Ausgabe 
6.3.1923
 
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kühnen. Diese nämlich in dieser 5 ohne zu bedenken, daß die Phrase: gegen

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5. 0 beillosen Blindheit gegenüber f Ernstes wird in dem letzten Wochenrückblick der Begriff des Maulhe f

Anzeiger ein sachverständiger Beuxteiler. Wem fällt Augen ein? Tugend⸗Kato der äußersten Linken, 3. B. Vorwärts und Frankfurter Zeitung, die große deutsche Volksbewegung in ihrer Leidenschaftlichkeit mnd ihrer Widerspiegelung in der a der tieudeutschen zeigers)etwa als

bemerken nur, daßin dieser Beziehung auf dieLeiden schaftlichkeit der echtnationalen Presse zu gehen scheint. übrigen beweist ja auch hier der chessen Meister gerade deshalb schon seit langem seine samstaglichen Streif züge in das keit bei den die Stichhaltigkeit seiner tiefsinnigen Weisheitssprüche näher zins Auge fassen, nind Frankfurter Zeitung sindB lätter der äußersten Linken? Wie tief muß der Anzeiger die politische Bil⸗ dung seiner Leser einschätzen, daß er ihnen solche Behaup⸗ tungen vorzusetzen wagt? Kommunisten Gießens!

möchte das alldeutsche Hetzblatt, llich, so doch am Tage der zukünftigen Vergeltung einen frischen, fröhlichen Rachekrieg die bekanntenanderen, mämlich das Volk führen lassen! der biedere Anzeiger nach wie vor zur nationalistischen Pressevon der allerübelsten Wirkung, ist in Wahrheit ein verkapptes Blatt(man erinnere sich seiner höchst zwei- ddeutigen oder vielmehr ganz unzweideutigen Haltung im N Kapp⸗Putschf) der äußersten Rechten und zwar besonders deshalb, weil es eben gewohnheitsmäßig verkappt vorgeht.

Für das Wort des junkerlichen Führers der Deutschnatio⸗ malen, des Grafen Westarp, der als Vorbedingung für

Genossen Ulrich folgendes Telegramm:

die er kostete, elgen

Mansheldentum.

Der Gießener Anzeiger bleibt sich treu in der seinemm eigenen Wesen. Allen

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[dentums erörtert. Hierin ist freilich der Wer lacht da? nicht der biblische Spruch vom Balten in eigenen Stirnrunzelnd mißbilligt es nämlich der Schülstraße, daßeinige große Blätter der

Presse(wohlgemerkt: in Presse eben vom Stile des Gießener An- Maulheldentum zu bezeichnen sich er⸗ Blätter, so meint der Anzeiger,melden Beziehung schon ihre weisen Vorbehalte an, Nie wieder Krieg! da Wirkung ist.

ein Wortgebräu von der allerübelsten Wir

Wir sind unschuldig an diesem dunkeln Orakelstil.

Im Generalanzeiger für Ober- daß er ein unübertroffener

wieder einmal drastisch, Erwecken doch

inWort- und Satzgebräuen ist.

Gebiet der hohen Politik schmunzelnde Heiter⸗ Lesern in Stadt und Land! Freilich, wenn wir

wen jammert es da nicht? Also Vorwärts

Damit

wenn auch nicht augenblick⸗

In diesem Sinn gehört

Wir wollen es in dieser Hinsicht wieder einmal festnageln.

irgendwelche Verhandlungen mit Frankreich die Räumung sämtlicher deutschen Gebiete festlegen möchte, findet der Gießener Anzeiger nur den milden Tadel derVoreiligkeit. Aber wenn die Frankfurter Zeitung die Gefahren eines Bürgerkrieges betont, so heißt das nach dem Anzeiger freventlich mit solchen Gedanken spielen. Der Anzeiger werschweigt hier seinen Lesern, die wahrscheinlich zum klein ssten Teile die Frankfurter Zeitung selbst studieren, daß letztere ihre ernste Warnung deswegen aussprach, weil Graf Westarp der Regierung Cuno in jenervoreiligen Rede an⸗ gesonnen hatte, ihren Willen, d. h. wohl den der Deutsch⸗ mationalen auch gegen den umfallenden Reichstag durchzu- setzen. Er empfahl also gegebenenfalls den Stagtsstreich, und iber Gießener Anzeiger, sein innerlicher Gesinnungsgenosse, würde zweifelsohne auch der nationalenLeidenschaftlichkeit der großen deutschen Volksbewegung(wie er sie auffaßt) die ganze deutsche demokratische Republik, dieses Machwerk won Juden und Sozialdemokraten, ohne viel Bedenken zum Opfer hringen.

Kurzum, der Gießener Anzeiger ich reaktionär bis in die Knochen, und seinem Nationalismus, Imperialismus und. Militarismus trägt sein echt kapitalistisches Grundwesen nur das bekannte nationalliberale Amtsfähnchen vor, das ihm von jeher gerade aus Farbe zu bekennen verbietet.

Der Reichskanzler an denhessi ichen Staatspräsidenten l Wegen des Vorgehens der Franzosen gegen Darmstadt richtete der Reichskanzler an den hessischen Stadtspräsidenten

5 Erneut bedroht feindlicher Einbruch Darmstadt und weitere Teile des schwer leidenden Hessenlandes. Die Reichs- ͤ vb

Versicherung entgegenzunel

meinden der Gemeinwirtschaft beigetreten. findet

unterstützt wird. Wir wiesen kürzlich

regierung weiß daß Hessen ungeßeugt für Reich und Rech

Ste bittet Sie, Herr Staatspräsident, die hmen, daß das Reich die Schäden Treue um Treue wahren wird.

eststehen wird.

lach Kräften lindern und

Gießen und Umgebung.

Ruh hilfe. An das Gewerkschaftskartell Gießen gingen weiter

ein:

Telegraphenarbeiter des Bauambes Gießen(2. Rate) Mk. 14 180. inger Schrolmer Mk. 1000. Schreiner in Langsdorf(Oberhessen) Ml. 2000. Arbeiter der Firma Himmelsbach, Midda(2. Rate) Mk, 15 700. Fabrihnehelter der Zuserfabrik, Friedberg. Mk. 34 000. Kbeiter ber Firmg Stellwerke Treis a. d. Lumba Mk. 7244. Stelu, Wilhelm, Klein-Linden%%% Arbelter des Sägewerks Neuhaus b. Homberg(Ohm) Mk. 68 000.

Den Gebern besten Dank. Gewerkschaftskartell Gießen und Umgegend.

Gemeinwirtich aft Oberhessen. In der letzten Zeit sind weiter eine ganze Anzahl Ge⸗ Fast allgemein der Gedanke des Werkes verständnisvolle Aufnahme, man erkennt, daß das ein Weg ist, der aus den finanziellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten heraus und zur Ge⸗ sundung führen kann. Und destomehr Erfolg wird die Ge meinwirtschaft haben, je nachhaltiger sie von den Gemeinden bereits darauf hin, daß denjenigen Gemeinden, die erst nach dem 15. März beitreten, durch den Gesamtausschuß höhere Beitrags- und Zinsver⸗ pflichtungen auferlegt werden können. Es gibt noch Ge⸗ meinden, die dieser Sache nicht die wünschenswerte Beachtung schenken und mit dem Anschluß zögern. Das zeigt z. B. der

seid ihr beleidigt; schickt doch einmal der ahnungslosen Redak-] Artikel über die Gemeinderatssitzung in Leihgestern im stion in der Schulstraße eine Rote Fahne zu! heutigen Blatte. Dort wurde unter anderem über Ab⸗

Nie wieder Krieg! ist also dem Anzeiger eine[änderungsanträge zu den Satzungen debattiert. Diese Phrase. Ja, das wollen wir ihm glauben. Wie gern Satzungen sind von dem Provinzialtag, der zuständigen

Körperschaft ordnungsgemäß beschlossen und es ist daran nichts mehr zu ändern, es sei denn durch den Provinzialtag selber. Es wäre auch eine von vornherein verfahrene Sache, wenn die ungefähr 400 Gemeinden Oberhessens erst die Satzungen beraten und dazu allerlei Anträge stellen wollten. Da könnte ein ganzes Menschenalter vergehen, ehe etwas getan werden könnte und zustande käme. Den Gemeinde- räten kann nur empfohlen werden, der Sache die möglichste Förderung angedeihen zu lassen.

Gewaltmaßnahmen der Franzosen gegen den Post⸗ und Telegrapheubetrieb.

Postamtlich erbalten wir folgende Zuschrift Wie der Oesfenil chkeit schon belannt ist. richten sich die weg. widrigen Eingrifse der Franzosen neuerdings auch auf den trieb der Reichspost⸗ und Telegraphenverwalkung um besetzten Teil des Oberpostdirektionsbezürks Darmstabt. In Mainz ist am 19. Februar der Vorsleher des Postamts 1. Postdirektor Klingel⸗ hösfer, von den Franzosen widerrechtlich verhaftet worden. Aus diesem Anlaß haben die Beam ben, Angestellten und Arbeiter sämt⸗ licher Verkehrsämter in Mainz am 20. Februar von 8 Uhr vor⸗ mitlags bis 1 Uhr nachmitzaas die Acbelt niedergelegt. Als sie zur genannten Saunde den Post⸗ Telegraphen⸗ und Fernsprech⸗ betrieb wieder aufnehmen wollten, waren Post⸗ und Telegraphen⸗ amt von den Franzosen besetzt, die die Wiedereröffnung des Be⸗ triebs vereitelten. Bei den Verhandlungen brachte die Beaniten⸗ schaft ihre Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Arbeit unter den bisherigen Voraussetzungen d. h. nach Maßgabe des Mheinland⸗ abkommens, nochmals zum Ausdruck die Franzosen stellten aber wettergehende Forderungen, die der Unterstützung ihres durch Einbruch in das Ruhrgebiet begangenen Rechts⸗ und Vertrags⸗ bruches dienten und die sie zur Bedingung für die Wiederaufnahme des Post⸗, Telegraphen⸗ und Fernsprechverkehrs in Mainz machten. Da die Erfüllung solcher Forderungen von der Beamten⸗, Ange⸗ sbellten⸗ und Arbeiterschast selbstverständlich abgelehnt worden ist, ruht bis zur Stunde in Mainz immer noch jeglicher Post⸗, Tele⸗ graphen⸗ und Fernsprechverkehr und zwar. wie sich heraus ergibt lediglich infolge der Gewaltmaßnahmen der Franzosen. Denn es braucht nach dem Vorhergehenden kaum bekonders hervorgehoben zu werden, daß es sich bei der nur fünfstündigen Betriebsruhe nicht um einenStreik im landläufigen Sinne gehandelt hat. wie es von seiten der Vesatungsmächte in solchen Fällen immer useder darzustellen versucht wird: die Ursache der Arbeitsniederlegung beruht nicht in dem iunaren Dienstverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sondern in dem von außen her erfolgten ge⸗ waltsamen Eingriff der Vesatzung. Diese, nicht die Beamten⸗ und Arbeiterschaft verhindert auch gewaltsam die Wiedereröffnung des Betriebes. Dies zur Aufklärung der Oeffentlichkeit über die tatsächlichen Vorkommusse und ihre Ursachen. Jeder. der dazu beiträgt. die Wahrheit zu verbreiten insbesondere im besetzten Gebiet. erweist

Staditheater Gießen. Will und Wiebke. Lustspiel in 4 Akten von Fedor von Zobeltitz.

Der vergangene Freitag brachte uns im Stadttheater eine Neu⸗ elnstudterung, die in jeder Beziehung vollstes Lob verdient. Der vom Dichter gern gewählte Schauplatz guf adeligen Gütern stellt, was Innen⸗ und Außendekoration betrifft, nicht geringe Anfopderungen an die Aus statuing. Und da geblührt der Junszenterung und Spfel⸗ leitung, für die Karl Vol sck verantwortlich zeichnete, ganz besondere Anerkennung. Guter Geschmack und kreffllche Erfindungskunst wett⸗ eiserten miteinander. Als Darsteller war wohl der größte Teil des Personals tütig; außer ungenanntenHotelgästen und Lauffungen stehen 21 Nainen 0 dem Thraterzettel sodaß man für die 45 Mk., lich etwas geboten bekam.

Karl Juhnke(Baron Will) und Cläre Türk(Wiebke, ein Vorname, wie uns erklärt wird) übertragen.

einwandfreier Weise eigne wermitteln; der Künstler aber

eigne Kunst der Spra b werkörpern das ist ein von Künstlern und Kritikern oft nicht Peachteter Unterschied. Darum heißt, diese drei vergleichen, ihre Auf⸗ maben verkennen. Ein Gelehrter, der schlecht vorträgt, bleibt ein Ge⸗ flehrter, ein Schauspieler, der schlecht spricht, aber

fein Künstler. Was Lulse Nammel und Karl Juhnke boten, war rünstler⸗ . wie wir sie z. B. an Rose Rubner

sschaft in diesem besten Sinne, 1 440 nen. Und Cläre Til r hat noch stets Leben⸗ 3 uit Raclirlichkeit vereint, unterstilttt durch ausgeglichenes und glänzende Sprachtechulk, Es it bedauerlich, daß wir sie it nicht öfter auf der Bühne bewundern durften das Genücht bewahrhesten, daß sie Giezen wersäßt.

dann wäre dies nicht nur ein schmerzlicher, sondern auch ein unver⸗ ständlicher Verlust flir unser Stadttheater, das schlie lich kein Kon⸗ servatorlum zur Ausbildung junger Damen, sondern ein Kunstinstitut darstellt, das verpflichtet ist, sich die besten des Personals als Stamm zu erhalten, nicht zuletzt auch im Interesse des Nachwuchses. Wir hatten Gelegenheit, bei den Moliere-Abenden festzustellen, daß Cläre Türk als Naive Namen von Klang in Deutschland und dem Vaterlande Molieres ebenbürtig an die Seite gestellt werden kann. Georg Heding überzeugte als vornehmerBosho Graf Nehr, dem es bei aller Philosophte und Herzensgüte nicht gelang,Wiebke zu fesseln, die es vielmehr auch nach ihrer Adoption und Erlangung derstebenzackigen Krone zum Sohne Otto desBlerb rauers und Kommerzienrates Hübner hinzog, die von Hans Frommann (Otto) und Karl Volck(Vater) ebenfalls trefflich verkörpert wur⸗ den, Oskar Feigel alsJustigrat Stiehler, bot gewohnt Gutes, Kitty Franke alsLeontine von Heldmann war eine Dame von 7 Eleganz, Richard Hellborn griff alsDiener Hoppen⸗ stedt mit tresflichem trockenen Humor in das Gesamtspiel ein. Else Engel(Zofe der Gräfin), Heinz Bechstein(Diener Stiehlers), Karl Holl(Oberkellner), Herbert Kemlein(Etagenkellner), Paul Mehnert(Friseur), Hermann Stichel lerster Hausdiener) waren in kleineren Rollen bestens tätig und ganz oder zum Teil e dn bewegten sich Gisa JTven, Lore Schatte, Liesel Marckewitz, Ehristine Castein sowie Ludwig Linkmann und Karl Holl lobenswert auf der Bühne. n Lustspiele, das an uns eitung war auf ein geist⸗, kultur⸗

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dem Voferseub und den filr ihr deutsches Valerland desdenden einen Dienst. K

Leihzestern. Die Gemelndevertretung nahm in ihrer am 1. März stattgefundenen Sitzung erneut zur emein- wirtschaft Oberhessen Stellung, nachbem die Ange⸗ legenheit schon einmal zur Beratung gestanden hatte und zum Zwecke näherer Informatson zurückgestellt worden war. die Einrichtung eine soziale sein soll, und daß es auf diesem Wege gut möglich set, die Skrophulose und Tuberkulose zu bekämpfen, wie es serner möglich set, den Selbstverwaltungskörpern(Provinz, Kressen und Gemeinden) Darlehen für Wohnungsbau und Be⸗ triebsmittel auf kurze Frist zur Verfligung zu stellen, darüber war man sich klar. Nach der Meinung aller Redner wäre jedoch eine Abänderung der 88 1, 9, 10 und 12 notwendig, ohne diese Voxaus⸗ setzung könne man nicht gut als Mitglied beitreten, was nach 8 3 ber Satzungen doch große Verpflichtungen der Gemeinde und r Gemeinwirtschaft gegensüber ergebe. Es wurden dann folgende Abänderungsanträge zur Annahme der Gemeindevertretung vor⸗ gelegt, die an die Provin zalverwaltung eingereicht werden sollten, aber lelder abgelehnt wurden, wie es überhaupt abgelehnt wurde, der Gemeinwirtschaft beizutreten, Man will abwarten, wie sich die Einrichtung bewährt. Nach 8 1 Ziffer 3 sollen den Selbstver⸗ waltungskörpern der Provinz Darlehen für werbende Anlagen, und soweit noch Mittel vorhanden sind, für Wohnungsbau 8 werden. Da nun die Wohnungsnat nicht nur in der St son⸗ dern auch auf dem Lande und besonders in der Nähe der Stadt ge⸗ legener Landorte in erschreckendem Maße zunimmt es Uebel auch zum lose Teil zu Krankheften, wie die der lose und Tuberkulgse beiträgt, den Selbstverwaltungskörpern je⸗ doch keine Mittel für Neubauten zur Behebung der Wohnungsnot zur Verfligung stehen, wäre uns sehr viel daran gelegen, wenn iiberhaupt Mittel hierfitr bereit gestellt würden. Es wurde de beantragt, in 8 1 Ziffer 3 die Wortesoweit Mittel vorhan⸗ den sind zu streichen. Was die Kosten flir die altung der Gemeinwirtschaft anbelangt, so wären sie auf ein Mindestmaß zu Es blürften daher die 8 9, 10 und 12 entsprechend gelindert werden und es wurde vorsseschlagen, dem 8 9

welche sich aus

träge, wendet. 8 10 Satz 2 miißte folgende Fassung haben:Die Ver⸗ waltung wird bei der Provinz kostenlos ge 12:Die

Ausschußsitzungen Mitbestim⸗ mungsrecht über alle Ausgaben usw. muß u. E. gesichert sein und was die Entscheidung über Darlehens anträge nach J 1 Ziffer 2 und 3 anbelangt, wurde beantragt, dem§ 10 Absatz 2 folgende Fassung u geben:Unterausschüsse werden gebildet, welche für die N 8 1 Ziffer 2 und 3 eingehenden Darlehensanträge von Stadt⸗ Landgemeinden, von Kreisen und Provinzen Ents fassen. Die Verpflichtungen, die nach 8 3 den Mitgliebern erlegt sind, gehen u. E. zu weit, sie dürften nach unserer Meinung (mindestens solange die vorgeschlagenen Abänderungen ni vor; genommen sind) nach oben begrenzt sein. ließlich wäre in einer von der Provinzialverwaltung einberufenen rsammlung, an der die gesamten Gemeindevertreter des Kreises teilnehmen, Gelegen 15 zu geben, sich ausgiebig mit derGemeinwirtschaft zu be⸗ assen. 0 t. Queckborn. Zu dem Arttlel von hier in Nr. 44 muß noch be merkt werden: Der Kirchenvorstand hat die Sammtlung nehmigt. Es wollte nur keine mitgehen, auch die nicht, die gestimmt hatten.

Kreis Friedberg⸗Büdingen.

Friebberg, 2. März. Jugendliche haben auf dem 1 in 1. und 2. Klassewagen, die dort auf toten Geleisen standen, Polftersitze aufgeschnitten und Roßhaare im hohen Werte entwendet, die sie bei Althändlern abgesetzt haben. Die Diche sind ermittelt. Der Schaden beläuft sich auf über 2 Millionen Mark.

Marburg⸗Kirchhain.

Dollar ist gefallen. Der Brolyreis in Mar März ab für Markenbrot 785 Mark(das Gas 780 Mark, eleltr. Dicht 640

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O Der burg beträgt vom 5. dicke Ende kommt Mitte März). Mark. Wassergeld 120 Mark.

Arbeitsrecht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung. Das Gewerkschaftskartell Gießen hatte sich bereits früher mit dem Arbeitslosenproblam beschästigt in der richtigen Erkennenis daß sehr wahrscheinle mit iner größeren Zahl von Arbeitslosen zu rechnen sei. Inz schen hat sich die Zahl der Arbeitslosen vermehrt. die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sind. Mit der Erwerbslosenunterstützung ist den Arbeitslosen nicht gedient. Was not tut ist: Schaffung von Arbeilsgelegenheit, Der Genosse Ottilie nahm dieserhalb mi dem Herrn Bürgermelster Krenzin Rücksprache. der Möglichstes zu tum und Arbeltsgelegenheit zu schaffen. U. mehrere Straßenkörper hergerichtet und das Durchgangslager 0 gebaut werden.

In, der vom Gewerkschastskartell am 1. März N Arbestslosenversammlung berichtete Geuosse Ottilte von der mit Herrn Bürgermeister Krenzin gehabten Besprechung. In der Debakte wurde darauf bingewiesen. daß das nicht nur ein Ver- sprechen bleiben folie sondern sofort iu die Tat umgesetzt werden

Genossen Blerau. Martin, bei dem Herrn Bürger⸗

ge.

Eine Kommission bestehend aus den Ottilie und Wilhelm, wurde bestimmt, meister vorstellig zu werden. Diese Besprechung mit dem Herrn Oberbürgermeister fand am 2. März staft. Der Sprecher der Kommission wies auf den Ernft der Sitsatton hin mit der dringen⸗ den Mahnung Arbeitsgelegenheit zu schaffen Der Derr Ober⸗ bürgermeister versprach dieser Angelegenheit sosort näher zu treten. zumal das Bauamt bereits angewiesen sei. Arbeiten zur Aus⸗ führung zu bringen.

Wie uns von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird soll das Bauamt allerhand Schwierigkeiten machen um die Arbeiten aus⸗

führen zu lassen. Es wäre Sache des Herrn Oberbütegermeisters, hier einmal noch den Rechten zu sehen. Deutscher Verkehrsbund, Abtig. Transport- und Handelsgewerbe.

o, In der Lohnstreitsache des Arbeitgeberverbandes für Handel und Gewerbe und den vereinigten Fuhrwerksbesitzern in Gießen, hat der Herr Demobilmachungskommissar den Schieds⸗ spruch des Schlichtungsausschusses vom 15. Februar für vechtsver⸗ bindlichkite rklärt. Wir fordern unsere Kollegen auf, ihre Ancpaüiche nunmehr bei den Unternehmern, foweit sie den Lohn noch nicht ge⸗ zahlt haben, geltend zu machen.

Marburger Schlichtungsausschuß.

Vor kurzem war der Bauunternehmer Ochs aus Densberg durch Schiedsspruch verpflichtet worden, die von ihm beschäftigten Arbeiter in Geismar und Haubern, Kr. Frankenberg, die tariflichen Löhne zu zahlen. Ex behauptete damals, er sei nicht Unternehmer. In einer neuen Verhandlung erklärte der Vor⸗ sitzende der Ausführungskommission in Geismar, daß die Kom⸗ mission als Unternehmer anzusehen set, Ochs erhalte 30 Proz. der Löhne für Stellung der Geräte, Aufsicht usw. Ochs zu, Unternehmer zu sein. Der Schiedsspruch verdi ene wohl Ochs wie die Ausführungskommission in Geismar an die Ar⸗ beiter, soweit sie Mitglieder des Bauarbeiterverbandes sind, die Notstandslöhne zu zahlen. Der Unternehmer Junker in Caldern hatte einen Teil seiner Arbefter, davunter den Betriebsobmann ent⸗ lassen, weil sie Bezahlung nach Lohngruppe 3 des Tartfes fur Bauhilfsarbeiter verlangten. Er verpflichtete sich, dieselben bis auf zwei, welche verzichteten, wieder einzustellen, und wurde dur Schiedsspruch verpflichtet, die Arbeiter, soweit sie im Betriebe be- 5 70 tigt sind, nach Lohng e 4 2 bezahlen und soweit sie im

beschäftigt sind, nach dem Tarif für Waldarbeiter au be-

Bahlem., Das in and mt Atedenha lin hatte einen Au

ießungen

Für Haubern gab