Errichtung eines rheinfschen Bundesstaates auf Besehl Frank⸗ reichs und unter fremder Kontrolle als eines freien Volkes unwürdia mit aller Eutschiedenheit ab. Niemals werden sich die rheinischen Sozialisten wie ein Oploniabtaat behandeln lassen. So sehr die Sozialdemokratie zu großen deulschen Opfern als einer Jolge des Weir lorenen Kricges bereit ist. so unversöhnlich wird sie alle Ver⸗ juche bekämpfen, das Reich zu zerstückeln und die Hoheitsrechte der Deutschen Republik zu schmälern.“ 4 5 405
Eine weitere Entschließung wendet sich gegen die kommunisti⸗ schen Hundertschaften. Der Kampf gegen die Feinde der Republik sei Sache des Staates. Zeige sich die Staatsmacht als zu schwach, so hätten Sozialdemokratie und die Gewerkschaften Abwehrmaß⸗ nahmen zu treffen.
Die Hysterie des französischen Nationalismus.
Jn Frankreich gibt es auch jetzt noch, trotz der Ruhraktion ebensoviel Kurzfichtige wie in Deutschland. Betrachtet man die Stimmamg in beiden Ländern näher, dann ergibt sich auch jetzt wieder, daß die Nationalisten sich gegenseitig eifrig wieder in die Hände spielen. Dort Schreie gegen die Verständigung, hier Rufe nach endloser Fortsetzung der Ruhraktion, die schließlich zu einem finanziellen Zusammenbruch Deutschlands und damit zu einem endgültigen Erfolg Frankreichs führen müsse. Auch der Temps markiert eifrig mit der Unvernunft. Er sormuliert in seiner Montag⸗Abendausgabe noch einmal die beiden„grundsätzlichen Forderungen“ Frankreichs: 3 5 1. Die französische Regierung bleibt entschlossen, die Repara⸗ tionszahlungen so zu verlangen, wie Poincaré sie bei der
Londoner Konferenz im Dezember definiert hat. 1 18 2. Französische Truppen werden im Ruhrgebiet bleiben, bis die
Reparationen bezahlt sind. 1
Diese„Zrundsätzlichen Forderungen“, die im wessentlichen als Beruhigungspulver gegen die Pariser Unwernünftigen von Geburt dienen sollen, liefern keinen Beweis dafür, daß die französische
litik durch die Reise Loucheurs eine scharfe Wendung nicht er⸗ 4 5 hätte So sagt z. B. der Korrespondent der Vossischen Itg. in Paris, bessen Beziehungen zu maßgebenden französischen Po⸗ Attikern bekannt sind, in seinem Blatt heute u. a.:
„In nichtamtlichen Kreisen bleibt man trotz aller offiziösen Ableugnungen davon über⸗ zeugt, daß die Reise Loucheurs einen Wende⸗ punkt bedeutet.“
Die sozialistischen Vorschläge. Der Vorschlag, der in den Konferenzen der internatignalen ialisten in Berlin und Paris erwogen wurde, ist, wie der ütterte Auriol mitteilt der Vollendung nahe. Auriol erklärt, daß er über einig: Punkte noch Diskretion bewahren müsse be⸗ sonders über die Sicherheiten und Pfänder die dieser Plan vor⸗ ü f Er deutet nur an. daß es sich um andere Forderungen 9 0
So,
7 0 0 J
dele, als vielfach in Regierungskreisen geplant war. Aus 00 en langen Ausführungen lassen sich etwa folgende Richtlinien ern: 5 5
g 555 Keine Gebietsbesetzung zum Zwecke der Sicherheiten. 2 Schnelle Stabilisierung der deutscken Schulden durch einige An⸗ leihen. 3. Ausgleich der interalliierten Kriegsschulden. 4. Herab⸗ setzung ber deulschen Verpflichtungen auf etwa 20 Millionen Gold⸗ mark für Frankreich, die hauptsächlich für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete verwendet werden sollen.
Der laue Bon ar Law. Bonar Law, der am Montag im englischen Parlament An⸗ tragen über Loucheurg Reise beantwortete, beobachtete dabei große urückhaltung; er sagte nschts Neues und bezeichnete die Reise oucheurs als gänzlich inoffiziell. Wedgwoods Fragen über den Inhalt der iugeblichen Vorschläge wich er durch die Bemerkung ants. die Unterhaltung sei nur allgemeiner Art gewesen. Auf Be⸗ hen erklärte er weiter daß die Frage, ob Englaud die Ruhr⸗ don billige nicht besprochen worden sei und sügte hinzu, daß m keine Pressenotiz bekannt sei, die besage, Loucheur sei mit der Billigung der Ruhraktion von englischer Seite nach Paris zurück⸗ rt.*
Brückensprengung am Mhein⸗Hernekanal.
An der Stelle, an der der Rhein⸗Hernekanal bei Henrichen⸗ burg über die Emscher führt wurde am Sonntag morgen gegen 5 Uhr von unbekannter Seite die Kanalbrücke gesprengt. Die Wassermassen des Kanals stürzten mit wildem Tosen in die Emscher. Mehrere Holzbrücken die dem gewaltigen Wasserdruck nicht stand⸗ halten konnten wurden hinwiggeschwemmt. Der Herner Hafen und weite Strecken des Kanals waren in wenigen Stunden fast wöllig wasserlos. Zahlreiche beladene Kohlenkähne sind umgekippt. Die Schleuse Nr 7 des Rhein⸗Hernekanals wurde unbrauchbar und der K 8 4
analbetrieb infolgedessen lahmgelegt. Auf dem Dort⸗
munb⸗Emskanal wurde Sonnkag ein Kahn gesprengt; infolgedessen liegt der Verkehr still. a
Politische nebersicht. Vandervelde gegen die Nuhrpolitik.
Auf dem Parteitag der belgischen Sozialdemokratie hielt Gen. Vandervelde eine politisch bedeutungsvolle Rede die verdient, auch in Deutschland bekannt zu werden. Vandervelde führte u. a. aus:
Selbst Arbeiter, die für die Sozialisten stimmen, aber bürger⸗ liche Blätter lesen, sagen, wenn wir 50 Milliarden Schulden haben, die Deutschen zahlen werden. Das ist eine schwere Illusion. Denn selbst wenn Deutschland seine Gesamtschuld zahlen würde, genügte das nicht, um die belgische Schuldenlast zu beseitigen. Eine energische Politik ist notwendig. Wenn wir eine demvkratische Re⸗ gierung hätten, würde sie zunächst die Wiedergutmachungen nicht durch Zwang, fondern durch Verständigung lösen. Sie würde dann die Erbschaftssteuer erhöhen, das Monopol auf Alkohol, Tabak und Versicherungen einführen. Schließlich würde sie eine Kapitalsteue erheben. Das ist unsere Politik. Ich erkenne an daß Theunis und Jaspar seit langen Monaten sich bemühen, gemäßigt zu sein. Aber sie sind nicht allein, sie sind im Rate der Alliierten. Italien weicht aus. Die Vereinigten Staaten beobachten. England will wohl die deutsche Schuld herabsetzen, aber unter der Bedingung, so wenig wie möglich dabei zu verlieren.
Was Frankreich will, ist schwer zu ersehen.
Als die Alliierten nicht wußten, welche Haltung sie einnehmen sollten, ist Frankreich in das Ruhrgebiet einmarschiert und hat Bel⸗ gien mitgezogen. Ich will hier nicht untersuchen, ob die Ruhrbe⸗ setzung dem Buchstaben des Vertrages von Versailles entspricht. Aber was ich behaupte, ist, daß der Eimmarsch in das Ruhrgebiet, der durch einige Verfehlungen bei den Lieferungen von Kohle und Holz bestimmt worden ist,.
ein Akt des Zwanges und der Vergewaltigung
war, gegen den die Arbeiter aller Länder protestieren. Das wirt⸗ schaftliche Ergebnis der Besetzung ist verhängmisvoll. Die Zeitungen verkünden uns, daß täglich 3000 Tonnen nach Frankreich und Belgien geschickt werden. Vor der Besetzung erhielten wir 35 000 Tonnen täglich. Man hofft zwar, daß die Kohlenlieferungen sich erhöhen werden, aber während wir sie vor der Besetzung gratis bekamen, miissen wir heute dort 75 000 bis 100 000 Mann unterhalten.
Das ist eine unsinnige Politik, die uns zum Ruin und zur Arbeits⸗ losigkeit führt. i
Die Regierungen Belgiens und Frankreichs haben erklärt, daß ste nur wörtschaftliche Ziele verfolgen. Aber welche wirtschaftlichen Ziele? Maͤn hat darüber offiziell noch nichts gesagt, aber offiziös hat der Parsser Matin ein Interview einer bedeutenden belgischen Persönlichkeit veröffentlicht. Ich kann dem hinzufügen, daß diese Persönlichkett ganz besonders qualifizzert ist, im Namen der Regie⸗ rungen zu sprechen. Auf die Frage, welche wirtschaftlichen Ziele die Alliierten in Ruhrgebiet verfolgen, war die Antwort, daß ein neuer Reparationsplan notwendig sei, wenn man den zerstörten Gebieten die Priorität zuerkennen würde. Diese Erklärung ist interessant für die, die man des Verrats anllagte, als sie von der Frankfurter Sogzialistenkonferenz zurückkamen, denn diese Erklärung bedeutet
die Annahme des sozialistischen Programm von Frankfurt. Sie bedeutet Verzicht auf die Militärpensionen und Wiedergut⸗ machung der Schäden entsprechend der Zahlungsfähigkeit Deutsch⸗ lands. Wäre das eine offizielle belgische Erklärung, so en wir vom Albdruck befreit sein. Aber sowie man die Grenze überschritten hat, spricht man anders, und man spricht auch anders öffentlich, als in privaten Gesprächen. In der Finanzkommission der Kammer hat Poincars erllärt, daß die Räumung nur nach Maßgabe der Zah⸗ lumg der Reparationen erfolgen würde. Das kann bedeuten, was die belgische Persönlichkeit dem Matin gesagt hat. Aber es kam auch bedeuten, daß unsere Truppen im Ruhrgebiet bis zu dem Tage bleiben werden, an dem der Londoner Zahlungsplan ausge⸗ führt sein wird., d. h., daß wir a
das Ruhrgebiet in absehbarer Zeit nicht verlassen
werden. Diese Politik mit ihrem zweideutigen Charakter ist eine ungeheure Gefahr für den Frieden und für die Lösung der wirt⸗ schaftlichsten Probleme. Und diese zweideutige Politik treibt auch die deutsche Regierung. Aus dieser Situation müssen wir durch die Verständigung zwischen den belgischen, französischen, englischen, italie⸗ nischen und deutschen Arbeitern herauskommen.
In unseren industriellen Bezirken gibt es viele Genossen, die sich der deutschen Besetzung erinnern, der erduldeten Leiden, der erschossenen Männer und Frauen, der niedergebrannten Volkshäuser.
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Die Ausführungen, die der französische Markn wir wir jungst kurz berichteten, über die Notwe 00 einer starken Vermehrung der französischen Kriegs flott macht hat muten wie die Propagandarede eines M. 1 des Deutschen Flottenvereins aus jener längst verst denen Zeit an, in der die alldeutschen Welteroberer.
deres Ziel kannten, als die Steigerung der Rültun m Wasser und zu Lande. um dem deutschen Imperialism. Heilt „Ellenbogenfreiheit“ in allen Erdteilen zu sichern. Jet Nucl.
an die Stelle des deutschen Imperialismus, dem der We krieg das Genick gebrochen hat, der franzöftsch treten. Und nun zeigt es sich immer deutlicher, daß Imperialismus, um seine Siegesbeute zu sichern, nötigt sieht die znilitörischen Streitkräfte Frankte Lande zu Wasser und in der Luft mit jedem Jahre gern und dem französicchen Volk immer größere La Deckung der Rüstungsarsgaben aufzuerlegen.
Die Argumente, die der französische Mari für die Vermehrung der Rüstungsausgaben anführt typisch für den modernen Imperialismus. Zunächst es immer, daß die Erwerbung von Kolonien unumgä
sei für die Aufrechterkaltung der Wirtschaft die Verbindungen mit den sranzösischen Kolonien a Osten. Und die Ausnützung Danzigs und Meme cutf der Hand. Als Ende 1921 auf der Washingtonet
aber kommt als noiwendige Konsequenz der Hinweis eine große Kolonialmacht auch eine a 0 erhalten wollen, sondern vor allen Dingen von dem 0 beseelt sind, auf allen Meeren und an allen Brem 10 eventuelle Stittpunkte der französischen Flottenpoliffk A pocht scheint ihnen nicht minder wie die Festsetzung in aun riistungskonferenz der Versuch gemacht wurde, das n fernen Osten getroffene Abkommen über Rüstungsbes
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sitzen müsse, ohne die sie keine auswärtige Po könne. Im bejonderen Falle Frankreichs kommt noch daß die gegenwärtigen Herrschor dieses Londes nich des intervationalen Verkehrs der ena ichen Sem hen entgegentreten zu können. Tie Ostsee und das 0 löndische Meer sind für sie ebenso wich ig wie 50
N tinopel, Smyrna und Alexandrette als eine„Frage Leben und Tod“ für die französische Politik. Die Interessengegensatze, die sich hieraus ergeben,!
kungen auch auf Europa zu übertragen, war es vor Dingen Frankreich, das sich der englisch⸗amer ika Initiative entgegenstellte. Seit dieser Zeit hat Gegensatz zwischen dem englisch-amerikanischen N trust. der die Weltmeere beherrscht, und der stärksten! tärmacht Europas, Frankreich, immer mehr verkies kürzlichen Debatten über die Vermehrung der kräfte im englischen Unterhause haben gezeigt, wie ge Furcht vor der französischen Uebermacht in allen pol Kreisen Englands ist und mit welcher Besorgn Staatsmänner angefichts des zunehmenden Rüstungin
Der Deserteur.
Roman von Robert Buchanan.
5„Wenn man eine Fliege wäre, könnte man ihm viel⸗ leicht folgen; er wandelt ja auf Wegen, die vor ihm sicherlich noch kein menschlicher Fuß betreten!“ knurrte der Sergeant.
„Er kann auf keinen Fall weit sein,“ versicherte Mikel, „denn hinter der Kathedrale führt nicht einmal ein Pfad, den eine Ziege erklettern könnte. Wir müssen ihn in der
Kathedrale selbst suchen, zum Glück verläuft sich die Flut soeben.“
ö Es dauerte aber doch noch eine gute Stunde, ehe sie das Tor halbwegs trockenen Fußes zu passieren vermochten. In der ungeheueren Kathedrale umfing sie tiefe Finsternist, nur einige verfrühte Sterne blitzten vom Firmament hinab. Selbst Pipriac, der weder von Natur noch durch Erziehung abergläubisch war, überlief ein geheimes Gruseln. Die laut⸗ lose Stille, die nur durch das über den Moosvorhang frieselnde Wasser und durch das zeitweilige furchtsame Ge⸗ kreisch der Seevögel unterbrochen wurde, wirkte geradezu lähmend auf die Sinne. Die Königin der Nacht hatte ihre Herrschast angetreten, man vermochte keinen Schritt weit zu sehen. Dicht an die Wand geschmiegt, saßen in Reih und Glied zahllose schwarze Scharben, die, von den ungewohnten Fußtritten aufgeschreckt, im Dunkeln aufflatterten.
Die Leute sprachen im Flüsterton und krochen nur vor— sichtig weiter. a„Wenn wir doch jammerte Pierre. i„Man könnte glauben, daß der Teufel in dieser ver— dammten Finsternis sein Spiel treibt,“ brummte Pipriac aiftig. Am liebsten wäre er Grallon an den Hals gefahren. Dieser bekreuzigte sich und lispelte:„Gott schütze uns vor dem Bösen! Doch horcht, was war das?“ Eine Taubenschar flatterte aus irgend einer dunkelen Grotte hoch in die Lüfte.. f „Das ist wirklich ein verwünschter Ort, man siebt ja seine eigene Nase nicht! Man könnte ebensogut in dem großen Ozean eine verlorene Nadel suchen! Wenn Gott mich als Ziege oder Eule erschaffen hätte, dann könnte ich dieses
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eine Fackel mitgebracht hätten!:
Werk zu Ende führen, so aber ist's verlorene Zeit! Wir wollen trachten, je eher, je lieber wieder mit heilen Gliedern herauszukommen,“ brummte Pipriac.„Kehrt Euch!“
Der Rückzug wurde in aller Stille angetreten und erst als alle wieder den Strand erreicht hatten und festen Boden unter sich fühlten, atmeten sie erleichtert auf. Mikel Grallon beharrte standhaft bei seiner Ansicht, daß Rohan in der Nähe sein und daß man die ganze Nacht Wache halte müsse, damit der schlaue Fuchs nicht wieder entwische.
Pipriac schnaubte innerlich vor Wut, denn er hätte sich am liebsten mit seinen Leuten sofort zurückgezogen, um der Nachtruhe zu pflegen und die Nachforschungen erst am Morgen fortzusetzen. Trotz seiner Pflichttreue hätte er dem Deserteur auch ganz gerne die Möglichkeit einer zweiten Flucht geboten, aber etwas in den Augen Grallons lehrte ihn, vor diesem Menschen auf der Hut zu sein, der Rohan mit solscher Standhaftigkeit verfolgte. Er würde sich wahr⸗ scheinlich kein Gewissen daraus machen, Pipriac höheren Orts wegen Pflichtversäumnis anzuzeigen. Es wurde also beschlossen, sowohl die Kathedrale wie auch die umliegenden Klippen während der Nacht streng zu bewachen. Wut⸗ schnaubend verteilte der Sergeant seine Mannschaft, dann zündete er sein Pfeischen an und begab sich selbst auf seinen Posten. Aber die Nacht verstrich ohne jedes weitere Ergeb— nis. Infolge des sich erhebenden heftigen Seewindes und der darauffolgenden kalten Regengüsse verloren die Gen⸗ darmen die Geduld; die Dorfleute— bis auf Grallon— hatten sich ohnehin schon längst zurückgezogen und die Schultern gezuckt über das was sie eine vergebliche Wild⸗ gansjagd nannten.
Nach dem Rücktritt der Flut führte Mikel die Häscher in die Kathedrale zurück, die jetzt ganz hell und freundlich aussah, so daß sie alle Nischen und Spalten in den roten Granitwänden mit ihren aufgepflanzten Vajonetten durch⸗ stöbern konnten, ohne jedoch eine menschliche Seele zu finden. Mit jedem neuen Schritt verschlimmerte sich die Laune Pipriacs und seiner Mannschaft.
„Hol's der Teufel!“ brüllte er endlich wütend.„man kann hierher kommen, um Krebse zu fangen, aber ich kann
kein Versteck entdecken, das geeignet ware, mehr als einen
Sergeant wütend.
gung
Vogel zu beherbergen! Und deshalb seine Nachtrü ain du seinen Morgentrunk zu opfern! Man sieht es ja an keen Inte Granitwänden klar und deutlich, daß die Hochflut sof kr dae
kder u —
Nischen und Spalten betrifft, nun. nur eine 1 1 ih Aue mestel
hinaufkriechen, denn die Wände sind glatt und schlil Gras. Bei den Gebeineg des heiligen Gildas, hier f. Deserteur versteckt! Gehen wir!“ „Halt!“ schrie Mikel außer sich. ö „Himmelsakrament, was nun?“ fuhr Pipriac zornig „Ihr habt noch nicht überall gesucht.“ 1 „Du bist ein Esel! Wo sollen wir denn noch fh Vielleicht in Deiner verdammten Gurgel?“ schrit t 1
„Nein; aber dort oben— im Trou,“ entgegnete gleichmütig.. Während Pipriac ärgerlich in die trichterartige! nung starrte, von der Rohan zu Anfang der Erzi Marcelle berichtet hatte, doß sich dort hoch oben ein bh Grotte befinde, flog eine Taubenschar hinein, flattert
sofort wieder hinaus.. wandte sich Mikel f
„Habt Ihr das gesehen?“
Leute. i. „Was denn, Du kluger Fischer?“ brummte Pipe
„Die wilden Tauben! Sie flogen in den
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flatterten aber sofort wieder hinaus.“ „Was weiter?“ ö Die Grotte muß also bewohnt sein.“* Pipriac stieß einen derben Fluch aus und seine ke sahen einander verblüfft an, während Grallon selbstanfen schmunzelte. g 1 5 „Aber das ist rein unmöglich!“ rief der Alte el ö
„Die Wände sind glatt und flach wie meine Hand 10 Moos ist so schlüpfrig, daß kein Mensch dingufffsh könnte, und was den Zugang von oben betrifft, spett Deine listigen Spionsaugen auf und steh', spie zerl das Gestein ist. Wenn er dort oben ist, nun, dang it Teufel und wenn er ein Teufel ist, mag ich ni schaffen haben. Basta!“ 1 b (Fortsetzung folgt.)
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