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Spedition: Gießen Bahuhofstraße 23 Fernsprecher 2008.
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Nr. 30
Gießen, Dienstag, den 6. Februar 1923
18. Jahrgang
der Ruhrlampf ein Nauuf für die Republik.
In der Glocke schreibt Robert Breuer: Als der Reichsfinanz⸗ mnister seine Etatsrede beendet hatte, fand er die Zustimmung einer gußen Mehrheit; aber das Händeklatschen der Deutschnationalen, das bm dahin die Sprecher der Cuno⸗Regierung belebt hatte blieb aus. Humes, der im Kabinett Wirth rechts gestanden hatte, war so offen 1 so klug gewesen. auch die Politik der neuen Regierung, der Ruhr⸗ kenpfregierung, als Erfüllungspolitik, als gradlinige Fortsetzung der litik Wirth zu deklarieren. Solche Offenheit war ohne Zweifel us hoffentlich beabsichtigt: ein zart geführter Schnitt, die hervor⸗ Dungenden, konfunkturwitternden Deutschnationalen wieder zu iso⸗ ltten und so, die Gefahren des Bürgerblocks vermindernd, wieder Aruspalten. Die deutkcra tionale Pcsse 5 prompt: die Dulsche Tageszeitung sprach von kleinen Ungereimtheiten, wie etwa da Loblied auf die frühere Politik. Die Kreuzzeitung hatte schon eien Tag zuvor— durch eine Regierungskundgebung, die den Aus⸗ 1 des Ministers Hermes die Basis gegeben hatte— gegen fe: Verhandlungsbereitschaft scharfe Worte gebraucht:„Was hat es einen Zweck, daß Deutschland von Verhandlungsbexeitschaft redet? „Jetzt ist allein Handeln das Gebot der Stunde... Der Er⸗ ist möglich..„ aber es ist die letzte Stunde, in der das Schick⸗ des Weltkrieges gewendet werden kann.“ Die Deutschnationalen nicht abgespalten werden; sie möchten dabei sein, möchten den pf anführen. Ihre Taktik ist klar: gelingt die Abwehr der ösischen Gewalttat, so haben die Deutschnationalen als lauteste zer im Streit den Erfolg heimgebracht, so ist der Monarchie eine ische gestoßen; bricht der Kampf zusammen, so steht die neue Dolch⸗ egende fir und fertig da. Die deutschnationale Presse läßt diese cht, den außerpolitischen Prozeß innerpolitisch auszubeuten, klar en. Die Kreuzzeitung schreibt:„Wir haben den Krieg verloren, wir weich geworden sind.... Wir werden auch diesen Kampf ieren, wenn wir die Zermürbung der Widerstandskraft untätig emsehen.“ Die Deutsche Tageszeitung:„Die mächtige nationale Aale, die elementar aus dem Volke hervorbrechend, in diesen Tagen 5 eideutschen Länder durchflutet und auch Schichten unseres Volkes mitt, die solchen Bewegungen bisher ablehnend gegenüberstanden an einer andern Stelle spricht sie von den flauen Elementen, i die französische Propaganda wiederum Brücken für einen neuen mall baut. Die Kreuzzeitung sagt:„Nationale Politik und kassenkampf schlie en sich aus. Die Arbeiterschaft— das sehen wir miller Deutlichkeit— ist national. Jetzt gilt es mit dem Klassen⸗ uuf fertig zu werden, den die Führer predigen.“ Und an einer bern Stelle zum 27. Jamuar:„Es ist hein Zufall, daß mit der Horarchie auch die Größe des deutschen Reiches zerfallen ist.“ Diese deutschnationale Taktik kann nicht früh genung aufgedeckt ben; nicht früh genug und nicht deutlich genug kann gesagt wer⸗ Ie daß die Meinung der Deutschnationalen, der Monarchisten bei fim Kampf der Republik völlig bedeutungslos ist, und daß es
urhaus gleichgültig ist, ob sie an diesem Kampfe teilnehmen oder ob sse ur Seite stehen.
II.
Was würde der Ruhrkampf an Aussicht auf Ersolg einbüßen, ben die Herren um Helfferich nicht mittäten? Die Antwort ist Ilm die Antwort ist sogar bitter: er würde nur aussichtsreicher en. Darum nämlich, weil jede Kundgebung der Deutschnttionalen Af ddie Arbeiterschaft— das heißt auf das Rückgrat und den Kopf es Widerstandes— nur beeinträchtigt wirken kann. Helfferich und Ikatt können diesmal wirklich nicht das geringste nutzen. Weder in ahington noch in London wird man ihrer Stimme irgendwelche Jöeutung einräumen. Den Helden aber, die den Ruhrkampf zu bien haben, können die Anstrengungen der Throngardisten nur hung und Widerstreben verursachen. Der Kampf um das Ruhr⸗ Hirt ist mit jedem Tag, den er dauert, um so mehr ein Kampf des warbeiter⸗ und des Eisenbahn⸗Proletariats. Er wird einzig und in geführt für die Freiheit der deutschen Republik, für die Demo⸗ te des öffentlichen Lebens und der Arbeitsleistung. Das Ausmaß 8 Kampfes ist also restlos bedingt durch den Kampfwillen und Lampffähigkeit der Ruhrarbeiterschaft. Daß dabei die Atmosphäre 0 fördernd wirken kann, wenn sie nicht monarchistische und anti⸗ ben sche, revanchelüsterne und abenteuernde Keime enthält. Es i ewiß anzuerkennen, daß Herr Helfeerich für den Augenblick den mf gegen die Republik zurückstellen will. Aber erstens tut er es icht, und zweitens kommt solche Einsicht zu spät: er und seine Funde sind nun einmal eine Frucht, von der das Proletariat nicht n will und auch nicht essen kann. Die übrigen bürgerlichen Par⸗ 1 sollten— soweit sie Wert darauf legen— in etwalgen Zeiten größerer Not mit der Arbeiterschaft Seite an Seite zu stehen— kEhteitig sich dem Infektionskreis der Ausgeschalteten entziehen. Die uche des Herrn Hermes müssen fortgesetzt werden. 8 III. Der Ruhrkampf entscheidet sich an der Arbeiterschaft, sowohl 12 das Moralische wie was das Technische betrifft. Poincars I im Ruhrgebiet ganz gewiß tun, was er will, aber er wird hn die eingeborene Arbeiterschaft keine Kohlen bekommen. Diese Hhäterschaft läßt sich nicht zwingen, sie läßt sich auch nicht er⸗ an kann weder französische Bergleute noch Chinesen oder
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JPosrat dieser Gruben viel zu kompliziert; dazu ist der Bergbau he wiel zu individualisterte Arbeit; dazu ist gerade das Ruhr⸗ 5 it, ein ausgesprochenes Schlagwettergebiet, ein viel zu ge⸗ iches Terrain. Jedenfalls würde eine solche Umschichtung . Zelegschaften ein durch Jahre dauerndes Experiment sein. So lle Auffassung der Sachkenner, der Arbeiterführer. Poincaré 1 lmalso früher oder später Verhandlungen suchen. Es ist das 10 der Arbeiterschaft, die solchen Zwang zum Verhandeln entiert, zu verlangen, daß auch Deutschland dann zum Ver⸗ 4 In bereit ist. Auch hier wird das Gesetz der Ruhrpolitik nur uh benen diktiert, die den Ausschlag geben, von den Arbeitern.
eine Möglichkeit bleibt zu erwägen: was geschieht, wenn der issterpräfident des glorreichen Frankreich im Namen der Kul⸗ ie Ruhrarbeiterschaft durch Hunger in die Knie zwingen Noch hat er solche Absicht von sich gewiesen; wer aber kann elbst hierin vertrauen, wenn er seine Schergen den Ruhrein⸗ sch als eine ehrenvolle Tat der Rechtsfindung preisen läßt?
niten in die Ruhrgruben hineinkommandieren. Dazu ist der
Französischer Ueberfall auf Baden.
Offenburg und Appenweier besetzt.
Am Sonntag vormittag kurz nach 9 Uhr besetzten französische Truppen die badischen Städte Offenburg und Appenweier, Knotenpunkte an der Bahnlinie Frankfurt— Karlsruhe—Basel. Zunächst kam Kavallerie und nahm den Bahnhof, die Post, das Rathaus und die Kintzigbrücke. Viel Eisen⸗ bahnmaterial konnte noch vorher weggeschafft werden.
„Außerdem wurden das zwischen den beiden Städten liegende Windschläg, das vor Offenburg liegende Dorf Bühl(nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen nördlicher gelegenen Amtsstadt) und die erste Station der von Offenburg südostwärts abgehenden Schwarzwaldbahn Ortenberg besetzt.
In Offenburg ist die Polizeistunde von den Franzosen auf 9 Uhr abends festgesetzt worden. Für die Bevölkerung sind die für den Brückenkopf Kehl vorgeschriebenen Bestimmungen über Ausweise, Pässe usw. in Kraft getreten.
Der Vorwand für den Einfall.
Ueber den Vorwand, der dem Militarismus der Fran- zosen zu seinem neuesten Tobsuchtsattentat gegen wehrloses Land und Volk als Entschuldigung dienen muß, gibt folgende Note Auskunft, die dom Präsidenten der Inter⸗ alliierten Rheinlandkommission an den deutschen Reichs- kommissar für die besetzten Gebiete gerichtet worden ist:
„Die Interalliierte Rheinlandskommission ist benachrichtigt worden, daß die Eisenbahndirektion Karlsruhe unter dem Vor⸗ wand des Kohlenmangels die internationalen Züge Paris Bukarest und Paris— Prag vom 30. Januar ab eingestellt habe. Sie ist außerdem von der infolgedessen durch die französische Ne⸗ gierung getroffenen Entscheidung benachrichtigt worden, die Ge⸗ biete von Appenweier und Offenburg zu besetzen und die Bahn⸗ höfe zu kontrollieren. Infolgedessen hat die Interalliierte Rhein⸗ landskommission unter Billigung dieser Maßnahmen beschlossen, die zufolge dieser Entscheidung besetzten Gebiete unter das Regime des Kehler Brückenkopfes zu stellen und die Befugnis des Dele⸗ gierten der Interalliierten Kommission in Kehl auf diese Gebiete auszudehnen.“
Der Wahnsinn hat Methode: Man nimmt durch die Ruhrbesetzung den deutschen Eisenbahnen die Kohlen, und wenn diese dann den internationalen Durchgangsverkehr von Deutschland einschränken müssen, dann kommt eine neue Gewalttat.
Die deutsche Regierung erblickt mit Recht in dem fran⸗
zösischen Vorgehen einen erneuten Rechtsbruch größter Art,
gen den sie in energischter Weise zunächst Protest erheben wird. Auch in Regierungskreisen hält man die schlecht motivierte Besetzung der genannten Orte lediglich für einen Vorwand. Den wahren Grund sieht man darin, daß die Franzosen versuchen wollen, gewissermaßen durch Errichtung einer neuen Kontrollstelle sich die für das Ausland, besonders die Schweiz, bestimmten Kohlensendungen zu sichern. In politschen Kreisen Berlins glaubt man überdies den Gewalt⸗ akt für einen Versuch halten zu müssen, einen Keil zwischen Nord und Süd zu treiben.— Immer mehr wird es klar, welche Gefahr das Wüten des französischen Imperialismus für den Bestand und die Einheit der deutschen Republik be⸗ deutet.
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An der Schlagader des südwestdeutschen Eisenbahnverkehrs.
Die beiden Städte Appenweier und Offenburg, die von den Franzosen besetzt worden sind, sind beide Stationen der badischen Hauptbahnstrecke, die von Mannheim über Karlsruhe, Rastatt, Baden Offenburg, Appenweier nach Freiburg und Basel führt und das Rückgrat des südwestdeutschen Eisenbahnnetzes darstellt. Auf dieser Strecke verkehren alle internationalen Züge von Berlin, Frankfur⸗ a. M. und Hamburg, Frankfurt a. M. nach der Schweiz und nach Italien. In Appenweier zweigt von dieser Strecke die intern⸗ nationale Linie München⸗Stuttgart⸗Karlsruhe⸗Straßburg⸗Paris ab. auf der der Orientexpreßzug verkehrt. In Offenburg zweigt von der badischen Hauptlinie, die ebenfalls sehr wichtige Schwarzwald⸗ bahn ab, die durch das Kintzigtal aufwärts auf der einen Seite nach Freudenstaht und auf den enderen Seite nach Triberg und Donau⸗ eschingen und Konstanz führt. Die ebenfalls besetzte kleine Ortschafl Ortenberg ist die erste Station auf dieser Schwarzwaldbahn. Dit Franzosen haben also mit dem Griff nach diesen badischen Ortschafter gleichzeitig die drei wichtigsten badischen Hauptbahnstrecken unter ihrt Kontrolle gebracht.
Der Griff nach der Schwarzwaldbahn?
Nachdem die Franzosen in Offenburg eingezogen waren, setzten sie ihren Weitermarsch gegen den Schwarzwald fort und besetzten, wit weiter oben berichtet, Ortenberg. Die Besetzung wurde von franzö⸗ sischer Kavallerie mit Panzerautos und Geschützen durchgeführt. Man nimmt an, daß die Franzosen die Absicht haben, die Schwarzwaldbahn zu besetzen.. Die Abwehr der badischen Regierung.
Das badische Kabinett beschloß in einer unter dem Vor
sitz des Staatspräsidenten Remmele abgehaltenen Sitzung, daß entsprechend den Weisungen, die die Reichsregierung und die preußische Regierung ihren Beamten im Ruhrgebie erteilt haben, auch die badische Regierung ihren Beamten Weisung gibt, keinerlei französischen Befehlen, sondern lediglich den Weisungen ihrer Regierung Folge zu leisten Ferner wurde beschlossen, einen Aufruf an das badische Voli zu richten, in dem die Erwartung ausgesprochen wird, daß das Volk sich geschlossen hinter die Regierung stellt und daß alle Staatsbürger die Würde bewahren und Ernst und Be⸗ sonnenheit an den Tag legen, die das höchste Gebot der Stunde sind.
Verschärfte Besetzung in Hessen.
Nachdem auf der Strecke Frankfurt⸗Darmstadt die Bahn⸗ höfe Wixhausen und Langen in der vorigen Woche wieder militärische Besetzung erhalten hatten(in Langen ist ein nach Darmstadt bestimmter Güterzug von den Franzosen be⸗ schlagnahmt worden), ist am Sonntag früh auch der Bahn⸗ hof Goddelau an der Riedbahn von den Franzosen neu besetzt und der Eisenbahnverkehr zwischen Frankfurt und Mannheim bezw. Worms völlig abgeschnürt worden. Der Bahnhof Goddelau ist besetzt. Die Truppen haben sofort mit der Verladung der auf dem Güterbahnhof aufgestapelten großen Heu- und Strohvorräte deutscher Firmen und mil der gewaltsamen Wegschaffung für Zwecke der Besatzungs⸗ armee begonnen.
Ein Appell an Amerika. Kundgebung der dentschen Gewerkschaften. Am 1. Februar traten Vertreter des Allgemeinen Deut⸗ schen Gewerkschaftsbundes, des Deutschen Gewerkschafts. bundes(Christliche Gewerkschaften), des Gewerkschaftsringes (Hirsch⸗Duncker) und des Allgemeinen freien Angestellten⸗ bundes zusammen, um zu der augenblicklichen Lage und den für die nächste Zukunft drohenden Gefahren Stellung zu nehmen. Sie beschlossen, folgende Kundgebung sofort ergehen zu lassen: An den Senat und das Repräsentanten⸗Haus der Vereinigten Staaten in Washington. Die unterzeichneten Gewerkschaftsverbände. die 12 Millionen
Mitglieder vertreten, mit ihren Angehörigen also mehr als die Hälfte der gesamten deutschen Bevölkerung dar⸗
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Ob die proletarische Internationale daun wenigstens, wenn durch Hunger eine Million Proletarier abgedrosselt werden sollen, von
Erklärungen zu Taten kommen wird, ob dann der Völkerbund den ersten Versuch zur Rechtfertigung seines Vorhandenseins
machen will, ob dann England und Amerika, die noch heute den Kampf gegen die Versklavbung der Neger zu ihrem Geschichtsruhm rechnen, endlich dem rasenden Frankreich in den Arm fallen wev⸗ den, das ist abzuwarten. Eins aber kann heute schon gesagt wer⸗ den: wenn Herr Poincaré den Helden des Ruhrkampfes, die Ar- beiterschaft, durch Hunger zu fällen suchen würde, wird es sich nicht beklagen dürfen, wenn aus den Schächten die schwarzen Riesen aufsteigen, um ihre Peiniger zu erdrosseln, wenn Frank⸗ reich von da an für alle Bekenner der Menschlichkeit ein grauen⸗ volles Beispiel des politischen Vampyrismus wird.
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Die Kommunisten, deren Verwirrung einenRekord erreicht hat, versuchen, den Arbeitern die Stunde der Verständigung zu.
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verdächtigen. Besonders für den Fall, daß solche Verständigung weniger durch die Regierungen als durch die beiden miteinander ringenden Kapitalistengruppen— die des deutschen Kohlengebietes, die des französischen Erzgebietes— eingeleitet werden sollte. Sehr richtig aber sagt der Vorwärts, daß eine Verständigung solcher Art nicht nur wahrscheinlich, sondern sogar gewiß kommen wird. Es ist anzunehmen, daß die Ruhrarbeiterschaft dank ihrer Sach⸗
kenntnis die Entwicklung richtig sieht. Es wird notwendig sein dafür zu sorgen, daß darüber hinaus das gesamte Froletariat Deutschlands nicht von Hochverrat spricht, wenn die Präli—
minarien vom Erz- zum Kohlenkapitalismus zu spielen beginnen Die Internationale des Kapitals wird nur dann eine für Deutsch⸗ land erträgliche Ausgestaltung erhalten, wenn der nationale Bloch des proletarischen Ruhrkampfes den Unterbau liefert; dieser nationale Block proletarischer Energie darf aber nicht nach dem Zerrbild moskowitischen Nationalismus die unvermeidlichen Ent wicklungen des internationalen Kapitalismus hemmen.
herhessische Volkszeitung Organ für die Interessen des werktätigen Volkes. der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
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