Ausgabe 
5.6.1923
 
Einzelbild herunterladen

DPernhausorchesters gegeben werden. Es wird ausdrücklich dar⸗ auf hingewiesen, daß dieses Gastspiel nicht vom Theaterverein, u vom Stadttheater aus veranstaltet wird, und daß daher der Besuch möalich ist. 0 1950 Dieses außergewöhnliche Theaterereignis außergewöhnlie Aufwendungen und die Preise mußten deshalb nicht unwesentlich Höher angesetzt werden. als es sonst in Gießen üblich ist; es ist aber doch zu hoffen. daß sich niemand, der es ermöglichen kann, den seltenen Kumsigenuß entgehen lassen wird, zumal ein etwaiger Ueberschuß der Vorstellung zur Erhaltung des hiesigen Theaterbe⸗ kriebes Verwendung findet. Der Vorverkauf beginnt sofort und findet jeden Vormittag von 111 Uhr statt. Selbsterlebtes im Lande des Alkoholverbots. Ueber dieses Thema spricht morgen Mittwoch, abends 8 Uhr im großen Hörsaale der Universität Frl. Gustel v. Blücher. Veranstaltet ist der Vor⸗ trag vom Bunde abstinenter Frauen,

Mäschediebstahl. In der Nacht vom 31. Mai auf 1. Juni wurden von einem Bleichplotz in Wieseck folgende Wäschestücke entwendet: 1 neues Bettuch, gez. A. C., 2 alte Bettücher, 3 weiße

und 4 bunte Hemden, 3 Damenhosen, gez. A. C., 5 weiße und 4

ö

wee 5 Handtücher, 4 weiße Unterröcke, 3 neue Herrenunterhosen, 3 neue weiße Herrenhemden, 3 blaue Hemden mit weißen Streifen und einige blaue Schürzen.

Hungen. Tod bei der Arbeit. Woche im Tagbau der GrubeFriedeich, Trafs⸗Horloff, verun⸗ glückte 23jährige Beramann Eber aus Utphe ist im Gießener

Klrankenhause seinen schweven inneren Verletzungen erlegen.

Krankenheim

und Folgerichtigkeit von R. W.s

sicch

5 1 0

dem entgegenste!

anmeldung des gutgläubig erworbenen Heeresguts, aber dies wollte P. zugunsten der Beteiligten abwenden, wie er es

Kreis Friedberg⸗ Büdingen. Errichtung eines Krankenheims in Gedern. Aus Gedern wird uns geschrieben: Es ist gelungen, hier ein im zu errichten welches vom Dienstag, den 5. Juni ab eröffnet wird. Es können feder Zeit Kranke aufgenommen werden. Das Krankengeld wird von Fall zu Fall festgesetzt. In diesem ist jedoch die Vergütung für die Aerzte Verbandszeug usw. nicht ent⸗ halten. Jeder Kranke kann sich seinen Arzt wälen. Es sei noch erwäbnt, daß die Standesherrschaft Gedern das Gebäude des seit⸗

wurde von begründet:

: Angeklagt

ö

0

5

Auch P.s Verteidiger hatte das Leugnen seines Klienten insofern preisgegeben, als er mit der besagten, ungemein auffälligen Rück⸗

sprache als geschehen rechnete und nur ihrem Inhalt wie Zweck eine für P. günstige Deutung zu verleihen suchte. Dieses Bemühen ver⸗ sagte gleich dem Bestreiten durch den Angeklagten, bei der Klarheit Erzählung. Bringt man damit in

Jusammenhang, was R. W. alsbald anderen Mtbeteiligten von P.s

Rat, sowie dem zu erwartenden sicheren Freispruch(nebst Ueber⸗

nahme der Verteidigerkosten auf die Staatskasse) berichtete, und wie h dann auch wirklich die Verhandlung vor dem Schöffengericht ab⸗ spielte, so schließt sich die Belastungskette. Hiernach schaltete P. die frühere Verteidigung jener Angeklagten aus und veranlaßte, daß an deren Stelle die von ihm dem R. W. suggerierte(von letzterem selbst flirerlogen gehaltene Ausrede bezüglich der vermeintlichen Auf⸗ nahme der Heereswagen durch den Volksrat rückte. Weder vorher nachher war solches Vorbringen im Sinne der damaligen Be⸗ ö digten, es wurde durch P. bewußt und gegen seine Ueberzeugung in die Beweisaufnahme hineingetragen, während er andererseits jede de hende, sehr leicht zu ermöglichende Aufklärung absicht⸗ lich unterljeß. Alles dies geschah zum Zweck partetischer Sitzungs⸗ leitung mit dem Freispruch als Ziel. Schlimmstenfalls drohte jenen unbestraften Landwirten eine Geldstrafe wegen Nicht⸗ auch

dem R. W. in Aussicht gestellt hatte. von der Straflosigkeit jener aus anderem Grunde überzeugt war, durfte er keineswegs so die Verhandlung leiten, indem er die Beweisaufnahme zu ihren Gunsten verkümmerte und verfälschte. Bei dem jetzigen Schuldigspruch war sich das Gericht an⸗ gesichts der Ungewöhnlichkeit und Schwere selbstverständlich setner verantwortlichen Aufgabe sorgfältigster und peinlich genauer Würdigung aller Momente bewußt, und es gelangte derart zur Feststellung von P.s Schuld. Die gesetzliche Mindeststrafe für das 5 85 5 erscher 5 e es mildernde Umstände 5 erschien bei ihrer Schärfe als ausreichende Sühne für die Tat des 54jährigen Angeklagten. 3 8

Kleine Nachrichten.

Frankfurt a. M., g. Juni. Die Wäscherinnen streiken. Wegen Lohnstreitigkeiten sind am Samstag die Wäscherinnen der 9. lber bwascherdien in den 1 getreten. Die Ar⸗ ö 0 n nur 800 Mark Stundenlohn geben, während die Arbeitnehmer 1000 Mark fordern. Die Janne ber Wäscherinnen sind wirklich als sehr bescheiden zu bezeichnen.

Frankfurt a. M., 3. Juni. Schwerer Autounfall. In der Darmstädter Landstraße wurde eine Frau André durch ein Auto von ihrem Rade gerissen, wobei sie schwere innere Verletzun⸗ gen davontrug. Den Fübrer des Wagens triff keine Schuld.

Selbst wenn er im übrigen

Der anfangs dieser

ö

g

Frankfurt a. M., 3. Juni.

Der Tod im Main. Bein Spielen stürzte der siebenjährige Schsiler Thill aus der Papageien⸗

1 den Main und ertrank, ehe ihm Hilfe gebracht werden nte.

Höchst a. M., 3. Juni. Vom Auto getötet. Im Stadt⸗ teil Sindlingen wurde der Arbeiter Hermann Linz aus Soden a. T. von einem Personenautomobil der Farbwerke angefahren und so schwer verletzt, daß er kurz nach der Einlieferung in das Kranken⸗

haus verstarb. 5

Darmstadt, 2. Juni. Der Klapperstorch auf der Straßenbahn. Dieser Tage genaß in einem Wagen der elektri⸗ schen Straßenbahn der abends 11.20 uhr vom Hauptbahnhof nach der Ohlystraße fuhr, zwischen Niederramstädter⸗ und Hochstraße eine mit⸗ fahrende Frau eines Knäbleins. Der hinzukommende Gatte konnte seinen Sprößling gleich nach Hause tragen.

Darmstadt, 2. Juni. Der getaufte Chinese. Heute Nach⸗ mittag machte sich ein kaum der Schule entlassener Bursche an einem Hydranden zum Füllen der Straßenbesprengwagen zu schaffen, als fich auch schon ein starker Wasserstrahl über die Straße ergoß und einen des Weges kommenden chinesischen Studenten vollständig durch⸗ näßte.(Wer den Schaden hat, braucht nie für den Spott zu sorgen.

Bens heim a d. B. 3. Juni. Das Pferdsamt dem Wagen wurde diefer Tage einem ärti Landwirt, während er in einem Geschäfte zu tun hatte, von der Straße weggestohlen. Man konnte aber Dieb einholen und zunächst kräftig züchtigen.

Mainz, 2. Juni. Hoch klingt das Lied vom braven Mann. Am Dienstag, den 29. Mat stürzte in Maing die einzige Tochter des auf der Durchreise befindlichen Ingenieurs Einar Holter⸗ sen von der Kaimauer in den Rhein und verschwand in den Fluten. Ein junger Mann, der in der Nähe im einem Nachen saß sprang so⸗ fort nach und vettete die junge Dame unter eigener Lebensgfahr. gegllückter Rettung verschwand der Herr in der sich ansammelnden Menge. Wie wir erfahren ist der unerkannte Rettr Herr Hohen⸗ stein aus Groß⸗Zimmern, der in seinen nassen Kleidern noch den Heimweg angetreten hatte.

Worms, 3. Juni. Im Verlauf eines Streites schlug ein 15jähriger Kürschnerlehrling einem 16 jährigen Schreinerlehrling mit der Faust auf den Kopf. Der Schreiner brach tot zusammen.

Diebstähle an Leitungsdrähten. Wegen Massendieb⸗ stählen von Leitungsdrähten sind in Berlin zehn angebliche Wandervögel nebst vier Hehlern verhaftet worden, die zwischen Berlin und Eberswalde bei nächtlichen Ausflügen an den Delegraphen⸗ und Telephonleitungen Drähte in ansehnlichen Mengen abschnitten. Schlimmer als der materielle Verlust sind die durch den Raub hervorgerufenen Störungen des Signalwesens der Eisenbahn und des Telegraphen⸗ und Delephonbetriebs. Die Post⸗ verwaltung will dem Unwesen gründlich zu Leibe gehen und hat deshalb hohe Belohnungen für weitere zweckdienliche Mitteilungen aus dem Publikum ausgesetzt.

Wer find die Männer auf unseren Banknoten?

Die Banknotenflut, mit der wir jetzt überschüttet werden, bringt es mit sich, daß die neuen Noten einander förmlich jagen und wir uns an immer anders aussehendes Geld gewöhnen müssen. Auf diesen neuen Banknoten fallen nun zunächst die verschiedenen Köpfe auf, die ihren Schmuck bilden und immer wieder hört man die Frage, wer das nun wohl eigentlich set. Eine Antwort darauf gibt ein AufsatzDie Kunst auf der Banknote in der Bergstadt. Bei der

außerordentlichen Schnelligkeit, mit der heute täglich viele Milliar⸗ kens

den gedruckt werden, kann man den alten Kupferstichdruck nicht mehr verwenden, sondern muß sich mit dem mehrfarbigen Buchdruck be⸗ gmügen, und da bleibt für die künstlerische Ausgestaltung nur der figürliche Schmuck übrig. Früher verwandte man dabei Typen, die einem möglichst allgemeinen Schönheitsideal entsprachen. Jetzt steht man auf dem Standpunkt, daß scharfgeschnittene Charakterköpfe dem Fälscher erfahrungsgemäß besondere Schwierigkeiten bereiten, sich aber zugleich dem Beschauer so fest einprägen, daß ihm selbst bei flüchtigem Betrachten Veränderungen oder Abweichungen sofort zum Bewußtsein kommen. Man wählte daher Männerbildnisse aus der größten Zeit der deutschen Kunst, aus den Tagen des Mittelalters und der Renafssance. Der lockenumflatterte, mit einem Diadem ge⸗ schmückte Kopf auf der Banknote zu 100 Mark stammt von dem viel⸗ umstrittenen Reiterstandbild im Bamberger Dom, das um 1250 von einem unbekannten Meister geschaffen wurde. Dies eindrucksvolle Werk, die schönste und lebendigste Verkörperung des mittelalterlichen Ritters, wird bald als Kaiser Konrad III., bald als der Heilige Stephanus von Ungarn gedeutet. Die Banknoten zu 500 Mark sind mit einem schönen Jünglingskopf geschmückt, dessen Meister nicht he⸗ kannt ist. Das im Baseler Museum befindliche Originalge mälde stammt aus dem Jahre 1511 und stellt den Junker Jakob Meyer zu Pferd in seinem 20. Lebensjahre dar. Von den zwei Ausgaben der 5000⸗Markscheine ist die erste aus dem Verkehr schon fust verschwun⸗ den; sie zeigt ein Bildnis, dessen Original sich im Städelschenznstitut zu Frankfurt a. M. befindet und die Forschung lebhaft beschäftigt hat. Ein in der oberen linken Ecke angebrachtes Wappen kennzeichnet den Dargestellten als einen Angehörigen der ausgestorbenen bayerischen Familie Urmiller. Das Gemälde, das zweifellos eines der ausdruck⸗ vollsten deutschen Bildnisse ist, wurde früher für ein Werk Holbeins gehalten, doch stammt es wohl nicht von diesem Meister. Die zweite Ausgabe der 5000⸗Markscheine ist mit einem der berühmtesten Bild⸗ nisse Dürers geschmückt, mit dem Porträt des Nürnberger Ratsherrn Hans Imhoff, das der Meister 1526 malte und das sich im Prado⸗ museum zu Madrid befindet.

Ein Porträt Dürers ziert auch die Banknote zu 10 000 Mark. Stammt der Imhoff aus seiner reifsten Zeit, so ist dieses Bild früher, um 1500 gemalt, und stellt wahrscheinlich den jüngeren Bruder des Malers dar. Das auf den Gelbdscheinen stark vergröbert wieder⸗ gegebene Kopfbild ist vielfach ironisch alsDarstellung eines Bolsche⸗ wisten bezeichnet worden, und man hat auch entdeckt, daß man eine Art Vecierbild vor sich habe. Wenn man nämlich den Schein so herumdreht, daß sich das Bild links oben befindet, dann zeigt die ge⸗ samte Halspartie ein deutliches Gesicht mit sehr langer Nase; die linke Rockseite bildet eine weiche runde Mütze, die rechte ein Halsschal, die Weste stellt die Haare oder ein Kopftuch dar. Für die Note zu 50 000 Mark hat man eine der schönsten Schöpfungen des vortrefflichen Köl⸗ ner Porträtmalers Barthel Bruyn gewählt, das Porträt des Bürger⸗ meisters Arnold vom Browiller. Die 100 000⸗Marknote ist mit einem der köstlichsten Werke Hans Holbeins des Jüngeren geschmückt, das zu den größten Kostbarkeiten der Berliner Museen gehört. Es stellt den deutschen Kaufmann Georg Gisze im Jahre 1592 dar, wie er an seinem Rechentisch im Kontor sitzt. Gisze war ein Mann des deutschen Stahlhofes in London.

Erster sozialistischer Aerztetag.

Am 26. und 27. Mai fand im Berliner Rathause die erstmalige offizielle Zusammenkunft der deutschen Aerzte statt, die sich zum Sozialismus bekennen. Wenn auch die Mehrzahl der Teilnehmer aus Berlin und seinen Vororten stammte, so waren doch aus aus dem übrigen Reiche die ärztlichen Parteigenossen in nicht geringer Zahl herbeigeeilt aus dem Beditrfnis heraus, Fühlung zu gewinnen mit den gleichgesinnten Kollegen. Die von den Genossen Dr. Zadeck und Dr. Silberstein, altbekannten ärztlichen Beratern der Berliner Parteibewegung, geleitete Tagung wurde eröffnet durch einen Be⸗ grüßungsabend, auf dem der Genosse Prof. Dr. Tandler Wien über die Organisation des Wohlfahrts⸗ und Gesundheitswesens in Wien Bericht erstattete. Erfreulich war es zu hören, welch große Mittel das von unserer Partei regierterote Wien trotz aller Not der Gegenwart noch für die Wohlfahrtspflege aufzubringen vermag, nachdem die bourgeoise Wohltäterei des weltberühmtengol⸗ denen Wiener Fettherzens in die ihr gebührenden bescheidenen Schranken zurückverwiesen wurde. Für den Arzt besonders interes⸗ sant und sicherlich der Nachahmung wert war die Mitteilung, daß man in Wien jetzt leitende Krankenhausärzte ohne Privatpraxis

irgend einer Art anstellt.

Das Thema der Tagung war der Frage der N. Verhältnisses zwischen Aerzten und Krankenkass met. Als Referenten sprachen die Genossen Dr. Ebstein⸗ Professor Dr. Grotjahn⸗ Berlin, Dr. Kautsky⸗ Wien, Weyl⸗ Berlin, Dr. Knack⸗ Hamburg, Dr. Wygodzinsk lin und der Kommunist Dr. Wol f⸗Berlin. Fast einstimmig die Referenten zu dem Schluß, daß das fixierte Kassenarzteyf semer heutigen Form wie auch die mit so vielen Hoffnungen tete freie Arztwahl nicht zu einer befriedigenden Lösung im einer würdigen ärztlichen Versorgung der Versicherten geführt

rdert wurde der vollbesoldete beamtete Kaffenarzt unter schluß jeder Privatpraxis, für die Zeit des Ueberganges der 2 des Vertrauensarztsystems und eine Heranziehung der Versich zur Aufbringung der Kosten für Arznei und Heilmittel. Der trauensarzt soll gleichzeitig der Sozialarzt sein, d. h. der verst volle und erfahrene Berater in allen Fragen der soziale sicherung, insbesondere auch der Berufsvermittlung. Für behaltung der freien Arztwahl konnte sich restlos nur der Kot Dr. Wolf einsetzen. An der Diskussion beteiligten sich u. a. die nossen Dr. Röder⸗Berlin, Dr. Hirschfeld⸗ Harburg und Direktor der Allgemeinen Ortskrankenkasse Berlin Genosse Al Cohn. Das große Interesse, das die Tagung auch in nichtsozi schen Kreisen erweckte, wurde bewiesen durch die Anwesenheit Vertretern der Reichs⸗, Landes⸗ und Kommunalbehörden, u. a. Leiters des preußischen Gesundheitswesens Prof. Dr. Got tst und des Stadtmedizinalrates von Berlin Dr. Rabnor.

12 7 2 2 3 Arbeitsrecht, Gewerkschaftliches, Arbeiten Lohn vereinbarungen. Bei den Lohnverhandlungen für die Metalltudustri r Ser Saen a Er e in Weilburg 8 folgende Stundenlöhne festgesetzt: Für Facharbeiter über 25 g vom 27. Mai bis 2. Juni 2300. Mark, vom 3.9. Juni 2700. Mark, von 10.15. Juni 3000. Mark. Für die übrigen Alters⸗ klassen und Gruppen wird der Lohn von 27. Mai bis 2. Juni um

1

vo Die Ar⸗ Lollar soll diese Woche ebenfalls geregelt

.

sten.

le eiue b afeln, alle nach dem neu Wissenschaft, mit den neuesten G 0 bandweise erscheint, ist die Anschaffung jedem A schaffungskosten verteilen sich auf längere Zeit. Den jeweils villigst Preis genießt, wer sofort bei Erscheinem bestellt. Wie der Ver versichert ist er bestrebt, den Schlußband noch im Jahre 1923 auszu geben. Der dritte Band enthält micht mur das gefährliche Stichwor Politik, dieWeltklugheit wie sie auch verdeutscht wird, er koppe durch den Zwang des Alphabets die Sterne der L George, Mussolini, Poincaré, mit Lenin, Trüger des Sowje zusammen und auch die Hauptstädte dieser politischen Wet. macher, London, Rom. Paris, Moskau, St. Petersburg rden. gerade in diesem Band behandelt, der noch andere Millionens 1 wie Newyork und Peking enthält. In enger Verbindung damit f die in trefflichen Karten und Abi ausgestatteten Lände 9 N vor allem auf die 1 1 aufmerk. gemacht sei. Text, Karten und Bilder geben gro Zügen einen sriff von der Seele des Landes. Das gleiche finden 0 bei den ausführlichen Artikeln über Preußen und das neue O f reich. Die Schaublühnen der Politik, die Parlamente, führt der! Band in einer hübschen Uebersicht vor, aus der wir auch das der Verfassungen der 84 Staaten Die englische Verfassun die Magna Charta, ist schon über 700 Jahre alt, 85 nächste im die der Vereinigten Staaten von Amerika, zählt erst 136 Jahre; weniger als 40 Verfassungen sind als Folgen des Weltkrieges a fehen. In einer übersichtlichen Darstellung zeigt uns der neue Brockhaus sogar das Uhrwerk der Deutschen Republik, wi die Weimarer Verfassung geschaffen hat. Dem Wendepunkt des? krieges, der Marneschlacht, ist ein wichtiger Artikel mit zwei inf tiven Karten und einer ausgezeichneten symptomischen Uebe ge⸗ widmet. Ins Innerste der Natur geleiten die Stichworte Leben, Mensch, Mendelsche Regeln und vor allem die eingehende U Relativitätstheorie. Die rasch orientierenden Uebersichten sind überhaupt ein Glanzpunkt der Stoffkonzentrierung im neuen Brock⸗ haus. Man betrachte die beiden TabellenPäpste oder dieHaupt⸗ daten der Weltliteratur oder dieNobelpreisträger. Die letztere Uebersicht bietet einen interessanten Aufschluß, wieviel Deutsche in den fünf Abteilungen des Nobelpreises ausgezeichnet worden sind. Von 1901 bis 1922 waren es insgesamt 109 Preisträger, unter ihnen ein Drittel 31 Deutsche. Wir wollen nur noch anführen, de außer den Gebieten der modernen Kunst auch die lebenswichtigen Ge⸗ biete der Landwirtschaft, der Technik und alles, was zur Volkswirt⸗ ö schaft im weitesten Sinne gehört, in musterglültiger Reichhaltigkeit n Wort und Bild vertreten sind. In wenigen Monaten wird das Werk vollständig sein und dann seine volle segensreiche Wirkung ausüben können. 3 Dollarstand Montag Mittag 12 Uhr: ca. 76 O0 Mark.

Mittwoch, 6. Juni 1923, abends 8 Uhr, im großen Hörsaale der Universität

Oeffentlicher Vortrag a 0 Selbsterlebtes in ande des Alkoholberbote/

Rednerin: Fräulein Gustel von Blücher, dresden. Karten zu 300 und 100 Mk. an der Abendkasse. N

Deutscher Bund abstinenter Frauen

Die evangelischen Gemeindefrauenvereine Alice⸗Frauenverein a Elisabethenverein 0 1 Katbolischer Frauenbund f 1 Katholischer Fürsorgeverein 10 Frauenrechtsschutzverein

Verein der Freundinnen junger Mädchen

Leben die Tolen?

Mittwoch, den 6. Juni, abends 8 ubr im Sinasaal der Oberrealschule.

Eintritt frei! Redner 5. Beck. Eintritt fret!