erneut gefährdet und das Zusammenleben der Nationen abermals vergiftet wird, so trägt die Schuld daran aus⸗ schließlich die Gewaltpolitik Frankreichs.
Gegen eine Politik mit solchen unheilvollen Folgen rust der Reichsrat das Urteil der rechtlich Denkenden aller Länder an. Die bedrängten Volksgenossen am Rhein und Ruhr aber versichert er seiner tätigen Hilfe. Er ist gewiß, daß sie in Besonnenheit und Würde ausharren werden bis zum Tage der Befreiung.“
Ein Protest der Eisenbahner.
Beixat und Vorstand des Deutschen Eisenbahner-Verbandes haben in einer Entschließung Protest eingelegt gegen den rechts- widrigen Einmarsch französischer und belgischer Truppen in deut⸗ sches Gebiet. In der Entschließung wird u. a. gesagt:
„Der Beirat des Deutschen Eisenbahnerverbandes fordert die
durch die Maßnahme der französischen Impexialisten besonders getroffenen Verbandsmitglieder auf, der Machtpolitik gegenüber
ihre Ruhe zu bewahren. Als Wehrlose fügen wir uns der Ge⸗ walt, erwartend, daß der Protest, den alle Deutschen an das Ge⸗ wissen der Welt richten, den Unterbrückungen ein Ziel setzt. Die Vertreter aus dem bisher und neubesetzten Gebiet erklären, daß keine Maßnahme freinder Machthaber sie in ihrer Treue zum Deutschtum und zur deutschen Republik wankend machen kann.“ Vorzeitige Meldun en über einen Proteststreik
Die Meldungen der bürgerlichen Presse über einen halb⸗ stündigen Protest-Generalstreik, der am Montag im ganzen Reich stattfinden soll, beruhen auf Kombinationen. Die Be⸗ ratungen der Gewerkschaften haben noch zu keinem Ergebnis geführt und werden am Freitag fortgesetzt.
Das Vertraueusvotum für Poincaré.
In der Donnerstag⸗Sitzung der französischen Kammer gab nach der Rede Poincarés füber die Ruhrbesetzung der Kammer⸗
präsident bekannt, daß drei Interpellationen vorliegen. die sich auf den Abbruch der Pariser Konferenz, die Vesetzung der Ruhr und die Verhaftung der ke unistischen Füheer beziehen. Poin⸗
caré erklärte namens der Regkerung, daß diese die Vertagung der Interpellationsdebatte auf den ersten Freitag im Monat Februar beantrage.
U
Gaslohlen sind an die Gasanstalten,
5—— 8 Die Verschlebüng an die die Regserung das Verkra votum n en dann von der Kammer mit 478 gege Stimmen angenommen. 0 5 9 5 S b Poincaré die gleiche Erklärung wie an 5 15 2—.— beschloß einstiumig den Mauer.
d klärunge incarés. 5 1 35 905 ae Poincarés schresbt heute morgen d
Vorwärts: 5 4 „Jetzt, wo die Tricolore in Essen flattert, ist er wieder bort Mae dem kein Millerand und kein karte mehr, en anhaben kann. So wird nach dem„Triumph des 9 15 und der Zivilisation“, der in Vexsailles besiegelt wurde, 12 51 9 ö Europas gekpielt. Das sind die Gesichtspunkte, die 1 r das Sch sal den Ausschlag gegeben haben. Jetzt hat Po Nan 9 seine Fünssechstel⸗Mehrheit in der Kammer des na 1 en Bor erneut erlangt und die Greise des Senats, über deren geistig Qualität man sich in normalen Zeiten in Frankreich 1 g lustig machen konnte, haben in jugendlichem Eifer sogar de schlag der Präsidentenrede beschlossen“ 7278 Die Deutschnationale Deutsche Tageszeitung 5 1 „Man tut Poincaré zu viel Ehre an, wenn man die 2 üge und Ausflüchte, mit denen er um seine 1 F de ernst nimmt. Es muß nur immer auf die wal iele Frankreichs hingewiesen werden, dann erledigen sich Lügen für jeden ernsthaften Menschen in kürzester Zeit von Die französische Kammer gibt sich wieder zu einer 11 Komödie her, was freilich nichts neues ist. Die Heuchelei carés hat ihren Gipfel erreicht, als er es gewagt hat, woe N „geheiligten Friedensvertrag“ zu sprechen, einen Vertrag, den e
selbst soeben als einen Fetzen Papier behandelt hat. Dieser H i ür e Deutschen schlechterdings un⸗ punkt der Gemeinheit ist für einen dennen Beige
rständlich, entspricht aber offenbar der ischen a bel Befall, der dem Minister⸗Präsidenten ge
de.“ 80 England wartet ab.
Das Kabinett beschloß, eine abwarten de Haltung beizubehalten, insbesondere die englischen Besatzungstruppen am Rhein nicht zurückzuziehen und auch in den verschiedene 5 Kommissionen vertreten zu bleiben; jedoch wird, wie ich die englische Regierung ihre Abneigung gegen die fra sischen Sanktionen dadurch zum Ausdruck bringen, daß innerhalb der englischen Okkupationszone keinerlei aus Sanktionen herrührende Maßnahmen ausführen läßt, i besondere sich an der Exekutive der Rheinlandkommission soweit nicht beteiligt. 1
Politische Uebersicht.
Der Ueberfall auf das Memelland. Eine abgekartete Sache? f
Der Gewalttat im Westen schließt sich würdig ein waltstreich im Osten an. An demselben Tage, an dem französischen Truppen in das Ruhrgebiet einfielen, ha
11
1
die Litauer das wehrlose Memelgebiet überfallen. S rücken aus drei Richtungen auf Memel selbst vor. Heydel
ist bereits in ihrer Hand. Vor der deutschen Stadt T ö sind sie in unmittelbare Berührung mit deutschem Boden geraten. Die französischen Schutztruppen— das Memel⸗ gebiet steht heute ja unter einem französischen Protekt
— haben sich angeblich vor der Stadt Memel einges 8 Widerstand haben sie bisher nicht geleistet. Dagegen ste hen Schifse für sie bereit. Das alles läßt darauf schließen,
es sich um eine mit den Franzosen abgekartete Sache handell So sehr wir die litauische Gewalttat bedauern und ve urteilen, helfen können wir dem deutschen Memelgebi nicht. Es gehört nicht mehr zu Deutschland. Eine ne Frage erhebt drohend ihr Haupt: Ist die litauische 2 100 der Auftakt für weitere Vorfälle im Osten? Soll zu ein gegebenen Stunde sich dem Raubzug im Osten ein Angriß auf Ostpreußen angliedern? Die Propaganda Chauvinisten in Polen und Litauen arbeitet seit langer
es darauf ankommt, nicht wählerisch.
Jauntarrate bezahlen. 755
Nach einer Havas⸗Meldung wird in Kreisen der Lon, doner City erklärt, daß die deutsche Regierung der franzö⸗ sischen Regierung zur Kenntnis gebracht habe, daß sie den am
zahlen werde. 2
Zurückberufung des amerikanischen Vertreters
2 Der Vertrag von Lausanne. 1 Der Friedensvertragsentwurf von Lausanne ist nun fertiggestellt und dürfte der türkischen Delegation in weni Tagen vorgelegt werden. In einem Begleikschreiben werden alle Konzessionen genannt, die den Türken gemacht wurden. Es wird festgestellt, daß in diesem Vertrag kein einz Artikel enthalten, zu dem sich die Alliierten nicht weitgeh äußern und ihre Ansicht vertreten konnten. 5
5 22 8 5
Die Türkei beruft weitere Jahresklassen ein.
Aus Angora wird gemeldet, daß drei weitere Jahresklassen den Waffen einberufen worden sind. Es heißt in politischen Kre ö daß die Türkei diese Einberufung veranlaßt habe, um in Lausam die Durchführung des Natlonalpaktes unbedingt zu erzwingen.
f Von englischer Quelle werden die alliierten Streitkräfte in Türkei einschließlich Tschanaks und Thraziens folgendermaßen gegeben: 8900 Engländer, 6000 Franzosen, 100 Italiener eine gewisse Menge Hilfstruppen. 7
8 Der deutsche Haushaltplan für 1923 Fast 1½ Billion! g
Der Voranschlag für den Reichshaushaltsplan für Jahr 1923 wird schatzungsweise die Höhe von 14 Billione Mark erreichen. Der preuzische Haushaltsplan für 1925 5 jetzt dem preußischen Landtag zugegangen. Die Einnak merden auf rund 150 Milliarden veranschlagt, die dauer Ausgaben auf rund 150 Milliarden und die einmaliger
5
gaben auf rund 11 Milliarden, zusammen also 161
in dieser Richtung, und Poincars ist in seinen Mitteln, wenn * 5* 1 Deutschland wird auf den letzten Pfennig die 4
4
15. Januar fälligen Betrag bis auf den letzten Pfennig be⸗
aus der Repko? 12 Senator Reed schlug im Washingtoner Senat die N rückberufung des nicht offiziellen amerikanischen Vertrete der Reparationskommission vor. 3
——


