Ausgabe 
7.3.1923
 
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so einfach ist, wie man es sich in Paris und Brüssel vorstellt.

die für Geld und gute Worte sich selbst und die in der Abwehr

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Rhein e ben e Anweisung bekommt, gegen das ungesetzlithe 8

Abern Wahlniede lu e Wonar Laws.

e is ber Ertanzungswahl im Wahlbeziek Mitcham ist b geworden. Der W e der frühere M sundheisspflege, A ee det 7196 St It, wurde von dem Vertreter ber Arbelterpartel, Ede, der men geschlaßen. Der liberale Kandtoat er⸗ ielt immen. unabhänginer Konservativer, der mit eim Pro ber Ruhr⸗

daß eine Debatte vermieden werden soll. In diesem Falle

zufscht auf das Gemüt der Vevökerung wirken soll. So soll

schließlich die allgemeine Unterwerfung der Ruhrbevölkerung

unter französischen Oberbefehl erzwungen werden. f Wir sind überzeugt davon, daß das im allgemeinen nicht

Leider abet hat die Zermürbungstaktik Frankreichs auf ein. zelne schwachs Subjekte schon Einfluß ausgeübt. Es gibt Leute im Westen Deutschlands Gottseidank nur wenige

stehend Arbeiterschaft verraten haben, sodaß der Reichs genötigt war, eine Verordnung zu erlassen, die der⸗ Landesberrat mit Zuchthaus nicht unter 10 Jahren

n Masnz und Koblenz und zwischen Koblenz und Khln

am 25. Februar d. Js. bese a die Rheinlandkommission 1 5 125 et als unter ihrer Oberhoheit stehend erklärte, wogegen er englis

Vo Mae Neill:

f eee, 3 1 1 N Nach N e en Stanley s in wenigen Tagen die

zwelle Mebersage des abel Voller Lam. 5 N

Die Reichstagssitzunn vom Dienstag.

Reichskanzler Dr. Cuno und Außenminister Dr. Rosen⸗ berg haben im Lause des Montags verschiedene Be⸗ sprechungen mit Parlamentariern gehabt in denen alle Fragen behandelt wurden, die mit der Reichstagssitzung am Dienstag zusammenhangen. Der Aeltestenrat des Reichstags, der Dienstag vormittag zusammentritt, wird die letzte Enk⸗ scheidung darüber fällen, ob den Erklärungen des Kanzlers eine längere Debatte folgen soll oder ob man sich mit einer allgemeinen kurzen Zustimmung des Reichstags zu den Aus⸗ führungen des Kanzlers begnügen soll. In den letzten en hat die Anschauung an Uebergewicht bekommen,

1 100 England den Franzosen in

Stunden hal

würde nach den Erklärungen des Reichskanzlers eine kurze Erklärung im Namen der Mehrheit des Reichstags erfolgen. Am Mittwoch würde dann die Beratung des Etats des Aus- wärtigen Amts beginnen, die durch eine Rede des Außen⸗ ministers eingeleitet werden und eine allgemeine Debatte über die politische Lage bringen würde.

Hierzu meldet unser Pressedienst:

Die für Dienstag angekündigte Rede des Reichskanzlers wird kaum dem entsprechen, was man im Ausland und In land auf Grund der Art ihrer Ankündigung hätte erwarten dürfen. Der Reichskanzler plant in der Hauptsache ledig⸗

Der Deserteur. Roman von Robert Buchanan. Dreizehntes Kapitel. Marcelles Beichte. 5

Die ärztliche Untersuchung hatte stattgefunden und die Konskribierten von Kromlaix kannten bereits ihr Schicksal. Gildas Derval war überaus tauglich befunden worden und hielt es seither für unerläßlich seine kriegerische Begeisterung im Wirtshaus zu kräftigen. Er taumelte wie ein richtiger Veteran. Sein Herzenswunsch, daß auch Hoél angenommen werde, war ebenfalls in Erfüllung gegangen. Dieser hatte, wie wir wissen, die Nummer 27 gezogen und da zwei junge Burschen, welche niedrigere Zahlen gezogen halten, untaug⸗ ilch befunden wurden, außerdem auch Rohan sich nicht stellte, mußte er mit noch zwei anderne einspringen. Der Korporal war begeistert, die beiden Burschen redeten sich in eine kriegerische Stimmung hinein; aber Mutter Derval war untröstlich, denn in einigen Tagen sollten ihre Söhne den Marschbefehl erhalten. Mittlerweile suchte das ganze Dorf der widerspenstigen Nummer Eins habhaft zu werden. Von St. Gurlott war eine Abteilung Gendarmen unter Führung des alten Jacques Piprige gekommen, die Kromlaix Tag und Nacht durchstreiften und denen die Konskribierten, soweit es in ihrer Macht stand, Detektivdienste leisteten. Alles vergebens. Rohan schien vom Erdboden verschwunden zu sein.

Sakrament noch einmal hinein! schrie Pipriae die alte Gwrenfern eines Tages an, nachdem er zum vierten oder fünftenmal ihre Hütte durchsucht hatte.Wenn ich den Kerl erwische soll er mir büßen! Alte. Du hast ihn irgendwo versteckt, leugne es nicht! Heraus mit ihm! Die Leute durchstachen mit shren Bajonetten die Matratzen, durchstöberten alle Schränke, Schubladen und Truhen, suchten an Orten, wo sich kein Hund verkriechen würde und wetterten und fluchten gegen Rohan, bis Mutter Gwenfern es nicht mehr mit anhören konnte und bitterlich weinend ausrief:Schmach über Sie Sergeant Pipriac! Ich hatte es nie für möglich gehalten, daß Sie gegen seines Vaters Sohn so grausam sein könnten!

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Neues vom Tage.

Die Negierungsbildung in Sachsen. Auf der Landeskonferenz der sozialdemokratischen Partei wurde mit großer Mehrheit, mit 92 gegen 32 Stimmen, ein Antrag angenommen, der weitere Verhandlungen mit den Kommunisten zum Zweck der Regierungsbildung fordert. Diese Verhandlungen werden Dienstag bereits wieder auf⸗ genommen.. Der Antrag des Landesvorslandes, nach dem Scheitern aller Versuche, mit den Kommunisten eine arbeitsfähige Re⸗ gierung zu bilden, nunmehr mit den Demokraten in Ver⸗ handlungen einzutreten, wurde mit 95 gegen 31 Stimmen abgelehnt. Mit 68 gegen 57 Stimmen wurde ein Antrag auf Auflösung des Landtags abgelehnt.

Keine Stickstosflieferungen für Frankreich und Belgien. 0 Die Reparationskommission hatte für Montag, 7. März, Vertreter der deutschen Regierung zu Besprechungen über deutsche Stickstofflieferungen an Frankreich, Belgien und Italien eingeladen. Die deutsche Regierung hat darauf ge⸗ antwortet, daß sie wegen des Einfalles der Franzosen und Belgier in das Ruhrgebiet nicht in der Lage sei, Stickstoff⸗ lieferungen für Frankreich und Belgien auszuführen und daß sie deshalb zu der Sitzung keine Vertreter entsenden werde, daß aber mit Italien unmittelbare Verhandlungen wegen Stickstofflieferungen eingeleitet seien. Vor schweren Käm ofen?

In Anbetracht der Senkung des Dollarkurses und der augenblicklichen stabilen Haltung der Mark treffen die Unter⸗ nehmer bereits Vorbereitungen zum Lohnabbau, obwohl die Löhne noch nicht einmal Im die letzte gewaltige Teuerung

Alle Verhandlunge und olle Vermittlungsversuche amtlicher Stellen haben noch In der Metall- industrie beginnen auf Einladung des Reichsarbeitsministers f s diesm nicht zu einer aufzuhalten sein. der Arbeiter etsch

Ein proletarischer Ordnungsdienst in Gera. Am Sonntag trat in Gera zum erstenmal eine Arbeilerwehr, die den Namen Prolelarischer Irdnungsdienst führt, in einern Stärke von fünf zu n sten zu einem Appell zusammen, Diese Formationen sind in den Bezirken Gera⸗Wef e a⸗ Zwötzen von der V. S. P. 8. aufgestellt worben. Hundertschaften der gag oh Bezirle sollen 4 im Lause dieser ee werden. Am 11. März sotlen sie alle zu e e pell zu⸗ ammentreten. Von ee ee Seite wird die Aufste ieser Arbeiterwehr damit begründet, daß ni e a

eichsgericht tsmäßige Organisati unt wor⸗ ach daß bos Frösdae dörkden r eke wee Bombenattentat in Kairo.

In dem englischen Hanptqnarxtier wurde am Sonntag ein Bombenattentat verübt, wobei drei britische Soldaten und mehrere Aegupter verwundet wurden. a 1

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lich eine entschiedene Protesterklarung gegen die weitere Ver⸗ gewaltigung deutschen Gebietes, er will ferner vor den Augen der Welt ein Bild über die Schandtaten entwickeln, die sich das dcutsche Volk bisher im Frieden hat bieten lassen müsser und beabsichtigt u. a. auch, von der Tribüne des Reichstages aus der Ruhrbevölkerung den Dank und die An⸗

erkennung wegen ihres Verhaltens auszusprechen. Dem Protest des Kanzlers werden sich voraussichtlich alle Par⸗ teien mit Ausnahme der Kommunisten anschließen. Der

Regierungserklärung soll eine Debatte folgen.

In Paris hat man sich bereits damit abgefunden, daß die Rede des Reichskanzlers im Reichstag keine Ueber⸗ raschung bringt. Es ist daher nur als Selbsttrost zu be⸗ trachten, wenn der Temps in seiner gestrigen Abendausgahe sagt, daß die Bekanntgabe der deutschen Vorschläge in Frank⸗ reich nicht befriedigen könne und nur alsBeweis für die Wirksamkeit der Ruhraktion begrüßt werden könnte. Im übrigen werde man verstehen, daß Frankreich nach den Er⸗ fahrungen der letzten zwei Monate etwaigen Angeboten und Besprechungen keinen großen Wert beimessen könne, sondern auf Garantien bestehen müsse.

Politische Uebersicht. Der Preis für Getreide und Zucker.

Vor einigen Tagen hatte der Zwanziger-Ausschuß den Preis des vierten und fünften Sechstels des Umlagegetreides durch Mehrheitsbeschluß auf 600 000 Mk. für die Tonne Roggen festgesetzt, während die Minderheit für eine Verdrei⸗ fachung des dritten Sechstels auf 495 000 Mk. eintrat. Die Regierung hat nunmehr nur für das fünfte Sechstel den

grauten Schnurrbart und brummte:Zum Teufel auch, der Mensch und Soldat muß doch zuerst seine Pflicht erfüllen! Alte, Dein Sohn ist ein Narr und wenn ich nicht hinter ihm her wäre, würde ein anderer die Sache in der Hand haben, der ihm noch schlimmer zusetzen könnte. Ich habe Gott ge⸗ dankt, daß man mich geschickt hat, den fahnenflüchtigen Sohn meines besten Freundes zu suchen. Du weißt, ich meine es gut mit ihm. Sei gescheit und sag' mir, wo er steckt, ich schwöre es Dir bei den Gebeinen des heiligen Triffinie, daß ihm kei Leid geschieht und daß er noch ein tapferer Soldat unseres Kaisers wird!

Ich habe Ihnen schon versichert, daß er nicht hier ist und daß ich seinen Aufenthaltsort nicht kenne. Vielleicht ist er nach England geflüchtet...

Alle Teufel, nach England?!

Ich vermute es, Sergeant Pipriac, stöhnte die Witwe.

Bah, das ist nicht so leicht, wie Du glaubst, und er wird wohl nicht so dumm gewesen sein, sich in das Land der wilden Bestien zu flüchten! Ich sags Dir er ist hier! Ich weiß nein, ich rieche es, wie der Hund die Ratte riecht. Verflucht, daß der Sohn meines braven Kameraden, Raoul Gwenfern, ein solcher Feigling ist!,

Er ist kein Feigling, Sergeant! fuhr die Witwe er⸗ regt auf. 5

Er ist's! Er verkriecht und versteckt sich aus Furcht.

Mein Sohn Rohan weiß ate, was Furcht ist, aber er wird nie Soldat werden!

Wenn ich ihn beim Kragen hätte, ich würde ihm ordentlich meine Meinung sagen. bemerkle der alte Hau- degen argerlich.Weshalb nimmt er sich kein Beispiel an

seinen Vettern Hol und Gildas! Das sind tüchtige Burschen, jeder so stark, daß er einen Ochsen erwürgen könnte. Ihr Onkel, der Korporal das ist aber auch ein

Dann wandte er sich an seine im Schorn⸗ stein suchenden Leute:Habt acht! Vor härts, marsch! Der Fuchs ist uns entwischt. An der Türe drehte er sich noch einmal zurück:Guten Tag, Mutter Gwensern, wir werden wiederkommen! Nicht weil wir es wollen, sondern weil's der Kaiser befiehlt. Folge meinem Rate und werrede Deinen Sohn morgen kann's shon zu spät sein. Roch einmal Adieu! Marsch Ihr Leute!

ganzer Mann!

Der Sergeant, ein kleines. untersetztes,

e einäugiges Kerlchen mit scharfgebogener Schnapsnase, wirbelte den er-

(Fortsetzung solen!

Umlagepreis auf 600 000 Mk. festgesetzt und für das vierte Sechstel, das im allgemeinen im Laufe des Monats ant zut Ablieferung kam und für das zum großen Teil Be. zahlung bereits erfolgt ist, einen Preis von 500 000 Mk. be⸗ stimmt. Die Festsetzung des letzten Sechstels der Umlage des Wirtschaftsfahres 1922/29 hat man sich noch vorbehalten. Die 1 Preisfestsezung wird vom Reitchsernährungsministerium folgendermaßen begründet: Nach rein kaufmännischen Ge. sichtspunkten würde die jetzige Erhöhung des Umlagepreises zusammen mit den Veschaffungskosten für das Auslands⸗ getreide auch eine wesentliche Erhöhung des Getreideabgabe⸗ 5 preises und des Mehlabgabepreises der Reichsgetreidestelle erfordern. Mit Rücksicht auf die volitische Lage und die Markstabilisterungsmaßnahmen hat sich die Reichsregierung jedoch entschlossen, eine solche Erhöhung nicht eintreten 1 n⸗

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lassen, um einer weiteren Verteuerung des Brotpreises da vorzubeugen. Die der Reichsgetreidestelle dadurch entstehe den Verluste werden aus allgemeinen Mitteln der Finanz verwaltung getragen werden müssen. 1 Gleichzeitig mit der Festfetzung des Getreidepreises hat

die Reichsregierung auch den Zuckerpreis für den Monat März festgesetzt. Hier lautete der Mehrheitsbeschluß des Beirats der Zuckerwirtschaftsstelle auf 90 000 Mark für den Zentner Zucker. Die Reichsregierung hat jedoch nur einen Preis von 81000 Mark zugebilligt, indem sie einen Aus. gleichszuschlag auf den früheren Zuckerpreis in Höhe von 9000 Mark ablehnte. Gleichzeitig hat sie sich aber grundsätz. lich auf den Standpunkt der freien Wirtschaft für das nächste Zuckererntejahr gestellt, wodurch sie einen Rückgang des Zuckerrübenanbaues, der angeblich droht, vermeiden will Die bedenklichen Folgen der freien Wirtschaft für die Ver⸗ braucher will man dadurch herabmindern, daß eine/ ange- messene Menge Mundzucker für das Ende des Wirtschafts jahres bereitgestellt wird, indem man die industrielle Zucker⸗ verarbeitung entsprechend beschränkt. Mit Rücksicht auf die Verbroucher soll die freie Zuckerwirkschaft keine Freiheit de Zuckerausfuhr bedeuten. Dadurch soll verhindert werden, daß der dentsche Inlandszucker den an sich sehr hohen Welt⸗ marktpreis erreicht. Ob das gelingen wird, bleibt nach den unerfreulichen Erfahrungen, die die Verbraucher mit der freien Zuckerwirtschaft im Wirtschastsjahr 1921½2 machen mußten, dahingestellt. Vielmehr wird die Entpicklun wit der dahin führen, daß Zucker zwar in genügender 15 für den Inlandsverbrouch vorhanden ist, daß aber der Preis für dieses in heutiger Zeit doppelt wichtige Nahrungsmittel sich in einer Höhe bewegt, die es weiten Schichten des Volkes unmöglich macht, den Zucker abzunehmen. f

An das hessische Volk! 3

Französische Truppen haben am Samstag, den 3. ds. Mz.

die Eisenbahuwerkstätten westlich des Hauptbahnhofes Darm.

stadt besetzt. Dieser Gewaltakt wird ebenso wie die B 1

der Mannheimer und Karlsruher Häfen von der französischen 51

Regierung in einer an die Reichsregierung gerichteten Rote als Vergeltungsmaßnahme für die Sperrung des Rhein 3 Herne-Kanals bezeichnet! Auf eine rechtliche Begründung

wird von der französischen Regierung verzichtet. Die He 3 Regierung und mit ihr das ganze hessische Volk gibt 1 Entrüstung über diese im Wege der Gewalt durchgeführte

. und die Rücksichtslosigkeit, mit der ohne ae 5

Ankündigung in einen lebenswichtigen Betrieb eingeg ö wird, Ausdruck. Wir können den Gewaltmaß nahmen der Gegner keinen Widerstand entgegensetzen. Das hessische Volk ist aber in allen seinen Teilen einig in dem Willen, 1 wie die Volksgenossen an der Ruhr und in Baden, dur.

feste Entschlossenheit, sich der rechtswidrigen Gewalt bengen, und durch Festhalten an seinem Recht der gu Sache zum Siege zu verhelfen. Den umlaufenden unkoß

schütterliche Ruhe wird auch bei uns den Erfolg sichern helfen. Darmstadt. den 4. März 1923. ein en 5 195 Gesamtministersum. i

Ulrich, von Brentano, Henrich, Raab.

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trollierbaren Gerüchten ist kein Glauben zu schenken. Uner 5