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creistagswahlen! 12 80 die Anzah 1
Zeitungen des
eden enen Säge, af dieser gönne wrde
auch in unserem Bezirk die Einigung vollzogen. Dieser Tag dürfte wohl jedem Genossen in angenehmer Erinnerung bleiben. 5800 fanden noch Konferenzen für die Kreise Alsfeld und Lauter⸗ bach statt. a Vie Wahlbewegung war ruhig, eine Versammlungsagitation wurde fast lediglich von unserer Partei geführt, während die irgerlichen Parteien mit seitenlangen Mahlaufrusem in sämtlichen Bezirks arbeiteten. Eine rührige Kleinarbeit lleisteten die Anhänger des Bauernbundes in den Landorten. Wenn wir das Wahlresultat in den einzelnen Orten vergleichen so ist festzustellen, daß dort, wo eine gute politische Organisation besteht, wir schöne Erfolge hatten und unsere Position behauptet
haben, während in gleichartig wirtschaftlich gelagerten Orten ohne politische ganisation die Arbeiterschaft zur Einflußlosigkeit ver⸗ urteilt ist.
if Nachfolgende Aufstellung gibt ein Bild über den Ausfall der drei Kreisen des Bezirks. Die weitere Tabelle
N[der sozialdemokratischen Gemeindevertreter,
rgermeister und Beigeordnete und die Vertreter in den ein⸗
gelnen Körperschaften. Ergebnis der Kreistagswahlen.
ö Nesse
N K. P. D.] Soz. Dem. Jentr. D. P. P. Dn. u. Bb
Gießen 1403 13 622[ 2469 647] 4608[ 12 877
Alsfeld...— 3636 46627 verbunden x
Lauterbach“ 3146 45649 verbunden
e 1403][ 20404[ 14745[ 647[ 4603[ 12 877 32 672
4 Die Sozialdemokratie in den einzelnen Körperschaften.
92 Kreise Gem.⸗[ Bei⸗ Bür⸗Kreis⸗[Kreis⸗ Proo.⸗Prov⸗Land⸗ Reichs 0 Vertr.] geord. germst] tag aussch] tag aussch.] tag tag
[Gießen. 224 6— 12 3 4 1 3 1 C Lauterbach. 21 1 17 2 2—— 1...
. Vergleicht man die sozialdemokratische Stimmenzahl mit den
spolitisch organisterten Mitgliedern der Partei, so stehen 20 404 0 soztaldemokratischer Wähler 3137 Parteimitglieder gegenüber.
ehaupten, so haben wir im Kreise Alsfeld 2 und im Kreise Lauter⸗
bach 85 Sitze hinzugewonnen.
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Kreise
. n veranstalten.
nossen Rechthien, Mann, Vetters, Schmidt, Maier, Genosse Walz⸗Lauterbach. 5
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fstatt, der recht gut besucht war, den besten Verlauf
ffentliche Versammlungen wurden im Kreise Gießen 64, im Alsseld 32 und im Kreise Lauterbach 28, zusammen 124 0. Ein Flugblatt in einer Auflage von 42 000 und zu be den Wahlen je 153 000 Stimmzettel gelangten zur Verteilung. Außer wurden 28 Ortsvereinen Stimmzettel zur Gemeinde⸗ ratswahl durch das Sekretariat vermittelt. i 7 Idungsarbeit. Nach Baoendigung der Wahlen be⸗ ssschäftigte sich der Agitationsbezirksvorstand mit der Bildungsarbeit, für die gewählten Gemeindevertreter eine Reihe Gemeindevertreter⸗ Die Kuxse fanden in 10 Unterbezirken statt 6 Teilnehmern aus 48 Orten. Referenten waren die Ge⸗ Benner und
mit
Neben den Gemeindevertreter-Kursen fanden noch eine Anzahl W e statt. Der Aufforderung, örtliche Bil⸗ du Beachtung
8
en dem nen Wort wurde auch das Lichtbild in 9
ALeben gesproche 5 85 N der Bildungsarbeit gestellt. Durch die Anschaffung eines 1 8 11 r⸗Apparates durch den Bezirksvorstand war es möglich,
in einer Anzahl Landorte Lichtbilder⸗Vorträge zu halten, die sich 10 8 eines 9 5 Besuches erfreuten und beifällige Aufnahme fanden. Die Vorträge fanden meistens in Schulsälen statt. Im Bezirk wurden 18 Vorträge abgehalten, die auch ein gutes 15 zielles Ergebnis zeitigten, indem 40 826 Mark Einnahmen für Parteikasse zu verzeichnen waren. 5 1 48 beste Mittel, für Aufklärung und Bildung zu wirken, ist ebenfalls unsere Parteipresse. Die fortwährenden! Preissteige⸗ rungen zwangen die Preßkommission, wiederholt den Abonnements⸗ preis herauf zu setzen, was natürlich Verluste zur Folge hatte. Venn wir die Zahl der sozialdemokratischen Wähler und die hohe ahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeiterschaft annehmen, die traurige Tatsache zu verzeichnen, daß die bürgerliche und Stinnespresse in einer großen Anzahl Arbeiterheimen gelsen wird. Jeder gewerkschaftlich organisterte Arbeiter sollte endlich begriffen haben, daß die sozialdemokratische Presse seine beste Stütze im wirt⸗ schaftlichen Existenzkampf ist. Unsere Genossen müssen hier durch leine intenstve Hausagitation Besserung schaffen. . 5 Die Mitgliederbewegung. 0 ö Die Vereinigung der beiden Parteien hätte zweifellos die Auf⸗
wärtsentwicklung der Mitgliederzahl befruchten müssen, wenn nicht die Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse hier hemmend gewirkt
5 5
Die Mitgliederbewegung im abgelaufenen Geschäftsjahr zeitigt folgendes Bild: 8 4. Quart. 1. Quark.] 2. Quart.[ 8. Quart. T. Quart. 21—22 22—23 22—23 22— 23 22—23 3 ml. wbl.] ml. wbl.] ml. wbl.] ml. wbl.] ml. wbl. 5 f. 2681 105 2633 97 2688 128 2835127[3011 120 6, Sezirts 785 2780 28ů0 2962 3187
ö Wenn wir im letzten Quartal eine kleine Mitgliederzunahme 5 verzeichnen können, so ist diese im wesentlichen auf die Ver⸗ schmelzung zurückzuführen und ist in den Orten, wo vorher 2 Par⸗ tetorganisattonen bestanden, eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung festzustellen. Der furchtbaren Geldentwertung Rechnung tragend, mußt der Bezirksvorstand im Laufe des vergangenen Jahres sechs mal die Beiträge erhöhen und zwar für männliche von 1 Mark auf 100 Mark und für weibliche Mitglieder von 0.50 Mark auf 40 Mark. Wenn man bedenkt, daß man für einen einzigen Brief mit Porto mindestens 200 Mark ausgeben muß, so sind die Beiträge als gering zu bezeichnen. Wo Genossen verkürzt arbeiten oder arbeits⸗ los find, soll der Beitrah erlassen oder ihrem Verdienst entsprechend ein geringerer Beitrag ächoben werden. Es hat also kein Mitglied Ursache, wegen vorübergehender geringerer Verdkenstmöglichleit den e erklären. 5 Leider gibt es eine Anzahl Ortsvereine, die mit der Abrech⸗ nung fast bei jedem Quartal im Rückstande bleiben, welches meistens durch unregelmäßige Beitragskassierung verschuldet wird. Neue Ortsvereine wurden im vergangenen Geschäftsjahr gegründet: 5 Bersrod, Deckenbach Lindenstruth, Stangen rad, Burg⸗Gemünden und un Zahl der 1 im Bezirk 72. g das uns nicht befuedigen kann, ist die Zahl der weiblichen Mitol eder. Die Tatsache daß 2½ Millionen Wählerinnen 15 5 als Wähler zu verzeichnen sind, muß uns Anlaß sein, zur Ge⸗ winnung von weiblichen Mitgliedern mehr zu tun. Weibliche Mit⸗ glieder sind in 9 Ortsvereinen vorhanden, hiervon kommen 81 auf den Ortsverein Gießen. was auf die Rührigkeit der Geßener Frauengruppe zurückzuführen ist. Daß es auch möglich ist, in den Landorten die Frauen für die Partei zu gewinnen, beweist uns die bestehende Frauengrupve des Ortsvereins S aufenberg. Die Jugendbewegung. Am 12. und 13. August fand Gießen ein Jugendtag für die Unterbezirke Gießen und Vilbel 5 nahm und zu den besten Hoffnungen für die Jugendbewegung in unserem Bezirk Anlaß bot. Wenn diese Hoffnung nicht in Erfüllung gegangen ist, seo ist es der Anlaß. daß unsere älteren Genossen nicht der Jugend⸗ bewegung die Bedeutung und Wertschätzung beimessen und auf der 1 ande ren Seite die Jugend selbst, durch ihren vielfachen Wechsel in Iden Personen der Bezirksleitung. Jugendgruppen bestehen im
in
0
wir im Kreis Gießen im Kreistag unsern alten Besitzstand
.
Beitr 12. Die Arbeit unten der Jugend kun natürlich im wesent⸗ lichen nur Bildungs⸗ und Erziehungsarbeit sein. Selbstverständlich muß curch Spiel, Sport und Wanderung betrieben werden. Nichts wäre verkehrter wie mit der Jugend nur zu politisieren, wie es von unvevantwortlichen Menschen der Rechts⸗ und Linksbolsche⸗ wisten leider geschleht. Die Jugend soll durch unsere Bildungs⸗ arbeit, erst die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge des Lebens bennen lernen um so zur sozialistischen Lebensauf⸗ fassung zu gelangen.. a
Die Beamten. Eine Anzahl Genossen aus den Reihen der Boamten, bie sich Ansanas sehr aktiv in der Partei betätigten, ver⸗ hielten sich lange passiv. im besonderen seit wir aus der Regierung ausgeschreden sind. Die Stellungnahme der bürgerlichen Parteien bel Beratung des Beamten rätegesetzes und der Lohn⸗ und Gehalts⸗ regelung für die Beamten scheint vielen doch zum Bewußtseim gebracht zu haben daß sie mit der politischen Gleichgültigkeit und Untätigkeit ihrer Sache nicht denen. Es ist dann auch in jüngster Zeit eine vegere Anteilnahme am Parteileben erfreulicherweise festzustellen.
Wohlfahrtspflege. Der Krieg mit seinen verderb⸗ lichen Folgen hat über weiteste Kreise unseres Volkes furchtbare Not gebracht. Die Betätigung in der Wohlfahrtspflege, Jugend⸗ fürsorge, sowie der sozialen Arbeit in der Gemeinde ist für uns eime zwingende Pflicht geworden. Den Aermsten der Armen, die das Schickfal unserer unglücklichen Zeitverhältuisse besonders hart getrossen bat, sollten unsere Gemeindevertreter überall das not⸗ wendige Verständnis entgegen bringen. Um die gesetzlichen Be⸗ stimmungen und Handbaben der Wohlfahrts⸗ und Fürsorgegesetz⸗ gebung kennen zu lernen, fand vom 18. März ab im Gewerkschafts⸗ haus in Gießen ein Kursus, bestehend aus 4 Vorträgen zur Ein⸗ führung im bas Reichsjugendwohlfahrtsgesetz und allgemeine Wohl⸗ fahrtspflege statt. Referenten waren die Genossen: Dr. Aaron, Frau Dr. Quarck⸗Frankfurt. Genosse Beigeoron. Delp⸗Darmstadt und Rechtsanwalt Homberger⸗Gießen. Die Vorträge hätten einen besseren Besuch verdient gehabt. zumal den Teilnehmern das Fahr⸗ geld vergütet wurde um auch den auswärtigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die Vorträge waren besucht: 1. Vortrag 24, 2. Vor⸗ trag 32, 3. Vontag 28. 4. Vortrag 20 Teilnehmer.
Das Partetkeben im Bezirk. Wie aus den Berichts⸗ bogen ersichtlich, ist das Parteileben im Bezirk ein recht reges gewesen. Es haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 312 Vorstands⸗ sitzungen, 605 Mitgliederversammlungen, 189 öffentliche Versamm⸗ lungen und 13 Frauenversammlungen stattgefunden.
Parteisekretariat. Aus vorsbehendem Bericht um nachfolgender Aufstellung ist zu ersehen, daß die Arbeit durch das Sekretariat eine vecht umfangreiche war. Die Tätigkeit des Sekretärs geht aus folgender Aufstellung hervor. Derselbe hat teilgenommen: an 14 Vorstandssitzungen des Agitationsbegirks, 25 Sitzungen der Orts vorstände, 6 Sitzungen des Landes vorstan⸗ des, 6 Konferenzen von Agitations⸗Bezirk und Unterbezirk, 8 son⸗ sligen Sitzungen, 95 mal Referent in öffentlichen und Mitglieder⸗ versammlungen, Teilnahme an Mitglieder⸗ und öfsentlichen Ver⸗ summlungen 14, Vertrauensmänner⸗Sitzungen 8, und 18 Licht⸗ bildervorträgen. Außerdem die Büroarbeiten und sonstige Funk⸗ tionen, bie mit der Tätigkeit im Parteileben verbunden sind. Der Postverkehr erledigte sich wie folgt: Eingänge: 678 Byief, 89 Kar⸗ ten, 164 Drucksachen, 22 Geldsendungen. Ausgänge: 694 Briefe, 110 Karten, 1537 Druckfachen 15 Geldsendungen, 5 Telegramme.
Wir sind am Ende unseres Verichtes. Nicht alle Einzelheiten des wechselvollen Jahres können hier Erwähnung finden.
So wie im der abgeschlossenen Bevichtsperjode wird die Partei auch im Zukunft neben 50 polttischen Kämpfen, im der Organi⸗ sberung der arbeitenden Massen, in der Vertiefung und Ver⸗ breitung unserer Grundsätze ihre hauptsächlichste Aufgabe erblicken. Große Scharen von Proletariern stehen unserem politischen Leben noch fern. Und das zu eimer Zeit, in der die Kapital jeden Dag am Umfang und Stärde zunehmen, dem Staat in seiner be⸗ drängten finanziellen Lage das sogenannte„Industrieangebot“ an⸗ bieten, das eime schroffe Herausforderung am die Arbeiterschast be⸗ deutet. Die heuere Teuerung, das Jagen wach Profit und Gewinm, der Tieffland der Lebenshaltung und die Vevelendung breiter Massen umserer Volksgenossen, trägt den Stempel dieser bapitalistischen Machtenlfaltung. Die Arbesterschaft muß die Reihem schließen. Ste muß sich der Stunde und der Größe ihrer Aufgabe bewußt sein ihr Denken, Sinn und Streben muß erfüllt sein von dem Gedanken den Ferdinand Lassalle in seinem Arbeiter⸗ programm ausgesprochen hat:
Jeder aber, der sich zum Arbeiterstande bekennt, hat eine neue Pflicht. Jeder muß von der Würde, die auf ihm liegt, ganz und gar durchbrungen sein.„Es ziemen Ihnen“, so sagte er,„nicht mehr die Laster der Unterdrückten, noch die müßigen Zerstreuungen der Gedankenlosen noch selbst der harmlose Leichtsinn der Unbe⸗ deutenden. Sie sind der Fels. auf welchem die Kirche der Gegen⸗ wart gebaut werden soll.“
Wir übergeben hiermit unseren Mitgliedern den Berfcht und bitten um kritische aber gerechte Beurteilung. Unser aller Streben aber muß es sein. umablässia für das Wohl und Aufwärtsstreben der Partei zu arbeiten. K
Der Vorstand der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei des 6. Agitationsbezirkes. J. A.: H. Häuser.
Lokale Parteinachrichten. 5. Agitationsbezirk Friedberg⸗Büdingen⸗Schotten.
Werte Genossen! Wir machen nochmals auf die am Sonntag, den 10, Juni, vormittags 11 Uhr in Stockheim stattfindende Unter⸗ bezirkskonferenz aufmerksam. Es muß erwartet werden, daß alle Ortsvereine zu der wichtigen Konferenz Delegierte entsenden. Eine ganze Anzahl Ortsvereine hat wichtige Anträge gestellt, die auf der Konferenz zur Verhandlung kommen. Deshalb ist es not⸗ wendig, daß kein Ortsverein fehlt. Es gilt neues Leben in die Organisation hineinzutragen.
Jeder Delegierter muß mit einem Mandat versehen sein.
Auf nach Stockheim!.
Mit Parteigruß J. A,: Br. Wittig, Sekretär. 2
Landesvorstand der verein. soialdemokr. Partei Hessens.
An unserer Parteimitglieder in Stadt und Land!
Genossinnen und Genossen! Landesvorstand und Landesaus⸗ schuß haben in gemeinschaftlicher Sitzung beschlossen, daß mit Rück⸗ ee auf die sprunghaft einsetzende Geldentwertung für den Monat
uni anstatt 5 Beiträgen 6 zu kleben sind.
Es wäre notwendig gewesen, den Beitrag wie in anderen Be⸗ Arken auf mindestens 200.— für männliche Mitglieder zu setzen. Da in zahlreichen Ortsvereinen schon flir Monat Juni kassiert worden ist, ist von einer weitezen Beitragsangleichung an den ge⸗ sunkenen Geldwert Abstand genommen worden. Dagegen hoffen wir, daß die Parteimitglieder recht gerne unsere schwierige Loge be⸗ greifen und für den Monat Juni 6 Beiträge zahlen werden, um unser Budget auszugleichen.
Arbeitslose Mitglieder sind von der Beitxagsleistung befreit. Kurzarbeiter können auf Antrag bet dem örtlichen Vorstand eine
ihrem aschmälerten Einkommen entsprechende geringere Anzahl Beiträge kleben. Hält die Geldentwertung an, so müssen die Vei⸗
träge für den Monat Juli ganz bede nicht die Partei in ihrer Aktionsse leiden soll.
Mit Parteigruß
tend erhöht worden, wenn higkeit schwersten Schaden er⸗
J. A.: W. Widmann, Bezirkssekretär. **
Für die Nothilfe der V. S. P. D. Hessens wurden ferner ge⸗
zeichnet: Unterbezirk Lollar, Ueberschuß von der Maifeker 140 000 Mk., Ortsverein Büdesheim(Oberhessen) Ueberschuß von der Mai⸗
feier 35000 Mk., im 4. Agftationsbezirk gefammelt 31 der Oberhessischen Volkszeitung 20 000 Mk., 2. Rate 10 000 Mk.,
6 Mk. von ge Staatspräsibent Ulrich Präsident Neumnann⸗Darmstadt 2. Rate 10000
0
Mk., Landtagsaäbgeoroneter Kaul⸗Offend. n 6 000 Mk., 5 Naab 4. Nate 5000 Mk. Genosse Amadori⸗Worms 5000 Landtagsabgeordneter Neff⸗Michelstabt 2. Rate 2000 8 sammen 267 766 Mk., bereits quittiert 149 042 Mk., Gesamte 446 808 Mk. 5 1 Allen Gebern herzlichen Dank. Weitere Gaben werden entgegengenommen. 5. — Mit Parteigruß W. Widmann, Bezirkssekr
Arbeitsretht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegn
Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gleße 0 Sitzung vom 7. Juni. 5 1 Im der Lohnstreiligleit des Zentralverbandes Bäcker und der Bäckerinnungen Gießen und Bad⸗Nauheim ging folgender Schiedsspruch: 1. Für Gießen gelten Mimdestwochenlöhne: Schießer ab 11. 6. 100 000 Mark und 18. 6. 120 000 Mark. Teigmacher 92 000 und 110 000 Mark, gehelfen 80 000 und 95000 Mark. Für Kost und Wohnung kö von diesen Beträgen wöchentlich ab 11. 6. 46 000 und ab 18. 55 000 Mark abgezogen werden. 2. Für Bad⸗Nauheim ge vorstehenden Beträge mit 10 Prozent Zuschlag. Der spruch ist für Bad⸗Nauheim bindend. Für Gießen erkannten Streitteile ihn an. N 50 Für die Weißbindergehilfen in Gießen schlug d Schlichtungsausschun 3000 Mk. Stundenlohn ab 7. 6. 23 vor(0 her 1700 Mk.). Der Verband der Maler und Weißbimder kannte den Schiedsspruch an. die Verenigung der Maler⸗ Weißbindermeisler lehnte ihn ab. 0 Den Arbeitern der Eisensteingruben des be Lahngebietes sprach der Schlichtungsausschuß in einem Ve gemäß§ 22 Absatz 2 der Verordnung vom 23. 12. 1918 eine sondece Loheizulage zu: ab 1. 5, in der Spitze 1500 Mk. je 2 und Schicht und ab 1. 6. 2000 Mk., nach umen entsprechend d . abgestuft. Die Streitteile erhielten Erklärungs rist. g
Dem Kündigungseinspruch eines Angestellten der Guts refor e. G. m. b. H. in Bad⸗Nauheim auf Grund des§ 12 der Demoh machungs verordnung gab er statt. Die Streitteile erhielten klärungsfrist. 5 5 In der Lohnstreitigkeit der Notstandsarbeiter der Geme Albach einigten sich die Streitteile ohne öffentliche Verhandlung.
Wirtschaft, Handel, Soziales.
Volkswirtschaftliche sinnlose Produktion. 7 Immer wieder wird von neuer Hartgeldproduktjon berichtet. Es ist absolut unersichtlich. was das eigentlich für einen Sinn h
Charakter des Vorläufigen solange sollte, bis die wirklichen inneren m e Periode der Bestenbsegkeit geschaffen sind. So maßgebenden überlegen, ob mehrere Mill 1 an 31 100 Zwe r soll inn naher Zukunft mit a von 50 bis zur Hale von 90 Milliarden Mark begonnen
mam
denm Mam bedenke nur, daß sich das Volk durch rauchs völljg an den Papiergeldverkehr g hat, daß es sich ganz auf dlese Art der täglichen Zahlung m Geldlaschen und Porfefeuilles eingestellt hat, daß das Portemon so gut wie verschwunden ist. Das würden ja doch keine entscheid er den Gründe sein. Aber wie verhält es sich denn mit den Ko der Herstellung dieses doch auch substanzwertlosen Hartgeldes Es wäre interessant, vom Finanzminister zu erfahren, wie 8 Herstellungskosten eines 500⸗Markstlickes und eines 500⸗Mar scheines sind. Damach könnte man sich ein Urteil bilden, ob die Ausgabe vgn Hartgeld gegenwärtig angebracht ist oder nicht. Die schwebende Schuld des Reiches 3
i die Schuldve
an diskontierten Schatzanweisungen, also schreibungen des Reiches, denen keine Einnahmen gegenüberstel hat sich nach der Uebersicht über die Geldbewegung bei der Ref hauptkasse in der Zeit vom 10. bis 20. Mai um 364 Milliarden a 8912 Milliarden Mark erhöht. Das bedeutet eine Tageszung von durchschnittlich 36,4 Milliarden gegen 10,5 Milliarden Tages durchschnitt in der ersten Maidekade. Diese Steigerung ist im sammenhang mit der Markentwertung auf die außerorden starke Inanspruchnahme der Reichskasse zur Erfillung Zahlungsverpflichtungen in ausländischer Währung in Ausfiihr des Friedensvertrages— belgischer Wechsel— und auf erhöh Aufwendungen für die bwehr der wirtschaftliche Schäden im Ruhrgebiet zurückzuführen. 0
Sport
Spielbericht vom 3. Juni. Nieder⸗Ohmen 1. gegen Großlinden 1. 10. Großlinden tritt mit 10 Mann an. 2.45 Uhr gibt der Schie richter den Ball frei. Nieder⸗Ohmen hat Antritt. Großl erhält den Ball, geht vor N.⸗O. Tor, erreicht einen Eckball, jedot ohne Erfolg. So geht das schöne Spiel weiter und gehen be Parteien mit einem 0:0 in die Halbzeit. 5 8 „Nach Halbzeit geht das Spiel im raschen Lauf weiter Großlinden muß sich gefallen lassen, daß N.⸗Os.⸗Stürmer schon 15 Minuten unhaltbar einsenden. Das Spiel geht nun m wöhnlicher Schnelligkeit weiter und Großlinden versucht den A gleich zu holen, doch vergebens und so endet das schöne Spiel, do mit großer Ruhe ausgetragen wurde, auf vorherige Einkg beider Parteien, 5 Minuten vor Spielschluß, da einige Spi früher fort mußten. Der Schiedsrichter leitete das Spiel Ruhe und sehr korrekt. Die kleine Niederlage Großlindens jedoch nicht die harmonische Geselligkeit der beiden Vereine nach d 5 Spiel stören, eine Eigenschaft Großlindens, die lobenswert und ein Vorbild sein sollte. 0
Nächste Abfahrten der Hamburg—Amerika⸗Linie.
Hamburg⸗Nordamerika. Nach Newyork: D. Reliance 12. 6., Mount Clinton 19. 6., D. Westphalia 21. 6., D. Resolute 26. 6., Mount Clay 28. 6., D. Albert Ballin 5. 7. Nach Philadelphia, more, Norfolk: D. Kermit 29. 6. Nach Boston, Baltimore, 90 1 D. Fürst Bülow 15. 6. Hamburg Cuba Mexiko: D. e 7. D. Sachsemwald 23. 6., D. Schwarzwald 25. 7., Hamburg 5 indien: D. Kupatoria 9. 6. D. Denderah 22. 6., D. Antiochig 14. 7 Hamburg. Südamerika: Nach Rio de Janairo u. Bs. Air Rugia 16. 6. Nach Montevideo, Bs. Aires und Rosario:! wald 27. 6. Nach Pernambuco levtl. Bahia, Viktoria), Rio de 58 5 Santos: D.. 7 5 Nach* Janeiro u. D. Galiota 7. 7. Hamburg.— Ostasien: Ludwigshasen Engl. D. Lyeaon 27. 7. beg 7 0 8 S
Dollarstand Freilag Mittag 12 Uhr: 80 000 M


