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3 Eine gefährliche Sparerei.
beiterpresse.
aber nicht für vornehm galt, sie
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Di gleichen Interesse friedlicher Zusammenarbeit Deutschlands mit Frankreich ist die deutsche Regierung, wie sie es auch mit ihrer Auregung zum Abschluß eines Rheinpaktes bekunden wollte, zu jeder den Frieden sichernden Vereinbarung bereit, die auf Gegenseitigkeit beruht. Insbesondere ist sie zu einer Vereinbarung bereit, die Deuschland und Frankreich verpflichtet, alle zwischen ihnen entstehen⸗ den Streitfragen, die nicht auf diplomatischem Wege geschlichtet wer⸗ den können, in einem friedlichen internationalen Ver⸗ fahren zu behandeln, und zwar Streitigkeiten rechtlicher Art in einem schiedsgerichtlichen Verfahren, alle übrigen Streitigkeiten in einem nleschsverfahren nach dem Muster der Bryanschen Ver ⸗
Die deutsche Regierung schlägt vor auf der Grundlage der vor⸗ stehenden Ausführungen in Verhandlungen einzutreten. Ausgangs punkt der Verhandlungen muß sein, daß innerhalb kürzester Frist der status quo ante wiederherzustellen ist. Dazu gehört, daß
die über den Vertrag von Versailles hinaus besetzten Gebete ge⸗ räumt, in den Rheinlanden vertragsmäßige Zustände wieder her⸗
die verhafteten Deutschen in Freiheit gesetzt und 8 Ausgewiesenen ihre Wohnstätten und Aemter zurück⸗ ö 3
en— 4 Hessischer Landtag.
1 1 Adelung eröffnet die Sitzung 9.45 Uhr. Haus tritt in die Tagesordnung ein:
Die Einzelberatung des Staatsvoranschlags. Vorbemerkung und Einleitung werden ohne Debatte ange⸗ men. Zu Kapitel 1: Forst⸗ und Kameralgüter
unter Forstverwaltuna entsteht eine lange Debatte über die Liefecung des Tarifholzes an Beamte und wegen g der Schutzpolizei zum Waldschutz und deren Bewaff⸗ it scharfer Munition. den Ausführungen des Finanz⸗ ergibt diefes Kapitel statt der eingesetzten 4 etwa 24 Milliarden. Das Kapftel wird nach den Ausschußanträgen mit der dazu vorliegenden Anträge und Regierungsvorlagen
1 Frau Abg. Birnbaum bringt eine Denkschrift der te in Laubach zur Sprache, die vor dem Kriege den abgenommen, die aber jetzt so mangel⸗ wird daß sie gezwungen ist, ihren rieb einzu⸗
5 chäftsordnung stellt Abg. Kaul(Soz.) fest. daß seine Frakfion sich angesichts der Tatsache, daß fast sämtliche Bauern- bündler zun Kapitel gesprochen haben künftig in keiner Weise mehr an die Abmachungen des Aeltestenrats halten werde.— Abg. Brauer(Bd.) verteidigt sane Fraktton. Eine derartige Abe 0 sei nicht getroffen. Abg. Ebner(Romm) wünscht in Zukunft noch mehr Behandlung aller Positionen im Plenum. Das Kapitel Stedlungswesen wird ohne Debatte angenommen.
Gießen und umgebung.
Die Metallarbeiterzeitung(Nr. 13 vom 31. März 1923) beschäfligt sich in einem Artikel mit der Einschränkung der Gewerkschaftspresse. Sie gibt an, daß bereits ein Dutzend oder mehr Gewerkschaftsblätter in Seitenzahl und Blatt- größe bis zur Unansehnlichkeit zusammengeschrumpft seien. Aus dem Wochenblatt sei eine Halsmonatsschrift, aus den acht Seiten seien es vier oder gar nur zwei Seiten geworden.
Um so gefährlicher sei es, so führt die Metall⸗ arbeiterzeitung an, auf die politische Arbeiter ⸗ presse zu verzichten. Sie schreibt dazu:„Ganz anders, sehr schlimm steht es mit der Presse, deren Bezieher die großen Leidtragenden der Teuerung sind, mit der Ar⸗ Obwohl sie mit der Erhöhung des Bezugs⸗ preises hinter den meisten bürgerlichen Zeitungen zurück⸗ geblieben ist, ist er für eine wachsende Zahl von Arbeitern einfach unerschwinglich geworden. Um dem Blatte treu zu bleiben, tun sich mehrere Arbeiterleser zu gemeinschaftlichem Bezug zusammen. Ein Notbehelf, der über kurz oder lang auch noch zu teuer sein wird, ganz abgesehen davon,
er für die Arbeiterpresse eine empfindliche finanzielle nbuße darstellt. Und das in einer Zeit, wo sie mehr denn je Mittel und Verbreitung braucht, um ihre Stellung in der
Gar mancher Arbeiter mag meinen daß es auf ihn, den ein ⸗ zelnen, doch wohl nicht ankomme, oder mag er seine Ge⸗ wissenbisse wegen der Abbestellung der Zeitung mit dem Hinweis beschwichtigen, daß er zuvörderst für leibliche Nahrung sorgen müsse. Dagegen ist zum ersten zu sagen, daß, wenn alle Arbeiter so dächten, ihre Presse bald keinen Leser mehr hätte; zum anderen ist zu erwidern, daß sich bekanntermachen zu dem Verzicht auf das Arbeiterblatt sehr bald der Zwang fügt, auf einen Teil der leiblichen Nahrung zu verzichten. Die Arbeiterzeitung ab⸗ bestellen, heißt für den Proletarier die beredte Ver fechterin seines Lohnes, seines Brotes, seiner Wohlfahrt und Freiheit aufgeben, heißt den Tag der Milderung der Drangsal auf Sankt Nimmerlein verschieben. Der Verzicht auf die Arbeiterpresse ist eine überaus ko st⸗ spielige, gefährliche Sparerei. Was dadurch der Arbeiter crübrigt, hat er über kurz oder lang doppelt und dreisach am Lohn oder für die Teuerung zu opfern, von seiner Einbuße an Freiheit und Lebensglück ganz zu schweigen.“
Mögen unsere Genossen alle Arbeiter und Angestellten in den Betrieben auf diese Auslassungen aufmerksam machen.
Nachträgliches zur Maifeier.
Im gestrigen Blatte haben wir eine erfreuliche zahlreiche Beteiligung an unserer diesmaligen Maifeier festgestellt. Wie wir dabei bemerkten, wies der Zug eine Länge auf, mit der man gar nicht gerechnet hatte, zumal eine Anzahl Ort⸗ schaften der Umgebung, die sonst in erheblicher Zahl bei der Gießener Maifeier vertreten waren, ihre Maifeier selbst veranstalteten. Aber etwas bessere Organisation wäre bei solchen Dingen zu wünschen. Warum wird denn die Freie Turnerschaft nicht mit Formierung und Ordnung des Zuges beauftragt? Das wären doch jedenfalls die geeignet ⸗ sten Leute dazu. Wir sind auch der Ansicht, daß, wenn man schon einen Zug durch die Stadt veranstaltet, er dann auch der Bedeutung entsprechend ausgestattet sein soll. Und da könnte man mit einfachen Mitteln und ohne viel Kosten Manches bewerkstelligen. Dazu bedarf es natürlich längerer Vorbereitung, wofür immer wenig Zeit vorhanden ist. Trotz⸗ dem sollte man sich die Mühe nicht verdrießen lassen. Zweck⸗ mäßig wäre, wenn rechtzeitig darüber ein bestimmter Plan aufgestellt und nicht alles dem Zufall überlassen würde.
Warnung vor Preistreiberei.
Von der Preisprüfungsstelle Oberhessen wird geschrieben: Die augenblickliche Lage unseres Marktes mit Gegenständen des täglichen Bedarfes sowie mit Lebens⸗ und Futtermitteln erfordert die größt⸗ möglichste Aufmerksamkeit sowohl seitens der Verbraucherschaft wie auch seitens ber Geschäftswelt, um Uebervorteilungen und Verluste auf beiden Seiten zu vermeiden. Die schwierige Lage des Handels und ber Geschäftswelt ist dabei durchaus nicht zu verkennen und es ist weiter nicht zu verlennen, daß im Laufe der letzten Zeit die Ge⸗ staltung der Markt⸗ und Versorgungsverhältnisse in der Provinz Oberhessen derartig war, daß besondere Beanstandungen seitens der Ueberwachumgs⸗ und Auffichtsbehörden nur in geringerem vor⸗ gekommen sind. Nichtsdestoweniger muß die Wirtschafts aufsicht und die Ueberwachung der Marktverhältnisse eine bleibende Einrichtung sein, well immer wieder die Gefahr der Ausbeutung wirtschaftlich Schwäche ver sowie der Verbraucherschaft durch einzelne gewissenlose Händler und Schieber Platz greift. Auch im Interesse der reellen Kaufmammschaft, des reellen Handels und der Erzeugerschaft ist diese Fortdauer der Ueberwachung der Märkte eine unbedingte Notwendig⸗ keit, ohne daß hierbei irgendwie eine Bevormundung des Handels oder ein wirtschaftliches Spitzelwesen ausgeübt werben soll.
Zu den Momenten, die in erster Linie zur Beruhigung der Be⸗ völkerung mit beitragen, gehören die Preisauszeichnungen sowohl in den Schaufenstern, wie auch im Imern der Geschäfte. Die Preisprfungsstellen der Provinz haben wiederholt in gemeinsamen Beratungen mit den Vertretern des Handels, der Kaufmannschaft ꝛc. cuf die Wichtigkeit diefer Preisaus zeichnungen hingewiesen und be⸗ tont, daß es gerade im Interesse des reellen Handels liegt, der Be⸗
6 und der Reaktion gegenüber zu behaupten.
Bilder aus Alt⸗Gießen.
(Fortsetzung)
Die Walltorstraße war das alte Verkehrszentrum. Hier be⸗ fanden sich die Posten, das Haus neben dem Bäckermeister Löber war die alte Personenfahrpost, daneben befand sich im Schwanen in ihren noch bis zur Erbauung der Grünberg⸗Londorfer Bahn erhal⸗ ten eine Privatpersonenpost, die etwas billiger war, mit der zu fahren hieß deshalb die Blamage. Weiter oben im früher Oppenheimerschen Haufe war dann die alte Turn und Taxissche Brief⸗ und Pakelpost. Die geniale Verlegung des Bolhm⸗ hofs erforderte auch hier gründliche Umänderung, und niemand denkt mehr wohl daran, daß das alte„Walltor“ mit seinen großen Ge⸗ schäftshäufern seinen großen Hotels und„Wirtschaften die City Gießens war. Wir gehen dann weiter vorbei an Röhrle's Braueret, deren Wohn⸗ und Komptiorgebäude einst das Amtsgericht Gießen (Stadt) beherbergte, Stadtgericht im Gegensatz zum Landgericht ge⸗ namnt; das jetzige Landgericht ist seinem Range nach dem früheren
Hofgericht auf dem Brand gleich. 5 5 Ducch die Marburger Straße, das Stadtviertel, in dem die vor⸗ nehme Welt wohnte, kommen wir zum neuen Friedhof, angelegt auf der Stätte, da man früher die armen Sünder aufzuknitpfen pflegte. Die Fußsteine des alten Galgens sind erst sehr spät entfernt und sinnreich eingemanert worden in die Fundamente des Tempelbaus auf dem i dem Friedhofsaussecher als Wohnung dient, berühmten Gießener Arzte„unserem Zusammengehörigkeit des Begriffes
Brot kaaft“ soll der Bescheid auf eine Anfrage an den Gemeinderat gelaute f ichtet, wi die Stadt zur Errichtungen e ee e Blick auf die Liebigs⸗
mit dem Steins garten den Kopf und Kindeskindern überlassen
wollen, es wäre ja auch langweilig, wenn man unserer Generation
gegenwärtig modernen in seinen Priöwatbesitz als Bauterrain zu
wußte, hinten heumm, un mich eines zu begienen, das ganze Terrain.
völkerung zu zeigen, zu welchen Preisen normalerweise die Ware augenblicklich gel lefert werden lann. ö
den Stätten, die wir übergangen oder über⸗ sehen haben. Da ist zunächft das Stadttheater, ein wirkliches Denk⸗ mal bürgerlichen Gemeinsinns, also nicht zu verwechseln mit der Ludwigstraße, errichtet an Stelle des ehemaligen Schülerschen Gartens und Hauses. In diesem Hause wohnte, als er sich angeblich studien⸗ halber in Gießen aufhielt, der Erbgroßherzog Ernst Ludwig, den auf einem Bankett, das die Stadtväter gaben, der alte„Simon— Setz Dich“ mit Bezug auf diefes Haus leutselig frug, indem er ihm auf die Schulter klopfte:„Sage Se mal, junger Mann, will Ihr Vatter baum das Häusche kaafe?“— Ach, und die Torhäuschen hätte ich beinahe vergessen, jeme stilvollen Verkehrshindernisse, dir gar keine historische Bedeutung haben, denn sie standen nicht etwa mit den alten Stadttoren der Festung in irgend einer Beziehung, sondern wurden nach deren Entferming weiter draußen neu errichtet an den vier einzig möglichen Zufahrtsstraßen der Stadt, um von ihnen aus die Otrospflichtigen absangen zu können. Na, aber jetzt sind es Not⸗ wohnungen ohne Keller in unmittelbarer Nähe des überbrücken Schurgrabens gelegen, sicher sehr gesund und dann stehen sie unter Denkmalsschutz, wie der alte Kirchturm am Batholischen Vereinshaus, von dem ber alte Palmer Euler einmal in der Stadtverordneten⸗ sitzung launig meinte: Na, wenn man schon aus der Kirche eine Wirtschaft macht, dam klappt man den Kirchturm einfach um und die Kegelbahn ist fertig. Es ist derselbe Palmer der einst als ein Streit entstand, über die Verwendung der neuen Friedhofskapelle für alle Konfessionen und man zu der Ansicht neigte, daß man doch schließlich den Mitbürgern jüdischen Glaubens nicht wohl zumuten könne, sich in einen Raum zu begeben, noch dazu zurr Totenfeier, auf dessen Dach ein Kreuz prange, kurz und blündig erklärte:„Das ist doch nit schlimm mit dem bissche Kreuz, da macht mer e Scharnier dran und wenn en Jud kommt, legt mans um.“ 0
Daß man in Gießen fromm war, zeigt, daß man eine Kaplans⸗ und eine Kaplaneigasse hatte, und daß man auch hohe auswärtige Potentaten geziemend zu ehren wußte, so z. B. die große Kaiserin Katharina von Rußland, das beweist deutlich die Katharinengasse, in ihrer früheren Gestalt ganz besonders.
Das Teufelslustgärtchen hat mit dem leibhaftigen Satan nichts zu tun, sondern es befand sich da in der Tat, sch wache Reste sind noch vorhanden, das Lustgärtchen eines bekannten Gießener Arztes eines Dr. Teufel.
Beinahe hätte ich ja den Seltersweg vergessen; Gießen und der Seltersweg, die erste Geschäftsstraße und die erste Bummelstraße, dazu höhere Töchterschule, Gymnasium und Universität, sind untrenn⸗ bare Begriffe. Gießen ohne den Selterswegbummel käme mir vor wie ein vera icher Redakteur ohne VBeleidigungsprozeß.
Ich will nun noch mit wenigen Betrachtungen das Tun und Trei⸗ ben miserer alten Gießener strafen. Gießen war, wie gesagt, noch keine Industriestadt. lühte das Handwerk, aber die Zünfte waren in ihrer verknöcherten Art weiter nichts, als eine Art Selbst⸗
Jetzt noch rasch zu
verpflichtet, deutlich e
neue Verordnung mit
nähert haben. Di
zusammen. Zum 2. worden. s. Heite
Eine allgemein gintige Regelung der Be mittel war bisher in Hessen nicht vorhanden. Daher
die es sich min einmal zur Aufgabe gemacht zu haben schein umreelle Machenschaften ihre Mitbürger in jeder Weise zu werden hiermit eindringlich gewarnt,
bestimmungen bei Uebertretungen sagung des Handelsbetriebes sowie strenge Freiheitsstrafe
sind.
Zum Schluß bittet die Prei meinschaft mit den Kreis⸗ Einwohner der Provinz
dieser
—
— Deutsch⸗völkische Agitation. deutscher Art“ wird öffentlichen Versammlung eingeladen, Dr. Stadtler sprechen soll. Was dessen politische Stellung anlangt, so ist davon bekannt, daß völkischem Sinne betätigte. nannten Nationalsozialen,
es dürfte auch anzunehmen sein, daß dafür Interesse haben. ihre Zeit zu fleißigem dem Volke nützlich sein können, Kosten für die Unterhaltung der Hochschule aufzubringen hat.
— Das Schwurgericht der 3 Oberhessen tritt am Montag, 4. Junt zur Sitzungsperiode des
er Abend zum Besten der Ruhrhilfe.
ausgemachte Sache au sein, der Universttätsbibl otheker
ryflichtung des täglichen Bedarfs sowie der Lebens ⸗ elne L.* chheiten in einzelnen Bezirken, die nunmehr des heft Ministeriums des
Innern betr. die Preisbeschilderung von Gegenständen des notwen⸗
xkennbare Preisauszeichnungen an den Waren
selbst oder an den Umhüllungen vorzunehmen. Die Preispritfungsstellen ausdrücklich darauf aufmerksam, lich für das ganze Gebiet des bittet die Kaufmannschaft, den dringend um Beachtung dieser Vorschriften, und llebertretungen diefer Vorschriften nach e vermieden werden. Diejenigen Kreise des Handels, Gewerbes ꝛc.,
die Geschäftswelt der Proyvmz
en, durch
5 schüdigen, unter Hinweis darauf, daß die Recht eine bedeutende Verschärfung der Straf⸗
eisprüfungsstelle Oberhausen in Ge⸗ und städtischen Preisprüfungsstellen alle den reellen Handel, bei der Durch⸗
und auch als jede böswillige den
Vom„Hochschulring zu einer heute Abend stattfindenden in der ein gewisser,
er sich in Berlin in deutsch⸗ Neuerlich soll er sich den soge⸗ den bayerischen Hitlerleuten, ge ⸗ ese Marke hat bei uns hier noch gefehlt; es Studenten gibt, die Besser wäre es freilich, sie würden Studium ausnützen damit sie später das ja auch die schweren
zweiten Vierteljahres Landgerichtsrat Hirsch bestimmt
Es scheint eine „für deren Leitung
Friedrich List verantwortlich i folge begleitet wer⸗ bend am 1. Mai im
orsitzenden ist
daß Dr.
Mit einem fast unbekannten Emakter des
Rolle der„Marie“ ihre Kunst lieh und das Zu⸗ beeinflußte. Ihr Partmer wurde dessen ausgesprochenes Talent soll und darf aber nicht
verglichen werden, sonst wären auch kleine Mängel zu rigen, die z. B.
gezeichnet hätte.
Allmählich ausgedehnt, und wer
weisen Rat um die
noch bei jedem, der
Wachsen einer säckels erhöhe.
den befand. eine Teil wollte des Zuzugsgesuches ein Kind vorhanden
her am Ende zu ern zutage vorkommen,
kümmerte sich sogar
ein äußerst ekelhafte
überhand genommen
nahme gesuch schrieb:
alles zu uns will“.
versicherung gegen emporstrebende Intelligenz, womit bei Leibe nicht
haben, um es nachher an Baulustige
gesant sein soll. dos auch der Gieß
ener sich nicht ae⸗
„echt von hei“ war.
rad wie noch heute Allein die wirtschaftliche Anschauung früherer Zeit Vermehrung des Handwerksbetriebes lediglich die Ge⸗
eine Brout von auswärts
versagt wurde, wenn das Vorhandensein gewiesen war. Daher mag es kommen,
würde, daß die Betreffende„Knöpp jeder Weise dem Zwang auswärtiger Schwierigkeiten entgegen aus Familie die Gefahr der Inanspruchnahme des Armen⸗
Wollte da einst ein biederer Gießener ein Mädchen heiraten, daß sich, wie das ja öfters vorkommt, in gesegneten Umstän⸗ Der Magistrat stand vor einer schwierigen Frage. Der dem Kinde den Vater nicht vorenthalten und dem Mädchen die Möglichkeit nicht rauben, den, allein endlich kam man mit Mehrheitsbeschluß zur Ablehnung
durch besonders hervorragende Intelligenz aus⸗
in erster Linie ver⸗
auswärts nach Gießen hereinziehen wollte, um Aufnahme beim Rat
erbringen, daß er mindestens ein Ver⸗
mögen von 300 Gulden, infevendum genannt, aufzuweisen habe. Mit
Wollte nämlich ein Aus⸗ Gewerbe zu betreiben, nicht vorhanden war, so mußte vom Rate vorher in seiner Weis⸗
Erlaubnis
daß in der jüngsten Zeit ein Mädchen von auswärts heiratete, vermutet haben müsse“. Man setzte in Elemente alle nur erdenklichen der Befürchtung heraus, daß das
wieder ehrlich gemacht zu wer⸗
mit der schönen Begründung, daß da, wo schon set, wahrscheinlich nach Schließung der Ehe nach
eine Menge weiterer Sprossen nachfolgen werde, die der Vater nach⸗
ähren nicht mehr in der Lage sei. Mag es heut⸗ daß ein Staßdtvorstand irgendwo sich hin und
wieder um ungelegte Eier kümmert; der alte Gießener Gemeinderat
um das Wohl und Wehe noch nicht erzeugter, ge⸗
schweige denn geborener Kinder. Diese Fürsorge mußte auch eine alte Frau empfinden, der man die Zuzugserlaubnis nicht erteilen zu können glaubte, wefl sie wahrscheinlich an Nasenkrebs litte, dadurch
s Aussehen habe und daher für junge empfkad⸗
same schwangere Frauen dieser Anblick sehr bedenkliche Folgen haden könne. Wie sehr der allgemeine Widerwille gegen 1
Zuzligler ung Wurzel gefaßt hatte, beweist die Aeußerung
eines Magistratsmitgliedes, der voller Entrüstung unter ein Auf⸗
„Man meint, wir wohnten in Brasilien, weil
Man wollte eben niemanden haben, der nicht
A Fortsetzung folat.]
barstellt, wobei besongers Unter⸗ vorgesehen


