rhessischen Volkszeitung Nr. 82
Gießen, Mittwoch, den 11. Arik 1923.
Beilage zur Obe
9 iese d Beweis von Arbeiterdisziplin und das übrige lä J Arbeit für Notstandsarbeiter zu schaffen sei die erste Aufgabe, Für⸗
Gießen und Ungebung. 1 8 a0 rige ift seh bevert. dae u fer agen ee dae
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Die Eroberung der Presse. Jugendfürsorge und⸗ Wohlsahrtspflege. 1 1 welcher in der Aussprache noch verschiedene Fragen antwortete.
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bekannte azifistische ichrifts Der pazifistisch Schriftsteller Normann Am Sonntag Nachmittag wurde im Gewerkschafshaus der 3. Die Versammlung war seitens der Genossinnen und Genossen nicht so besucht, wie es unbedingt hätte erwartet werden müssen.
gell⸗London zeigt in seinem Buche„The Preß and the Vortra s g von dem Genossen, Beigeordneten Del p⸗ stadt 1 1 e Es ist deshalb besonders dankbar anzuerkennen, daß dle Fürsorge⸗
8. ganisation of Society“(Die Presse und die Organi- gehalten. f 0 on der Gesellschaft)(Labour Publishing Company Ltd. Der Referent sprach über:„Sozlalpolitik und das Lebensrecht schwestern der Stadt Gießen erschtenen waren und hiermit ihr ndon 1922, sh 3—6) die ganze Ungeheuerlichkeit des der Wohlfahrtspflege in der Genneinde.“ 0 Aue resse für die Bestrebungen bekundeten,* kapitalistischen Zeitungswesens auf. Die Rolle d 5 Unter Hinweis auf die Artikel 161, 162 und 163 der Reichs⸗ a kapit 0„ e der Presse verfassung führte er aus, daß das Fundament für den Bau des— Ausländische Spenden für die Studentenhilfe. Man schreibt ö In letzter Zeit sind der Universttät
seressierter Kreise“ zu sein: Die Gefahr ist größer. J gesunde Mensch habe die sittliche Pflicht zu arbeiten, um hierdurch schiedene Spend dem Auslande zugegan r mpf um die größere Auflage Aerbiaten ne N 51e so viel Verte zu schaffen, daß nicht nur der Unterhalt für ihn und ee e e eee der e Seudentenhife andere an Entstellungen und verdummenden Sensationen. de dee e. 1175 110 9 e und insbesondere zur Unterstützung der Studeutenspelfung. Es hat So beschafsen ist die Quelle unserer Informati ir darch Famlltenverhälknisse e ee e ee Fellowshin eine nal che wer mono ene N. e ö ö 0 0 Informationen, somit b Familienverhältnisse in Bedürftigkeit geratene Mitmenlch] Gesellschaften Deutschlands besücht, um die hiesigen Verhältnisse unsere meisten Urteile. Der Verfasser macht das Gedeihen erhalten werden könne. 1 aug einiger Anschauung kennen zu lernen und persönliche Be⸗ der Menschheit geradezu von einer Aenderung der bestehen⸗ gli 18 0 sei 5. der Wohlfahrtspflege. Er zer⸗ ziehungen anzubahnen 20 Pfund gespendet für das Stude e ß die unter den gegebenen Umständen eine Besserung doch er- sowie die große Gruppe der allgemeinen Wohlfahrtspflege, a de e de e e a en er 55 hoffen lassen, und führt über die den Arbeitern zukommende Mutter- und Säugling fürsotge, Pflege dee ichulpflaptigen den, beg anet tei die warmen Wünsche für eine rasche Befreiung Deutsch. des zur Schule gehenden Kindes, bessere Anteilnahme an dem lands aus seinen Nöten und zur Förtsetzung des guten Werkes an
i sich keineswegs darin, das Instrument„gewisser Staates und der Gesellschaft die Arbeit sei. Der in jeder Hinsicht uns von der Universität: 1
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dt Rolle unter anderm aus: en d 0 1 ö 0 e 2 5 Schicksal der Pflegekinder, Tuberkolosenfürsorge und anderes mehr. 5 70 177 8 ücke ö 8 öbel 50 Es handelt sich hier nicht,„eine blutige Revolution„ Redner mußte seine Ausführungen du allen diesen einzelnen 155 1 1 e S. ete dat“ egen die be Kräfte des Kapitals“ auszutragen. 1 5 1 gestalten und bot manche beachtenswerte und] summe und einige Fässer Schmalz gespendet.— Dieses warme Keine Artillerie ist erforderlich. i i 5 schahmenswerte Anregung. 8 4.. Interesse für die Notlag, Mehrzahl unserer Studenten auch im K st erf Keine„gemieteten Meuchel⸗ Grundsätzlich habe in der Wohlfahrtspflege jede Parteipolitik ee 95 5 1 e da ohne 9 Auf⸗
worder“ brauchen überwältigt, keine Armeen besiegt zu wer- und etwa die Behandlun si 15 e 5 f g 0. f Be g vom konsessionellen Standpunkt ausgu⸗ 0 0 eit 5 1 denz; keinen Blockaden soll getrotzt werden, keine Barrikaden scheiden. Nur die Hilfsbedürftigkeit des Menschen entscheide. Der 19 ee 205 10 0 ede Proletariats proksamiect wer dus daß an in erte Ane in Dorma d. e Kampf um Holzscheine. Am Montag früh wurden auf den, wiewohl die Veränderung die geistige Diktatur der Ar⸗ e ausge 1 a denß Wohl dem Spend ugsscheine für 501 ausgegeben. beiter bedeuten würde. Ohne Blutvergießen und Leiden läßt fahrtspflege. 6 5 ö 1 Dazu hatten sich soviel Käufer eingefunden daß ein geradezu 6 75 5 e Sehne des Kapitalismus, die größte t klei 0 i 155 e e e lebensgefährlicher Andrang herrschte. Frauen wurden durch 5 achtquelle der a en rdnung er 1 5 3 5 t 1 ne ezirke zu scha en, amt e Pflegebe enen mi 1 22 9 2 2 2 4 ge welcher sie die Gedanken 10 115 1 den Pflegern und Pflegerinnen rasch in Verbindung treten können Männer rücksichtslos beiseite gedrückt, teilweise sogar ge⸗ lunge nd die Politik 1 d infolg en und umgekehrt. In Darmstadt mit 80 000 Einwohnern beständen stoßen und die Kleider zerrissen. Schuld an diesen Dingen N 90 Ho gen und die Politik der Nation. Niemand braucht gegenwärtig 120 Bezirke, doch sei daran, in allernächster Zeit die ist jedenfalls die mangelhafte Organisation der Verteilung: ür diesen unermeßlichen Arbeitersieg auf den Barrikaden zu Stadt in 300 Bezirke einzuteilen. Es dürfte ein Bezirksborsteher j 5 f z. erben; man kaufe des Morgens eine Zeit Stell mit den Pflegern nicht mehr wie etwa 10 Fälle zu bearbeiten haben. 1 nicht genügend Holz vorhanden ist, sollte man 2 Zahl Disse kleine tägliche d 195 ung an Stelle Alles mehr sei ein Uebermaß, führe dazu, daß die Fürsorge nicht der Bezieher— vielleicht nach dem Alphabet— einteilen. b 5 gliche Handlung würde den so ausgeübt werden könne, wie dies in der heutigen Zeit uerläß⸗ Wer glücklich Scheine bekommen hatte, mußte sich wieder
en Bren Kapitalismus der Gnade des Arbeiters ausliefern. Keine lich sei und untergrabe die Arbeitsfreudigkeit der mit der Pflege i 1 eite e! das schen E Machte könnte gegen den Entschluß der Arbeiter, keine kapi⸗ betrauten fersonen, die das Amt doch meistens noch neben ihrer 5 8 98 i 9 5 5 1. ind daß alistischen Zeitungen mehr zu lesen, aufkommen. Kein a e dee e 19 12 10 0 55 en keinie Rückscht Imilitari 8 7 1 75 2 1 Ses r ingeräumt. Man habe hnen 7 2 5 5. militärischer Zwang wäre wirkungsvoll. Seit einer oder einen Fond zur Verfügung gestellt, aus dem sie sofort helfend ein⸗ 80 0 e e 5 0 N 8 Mit dem stsplel am Donnerstag, der Mitglies es. Staatlichen Theate
wie der, mr 8 5 5 nd Meme zwei Generationen werden die Arbeiter aufgefordert, sich zu greifen können, ohne daß erst die Angelegenheit über den Bezirks⸗ 8 Flottenpif heben und ihre Ketten abzuschütteln, sagt man ihnen, für 1 95 155 e 1 1 u 8 1 1 5 8 192 0 ach Scholz's Schauspiel„Der Wettlauf ie Revolution 8 1 0; 8 1 gen würden erst nachträglich dem ihlfahrtsamt überreicht. mit dem Schatten“ bringen, wird eine ganz eigenartige Dar⸗ Rei zu sterben bereit zu sein. Sicherlich würden An den großen Deputationssitzungen nähmen nicht nur die stellung dem Publikum geboten. Der Dichter wirft in diesem
ung in f
1 8 85 0 5 ge⸗ illionen ihr Leben hergeben; würden sie aber auf die Bezirksvorsteher, sondern alle Pfleger teil. Bei der Anzahl der⸗ Schauspiel ein Problem auf das phantastisch ist, aber doch nicht 5* dies jedoch mehrere Deputationssitzungen, die nach ganz außerhalb der Sphären der Wirklichkeiten liegt. Uebersinn⸗ 5 tler
ik. duc Sportseite ihres vertrusteten Leibblattes verzichten, um es selben bebinge f gegen ein zunächst weniger unterhaltendes Blatt ihrer Bezirken abgehalten würden. Dort habe man auch eine Erwerbs⸗ liches und Mögliches vermischen sich, und so wird das Problem 0. e Sigenihalon aber Geuofcnscaft instaan e 2 1 1. e 5 7 ha! ie Wohlfahrtspflege bedeutend entlaste. In der Werk⸗ ort im ält. Das Schauspiel bietet eine Fü e * 1 Hier kann die Fähigkeit der Arbeiter, sich selbst zu be⸗ stätte würden Erwerbsbeschränkte wie Kriegsbeschädigte, Sozial⸗ logisch Jeinen und gedanklich Glänzenden. Die Sprache ist außer⸗ ö Nüstmgb freien, auf die Probe gestellt werden. Eine gewisse Schule und Kleinventner beschäftigt mit Besen⸗ und Bürstenbinden, Korb- ordentlich packend der Aufbau des Werkes von eimer prachtvollen er, bt uns unausgesetzt,„daß der Kapitalist niemals kampf⸗ e e e e N e Das Werk ift bereits über 50 Bühnen Deutsch⸗⸗⸗ 5 7705 3 2 7 2— 019 7 5 Hausha. zin Stamm gesunder ngen. 99 fücpanatt os nachgeben wird.“ In diesem wie in vielen andern Fällen Leute übernehme die schweren Arbeiten. Die Erwerbsbschränkten 3 für Tauben. Auf die im heutigen Blatte ent. 1b bet f 99151 es A e zum Nachgeben zu zwingen, sondern e 1 1 5 e Suu e haltene Bekanntmachung. wonach die Tauben von 10. April bis 1 ihm zufließende i s stro irbeiters, gegenwärtig etwa 7 ie Stunde. Die Beteiligten i ö i. 1 i 20 zufließ u Reichtums strom aufzuhalten, der, hätten also zu ihren Rentenbezügen noch eine Einnahme und zwar 12 Mai einzuhalten ind. werden Sai eser dane 8
ani wn 5 0 2 15 schen würde es nicht an dem Willen der Arbeiter— oder, was auf fselbsterarbeiteten Verdienst. Das sei ein so stolzes Bewußtsein 8 Holzversteigerungen. Im Gießener Stadtwald finden beute
det stürkfen as gleiche herauskommt, an i i li f 5 N ihrer Enthaltsamkeit— fehlen, für die Leute, daß sie sich freudig der Arbeit unterzögen, das viele Do f 5 58 0 l 5 hn le berhaupt ihm nicht zuzukommen braucht. Das Problem der Menschen bedrückende Gefühl, daß sie aus öffentlichen Mitteln Zu⸗ die 1 in bedgen Blatts Je af werfen U g det Ersetzung der mühsamen kapitalistischen Maschinerie durch wendungen erhielten, komme in Wegfall f 5 f igt mern eine neue Gesellschaftsordnun e bi en Auch die Einrichtung des„Arman⸗Arztes“ habe man in Darm⸗ Eingesandt. Bodens an die Bevöl g,„ di ückgabe des stadt beseitigt. Die Stadt habe mit den Aerzten einen Vertrag(Für Form und Inhalt der unter dieser Rubril zum Abdruck kom⸗ 55 955 politic ev 1 11 1 die. 115 bedeutende 1 und dem Wohlfahrts⸗Pflegling die freie Aerztewahl menden Artikel übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) soziale, politische und wir aftliche Schwierigkeiten. gesichert. 6 e. Er erwähnte auch die für Darmstadt geltenden Pflegesätze pro ene de 4015 155 a e
aber die Uebernahme der Presse betrifft, ist die Haupt
bed: 1 5 7 Woche und betonte dabei, daß man sich hierbei an ein starres
f. des Erfolgs eine selbst für den unbegabtesten Ar. System nicht kalten könne, sandem individuell handeln müsse. Die Durch die Geldentwertuna sind für die Mhtglieder der Orts-
beiter durchaus mögliche Handlung, die dem Volke nicht nur heutige Wohlfahrtspflege stelle an die Gemeinden große An⸗ krankenkasse schwere Schäden enestanden. Während vor dem Kriege
„Profite“ tragen, sondern eine das Parlament überragende forderungen, doch müßten Bedenken finanzfeller Art in den Hinter⸗ das Krankengeld etwa 55 bis 60 Prozent des Arbeitslohnes aus⸗ grund treten, die Linderung der Not set die einzige Richtschnur. machte, betragt es heute. bei längerem Krankfein kaum noch 3 bis
Ma.* 2 5— Nachtquelle erschließen würde, deren Besitz die Vorbedingung Der Vortragende faßte sein Referat schließlich dahin zu⸗⸗ 5 Prozent. Wäre es nicht durchführbar. innerhalb 5 bestehenden
1 ö 9. wirklichen Aenderung bildet. Tüglich ein kleiner l sananen: Arbeit für die Gesunden, Arbeit für Erwerbsbeschränkte,] Klassen das Krankengeld der Geldentwertung anzu und e Ausstellung des Oberhessischen Kunsivereins. 7 1 1 6 e ee 1 bezaubernd gleich⸗ Unter welche Rubrik ist ein Diskussionsredner zu setzen? f 1 9 5 5 ul t.. f N 8 eisten ara 9„ N 5 f 3 71 bes het Ju einer Sammlung deutscher Holzschnittranst wurde so uber. en a ee W Ae mai viel Material geliefert(einige hundert Arbeiten, daß man(Lenedig Cane graute“,„Birken im Moor“, Georg Zim⸗ also ein fachlicher Beurtesler.“ Menschliche Tätigkeiten oder ssch zumächst abmithen muß, an den mannigfachen Eindrücken, die in[mers Gestalnmgen aus Märcherleben u. Naturromantik(„Ratten⸗ Leitungen, gleich, ob sie technischer, künstgerische, wissenschaftlicher, pre ku, cheer Ipensünt großen Ichwangungen unternehmen dauernde fängerbild“,„Die sieben Schwaben“,„Movdlicht“) ragen e e ee e N 10 läßt sich 17 5 1 570. ee 5 0 5 eg gol e 1 99 55 e Dinge 85 iz. w den Tel Ki rer verdien 5 den ah“ wem etwas Gut f e ee e ee e e eee e us mythischen In. nur der, der nicht nur das Mangelhafte hervorsußt, sordenn das es geschaffen werden soll, haben sich den Wilen halts(Feueranbetung, Veweimma) oder aufs Grandiose zugespitzt Objekt allseitig kritistert— beurteilt— und sagt, wie die 1
gel?“ see, dieser Künstler nicht entzogen. Vielmehr besticht sogar manche klei⸗(Brennendes Schiff), aber manchmal unklar i i 5 5 N e
l gere Arbeit, weil darin beide Faktoren erfolgreichen Schaffens zu]Scmarg und Vent fade ae e Piat wird. derbessem wären Wer allo ein Kritiker sen wi, muß
einer schönen Synthese sich vereinigen. Dagegen sind die Darstellungen des Daniel Staschus aus dem een 9 5 e. 952 4 5
Zuweilen sind da Bilder, deren Vorwurf in den Grundzügen Fischerleben und seine Waldeinsamkeit und Winterlandschaft zufan⸗ Ein Kritiker muß sich bei seiner Kritit auf allgemein anerkannte
un einen gewaltigen Ausdruck gesteigerter Besessenheit erinnert, men mit den wild geschaffenen, mehr ekstatischen Bildern seiner Frau Grundsäge und Regeln, sowie auf, Tatsachen stützen. Einem partei⸗
benen die harte Linienführung des Holzscknitts und seine steile Jeich- daula. Sta sch aon(che Feuerpwbe, Am Oysersten, palin eder dae Kane fehlt jeder Maßstab kur Ber Götzenrache, im nordischen Wald, Sturm, Kinderkreuzzug) Mitgefühl urteilung. Fanatismus, Haß nehmen jedem Menschen die Fähigkeit
ng bet. mumg gerade genügt, ein dunkles Schicksal in dem Künstler waltend, 5 n f oben K ahnen zu lassen, auch wenn sein Messer von einer mutwilligen und erzwingend und beschaulich. zur Beurteilung, zu.— Kritik. g i * launigen Hand geführt erscheint. Arbeiten des Pfähler von W. Barthel Oelbilder„Die Brandenburg“, Aus dem Gieße⸗ Nun gibt es jegoch eine Reihe„Kritiker“, die es in Wirklichkeit nen, Ottegraven gehören in diese Richtung und geben dem ordnen⸗ ner Stadtwald“ sind gewöhnliche Mache, der sogar der solide Reiz nicht sind. Man nennt sie Kritikaster, Afterkritiker, Nörgler oder 11 6 den Sinn verständiger Betrachtung einen ersten Anhaltspunkt von des Hmdwerklichen erheblich fehlt. C. Fries hat dies mal besseres Schwadroneure. 1 1 5 5. 5
sich Ni nen heraus. Seine Handdrucke„Berg der Ergebung“ und„Berg, vorzubringen als vorher. Besonders die„Welkende Rosen“ wurden Ich kenne Leute, die sehr viel reden, überall, auf dem Werk, auf 1 des Mitleids“ haben viel Verwandtes mit Werken des Miinchener ein recht, eindrucksvolles Stilleben tonig gut gebaut, während sein dem Wege, im Wirtshaus(dort besonders viel), in der Versamm⸗
0 halt überall und immer nur, um zu„kritisieren“. Es
ge noch nicht so form⸗„Badeplätzchen“ den schon einmal gerügten Mangel technischer Ge⸗ lung, na— schnitt die charakte⸗ duld wieder ausweist. R. Pfaff⸗ Gießen hat in Oel ausgestellt gibt auch welche, die in der Versammlung stets anderer Meinung 0 Jnische Abwandlung der menschlichen Ergebenheit: Trotz, Stolz,„Blick nach dem Gleiberg“,„Wallernhausem“,„Kloster Arnsburg“. sein müssen wie der Referent. Sie meinen, daß die Versammelten Furcht, Hingabe. Die„Spielgesellen“ behandeln eine recht schwierige Alle diese Arbeiten haben den Fehler, daß die Vorbildlichung in der sie nicht mehr bewundern wütden, wenn sie nicht anderer Meinung Ausgabe, Bewegung darzustellen, mit erotischer Leichtigkeit,„Kraft“ Fläche stecken bleibt wie bei E. Eimer, Darmstodt, der mis Gro wären. Ueberhaupt hat man Menschen, die nur reden, um„anderer g und„Werden“ sind von allem das reifste, nicht nur weil eine große] tesken„Entenreiter“ und„Der Schatten, vertreten ist. R. Pfaff Meinung“ zu sein D sie wollen immer anderer Meinung sein n! Idee ihre durchaus sinngemäße Form erhielt, sondern weil auch] vermag die Gegenstände in leine dringliche Atnosuhäre zu stellen. Sie fangen ihre„Diskussionsrede“ gewöhnlich so an:„Der Vortrag 1 7 war gut und wohl, aber..“ oder:„Ich bin mit dem Redner nicht
des Bildners Können den beiden Ideen auf Gnade und Ungnade Diesen Eindruck steigert noch eine zu blasse Farbgebung. Auffallend 1 eigenartig sind drei Bilder Willi Ern ers⸗Darmstadt, eines] ganz einverstanden...“ oder:„Gegen den Vortrag ist nichts ein⸗
klliegen durfte. Das ist gut. Anders ist es bei G. Fredrich. Seine. oder: 0 farbigen Naturstudien, auch die lichtbeworsene Straße bei Nacht. Malers der Darmstädter Zweiten Secession. Man merkt gleich,„Die zuwenden, jedoch muß Kritik sein, denn wo keine Kritik ist, da geht Al. 1617 hassen erkennen, wie sehr es dem Künstler darguf ankommt, alles Sonnenlichter“ sind noch Anfängerarbeit, aber man muß staunen es nicht vorwärts!“ Diese Diskussionsredner reden sich dann vom , be 0 N Gegenständliche in den Schwingungsbereich seiner eigenen schön⸗ über die genialische Auffassung eines Sommerwaldes, in dem alle Stöckchen aufs Hölzchen, reden laut und lange, weil sie meinen, daß eine! N unkenen Seele zu ziehen, sogar das Düstere jenes Straßen⸗ Umrisse von Baum und Strauch, Weg und Mauer durch herein⸗ man dadurch als kluger Kerl ins Ansehen kommt. Sie reden sich ch 1 blldes mit seinen Schatten von Menschen durch volle leuchtende, flutende Lichtbündel verwischt werden, ohne daß umser Blick durch auch in die Erregung hinein und begleiten ihre„Kritik“ mit 8 otift, e warmansprechende Farben aufzuhellen. Weniger ergreifend bleiben die chaotische Illusion zusammenlaufender Materien: Luft, Licht, von denen„Verrat“,„Lumpen“ und dergleichen mehr, noch die sans⸗
0 testen sind. Und all diese Redner behaupten, daß sie nur„kritisieren“
Meisters Sepp Frank. Aber sie sind lan vollendet. Dennoch erfreut in dem einen Holz
dae ö die Bilder A. Lindgrafs. Außer seinem Holzschnitt, der blühende Pflanzengrün, Staub, Seö rungen erleidet. Diese starke malerische sleh, ek LKastanien vor einem Hause darstellt, sind seine anderen Werke noch Begabung triumphiert dann im„Herbstbild“ ausschließlich mit der wollen. g 5 1 gun, bach diemlich schillerhaft unbeholfen, denn er konnte nicht die Gefahr Farbe, die zeigt, wie sterbendes Lehen kurz vorm Ende noch ein Nein,„Kritiker“ sind das keine. Ob man sie unter die Kritika 5 sa weitern, die gerade die Holzschnittkumst so sehr erschwert, größere letztes Mal verzweifelt aufflackert.„Die Ruine“, ein Stück aus der Afterkritiker, Nörgler oder Schwadroneure einreihen soll, kann 0 f Farben farbig zu beleben. Zwei Stilleben von E. Halleur er⸗ gleichnamigen Sammlung, sicher erst Anfang dieses Jahres vollendet, aur von Fall zu Fall beurteilen. Ich warte also bis zur erch eine zwar weiche, aber edle Zeichnung. Indes vermißt strömt über von unvergleichlicher Schönheit in jeder Beziehung der Mitgliederversammlung, um an Ort und Stelle die Klassf ie noch eine gehaltvollere Ausbeutung des Motivs. Der. Künstler J bildenden Kunst. Karl Stork. vorzunehmen.(Stüber in der Seer 1 15 fast ganz auf malerische Lichtwirkungen. Ein paar Flecken 5 *


