Frankreich„annehmbare Verschrage machen kann. Wie wir be⸗ flimiat wissen, ist jedoch die Mehrzahl der Reichsminister bereit, einen Schritt zur aktiven Polit zu muchen, während Cuno und Nosen⸗ berg glauben, mit schonen Worten die Verständigungspolitik machen zu können. Diesem Zustand muß durch die Volksvertretung abge⸗ holfen werden.
Bonar Law will nicht intervenieren.
Auf eine Anfrage in der Dienstagsitzung des
1 ob England noch nicht daran denke, in der 8ü⁰ zu intervenieren, antwortete der parlamentarische Stants⸗ fekretär bes Lußerm imisterünns verneinend. In diesem Augenblick habe eine derartige Intervention keinen nützlichen Zweck.
Entweder
Vorschläge Deutschlands
oder
Blockade der Hansastädte.
Der Deutschen Allgemeinen Zeitung wird aus Berlin gemeldet: Von sranzösischer, anscheinend sehr gut unterrichteter Seite hören wir, daß an Deutschland in ganz kurzer Zeit eine Aufforderung ge⸗ richtet werden soll, für die Lösung des Reparationsproblemes be⸗ stimmte Vorschläge zu machen. Es heißt sogar, daß diese Forderung einen ultimativen Charakter trage. Ferner wird hinzugefügt, daß, wenn Deutschland dieser Aufforderung nicht nachküme, mit einer Art Blockade der Häfen von Bremen und Hamburg gedroht würde. Es sollen Truppeuversendungen oder unmittelbar militärische Maß⸗ nahmen anscheinend nicht ins Auge gefaßt sein, wohl soll aber durch alliierte Kriegsschiffe auf hoher See die Ein⸗ und Aus fahrten nach beiden Häfen verhindert werden.
Belgien ist Nuhr⸗müde.
Der französische Minister⸗Prästdent wird am Sonntag in 1 0 also im Belgischen, anläßlich der Einweihung eines
engl
Kriegsdenkmals eine Rede halten, in der er die„unveränderte tung“ a festzustellen gedenkt. In seiner Begleitung wird sich als Abgeordneter auch Wucheur befinden. Schon daraus ergibt sich, daß es mit den Poincaréschen Feststellungen über die unveränderte Haltung“ nicht sehr weit her sein kann. Im übrigen vor der Einweihung des Kriegsdenkmals in Dünkirchen am ttag eine e der französischen Minister mit dem belgi⸗ Premierminister und dem Außenminister statt. Daß diese der Ruhraktion schon längst genug haben und lieber heute als morgen, die Pfänderpolitik an der Ruhr zu einem vernünftigen Ab— bringen möchten, ist uns aus ganz zuverlässigen Quellen Theunis selbst hat z. B. maßgebenden belgischen Sozia⸗ 2 0 4 erklärt, daß die belgische Regierung schon aus aftlichen Gründen jetzt alles tun werde, um Frankreich ö ebenfalls zu einer schnellen Verständigung zu veranlassen. Auch diese 12505 spricht Warn daß Poincaré am Sonntag den Mund besonders voll nimmt, und die unveränderte Haltung der Regierung in der Tat in dem Sinne proklamieren wird, wie er die französische Politik noch vor wenigen Wochen kennzeichnete. Aber auch der Pariser Temps läßt in seinen Bemerkungen im gestrigen Abendblatt bereits darauf schließen, daß Poincaré in Dünkirchen babs wie der Stier im Porzellanladen wüten wird.„Die zurück⸗ tende Antwort, die Vonar Law im Unterhause gab“, so sagt 155 Blatt,„zeige an, daß der englische Premierminister' für eine kräftige Mitwirkung Englands an der Ruhrpolitik Frankreichs 85 genügende Mehrheit nicht zu erhalten glaube.“ Deshalb dürfe französtsche Volk sich keine Illusionen machen, sondern es e bereit sein, alles zu tun, um einen Erfolg zu sichern. 0 Wirklichkeit handelt es sich hier um eine Beeinflussung der . aus Anlaß der Rede Poincarés, die die Zurück⸗ Bonar Laws berücksichtigen wird.
Der Ausweisungswahnsinn. g Französisches Militär räumte am Montag gewaltsam die zweite 2 e ee St Paulien. Dadurch wurden weitere 5 ilien obdachlos.— Den Eifenbahnbeamten von Conz und 4 us— etwa 90— wurde der schriftliche Befehl zum Eintritt in den Dienst der französischen Cisenbahnregie überreicht. Faslg Beamten ern, drohen die Franzosen mit kriegsgericht⸗
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Neue Eingriffe in den Verkehr? Nach Aeußerungen französischer Offiziere oll in aller Kürze den Personen⸗ und Lastkraftwagenverkehr mit dem besetzten bret die re verhängt werden Dodurch soll die Benutzung raußosen gefahrenen Züge erzwungen, werden.
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von den
fascistischen Organisationen.
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Die deutschen Streikbrecher.
Der Obmann der 40 Deutschen und Oesterreicher, die vor einigen Tagen in Karlsruße in den e Eisenbahndienst üb'ertraten ber ehemalige Kaufmann Lilienthal aus 1 wurde am Montag vor den Frauzosen verhaftet, wal er die ihm für seine Kolonne aurertrauten Lohngelder 1 hat. In der gleichen UAngeleq teit na ien die Franzosen auch den deu'schen Arbeiter Heitkamp sest.
Politische Uebersicht.
Das Programm der sächsischen Negierung
In der Dienstagssitzung des sächsischen Landtags gab die neue Regierung ihre Programmerklärung ab. Minister⸗ prasident Dr. Zeigner führte u. a. aus: Sachsen sei infolge seiner wirtschaftlichen Struktur unlösbar mit dem Reich ver knüpft; es leide mit dem Reich unter der Besetzung des Ruhrgebietes. Die sächsische Regierung ist mit der Reichs⸗ regierung einig, daß der Abwehrkampf mit aller Kraft fort
eführt werden muß. Das Ziel des Abwehrkampfes ist, die Verhandlungsbereitschaft mit der französischen und belgischen Regierung auf vernünftiger Basis herbeizuführen. Diese Politik der Abwehr, des passiven Widerstandes muß klar und eindeutig durch eine aktive Politik positiver Vorschläge ergänzt werden. Eine Verständigung mit Frankreich ist aber ohne große Opfer der besitzenden Klasse nicht denkbar.
Um aus der verzweifelten wirtschaftlichen Lage heraus⸗ zukommen, wird die sächsische Regierung alles tun, was ge⸗ eignet ist, die Entwicklung von der Privatwirtschaft zur Ge⸗ meinwirtschaft vorwärtszutreiben. Wir wissen jedoch, daß ein kleines Land wie Sachsen mit seiner eingeschränkten Gesetzgebungsgewalt und bescheidenen Wirtschastskräften in⸗ mitten einer kapitalistischen Welt sozialistische Ziele nicht so verwirklichen kann, wie wir es wünschen. Mit Rücksicht darauf, daß die wirtschaftliche Not bald die Ursache der Kriminalität ist, wird die Regierung dem Landtag ein Aninestiegesetz vorlegen.
Weiter wird die Regierung eine Verordnung erlassen, durch die jede Preistreiberei nachdrücklich dadurch bekämpft wird, daß zur Kontrolle der Preisbildung besondere Aus⸗ schüsse bei den Preisprüfungsstellen errichtet werden, die aus Vertretern der Arbeiter und Angestellten bestehen und im Einvernehmen mit den beteiligten Arbeiter⸗ und Ange- stelltenorganisationen berufen werden.
Die Regierung wird jedem Versuch, den Achtstundentag anzutasten, entschieden entgegentreten. Bei Schlichtung von Lohnstreitigkeiten wird sie die aufwärtsstrebenden werk⸗ tätigen Volksschichten in allen berechtigten Existenzkämpfen unterstützen. Den in der Oeffentlichkeit geäußerten Wünschen entsprechend wird sie ein Arbeitskammergesetz dem Landtag vorlegen. 5
Dem Einheitsschulgedanken und dem allgemeinen Schul⸗ fortschritt droht eine schwere Gefahr durch den Antrag der bürgerlichen Parteien im Reichstag. Die sächsische Regierung halt diesen Antrag für verfassungswidrig und hat bereits an maßgebender Stelle dagegen Protest eingelegt. b
Alle für unseren wirlschaftlichen, sozsalen und kulturellen Wiederaufbau notwendige Arbeit kann nur ge⸗ leistet werden auf dem Boden der Republik. Diese aber ist bedroht, und das Reich hat gegenüber dem Treiben der anti⸗ republikanischen Kreise nicht jene Festigkeit gezeigt, die not⸗ wendig gewesen wäre. Ueber ganz Deutschland haben sich zahlreiche Organisationen verbreitet, die verborgen und offen gegen die Republik hetzen. Mit Bitterkeit haben wir feststellen müssen, daß auch die Reichswehr sich nicht frei⸗ gehalten hat von engen Beziehungen zu diesen reaktionären In dieser Situation kann es
der Arbeiterschaft nicht verdacht werden, WN t Schutze ihrer Versammlungen Einrichtum zn und A
maßnahmen gegen Ueberfalle ergriffen hat. Auch die blik selbst ist bedroht. Die sachsische Regierung kann ö her den Arbeitervertretern nicht verbieten, nein, sie! 8 dankbar begrüßen, wenn sich die Arbeiter den Orgar 0 Republit zur Verfügung stellen, um im Bedarfsfalle ö der Leitung staatlicher Polizei mit ihrem Leben alle ge tätigen und ungesetzlichen Angriffe gegen die Repub N zuwehren. Das Proletariat ist die stärkste und zuverif Sicherung der Republik. Die Regierung hat zur 9 schaft das feste Vertrauen, daß sich kein Mitglied d nungsdienstes an irgend einer prove katorischen He beteiligt oder sich Erefutivbefugnisse beimißt, die ihn zukommen und die kein Staat einer privaten Organsse überlassen könnte. Davon, daß diese Abwehrorganisah gegen strafrechtliche Bestimmungen verstoßen, kann ga Rede sein, denn der sächsische proletarische Ordnung ist nicht bewaffnet. Damit entfallen alle Argumente. einen Weg gibt es, um diese Abwehrorganisationen flüssig zu machen: das Reich mag endlich eingreifen g die fascistischen Organisationen. Das Reich hat es Hand, diese Abwehrorganisationen gegenstandsloz machen, wenn es dafür sorgt, daß die reaktionären A formationen mit aller Energie zerschlagen werden. haben am 21. März vor dem Landtag den Eid ah sächsische Verfassung geleistet, wir werden ihn halten. betrachten es als unsere Aufgabe, die Republik zu
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aufzubauen und nicht zu zerstören.— 1 knicht
Die vorstehende Programmerklärung enthält zu ber Recht— verschiedene sachliche Angriffe gegen das 9 kunt, 1 Zentralorgan der Volkspartei, die Zeit, fühlt 4 al Ft berufen, den Ministerpräsidenten als„Landesverräte dle d bezeichnen. Sie führt diese Bezeichnung auf Zwischen Fah, einiger Vertreter der Rechtsparteien im sachsischen an ub die
zurück, die diese Herren natürlich ohne viel Mut auf 6 a ihrer Immunität leicht machen konnten. Die Zeit ist
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wegen der Vezoichnung„Landesverräter“ gerichtlich 10 Ni langen, und wir glauben, doß der sächsische Ministervfff 0 eis Jaht dafür schon Sorge tragen wird. Für uns würde sich d 00 bei f erübrigen, auf die Angelegenheit noch einzugehen, e ibi nicht in diesen Tagen in Berlin das kommunistische. altelhen, verboten worden wäre, das sich gegen Vertreter der alen. regierung und der preußischen Regierung nicht 1 0 1 g it d Verleumdungen hat zuschulden kommen lassen, wie die Cbehesen Der Ausdruck„anilingefärbter Prozentpatriot“ und i al Mraft Bezeichnungen von der Roten Fahne, als Charakteriss
Reichs⸗ und preußische Minister u. a. gebraucht, ben 3 höchstens Mitleid über die Geistesverfassung der R dc 1 1 des kommunistischen Zentralorgans zu erwecken. 40 65
jedoch die Bezeichnung„Landesverräter“, wie sie fi rechtsstehende Zeit zu eigen macht. Sie ruft neuen gegen die sächsische Regierung in den Rechtskreisen und ist ein schwerer Verstoß gegen das Gesetz zum Sch ö Republik. Wir fordern deshalb nicht das Verbot der msissen aber aus Gerechtigkeitsgründen die Aufhebu N Verbots der Roten Fahne mit sofortiger Wirkung verlieh Darüber hinaus wird die sächsische Wan wisse 1 sie zu tun hat.
Die Thäringer Staatsbank. N Aus Weimar wird uns geschrieben: 0 Am Dienstag, den 10. rtl, wurde die Thüringi
bank eröffnet. Sie soll mit den dem Staat zufließe
im Rahmen eines neuzeitlichen Bankbetriebes arbeiten,
die alten Staatsbanken mit Ausnahme der preußischen in
Hauptsache die Aufgabe hatten, die Geldmittel e
walten oder aber ihr Notenprivileg zum Zwecke der Schafsun
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Der Deserteur.
1 Roman von Robert Buchanan.
Auf den ersten Blick schien es wirklich unglaublich, daß ein menschliches Wesen von oben oder unten in die Grotte — wenn es dort oben eine Grotte gab— gelangen konnte, ohne eine Leiter oder Seil zu Hilfe zu nehmen. Aber der mit der Oertlichkeit besser vertraute Grallon erklärte, daß ein Aufstieg, obgleich im höchsten Grade beschwerlich und gefährlich, für einen geübten Turner nicht unmöglich sei. In der entferntesten Ecke der Kathedrale, in der nächsten Nähe des sogenannten Altars, sei die Wand hart und trocken und weise hie und da kleine Vorsprünge auf, die für Hände und Füße des Aufsteigenden als Halt dienen konnten.
„Ich sage Euch, Ihr Leute, die Sache ist möglich! Man braucht nur Füße und Hände gegen diese Vorsprünge zu stemmen———
„„Wohlan, ich sehe, daß Du ein waghalsiger Bursche bist,“ unterbrach ihn der Sergeant,„und die Sache gründlich weg hast. Zeige uns, wie man's macht und, bei der Seele
des Kaisers, wir folgen Dir nach!“
„Ich sage Ihnen, Sergeant, er ist oben,“ beharrte der erschrockene Fischer.
„Und ich wiederhole Dir, daß wir Dir folgen wollen, wenn Du uns den Weg zeigst. Zum Teufel, Du glaubst doch nicht, daß der alte Pipriac ein Hasenfuß ist? Vorwärts, mein sauberes Bürschchen, vorwärts!... Was, Du willst Kicht? Na, das wundert mich nicht, denn ich sagte ja schon, daß nur der Teufel das Kunststück fertigbringen kann, dort hinauf zu gelangen. Nichtsdestoweniger,“ fuhr er, zu seinen Leuten gewendet, mit Donnerstimme fort,„wollen wir ver- suchen, den Vogel zu überraschen. Pierre, Du bist ein treff— sicherer Schütze, nimm Dir dort den Kamin zum Ziel. Feuer!“
Der Gendarm erhob seine Flinte und richtete sie auf das schwarze Loch hoch oben. In der nächsten Minute wider- hallte der Schuß tausendfach von den schroffen Granit⸗ wänden, zahllose Möwen und Tauben flatterten, von dem furchtbaren Getöse erschreckt, über den Köpfen der An- wesenden. Einen Moment hatte es den Anschein, als ob all diese Steinkolosse zusammenstürzen und die zwerghaften Ge⸗ stalten unten zermalmen wollten.
„Noch einmal!“ kommandierte der Sergeant.
Das Getöse wiederholte sich erneute Legionen von Seevögeln flatterten erschreckt umher, aber kein anderes Zeichen ward sichtbar. 1
„Genug der Komödie!“ schrie Pipriac, ganz rot vor Verdruß.„Man hätte glauben können, daß der Himmel ein⸗ stürzt. Ich sage, er ist nicht oben. Gehen wir!“
Die hinaufstarrenden Gendarmen stießen in diesem Augenblick einen Schrei der Ueberraschung aus, denn in der Oeffnung des Kamins erschien ein unförmlicher Kopf, aus welchem zwei große leuchtende Augen verwundert in die Tiefe storrten. Nach genauer Beobachtung stellte es— jedoch heraus, daß es kein menschlicher Kopf, soͤndern der einer Ziege sei, und zwar der der braven Jannedik, die, auf ihre beiden Vorderfüße gestemmt, zu fragen schien, was denn der ungewohnte Lärm da unten zu bedeuten habe. Grallon knirschte vor Wut und stieß die bösesten Verwünschungen gegen das arme Tier aus; Pierre riß sein Gewehr von der Schulter und zielte auf Jannedik, deren letztes Stündlein geschlagen zu haben schien; aber Pipriac schrie den Gen⸗ darmen an, die Ziege der armen Witwe zu schonen; dann wandte er sich voll Hohn an Grallon:„Also das ist Dein Deserteur? Eine armselige Ziege mit Bart und Hörnern! Zum Teufel, sieh' doch, sogar das Tier lacht Dich aus, ich sehe ganz deutlich die weißen Zähne blitzen.“
„Wenn die Vestie dort oben ist kann auch der Besitzer nicht weit entfernt sein,“ antwortete der Fischer zornig. „Wenn ich doch nur eine Leiter hätte, dann würdet Ihr alle schon sehen———. Ich wollte mein Boot, meine Netze, alles, was ich besitze, darauf verwetten, daß der Kerl sich dort oben versteckt; aber er ist zu feige, sich zu zeigen. Was täte die Ziege oben in dem dunkelen Loch, wenn ihr Herr nicht dort wöre? Ich bin nicht vergebens Tag und Nacht auf der Lauer gelegen und weiß hestimmt, daß er oben ist. Wenn er uns diesmal entwischt, ist es nicht meine Schuld, sondern die Ihrige, Sergeant Pipriac!“
Dieser hielt es nicht der Mühe wert, dem fanatischen Fischer zu antworten, sondern kommandierte zum Rückzug. Er und seine Leute hatten fast den Ausgang erreicht, als plötzlich von oben eine feste, klare Stimme sagte:„Ja, Mikel Grallon, ich bin hier!“
Alle blickten vor Ueberraschung starr in die Höhe. In der Mündung des Trichters, des Kamins oder der Grotte — man nenne es, wie man wolle— stand, kerzengerade auf. gerichtet, mit Lerwildertem Haar und Bart, zerfetzter
11 Kleidung, abgezehrt und halb verhungert, der Mann, dem sie fahndeten. Seine hohe Gestalt hob sich in dem Sonnenschein scharf von dem dunklen Hintergrunde 1 daß man ganz deutlich die sich in seinen Zügen auspräah. seelische und physische Qual sehen konnte. Aber aus Augen flammte noch eine andere Leidenschaft— der pl erwachte Haß und die tiefste Verachtung. Und dien heiße Kohlen glühenden Augen bohrten sich in diefe Mikel Grallons. Im ersten Augenblick schien es, Rohan sich auf dan Spion stürzen wolle, doch wäre da dieser ungeheueren Höhe sein sicherer Tod gewesen. G sann sich daher eines Besseren und dlieb keuchend und se sprühend in der schwarzen Mündung stehen, f Grallon unter den Flammenblicken sich vor Angst und n setzen in sich selbst verkroch. Pipriac und seine Leute stinss die Vision wie betäubt an und waren unfähig, ein b hervorzubringen.
„Heilige Jungfrau, das ist er wirklich!“ keuchte e der alte Haudegen, nach Atem schnappend; dann rief en festerer Stimme hinauf:„Also dort oben bist Du, ö b Sohne!“ 0
Nohan antwortete nicht dauernd fest auf Mikel gerichtet.
„Wir haben lange auf Dich gewartet und freu 70 0 Dich endlich zu Hause zu finden. Was tust Du do so hoch in der Luft? Teufel, es scheint, als ob Du i Vogel fliegen könntest! Sei gescheit, mein Junge, herunter und ergib Dich— im Namen des Kaisers fe ich Dich dazu auf!“ 15
So parlamentierte Pipriac mit verlegener Miene. Gendormen stellten sich in Positur, erhoben ihre ihn auf das Komando ihres Führers loszufeuern. Es war WW. sehr aufregende Szene; aber Rohan strich sich das r Haar aus den Augen, seinem gefährlichen Platz.
„Hörst Du mich, Rohan?“ fur Pipriac erregter „Ich werde, wenn Du Dich noch lange besinnst, nicht Worte mehr machen. Du hast das Spiel 9 170 haben Deine letzte Karte abgetrumpft, und Du kannt wenig dabei gewinnen, wenn Du darauf W 1 0 f Vogel in seinem Neste dort oben zu bleiben. Ergib
kohan Gwenfern, ergib Dich, damit wir nicht noch wal nütze Zeit verlieren!“ (Fortsetzung folgt.)
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5 bah
und hielt seine Aude
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lächelte und rührte sich nicht U 1
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