Ausgabe 
6.3.1923
 
Einzelbild herunterladen

*

Pariser Blätter melden aus Düsseldorf, daß in Duisburg eine Milliarde Mark beschlagnahmt worden ist. Diese Mil⸗ liarde war für die dortige Reichsbankstelle bestimmt.

2 Unterstützung aus Mos kant.

Nach einer Meldung der Roten Fahne aus Moskau hat, der Wirtschaftsrat des allrussischen Gewerkschaftsbundes beschlossen, den kämpfenden Ruhrarbeitern durch den Reichsausschuß der deulschen Betriebsräteausschüsse 500 000 Pud Brot zu übersenden. Dieser Beschluß soll am 4. März von der Exekutive des allrussischen

(Gewerkschaftsrats bestätigt worden sein, 500 000 Pud sind unge⸗ fahr 20 Millionen Pfund. Danach scheinen die russischen Kom⸗ mu nisten einsichtiger zu sein als ihre deutschen Bundesgenossen.

Verordnung des Neichspräsidenten.

Der Reichspräsident hat auf Grund des Artikels 48 Ab⸗ satz 2 der Reichsverfassung folgende Verordnung betreffend Wie derherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für das Reichsgebiet erlassen:

§ 1. Mit Zuchthaus nicht unter 10 Jahren oder mit lebenslänglichem Zuchthaus wird bestraft, wer während der in Friedenszeit erfolgten Besetzung deutschen Gebiets durch eine fremde Macht diese in wirtschaftlichen, politischen oder mili⸗ tärischen Angelegenheiten als Spion dient oder Spione dieser Macht aufnimmt, verbirgt, oder ihnen Beistand leistet.

Bei mildernden Umständen ist die Strafe Zuchthaus bis zu 10 Jahren oder Gefängnis nicht unter 2 Jahren.

8 2. Neben der Freiheitsstrafe ist auf Geldstrafe bis zu 500 Millionen Mark zu erkennen. i Neben Gefängnis kann auf Verlust der bekleideten öffent⸗ lichen Aemter sowie der aus öffentlichen Wahlen hervorgegan⸗ genen Rechte erkannt werden.

883. 8 93 des Strafgesetzbuches über die Beschlagnahme

des Vermögens gilt entsprechend.

5§ 4. Für die Verurteilung ist das Reichsgericht zu⸗

ständig. Diaie Verordnung wird bereits in dem am 5. März 1923

zur Ausgabe gelangenden Reichsgesetzblatt Teil 1 Nr. 17 er⸗

scheinen. 55

Wie von unterrichteter Seite erklärt wird, ist die neue Verordnung des Reichspräsidenten die harte Strafen für Spione usw. festsetzt, für erforderlich erachtet worden, weil unser Strafgesetzbuch für Friedenszeiten derartig hohe Strafen für die in Betracht kommenden Verbrechen in dieser Weise nicht vorsieht, Deutschland aber gegenwärtig unter Ver⸗ hältnissen steht, die von normalen Friedenszuständen ab⸗

8 Die Lage im besetzten Gebiet.

Die Lage hat nach den heute vorliegenden Nacheschten keine nennenswerte Aenderung erfahren. Der Bahnhof Kray⸗Nord und r Ort Frillendorf bei Essen, der gleichfalls besetzt worden war, nb wieder geröumt worden. Auf dem Bahnhof Gerresheim findet

8

eine scharfe Personen⸗ und Gepäckklontrolle statt. Die Besaßzung in, Velbert ist abgerückt. In Vohwinkel und Neviges sigd wegen olizisten sestgenommen und nach

ee acht Schu

rebeney abtransportiert worden. In Lennep sind mehrere junge

ute, die Plakate 15 1 gebracht hatten, in Castrop der

71 N Schmidt wegen Ablehnung französischer Befehle ver⸗ orden.

Die Engländer kontrollseren sämtliche französische Transporte bei dem Einlaufen in die englische Zone sehr scharf. In Brühl

ind Maringen sind Offizserswachen aufgestellt, die ununterbrochen g und 17 die französischen Transporte überwachen. Sie chten scharf darauf, daß die Transporte nicht von framösischem 11 geleitet werden. Transporte von Gefangenen werden die englische Zone nicht hindurchgelassen. Ebenso ist der Transport geschlossener Regimenter untersagt.

Die Franzosen haben die Oberpostdirektson in Koblenz beseht,

sich die deutschen Postämter im altbesetzten Gebiet weigern, Palete mit französischen Ausfuhrgenehmigungen anzunehmen

Der Eisenbahnver lehr im Bezirk Ludwigshafen ist sehr er⸗ schwert. Die Franzosen gehen dazu über, d'e Strecken zu milltari⸗ sieren. Auf der Strecke Goddelau⸗Ludwigshasen⸗Lauterburg wer⸗ den die Zlige bereits von franzößschem Personal geführt.

Der Essenbahnbetrieb der Pfalz wurde vollständig eingestellt. Die pfälzischen Eisenbahner haben sich geweigert, nachdem bie Eisen⸗ bahnen von den Franzosen besetzt worden sind, weiter zu arbeiten. 5 Das sranzösische Kriegsgericht verurteilte heute den Regle⸗ rungsbaurat Hartmann aus Trier zu einem Jahr Gefängnis und 100 00 Mark 4 7 und den Belriebsrat Müller aus Trier zu 10 Monaten Gesängnufs wegen Nichtaus führung gegebener Be⸗ fehle. Die Haltung Millers gegenüber den französischen Gerlichts⸗

rren wird als geradezu glänzend und heldenhaft geschildert. Nach französischen Mitteilungen ist in der voeletzten Nacht in Essen ein deutscher Zivilist im Bereich des besetzten Hauptbahnhof⸗

Der Deserteur.

Roman von Robert Buchanan.

42

Doch was war das? Welch' neue Schrecken lauerten auf ihn? Ein blutrotes Licht flammte vom Meeresufer auf, und Durchzuckte mit seinem grellen Schein die tiese Dunkelheit. Im ersten Augenblick packte ihn ein namenloses Eatsetzen, das ihn zu lahmen drohte, doch faßte er sich rasch und kroch vorsichtig dem Lichtschein nach, der wie die Lampe eines Leuchtturmes bald hell aufflammte, bald wieder verschwand. Nach einem harten Kampf, den er mit dem immer heftiger tobenden Sturmwind zu bestehen hatte bot sich ihm, als er an einer Biegung des Fußweges anlangte, ein das Blut erstarren machender Anblick dar. Am äußersten Rande der Klippen stand ein riesiger, mit dicken Stricken befestigter Eisenkäfig, in welchem ein Scheiterhaufen von Eichenblöcken und Ginsterbüschen hell loderte. Er war von sieben bis acht wildaussehenden Männern und drei bis vier alten Weibern umringt. Einige rannten, wie besessen singend und gestikulierend, um den Käfig herum, andere kauerten, in die Flamme stavrend, vor demselben, während ein altes Weib, das man getrost für die Here von Endor hätte halten können, sich über das Feuer bückte und mit ihren langen dürren Fingern allerlei Zeichen darüber machte. Einige Schritte von bieser merkwürdigen Gruppe entfernt, erhob sich ein niedriger Menhir; auf diesen steuerte Rohan zu, verkroch sich in seinem Schatten und beobachtete die weiteren Vor⸗ gange.

Diese Nacht wird Penruach nur wenig Glück bringen! bemerkte einer der Männer.Es ist zu finster,

nicht wegen

geländes von einem französischen Poflen erschossen worden. Angeb⸗

lich soll der Erschossene auf den Anruf des Postens nicht stehen geblieben sein.. 1 e

Vom belgischen Kriegsgericht wurde der 65jäheige Eisenbahn⸗ inspector Pulle aus Tanten zu zwei Monaten Gesüngnis und 5000 Mark Geldstrafe verurteilt. Pulle halte sich geweigert, trotz der Bedrohung von einem belgischen Offizier mit entsicherlem Revolver eine Weiche umzusteslen.

Die Vorstandsmitaljeder des Eschweiler Bergwerksvereins, Generaldirektor Dr. Weltermann und die Bergwerksbirektoren Treutler und Albrecht sind am Freitag verhaftet, teils abgesetzt worden. Die Arbeiter und Angestellten haben einen Einspruch an die Rheinlandkommission in Koblenz geschickt. Sie fordersen die sofortlige Aufhebung der widerrechtlichen Naßnohme. Da bis Samstag früh 8 Uhr die Verhaftung nicht aufgehoben war, sind alle Belegschaften in den Streit getreten. 5 5

Reichstagsabgeordneter Pfarrer Korell⸗Rieder⸗Angelheim ist

Vergehen gegen die französisch⸗belalsche Sanktions⸗ verorbnung, sondern wegen seiner Eigenschaft als Reichstagsabge⸗ orbneter aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen worden. Wie wir hören, haben die Franzosen alle Postämter im Unter⸗ lahnkreis besetzt, sodaß der Postverkehr nahezu unterbrochen ist. Auf dem hiesigen Bahnhof werden seit einigen Tagen die durch⸗ fahrenden Züge einer gründlichen Revision durch die Franzosen unterzogen. Die Neisenden mußten teilweise sogar ihre Früh⸗ stückskörbe öffnen.

Ein dentschnatioualer Held.

Das Wohnungsamt in Linden⸗Dahlhausen bei Bochum hatte vor einigen Tagen einem Bewerber eine Wohnung zu⸗ gewiesen. Als dieser einziehen wollte, hatte sich schon ein jüngerer Bewerber eingenistet der nun mit Hilfe der Polizei wieder zur Räumung gezwungen werden sollte. Man traute seinen Augen kaum, als mittlerweile ein französisches Kom- mando erschien, das der Polizei erklärte, der Inhaber brauche die Wohnung nicht zu räumen. Auf nähere Erkundigungen erfuhr man, daß der neue Mieter bei den Franzosen gewesen war und dort angegeben hatte, er solle wegen seiner fran⸗ zosenfreundlichen Gesinnung auf die Straße gesetzt werden. Dieser sonderbare Deutsche ist der Sohn des evangelischen Pfarres Schimmel aus Stiegel und stammt aus gut deutschnationaler Familie.

Vor dem Rathaus hielten

sche Vera aufgegeben werde

ihn selbst gerufen 2 W 1 über er

worden waren, der Englä r te gültigen Ränmm etes hätten führen müsen. des Die Engländer h ersamm⸗ f 9 40 0 lung des preußischen Ministerpräsi 9 200

gedeuteten Gründen darauf zu in Berlin hat beim Reichs au

macht. An die plötzliche Einberufung des Reichstages ist von versch denen Seiten die Vermutung geknüpft worden, daß die Reichsre

˖ den beabsichtigten Protest gegen die weitere Besetzi N Te sastedllcher Reichstagssitzung die Bezi 0 10 6 zu Frankreich und Belgien abbrechen würde. Wie uns mitgeteilt wi. e ö erung I und Bras 5 Botschaftspersonals abzubrechen. 5 0 7 l ef Politische Uebersicht. N 3 a 5 7 e Unsinnige Demonstrationen. 1 b

linksradikale Elemente Bei dieser Gelegenheit belagert und der G

In Neumünster veranstalteten (Erwerbslose) eine Demonstration, wurde das Gewerkschaftssekretariat. werkschaftssekretär Genosse Henning bedroht und beschimpft. einzelne Demonstranten auf⸗ reizende Reden und forderten u. a. zum Sturm auf das Saus auf. Aus diesem Anlaß ferner aber um weitere Unfug vorzubeugen, verhaftete die Polizei die Führer d Demonstration, insgesamt 10 Personen.

5 8 7 Die Münchener Zwischenfälle. Zu den Demonstrationen gegen das Gebäude

Münchener Post wird nachträglich mitgeteilt, daß 1 Gruppe von Leuten die Tür zur Redaktion eindrückte und

8

2

uns Glück bringen!

Die Fjosche machte die Runde. die daraus. Gerade als die alte Hexe sie zum Munde führen wollte, unterbrach ein markerschütternder Schrei die Stille der Nacht. Männer und Weiber sprangen entsetzt auf:Seht, seht, einoel dn! einoel du!(in der Bretagne die Bezeichnung für den Teufel) rief einer der Mär ner zähneklappernd und auf die Spitze des Menhir

Am gierigsten tranken

Weiber

um draußen jelbst unser Feuer sehen zu können. Wie es des heiligen Lok Wille ist, krächzte ein altes

deutend.

Die französische Hoffnung. in den Maschinensaal zu gelangen suchte. Eine Kontoristin 5 5 geiprd wurde dabei mißhandelt. Die 16 festgenommenen Leute it General Degoutte hat in einem Gespräch mit dem Korrespon⸗ Verdachtes des Landesfriedensbruches fest⸗ 16 denten der Evening News in Düsselborf folgende Aeußerung getan: wurden wegen erdac 5 i je übri ü 255 Wir haben die Tür zum Ruhrgebiet in der Hand und wir werden gehalten und ins Gericht eingeliefert. Die übrigen Flücht⸗ fil sie nscht mehr loslassen, bis wir wissen, daß man uns bezahlt. Die linge aus dem Ruhrgebiet wurden auf behördliche An- Ereignisse erlauben zu sagen, daß die Großindustriellen bes Ruhr⸗ rdnung wieder ins Ruhrgebiet zurückbefördert und bis 50 gebiets Mittel suchen, zu einer Ordnung dieser Frage zu kommen. ordnung 0 Mi chener Polizei begleitet. D 8 9 Indessen glaubt General Degoutte nicht an einen baldigen oder Frankfurt a. M. von der Min. 0 f f plötzlichen Jae ene des deutschen e 995 70 Auftreten der jungen Männer hat in München zu 3 Ansicht, daß die Beziehungen zum beutschen Volke sich langsam 1 egeben.. l beleen werden, nachdem 15 e N 11 Klagen Anlaß geg 5 dab worden seien. Namentlich die Arbeiter, so sagte Genera egoutte, 5 5 1 geben allmählich ihre Unversöhalichkeit auf.. Der Direktor des Avanti, Serrati, e, 1 8 i 1 i Donnerstag der 0 5 7. Von der Mailänder Polizeibehörde wurde am N ö 80 Einberufung des Reichstags. Olretton des Abant, Serwutl. verhestel, bem lommmmsishe c. 11 Die für Sonnlag angesagte da 1 75 r tationspläne zugeschrieben werden. Die Mailänder Blätter erflären, ih Slisbeulschland ist am Samslag abend nach einer Kabinettsitzung i i wikifüthrern Moskau das N plöglich abgesagt worden. De? Grund sferfür liegt in dem neuen Serrati habe zusammen mit ener sche. N a üm Vormarsch der Franzosen auf weiteres bisher unbesetztes Gebiet[ Manifest vedigiert, das die italienische Arbeite dn a Sie Deutschlands. Dieses neue Unrecht will die Reichsreglerung sofort gegen den Faszismus auffordert. Serrati wurde mit Handeschellen in Abe vor dem deutschen Volt und dem Ausland im Reichstag mit einer das Gefängnis gebracht. Alle Sozialistenführer Mailands, selbst be 0 Proteslerklärung beantioorten. Der Reichstag, dessen Einbe⸗ 5 men Protest die Verhaftung unter. Mir rufung eigentlich für Donnerstag vorgesehen war, ist deshalb noch Gegner Serratis haben einen gegen f il am Samslag abend auf den frühestmöglichen Termin, zum Diens⸗ zeichnet. 1 4 vers Lag, einberufen worden. 1 f e 6 3 fen Inhaltlich soll die Erklärung der Regierung erst festgesetzt wer⸗ 7 den, wenn die für 11 i e 0 192 Die Dollar⸗Schatzanweisungen. 2 1 Parteiführern stattgefunden haben. Hier wird sich auch entschei⸗ Anitlich wird uns mitgeteilt: a 3 0 den, ob der Kanzler über eine allgemeine Protesterklärung hinaus⸗ Die. über die Ausgestaltung der Dollar⸗Schatz⸗ ag geht und ihr eine Erklärung über die außenpolitische Lage anreiht. anweffungsanleihe, zu deren Ausgabe der Reichsminister der 1 Falls eine dergelige Erklärung abgegeben werden sollte, wird in Finanzen am 2. d. Mts. durch Reichsgesetz ermächtigt worden 1 ni ihr vor allem der Verhandlundswille Deutschlands hervorgehoben sind abgeschlossen. Die Anleihe soll vom 12. bis 24. März zur fete werden. Daß in Verhandlungen, die immerhin gewisse Voraus⸗ Zeichnung zum Ausgabekurse von 100 Prog. aufgelegt werden. Die. ber seßungen in sich schließen, von deutscher Sele nicht die Jorderung] Einzahlung kann nicht in Mark, sondern nur in Dollar und wilt auf vorher jäumung gefellt wird, hat der Kanzler erst in anderen hochwertigen Devisen erfolgen. Es werden Stücke, lautend 0 seinem letzten Interview an die Rhein⸗ und Ruhrpresse, wenn auch tber 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar ausgegeben, die nach dref Jahren er vorsichtig, zum Nusbruck gebracht. Er speach hier von einerGa⸗ zu 120 Proz. ohne jeden Abzug nach Wahl des Reiches in 1 die rantie der Räumung, die u. E. das Ziel von Verhandlungen sein[auf New⸗Hork oder in Gold zurügezahlt werden. Der Aufschlag bon muß. entspricht etwa einer Verzinsung von 6 Proz. Die Dollarschatz, Ou Auch der preußische Minislerprösident cheuosse Olto Braun hat anweisungen werden zum Börsenhandel zugelassen werden; sie sind seine geplante Kölner Reise aus politsschen Gründen aufgegeben. außerbem bei den Darlehnskassen des eiches beleihbar 23 5 Lon ber deuisch⸗natianalen Presse wird hieran die Behauptung ge⸗ unkerscheiden sich dadurch von den Devisen. Die Hingabe der de 1 bie Enipft, daß Braun scheinbar zu den bedrängten Volksgenossen aun Zeichnungsbedingungen entsprechenden Devisen zum ersten Erwerb Ml Rhein nur daun spreche,wenn die Herren Sozlaldemokraten es dieser Dollar⸗Schatzanweisungen wird von der Depisenumsatzsteuer d0s wünschen. Diese Verleumdung wird schan dadurch gekennzeichnet,] befreit werden. Die aufkommenden Devisen fließen der Reichsbank ihm daß Braun gerade durch den örtlichen sozfalbemokratischen Parteivor⸗ zu, welche die selbstschuldnerische Bürgschaft für die Schatz stand in Köln zu der geplanten öffentlichen Versammlung als Redner auweisungen übernomen hat. 5 Dun gebeten worben war, es sich also in Wirklichkeit um eine sozialdemo⸗ anmen e W r NN ee N e FF 0b0bPTPTPT0T0T0T0T0T0b0b00000b ö Weib;wenn er uns Glück bescheren will, wird das Glück] beiden Armen in der Luft herumfuchtelte und dabei ganz 6 99 nicht ausbleiben. unmenschliche Laute hervorstieß. Selbst dem mutigsten 1 en Rohan schauderte. Er wußte nun, mit wem er es zu] Manne wäre bei diesem wirklich gespensterhaften Anblick das 15 tun hatte. Die Leute, die er da sah, waren Fischer aus Herz in die Schuhe gesunken, wie erst diesem abergläubischen Penruach, welche jedes vorbeikommende Schiff für ihr Eigen⸗ dummen Fischervolk. 1 5 tum hielten und das Recht zu haben glaubten, es nach ihremDas ist der heilige Lok! rief einer aus der Gruppe. Velieben u plündern. St. Lok, den die Alte beschworen, war]Nein, es ist der gel du! Der oel du, ich sehe seinen auch einmal ein Schiffbrüchiger gewesen, der, wenn man der Pferdefuß! schrie ein anderer. Im nächsten Augenblick floh Sage glauben schenken wollte, in uralter Heit als gläubiger] die gagze Gesellschaft wie besessen davon und verschwand im n Cbräft die Schiffe der Ungläubigen irre führte, um sie zu Dunkel der Nacht. l i 5 dc plün tern. Er wurde für dieses edle Bestreben selig ge⸗ Rohan wartete noch ein Weilchen auf der Spitze des dn sprochen. Unterhalb der Stelle, wo die Fischer von Penruach Menhir, dann sprang er mit wildem Gelächter herunter. 10 den flammenden Köfig aufgestellt hatten, erstreckten sich Sein Plan war gelungen. Als er die saubere Gesellschaft n meilenweit gefährliche Klippen und Riffe unter dem Wasser,] erkannt hatte erschrak er zuerst; dann beschloß er, wenig een die jedem Schiff verhängnisvol werden mußten. An stens beute die des Weges kommenden, pom Sturm ohnehi 10 stüürmischen Nächten, wie der heutigen, trieben die Leute ihr][genug gefährdeten Schiffe zu retten. Mit Lebensgefahr er⸗ 105 schmachvolles Handwerk. klomm er, jede Ritze benutzend. die Spitze des glatte ö Lok, Lok, guter Lok, schick uns endlich ein Schiff!] Menhir, Zu seinen Füßen brüllte das Meer, ein fal scher A1 flehte ein anderes altes Weib.Der heilige Lok scheint Handgriff, und der Sturm blies ihn hinab aber Rohan 15 heute tanb zu sein, fügte sie bitter hinzu. 5 65 keine Furcht, wo es Menschenleben zu retten galt. 10 f 5 0 Er rechne e 2 1 1 lan Schrei' doch nicht so laut! mahnte ein Mann.Du 8 l mit dem Aberglauben und der Feigheit ien wic 3. 8 N Strandritter und hatte sich nicht verrechnet. könntest mit Deinem Geflenn die Toten erwecken, komm 1 2 5 8. a lieber und frink' eins. Ein Hoch dem heiligen Lok, möge er Auf festem Boden angelangt, befreite er den Eisenkäfig ad 8 0 g von den Stricken und schleuderte ihn in die brausende Flu der

2

Noch einmal flackerte die Flamme hoch auf und beleuchtete das Wasser, um dann für immer in die Tiefe zu versinken,

Es trat nun eine so undurchdringliche Dunkelheit ein, daß Rohan, dessen Augen noch von dem grellen Licht ge blendet waren, zuerst absolut nichts unterscheiden o und sich aus Furcht, in dem Sturmwind einen Fehltritt tun, flach auf dem Boden worf. Nach einiger Zeit ha e sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt, so daß er

N

5 1

Dort stand kerzengrade eine riesenhafte Gestalt. die mit

wagen konnte, sich zu erheben und seinen Weg fortzusetz (Fortsetzung folgt.).

S