ssetzung des Ruhrgebiets dutch französische und belgische Truppen den ökonomischen Wiederaufbau Europas und die Befestigung des Friedens verhindert. Unter Anerkennung der Verpflichtung des Deutschen Reiches zur Leistung der Repa⸗ rationen für den Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete in Frankreich und Belgien, erachtet der Internationale Ge⸗ nossenschaftsbund, daß die Ruhrbesetzung eine Tat des Zwanges und der Gewalt ist, die weder nützlich noch zweck⸗ mäßig ist, weil die richtige Lösung des Problems auf einer [Verständig ung aller Völker beruhen müßte.
Der Internationale Genossenschaftsbund weiß, daß jede imilitärische Besetzung notwendigerweise Gewalt⸗ und Be⸗ drückungsmaßfregeln mit sich bringt, und er befürchtet, daß eine solche Politik, indem sie den Haß zwischen der Dölkern schürt, zu neuen Kriegen führen wird.
Der Internationale Genossenschaftbund, festhaltend an der Resolution, die sein Zentralvorstand in seiner Sitzung vom April 1922 in Mafland gefaßt hat, und an dem Beschluß des Internationalen Genossenschaftstags vom August 1921 in Basel über die Friedensfrage und über die Notwendig⸗ keit bei allen Differenzen ein internationales Schiedsgericht anzurufen, richtet durch Vermittlung seines Leitenden Aus⸗ schusses an die französischen, belgischen und deutschen Ge⸗ inbössenschafter die dringende Aufforderung, ihren Einfluß auf die Regierungen ihrer Länder dahin geltend zu machen, einem alle Nationen repräsentierenden Völkerbunde oder Schiedsgericht die endgültige Regelung der finanziellen und ökonomischen Konsequenzen des Krieges zu übertagen.
Inzwischen ersucht der Juternationale Genossenschafts⸗ schaftsbund die französische und belgische Regterung, den im Peseeten Gebiete bestehenden deutschen Konsumvereinen die Möglichkeit zu verschaffen, ihre Tätigkeit auszuüben und ihre genossenschaftliche Arbeit in voller Freiheit und im Anschluß au ihre Zeutralorganisationen zu erfüllen.
In den Verhandlungen wurde besonders betont, daß der Leitende Ausschuß des Internationalen Genossenschafts⸗ bundes durchaus nicht so untätig gewesen sei, wie es den Anschein habe. Insbesondere habe sich der Leitende Aus⸗ schliß an dem Friedenskongreß im Haag beteiligt und der von diesem Friedenskongreß beschlossenen Resolution gegen
ie drohende Ruhrgebietsbesetzung zugestimmt. Diese Tat⸗ sache wurde durch eine Entschließung zur allgemeinen Kennt⸗ mis gebracht. Hinzugefügt set noch, daß der Internationale Genossenschaftsbund in den letzten 2 Monaten mehrfach z u⸗ gunsten der durch die militärische Besetzung geichädigten deutschen Genossenschafken eingegriffen hat. Der internationale Kongreß in Gent soll im September 1924 in den letzten Tagen der internationalen genossenschaftlichen Ausstellung stattfinden und vier Tage dauern. f
0 Trierer Eindrücke eines Engländers.
9 eee des Manchester Guardin schreidt aus Es würde sehr gut sein, wenn einige von den Leuten, die so fichtfertig über die ft einer Rheimischen Republik reden, nach er reisen müßten. Ghenso wie seine Nachbarstädte, ist Trier seit Monaten seiner Bahnverbindungen berzubl. Ich welß nicht, wle⸗ le Züge nach französischen Angaben täglich durch Trier laufen ollen, aber der würde ein kühner Menn sein, der sich darauf verlassen irde, daß er unter dem französischen Betrieb innerhalb 12 Stunden einen festgelegten Zeitpunkt seinen Bestimmungsort erreichen 6„Für praktische Zwecke ist Trier hinsichtlich seiner Verbindun⸗
mit der Außenwelt ausschließlich auf einen spärlichen Motor⸗
mesbusdienst und auf einige Privatmietfuhrwerke angewiesen.(In⸗
wfschen ist der Autoverkehr mit dem unbesetzten Gebiet auch schon ver⸗
oben. Redaktion.) Jedes Hotel ohne Ausnahme ist von den Franzo⸗ en beschlagnahemt, um darkn ihre Offtziere und Beamten mit Famflie
Volkes werden, desto intensiver muß sich die geistige Spann⸗
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uw. unterzubringen. Fange ehe er ein Zimmer gefunden hat, wirb der Reisende in den Straßen beobachtet haben Scharen von Gent⸗ lemen, angetan mit prächtigen, barbarisch toten Ränteln und Tur⸗ banen, mit Gesichtern vom Bernsteingold bis zum Schokoladenbraun deren Gaumenlaute das Ohr verletzen, wenn sie sich gegenseitsg an⸗ schreien.... Jedermann in Trier kann von einem nahen Ver⸗ wandten ober Freund berichten, der für nichtige oder nicht vorhan⸗ dene Vergehen zu schmählichen Strafen verurteilt wurde. Gerechtig⸗ keit hat hier ungefähr die gleiche Bedeutung wie in Rom Neros oder in Robespierres Frankreich. Die Eide von hundert deutschen 1 5 werden nicht einen Augenblick ins Gewicht fallen gegenüber den in gebrochenem Französisch gemachten Angaben eines.
In Trier ist jede Unterhaltung eine große Verschwörung gegen den eisernen Druck der Besetzung, und die Furch, nicht so sehr um das eigene Schicksal, sondern um das von Weib und Kindern, steht klar im Gesicht jedes Mannes geschrieben, der seine wahre Meinung äußert. Die ganze Stadt ist mit Plakaten gepflastert, auf die in⸗ dessen niemand achtet: Aufforderungen an die Rheinländer, sich von der Berliner Regierung loszusagen, die sie in eine traurige Lage gebracht habe, und sich ihre eigene Ver waltung, unter dem freundlichen Schutz der Besatzungsmächte, 3 schaffen. Tausende Flugblätter der Propaganda für die Rheinische Republik werden täglich durch die Post und auf jedem denkbaren anderen Wege verteilt. Natürlich ist es ein Verbrechen, anzudeuten, daß dies von irgend jemand anderem als einer schwachen Vereinigung mit schäbigem Bureau in Köln(also im englischen Bereich. Red.) finanziert werde. Flugblätter oder Plakate, die sich gegen die Rheinische Republik erklären, werden nie verteilt oder ange⸗ schlagen. Das würde Menschen ins Gefängnis bringen. Während meines Aufenthalts in Trier war nur eine kleine Lokalzeitung zu haben, politisch vollkommen farblos. Die Zeitungskioske nehmen sich gar nicht die Mühe zu öffnen.
Alle Berliner Zeitungen sind verboten, obenso alle Lokalblütter von irgendwelcher Bedeutung..
Der Retsende, der von der verhängutsvollen Wohnungsnot ge⸗ hört hat, die durch den gewaltigen Einfall französischer Herren und Damen hervorgerufen wurde, welche auf alle Wohnungen ein Vor⸗ recht besitzen, wird sich vielleicht wundern wenn er große Blocks schöner Häuser vollkommen leer sieht. Man wird ihm.(selbstver⸗ stämdlich im Flüsterton) erzählen, daß dies die Häuser jener Eisenbahner sind, aus denen diese vor zehn Tagen verjagt wurden, weil sie sich geweigert hatten, für die französische Eisenbahnregie zu arbetten. Diese Häuser sind nicht Staatseigentum, sondern Privatbesitz, erbaut mit staatlicher Hilfe. Die Eisenbahner wurden vertrieben, nachdem man ihnen 24 Stunden Zeit gegeben hatte, vertrieben von farbigen Poilus mit aufgepflanzten Seiten⸗ gewehren. Keinerlei Milderungen wurden Müttern im Kindbett oder sonstigen kranken Personen gewährt. Die Ausgetriebenen wohnen nun in Kellern oder Dachkammnern, oft brei Personen teilen ein Bett und sieben einen Raum, während ihre eigenen Häuser leer bleiben, außer zweten, die in Ställe umgewandelt wurden. Die Habe der Leute ist in Bündeln über die ganze Stadt verstreut. Vieles, was ihnen über alles teuer war, ist in der Panik der Räumung unter den drohenden Bajonetten in Stiicke gegangen. n Geflügel und Haustlere, die natürlich verschwunden sind oder für ein Nichts verschleudert werden mußten. Als die Mark fiel, hatten 11 Arbeiter und Angestellten alles in festem Besitz angelegt. Dieser verrottet und verdirbt mm in Höfen und feuchten Kellern
Nenbelebung des Phystk⸗ und Chemiennterrichts
in den hessischen Volksschulen. Der Darmst. Ztg. wird geschrieben: Je ungünstiger die äußeren Daseinsbedingungen eines
kraft jedes Einzelnen auswirken, wenn der Existenzkampf siegreich bestanden werden soll. Dies gilt nicht bloß heute, sondern es ist dies ein volkswirtschaftliches Grundsatz für alle Völker und Zeiten. Unser dichtbevölkertes Vaterland, das über die Hälfte des Jahres in jeder Wohnstätte die nötige Wärme durch künstliche Wärmequellen schaffen muß, hat schon allein dadurch immer ein großes Plus von Mehr⸗ arbeit leisten müssen, um konkurrenzfähig auf dem Welt⸗ markt auftreten zu können.
Da uns nach dem Versailler Frieden außerordentliche
Sparsamkeit betreffs des Verbrauches von Steinkohlen und
Koks ailferlegt ist, witd unser Existenzkampf noch shift Wir müssen uns im Hausbrand del stoffen, mit Braunkohle und Torf abfinden. 2 5 strie hat sich schon so weit als möglich den verändcht hältnissen angepaßt, indem sie sich die Ergebnisse det schaftlichen Wärmewirtschaft nutzbar machte. Dagegen die meisten Privathaushaltungen noch hilflos 1 unzufrieden den veränderten Verhöltnissen gegen in dieser Beziehung helfend einzugreifen und allge klarend zu wirken, hat die Hauptstelle für N wirtschaft in Darmstadt bis jetzt äußer reich gewirkt.*.
Sie hat sich insbesondere an das Landesamt Bildungswesen gewandt, um in amtlichen 9 konferenzen durch theoretische Vorträge unß mentelle Vorführungen die Lehrer für die wichti
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ge der diesbezüglichen Volksbildung gewinnen zu kö treu dem alten Grundsatz, daß jeder bedeutende! am besten durch die Schule Eingang ins Volksleb sucht die Hauptstelle für Wärmepirtschaft durch d auf die Familie zu wirken. Es handelt sich dabei! die Vermittlung von neuem Wortwissen, nicht um da pauken einiger Regeln, sondern um die Reform des ke Physikunterrichts, der von Versuchen ausgehen, z ständigen Experimenten hinleiten und so zur re kenntnis der Naturgesetze führen soll. Denn die Herde sind dem System nach verschieden. ebenso d material. Nur derjenige, den recht versteht und die Wärmelehre beherrscht, kan den verschieden gegebenen Bedingungen die richtigen M regeln ergreifen. N. Es gibt kein Gebiet der Physik, auf dem so bi fache Versuche von dem Schüler selbst vorgenommen 1 können, als das der Wärmelehre. Es werden daher di die Darbietungen der Hauptstelle für Wärmewirtschals a für den neu eingeführten Werkunt positive Aufgaben gestellt: Der Schüler muß bei vollkommnung seiner Handfertigkeit stets den ab ordneten Zweck, dem die Arbeit dienen sol Augen haben. Denkend schaffen lernen, das ist die forderung, um später die Qualitätsarbeit fördern zu! Denkend schaffen, das ist die Hauptforderung auch f spätere Hausfrau, damit sie nicht im mechanischen 2 starrt, sondern die geistige Elastizität behält und sic zeit den veränderten Verhältnissen anpassen kann ist das einheitliche Zusammenwirken von Handfet u unterricht und Naturlehre gerade auch für die Mädcheschn und das Lehrerinnenseminar so wichtig. Die de u gruppen sind so zusammengestellt daß das Herbeisßhuf des Materials nur ganz geringe Ausgaben verursa 0 geworfene Konservenbüchsen, alte Glasflaschen, 8 Bretter von Kisten usw. werden nutzbringend ver wobei die ästhetische Seite der Arbeitsleistung nicht acht gelassen wird.. 5 1 Aber auch der chemische Unterricht wird durch d träge über rationelle Wärmewirtschaft befruchtet. stoff, Sauerstoff, Kohlenwasserstoff, Kohlensäure uf den mit den einfachsten, aus dem täglichen Leben b Mitteln erzeugt, so daß der Schüler auch diese Versulhe ge fahrlos selbst vornehmen kann. Mit einer Erweiterung be chentischen Kenntnisse, besonders bezüglich der Sisffffofß, verbindungen, wird der Schüler so weit gefördert, baß er das Prinzip der künstlichen Düngung verstehen kann. 1 die Ernährung des tierischen und menschlichen se wird durch die gewonnenen theoretischen Kenntnisse
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e Lo Alehrur mit
inneren Einheit erfaßt.
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Der Deserteur.
Roman von Robert Buchanan.
„Natürlich hab' ich ihn gesehen. Zuletzt vor Dresden. Es regnete Bindfaden und der kleine Kerl sah wie eine er⸗ säutfte Ratte aus. Sein grauer Rock war durchnäßt, der Hut über die Augen gezogen, so ritt er dahin. Teufel! Er aloppierte so miserabel, als ob ein altes Weib im Sattel säße. Ich gebe zu, daß er ein großer General sein mag, aber seiten kann er nicht, das ist sicher!“ erklärte der Invaliden⸗ neuling verächtlich. 5 „Du behauplest, der Kaiser könne nicht reiten?“ rief der orporal, seinen Neffen entsetzt anstarrend. In seinen Tagen wäre eine solche Kritik mit einer Gotteslästerung gleichbedeutend gewesen. Freilich, jetzt, wo das Glück den 1 1 70 Kaiser“ zu verlassen begann, glaubte sich jeder ekrut berechtigt, seinem Führer eins am Zeug zu flicken.
„Er sitzt wie ein Häuschen Jammer zusammengebuckelt 175 Sattel und sieht schäbiger aus als ber letzte Rekrut! Niemand würde ihn für den Kaiser halten, sondern für einen Bettler, der ein Pferd gestohlen hat und nicht darauf reiten kann. Ach, wenn Ihr wissen wollt, wie ein richtiger General aussieht, dann müßt Ihr Euch Marschall Ney an⸗ sehen!“
„Marschall Ney!“ wiederholte der Korporal verächtlich. 5„Er zieht sich für die Schlacht, wie für einen Ball an, sein Haar ist parfümiert und schön frisiert. Er trägt kost⸗ bare Ringe, die Uniform sitzt wie angegossen; sein Pferd ist mit purpurnen und goldgestickten Schabracken bedeckt. Er reitet wie ein Engel! Sein Pferde pariert ihm auf den Wink Er tänzelt damit. daß es einem schwindelt———“
„Bah! Er ist eine große Puppe!“ unterbrach ihn Onkel Ewen.
Der alte und der junge Invalide wären wahrscheinlich wegen ihrer Lieblinge in Streit geraten, wenn Mutter Derval nicht gerade mit einer Schüssel warmen Wassers ein⸗ getreten wäre, um ihrem Sohne die wunden Füße zu waschen. Seufzend badete sie das arg geschwollene Bein, bestrich es mit linderndem Balsam und legte dann einen sauberen Verband an, während Marcelle reine Wäsche und Kleider für den Bruder bereitete.
„Heute sollst Du Dich gründlich ausruhen, mein armer Junge! Aber morgen wird der kleine Ploust gerufen, um
die Stoppeln von Deinem Gesicht zu rasieren und Dein ver—
wildertes Haar in Ordnung zu bringen, domit Du wieder Dir selbst ähnlich wirst. Er versteht sich auch auf die Heilung von Wunden.“
Glücklich der Mensch, der in der Stunde der Not ein Obdach und liebevolle Pflege findet! Das empfand auch der in seiner kurzen militärischen Dienstzeit geistig und körper⸗ lich arg verkommene Gildas Noch ehe die Witwe seinen wunden Fuß getrocknet, schnarchte der von seiner langen Reise Erschöpfte wie eine Dampfmaschine. Jeder Fremde hätte diesen in schmutzige Lumpen gekleideten Menschen für eine Vogelscheuche gehalten, die imstande wäre, die schlimmsten Dorfvögel vom Pfade des Kriegsruhmies fern⸗ zuhalten. Seiner änglich besorgten Mutter freilich erschien er schön. Ihr Herz hing mit unaussprechlichem Mitleid und mit aufopferndster Liebe an dem Krüppel, der als Patriot dem Vaterlande den schuldigen Tribut gezollt hatte und der, mochte kommen was da wollte, wenigstens nicht mehr in den Krieg ziehen konnte. g
Achtundzwanzigstes Kapitel. Der Aquädukt.
Rohan hatte nicht übertrieben, als er Meister Arfoll er⸗ zählte, daß die Klippen wie eine Honigscheibe durchlöchert seien. Seiner ersten Entdeckung die er kurz nach Pipriaes Tode in der Gildas⸗Höhle gemacht, waren noch mehrere, nicht minder geheimnisvolle und merkwürdige gefolgt. Rohan Gwenfern wanderte Tag und Nacht wie ein rastloser Geist im Erdinnern umher; er lebte wie in einem Traume, aus dem er zu erwachen fürchtete. Er sah Visionen, hörte seltsame Geräusche in seinen Ohren klingen, kalte Hände griffen an sein Herz und der Geist Pipriaes verfolgte ihn mit vorwurfsvoll auf ihn gerichteten Augen, fast zu allen Tageszeiten. Um nicht ganz dem Wahnsinn zu verfallen und seine Gedanken von den furchtbaren Phantomen abzulenken, verlegte er sich eifrig auf weitere Entdeckungen. Von der großen inneren Grotte, die er durch Zufall entdeckt, führten mehrere schmale Gänge ins Innere. Einige waren so schmal, daß ein Mensch sich unmöglich durchzwängen konnte, andere wieder hoch und gewölbt; die meisten mündeten in Sack⸗ gassen. Nach genauer Forschung entdeckte er einen Gang, der eine lange Strecke weit mit der- Vorderseite der Klippe parallel lief und sich ollmählich nach aufwärts schlängelte, bis er in eine kleine, durch eine schmale Spalte in der Klippe be⸗ leuchtete Grotte mündete. Aus dieser Spalte konnte Rohan das Meer viele Meilen in der Runde sehen, die kommenden
Meile weit entfernte äußere Ende von Kromlaix. Un iht brauste das Meer, umspülte von allen Seiten die Klip kroch da und dort in die düsteren Wassergrotten, abergläubischen Fischer nie zu durchforschen wagten.
In dieser fast unzugänglichen Höhle schlug Rohan fort an sein Hauptquartier auf, denn hier konnte er, nach hunger
Zeit wieder, frei Licht und Luft genießen und, wie der! dend in seinem unerreichbaren Horst, sich seiner unbeschrh 1910 Freiheit erfreuen. Einige Tage später entdeckte er, daß kin Höhle vermittelst eines steilen, schmalen Ganges m in sco Meere verbunden war. Seine alte Abenteuerlust und ail neh
halsigkeit erwachte von neuem und er unternahm, nichlho bedenkliche Gefahr, weitere Forschungen. Nachdem 0 stundenlang in der tiefsten Finsternis fortgetastet ha 1
er sich plötzlich auf dem schmalen Riff eines schlüp ui, f Felsens im Innern einer großen Wassergrotte. 60 deal
Ungeheuere rote, mit buntfarbigen Moosen und dau behängte Säulen stützten ein gewölbtes Dach, well der ständig glitzernden Tau destillterte und in die tie ar
wässer unten tropfen ließ, die klar wie Krystall und wie Malachit schimmerten. Ein schwach phosphoreszsel Licht schin von ihnen aufzusteigen, in Wirklichkeit d von der entfernten Höhlenöffnung ein. 742
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Rohan beobachtete ein Weilchen die farbenbunt al flora und die seltsamen Lebewesen, die sich am Grun mhz klaren Wassers lebhaft tummelten. Plötzlich tauchte an W 0 große Seehündin aus der Tiefe auf, ihr folgte leise t ein Seehündchen, im nächsten Augenblick verschwanden n in der Dunkelheit. Die ganze Höhle dürfte zwölf F 0 und kaum einige Fuß hoch gewesen sein; der Einge uh mit allerlei Mosen und Jarnkräutern so dicht behent da man ihn kaum bemerkte. Das ihn umtspülende M Ua viele Faden tief; ein kochender und brausender 5 da wirbelte zu allen Tageszeiten. Rohan erinnerte sit aan
oft an dieser Stelle vorbeigerudert zu sein und welch bare Legenden seine Kameraden ihm erzählt hatten do
herzten Männern aus alter Zeit, die es gewagt, den „Mund der Höhle“ zu dringen— wie der Strudel Volke genannt wurde— aber nie mehr zurückkehrte U sächlich stürzten von jener Stelle zeitspeise furchtba 1 tobende Wassermassen heraus die von dem ohrbetel Geräusch eines unterirdischen Erdbebens begleitet was zu allerlei abergläubischen Vermntungen Veran
0 1 l
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und gehenden Fischerbodte beobachten, ia sogar das eine
gab und genügte, um die Leute den Ort meiden z (Fortsetzung folgt.] 1 —


