den es bisher erhalten hat. In einem Augenblick also, wo die Reichsbank zu Stützungszwecken eine verstärkte Devisenablieferung notwendig hat, wird diese Devisenablieferung verhindert. Immer größere Beträge des Reichsbankgoldes miissen also auf den Markt ge⸗ bracht werden und fließen in die Taschen von Spekulanten des Han⸗ dels und der Industrie, die sie aufspeichert. Eine derartige Unter⸗ grabung der Stützungsaktion ruft die schärfsten Bedenken hervor.— Wir verlangen vom Reichsfimanzminister, der dem Parlament für die Stültzungsaktion verantwortlich ist, daß er hier sosort eingreift.
Deutscher Reichstag.
. Berlin, 8. Mai. „Der Reichstag verlängerte am Dienstag auf einen Antrag der Deutschen Volkspartei die Geltungsdauer des Notgesetzeg bis dum 31. Oktober 1923. Die Sozialdemokrathe glaubte, nur eine Verlängerung bis zum 31. Juli 1923 verantworten zu können.
Nach der Erledigung des Haushalts für die Ausführung des Friedensvertrages wurde die dritte Beratung des Gesetzes zum der Versammlungen vorgenommen. Der omale Abg. Warmuth bemithte sich nachzuweisen, daß die der neue Paragraph infolge der Obstruktion i durch das Nachgeben der übrigen bürgerlichen Parteien erhalten hat. viel zu milde sei.
Abg Levi(Soz.)) versuchte den bürgerlichen Parteien noch einmal klar zu machen. daß dieser Paragraph nur eine einseitige Schädigung der Arbeiterklasse bedeuten werde und unsere Fraktion werde deshalb gegen die Vorlage stimmen.
3(Komm.) W 5 e im 1 Landtag zur Aussprache zu bringen jedoch ging niemand auf diese Angrisse ein. Im ganzen hob sich seine Rede sehr vorteilhaft von den Manieren seiner Parteifreunde im Landtag ab. Der bürger⸗ liche Kompromißantrag wurde gegen die Stimmen der Linken an⸗ genommen.
In der sechsten Stunde kam es dann zur Beratung des
Finanzetats.
Fü die ialdemokratie sprach Genosse Henke. Nach einer scharfen Seits bes Zusammenbruchs der Stützungsaktion und einer
überaus treffenden Kennzeichnung der verfehlten Finanzpolitik gab er eine drastische Schilderung des sich fortdauernd vermehrenden Steuevunrechts, Besonbere Aufmerksamkeit erregten die Angaben . über das gewaltige Zurückgehen des Ertrages aus der örperschaftssteuer. Die Körperschaftssteuer, die noch im Vorfahre ein Achtzehntel der Einkommensteuer gebracht hatte, hat im letzten Jahre nur noch ein Achtundachtgügstel gebracht. Ihr Anteil an dem Steueraufkommen ist zurückgegangen von 1,8 Proz. auf 0,4 Prozent. Die Steuerdrückebergerei der kapltalkräftigsten Sachzwertbesitzer zeige sich dadurch in hellstem Lichte. Gestützt auf diese Unterlagen war es dem Genossen Henke überaus leicht, die Notwendigkeit der folgenden Entschllleßung, die von der Sozial⸗ 0 atie eingebracht worden ist, nachzuweisen:
„Die Reichs regierung wird ersucht dem Reichstage bis zum 5. Juni 1923 einen Gesetzentwurf vorzulegen, duech den die Kosten des Reiches, die durch den Einbruch Frankreichs und Belgiens in das Ruhrgebiet entstanden sind, durch eine Be⸗ lastung der hohen Einkommen und Vermögen gedeckt werden. Das Einkommen das vorwiegend aus Arbeit oder aus sestver⸗ 5 e Wertpapieren. Hupotheken usw. besteht, ist hierbeg freizulassen. Dagegen ist von den für Körperschaften bei der n geltenden Vergünstigungen Abstand zu
en. 0 „Nach der Rede Henkes wurde die Weiterberatung auf Mitt⸗ t. Man darf gespannt sein ob die bürgerlichen Parteien Mut werden diese Entschließung abzulehnen Geschieht das, en ste 8 1 15 L daß 1 Geldbeutel r ste. 8 die eressen des Reiche
5 die Unversehrtheit seines 1 5 4
Hessischer Landtag.
. Darmstadt, 8. Mai. Präsident Adelung eröffnete die Sitzung 994 Uhr. Auf eine kleine Anfrage des Alg. Jo sst(Bbd.), ob der Regierung bekannt sei, daß es im Kreise Lauterbach wegen der Ablieferung bezw. Preisfestsetzung für Eier zu blutigen Schlägereien kam, erwidert Prästdent Uebel, die Regierung habe zurzeit keine Handhabe zur c enen für Eier. Sosort nach Kenntuls der Anfrage habe sich die Regierung, der die Zwischenfälle nicht bekannt waren, mit dem Kreisamt Lauterbach in Verbindung gesetzt.
1 ⁰·¹¹—
Zum ersten Mal.
Nach der Erklärung Baldwins im englischen Unter⸗ hause ist zu erwarten, daß die Note der englischen Regierung wahrscheinlich schon Mittwoch vormittag der deutschen Bot⸗ schaft in London oder dem englischen Botschafter in Berlin zur Weitergabe an das Auswärtige Amt übermittelt wird.
Nachdem Baldwin die Verstimmung der englischen Re⸗ gierung über das gesonderte Vorgehen Poincarés bei Be⸗ antwortung des deutschen Angebots im Unterhause zum Ausdruck gebracht hat, dürfte sich die Note ausschließlich mit vorsichtig präzisierten Mahnungen an die deutsche Reichs⸗ regierung befassen und den Herren Cuno und Rosenberg zu erkennen geben, daß es höchste Zeit ist, endlich aus ihren eigenen Fehlern zu lernen. Daß die englische Stimmung einer Lösung des Ruhrkonfliktes gerade im Augenblick nicht ungünstig gegenübersteht, ergibt sich schon daraus, daß das Unterhaus einmütig auf die Besprechung der Re⸗ gierungserklärung verzichtete. Dieser Erklärung kommt ins⸗
besondere schon insofern eine besondere Bedeutung zu, als
zum ersten Mal eine alliierte Regierung, die Deutsch⸗ land einen Rat erteilt hat, die moralische Verpflichtung für diesen Schritt vor der Welt und ihren Bundesgenossen auf sich nahm. Auch noch während der Zeit Lloyd Georges kamen von England gute Ratschläge, für deren Durch⸗ führung sich das alte Kabinett jedoch nie eingesetzt hat, wenn die übrigen Alliierten eine Ablehnung forderten und wenn eine Selbstverleugnung dann im Interesse der Regierung Lloyd Georges lag.
Der voraussichtliche Inhalt der englischen Antwort. 5
Hierzu meldet die Telunion aus Paris: Einer Londoner Mel⸗ dung des Petit Parisien zufolge glaubt man den Inhalt der eng⸗ lischen Antwortnote an Deutschland bereits voraussehen zu können. Die Note werde kurz gehalten sein und zunächst feststellen, daß die deutschen Vorschläge nicht als Grundlage. einer befriedigenden Lö⸗ sung des Reparationsproblems aufgefaßt werden können. In die⸗ sem Punkte werde die englische Antwort die Uebereinstimmung der englischenRegierung mit Frankreich und Belgien bekräftigen. Sie werde aber außerdem die Erklärung enthalten, daß die deutsche Re⸗ gierung, um zu einer befriedigenden Ordnung der schwebenden Fra⸗ gen zu kommen, die Pflicht hätte, ein neues Angebot zu machen, das einen ernsthaften Fortschritt gegenüber dem jetzigen Angebot darstellen müßte. Genauere Winke darüber werde die englische Note jedoch nicht enthalten. Derselben Quelle zufolge herrsche in England die Ansicht, daß die letzte deutsche Note von der Rede Lord
Curzons angeregt worden sei, die dieser nach der R seinem letzten Erholungsurlaub hielt, und daß es deshalb lischen Standpunkt aus wünschenswert lic wenn Deut Angebot mache, das zu Verhandlungen führen könnte. glaubt das Petit Parssten melden zu können, daß Engla Italien nicht eine gemeinsame Antwort absenden werden, daß jedes der beiden Länder für sich antworten werde. Die Kammerdebatten in Paris Die französische Kammer nahm Mittwoch nachmittag ih, gen wieder auf, Sie erlebte gleich zu Beginn eine Zua Zwischenfälle. die Poincaré veranlaßten, die Red ertribün steigen. Zunächst ergriff der aus der Haft entiassene komm Abgeordnete Cachin, der von seinen Parteigenossen, aber aach 9 den Sozialisten, mit stürmischem Beifall begrüf. das Wort. Nach kurzer Geschäftsordnunge debatte, pra N Poineare. Er betonte, daß die Kammer mindestens brel legenheit haben werde, über die äußere Politik der Regierm handeln, nämlich arläßlich der Debatte über die Ruhrkredise, ersetzbaren Ausgaben sowie über das Budgetzwölftel. schloß Poincars seine Ausführungen, werde ich der Kammer können, daß ich dem, was die belgische und die französische Deutschland mitgeteilt haben, nichts hinzuzufügen habe. E geordnete der äußersten Linken wädersprachen Poincaré und mer beschloß daraufhin, über die Frage der Interpellationen handeln. Der Präsident der Kammer verlas darauf die eing achte Interpellationen, unter denen sich einige auf die Ruhrfrage sße und deren Gelamtzahl sich auf 15 beläuft. Poincaré intepenier noch einmal und bat die Kammer, die Besprechungen der lationen auf den Freitag dieser Woche zu verlegen und dann Reihenfolge festzusetzen. Er fügte hinzu, daß eine Debatte f auswärtige Politik im gegenwärtigen Augenblick unstatthaft 9 daß er entschlossen sei, sie nicht hinzunchmen. Ueber die O könne er nichts sagen, solange in Lausanne verhandelt 1 ebenso sei es ihm unmöglich, über die Ruhrfrage und die R nen augenblickbich zu mtworten. Der Sprecher der Komzun widersprach und erklärte, daß die Ruhrbesetzung von den meien
üffen Abgeordnete der bü
deutschen Sozialisten zur Aufstellung eines programms noch nicht abgeschlossen seien, auf der soforti kussion der Interpellationen zu bestehen. ö Gewisse Stellen in Deutschland gehen darauf urs, dur ders frisierte Meldungen, die auswärtige Lage für Deutschlg lichst günstig darzustellen und nicht immer ist es möglich, dies sogleich zu durchschanen. 8
A
Es wird sodann die Einzelberatung des Staatsvorauschlages bei Kap. 11(Wohnungsbauabgabe) fortgesetzt. Abg. Ebner(Komm.) lehnt das Kapitel ab, da die Woh⸗ mungsbauabgabe allein das Proletariat belaste. Die Regierung habe kein Verständnis für die Wohnungsnot.
Abg. Kindt(Dut.) hält den richtigen Weg zur Bekämpfung der Wohnungsnot durch Heranlocken der privaten Unternehmer zur Bautätigkeit. Die Häuser müssen wieder rentabler werden. Der staatliche und kommunale Apparat sei viel zu umständlich. So wurde in Darmstadt die gange Wohnungs⸗ abgabe durch den Verwaltungsapparat verschlungen. Abg. Hof f⸗ mann ⸗Seligenstadt(Ztr.) beleuchtet die Schwierigkesten der Wohnungsämter. Die Regierung solle beim Reich dahin wirken, 1 1 8 der Nutzungswert zur Wohnungsabgabe maßgebend sein mu
Nach kurzen Ausführungen von Minister Raab und Abg. Anthes(Soz.) wird das Kapitel genehmigt.
Ohne Debatte werden die Kap. 12 bis 15 angenommen, ebenso Kap. 16 Mehrgufwand für Beamtenbezüge und Nachträge. Hierzu wird die Regierungsvorlage Landesfarben⸗ und Flaggen ange⸗ nommen.
Zum Kapitel Staatspräsident bespricht Abg. Dr. Werner(Dnt.) seinen Antrag betr. Vereinfachung der Staats⸗ verwaltung und betont, daß die Vorlage betr. das Minister⸗
pensionsgesetz noch nicht eingebracht sei. Eine Herab setzu N oralen 12 70 auf 50, Revision der Wahlgesetze, n Bi pee usw. müßten unbedingt Ersparnisse bringe
Abg. Dr. Osann tritt für besondere Fürsorge der ans dem besetzten Gebiete Vertriebenen ein und verlangt die Streichung d Stelle des Direktor des Presseamtes. 0
Nach der Pause folgt die Abstimmung über Kap. 7 La theater. Der Antrag Abg. Dingelden(D. Vp.), d waltungskommission durch je einen Landtags⸗Fraktionsyft zu ergänzen, um eine gleichmäßige Berücksichtigung alle und künstlerischen Richtungen und eine soziale Anstellungsfragen usw. zu gewährleisten, der Linken angenommen. Ebenso der Antrag Hat (Ztr.) eine der 3 Stimmen, die dem Staat in der 2 waltungskommission zuftehen, dem Mintsterium des übertragen. Abgelehnt wurde der Antrag Kaul, dem Landesamt für das Bildungswesen zu unterstellen. Kapitel wird genehmigt. 5—
In Fortsetzung der Debatte über das Kapitel Staatem 1
sprach dann f
Staatspräsident Ulrich, der zunächst die Stelle des Direktors des Presserats vertel die Angriffe des Abg. Werner parierte, Die Regierung s dem Standpunkt, daß in Bezug auf das Verhältnis zum Reith sie Rechte Hessens jederzeit gewahrt habe. Er werde nie seine ustim⸗
.
ersum
Der Deserteur.
ö Roman von Robert Buchanan. „Marcelle, schläfst Du?“ „Bist Du es, Onkel?“ ertönte eine Stimme von oben. „Nein; ich bin's, Gildas. Liegst Du schon?“ „Ja! Was gibt es?“ 5 „O, nichts!“ entgegnete Gildas, der sich schämte, seine Jurgt einzugestehen.„Ich bin nur besorgt, daß Mutter mit ö
93
den Buben noch nicht zu Hause ist. Onkel ist ihnen entgegen⸗ gegangen; es regnet in Strömen.“
„Mutter wird vor Mitternacht nicht aus der Kirche gehen, sie kann also noch nicht da sein. Gute Nacht, Gildas, ich bin schläfrig!“
„Gute Nacht!“ gab der Held von Dresden kleinlaut zurück.„Laß Deine Türe offen, Marcelle, vielleicht habe ich Dir noch etwas zu sagen.“
„Sie ist offen!“
Gildas kehrte zum lodernden Kaminfeuer zurück, aber kaum saß er einige Minuten, als abermals das dumpfe un⸗ terirdische Geräusch ertönte und das Häuschen in allen Fugen zitterte. Mit einem Satz war Gildas an der Treppe.
„Marcelle, hast Du das gehört?“
„Das Geräusch?“ Ja, es ist der Wind, laß mich schlafen!“ »Es ist der Teufel!“ brummte Gildas und ärgerte sich über Marcelles Ruhe, die schlafen konnte, während er vor Angst fast verging. Er trat noch einmal vor die Türe hinaus und starrte ins Dunkel, der Regen schlug ihm ins Gesicht, vom Wind keine Spur, er konnte deutlich das Murmeln des
Meeres hören.
Doch was war das? Sein Herz stockte und das Blut gerann in seinen Adern. Das war kein Meeresrauschen. Aus der Richtung der Kirche brauste und gurgelte es, als ob das Meer dort oben am Hügel läge. Bevor er seine Sinne recht sammeln konnte, klangen entfernte menschliche Hülfe⸗ rufe an sein Ohr und die Sturmglocke läutete. Vom Strande her eilten dunkle Gestalten die Dorfstraße entlang, er rief sie an, aber sie antworteten nicht. Er lauschte mit atemloser Spannung; kein Zweifel: die Kirchenglocken läuteten Sturm, etwas Ungewöhnliches mußte geschehen sein— aber was? Jetzt eilten einige Gestalten an ihm vorüber, er fragte, was denn los sei und bekam die entsette Antwort:„Rette sich,
wer kann!“
Seiner Sinne kaum mächtig, überlegen, den Leuten nach.
Es hatte seit Wochen fast ununterbrochen geregnet, die Bäche und Flüsse des Festlandes waren angeschwollen und überfluteten die Taler und Wiesen. Alle Elemente ver⸗ einigten sich zu einem Monstrekonzert und gaben das Zeichen zu einem ungeheueren Sturm. Das Meer erhob sich und überschwemmte den ziemlich hoch gelegenen Strand, der Fluß stieg bedenklich in seinem Bett und, was das schlimmste war, von den Bergen stürzten wahre Wildbäche ins Tal; dabei regnete es fortwährend wie mit Scheffeln.
Kromlaix, das an der Mündung eines engen Tales dicht am Meer lag, schwebte stets in der doppelten Gefahr, von den Bergwassern sowohl wie vom Meere überschwemmt zu wer⸗ den; seltsamerweise war es aber seit vielen Generationen von diesem Uebel verschont geblieben. So lange, daß die ältesten Leute im Dorfe von der letzten großen Ueberschwemmung nur vom Hörensagen wußten. Der Herbst 1813 sollte jedoch dem Fischerdörfchen verhängnisvoll werden. Seit vielen Jahren hatte es kein so anhaltendes Regenwetter gegeben, keine so heftigen Herbststürme wie in diesem. Der unter⸗ irdische Fluß mahnte allnächtlich zur Vorsicht, so zwar, daß die Erde häufig unter seinem Warnungsschrei erzitterte; die Springflut stieg höher als es seit einem Jahrzehnt ihre Ge⸗ wohnheit gewesen— kurz, es gab der Zeichen viele, welche die kommende Gefahr verkündeten, aber die Leute ließen sie unbeachtet.
In der Nacht der Toten, da die Erde, die Luft und das Meer von den Seelen der Gestorbenen, die ihr Heim auf⸗ suchen wollten wimmelte, da alle Kirchen die Küste entlang mit Andächtigen überfüllt waren, erhoben sich die Wasser und forderten ihre Opfer. Durch das enge Tal über dem Dorfe stürzte die rasende, tobende Flut wie ein Gießbach her⸗ unter. Bäume entwurzelnd, Hausdächer und Felsstücke mit sich reißend. Rascher als ein Mensch auf dem flinkesten Roß galoppieren oder der geübteste Matrose auf dem besten Schiff segeln kann, rollte die Flut heran, auf dem ganzen Wege Tod und Verderben bringend und zu immer stärkerer Macht anschwellend. Als sie die einsamen Sümpfe von Ker Léon erreichte, stockte sie eine volle Stunde, als ob sie sich in die lockere Erde verlieren wollte, wie der Fluß, der seinen Lauf
lief er, ohne lange zu
hier beendet. Von den umliegenden Bergen stüraten aber l
neue Fluten hinzu, so daß auch die Sümpfe überflose damit war das Schicksal von Kromlaix besiegelt. 5 Während dieses kurzen Stillstandes in den Sin bestieg ein beherzter Landmann von 5 sein ungesatteltes Pferd und jagte nach Kromlaix hinüb um die Nachbarn vor der Gefahr zu warnen. Es schlihe
Regen durchnäßt, blaß wie der Tod, stürzte er in die und brachte die Botschaft von der nahenden Gefahr, Glück waren noch die meisten Bewohner des Dorfes N Messe. 11
„Laßt sofort die Sturmglocke läuten,“ befahl der bi Vater Rolland. Es geschah auch sofort. 1
In diesem Augenblick trat der Korporal, ebenfals pur näßt und übler Laune, in die Kirche und fand Schwägerin und ihre beiden Söhne bereit, den Hen anzutreten. Er hieß sie einen Augenblick warten und he sich einen Weg durch die jammernde und verzweifelte! zu dem Landmann:„Vielleicht ist die Gefahr doch ni arg wie es den Anschein hat? Die Sümpfe von Ker Le sind groß und tief!“
Aber noch ehe der Mann antworten konnte, brlll durch das Tal herabstürzende Flut die Antwort.
„Rette sich, wer kann, auf den Hügel hinauf!“ ff Pfarrer.. f
Wehklagend, schluchzend und fluchend stürzte zur Kirche hinaus und den Hügel hinauf. Es Strömen, aber niemand beachtete es. Einige beson mutige Leute führten das Kommando, die übrige wie eine Schafherde. Der alte Korporal half seiner b allgemeinen Panik ergriffenen Schwägerin und stühe vom Schreck fast Gelähmte. Da erklang ganz in ihrer ü eine Stimme:„Mutter! Onkel Ewen!“
„Das ist Gildas und allein!“ schrie Frau De „Allmaächtiger Got, wo ist Mareelle?“
bal „Sie schläft zu Hause,“ entgegnete Gildas. 10 ist denn los? Seid Ihr denn alle toll geworden?“ „Die Flut ist da! Die Flut ist da!“ klang es ji Hunderten von Kehlen verzweiflungsvoll und löschten rasende Gewässer bereits die Kerzen in def aus und die Flut stürzte sich mit gieriger Hast auf da dem Verderben geweihte Kromlaix. ö
ISAurflchuna. aLoA l


