Ausgabe 
3.5.1923
 
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ppographia aus Prag zu Gaft. Hier hielten der tschechische Ge⸗f

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sandte in Berlin, Genosse Tusar und Genosse Loebe Ansprachen. Es brgucht nicht betont zu werden daß die von den Gewerk⸗

schaften ausgegebene Parole zur Arhbeitsruhe in größtem Umfange

befolgt wurde. Der Verkehr mit Ausnahme auf der Stadtbahn

lag völlig still. In München

ist die Feier unter äußerst starker Beteiligumg von mindestens 50 000 Personen unter dem Schutze der Sicherheitsabteilungen der Sozial⸗ demokratischen Partei vollkommen ordnungsgemäß und eindrucks voll verlaufen. Während der Feier waren in der Nähe der Pionierkaserne führ 2000 Nationalsozialisten vollkommen militärisch ausgerüstet, in iform, Stahlhelm, Seitengewehr, Infanterie gewehre, Minenwerfern und Maschinengewehren versammelt. Diese Abteilung. die 40 an Montag abend 7 Uhr versammelt hatte, wurde 2 früh vor Beginn der Aufstellung der einzelnen Maifeierzige von der Reichswehr und Landespolizei mit Panzer⸗ wagen in Schach gehalten. Nach Schluß der Maifeier zogen kleinere Trupps von Maiseier⸗Teilnehmern, darunter auch Frauen und Kin⸗ der, durch die von der Polszei genehmigten Straßen nach ihren Wohnungen. In dem Stadtteil Schwabing wurde einer dieser kleinen Züge, in dem die deutsche Reichsflagge mitgetragen wurde, von an⸗ rückenden Nationalsozialisten in miltärischer Ausrüstung überfallen

mit Gummiknüppeln verprügelt. Ferner wurde auf die Zug⸗ teilnehmer geschosse n. Ob Verletzungen vorgekommen sind, konnte bisher nicht festgestellt werben. Zwei Jugteilnehmer wurden von den Nationalsozialisten trotzdem die Landespolizei mit Panzerwagen un⸗ mittelbar daneben stand, gefesselt und mit gebundenen Händen neben einem Personenauto der Natlonalsozialisten durch die Ludwigstraße stadteimwärts geführt. Die Reichsfahne ist von den Nationalsozialisten und Angehsrigen der Organisation Oberland, Blücher und Roßbach auf freier Straße verbrannt worden. An der Ludwigsbrücke ereignete 125 ein westerer Ueberfall, wo wiederum Sozialisten mißhandelt

wurden. Zur(nachmittags 6 Uhr) sind Landtag, Telegraphen⸗ und Telephonamt von der Landespolizei befetzt. Panzerwagen der Landespolizei fahren durch die Straßen. Truppen von National⸗

sozialisten in Stahlhelmen und mit Gewehren ziehen durch die Straßen und sammeln sich auf verschledenen Plätzen. Auch Lastautos nukt Nato malsozialisten fahren durch die Stadt. Am Dienstag abend ist eine Versammlung der Najionalsozial isten in großen Versamm⸗ Aungslokalen angesetzt. Zu dieser Versammsung werden die National⸗ sozialisten bewaffnet erscheinen. Auf 1 Uhr früh soll die Besetzung Münchens durch die Nationalsozialisten und einige Vaterländische HKampfverbände beschlossen worden sein. Das Gewerkschaftshaus und die Münchener Post sind durch Sicherheitsabteilungen der Sozial⸗ D Partei besetzt. Eine Anzahl Vaterländischer Verbände hat die Teilnahme an dem zweifellos von Hitler ausgehenden Plan, Miinchen zu besetzen und die Nebenregierung zu beseitigen, abgelehnt. Wie weit daburch die Absicht Hitlers durchbreuzt wird, bleibt abzur⸗ warten. Insbesondere bleibt abzuwarten, imwieweit die bayerische Regierung über gemigende Machtmittel verfügt. In Frankfurt g. M.

feierte die werktätige Bevölkerung den Weltverbrüderungstag

. große Demonstration auf dem Opernplatz. Nach der De⸗ monstration, die der internationalen Verbrüderung galt, sor⸗ enierten sich die Massen zu einem Umzug durch die Stadt bis an das ae joa die Auflösung des Auger ersolgte. Zu Swischenfällen kam es nirgends. Lediglich der Straßenbahnver⸗ kehr erlitt einige Störungen.

In Darmstadt

na die Maifeier einen sehr ruhigen Verlauf. Die größeren ö n hatten geschlossen, die Ladengeschäfte blieben geöffnet. Gegen 11 Uhr bewegte sich ein Umzug durch die Straßen der Stadt bis zum Marktplatz, wo se ein Vertreter der verschiedenen Parteien eine Ansprache hielt. Es sprachen Stadtverordneter Leuschner und Genosse Ziegs und ein Vertreter der Kom⸗ mumfsten. Aus den Ansprachen klang die Bedeutung des 1. Mai für das Prwletariat. Im weiteren hefaßten sich die Redner mit der Außen⸗

itik. Am Nachmittag fanden in den einzelnen Vereinslokalen Festlichkeiten 3 Der Tag verlief ohne jeden Zwischenfall. Der Zug 957 zeigte musterhafte Ordnung und hatte man von allen mufreize Die Maifeier in London.

au en Plakaten Abstand genommen. Die Beteiligung war äußerst stark.

Die Maifeier verlief hier wie üblich in gller Ordnung und Ruhe. Die Demonstrationsziige der Arbeiter sammelten

sich am Themseufer und marschierten dann zum Hydepark, wo verschiedene Ansprachen gehalten wurden. 0

Politische uebersicht.

Die neue Brotversorgung.

Am 12. April nahm der Reichstag eine Entschließung an, in der zum Ausdruck gebracht wurde, daßdie Sicherung des Bedarfs an Brotgetreide durch eine gebundene Wirt⸗ schaft nicht mehr möglich ist, daher von einer weiteren Ge⸗ treideumlage abgesehen werden muß. Entsprechend diesem Reichstagsbeschluß wird mit Ablauf des Wirtschaftsjahres die Getreideumlage aufgehoben. Die Reichsregierung hat nunmehr einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, der die Auf⸗ gabe hat, die Brotversorgung im nächsten Wirtschaftsjahre auf eine andere Grundlage zu stellen. Der Regierung soll eine Getreidereserve in Höhe bis zu 3 Millionen Tonnen zur Verfügung gestellt werden. Der Zweck dieser Reserve ist, die öffentliche Versorgung während der Zeit des Ueber⸗ ganges vom alten in das neue Erntejahr fortzusezen, bei Notständen auszuhelfen und die Möglichkeit zu geben, bei ungerechtfertigter Preisgestaltung für das Inlandsgetreide eingreifen zu können. Die Reserve soll zu einem Teil durch Einfuhr beschafft werden, während der andere Teil in Höhe von etwa Millionen Tonnen auf dem Wege der Ver⸗ einbarung aus dem Inland entnommen werden soll. Es sind bereits Verhandlungen zu Vertragsabschlüssen in dieser Richtung eingeleitet. Wenn es nicht gelingt, auf diesem Wege die notwendigen Getreidemengen einzubringen, dann will die Regierung nach dem Entwurf eine Mindestmenge Getreide von Millionen Tonnen im Wege der Umlage beschaffen. Mit Zustimmung des Reichstags kann die Reichs⸗ regierung zur Beschaffung billigen Brotes für Zedürftige Geldbeträge bereitstellen, die unter Vermittlung der Linder und Kommunalverbände Verwendung finden Da die all⸗ gemeinen Staatseinkünfte mit diesen Au gaben nicht mehr belastet werden können, ist die Erschließung einer einmaligen Quelle vorgesehen, und zwar ist eine Abgabe in Höhe der Zwangsanleihe beabsichtigt. Den Zwangsanleihepflichtigen wird die Verpflichtung auferlegt, einen Steuerbetrag einzu⸗ zahlen, welcher der bereits festgesetzten Zwangsanleihe ent⸗ spricht. Die neue Abgabe unterscheidet sich von der Zwangs⸗ anleihe nur dadurch, daß keine Anleihestücke ausgegeben werden, da es sich um eine echte einmale Steuer handelt,

Wie lange noch.

In erschreckendem Maße häufen sich in ber letzten Zeit in politischen Prozessen Urteile, die vom Standpunkt des objektiven Rechts als Fehlurteile zu bezeichnen sind und dem Rechts⸗ empfinden des überwiegenden Teiles der Bevölkerung ins Gesicht schlagen. Es sind die Prozesse, in denen republikanisch Ge⸗ sinnte, sei es als Kläger, sei es als Beklagte, auftreten. Die Agger hat schon immer über Klassenjustiz ihr gegenüber geklagt und mit vollem Recht, wie sich an Hunderten von Fällen nachweisen läßt. Heute aber ist der Rahmen weiter gespannt: nicht mehr um die diger en zum einer anderen, höheren Klasse, sondern auch die politische Grundanschauung des Richters und die Stellung, die er dem Staat gegenüber einnimmt, beeinflußt, ja be⸗ stimmt sein Urteil. Ein sprechendes Beispiel hierfür ist das vor kurzem vor der Heidelberger Strafkammer im Fall enard⸗ Mierendorf ergangene Urteil, über das wir schon kurz in Nr. 89 berichtet haben.

Die dem Prozeß zu Grunde liegenden Tatsachen sind kurz folgende: Am Tage der Beisetzung Rathenaus hatte der Universi⸗ tätsprofessor Lennard, der berühmte Physiker, und polttische Reaktionär entgegen der Anordnung der Regierung, die Vorlesung in seinem Institut nicht ausgesetzt, sondern in provozierender Weise abgehalten, hatte auch nicht halbmast geflaggt Darsiber große Empörung bei der Bepölkerung. Der Führer der republikanischen Studentenschaft war mit einigen Studenten und Arbeitern in das Institut gedrungen und hatte ohne Anwendung von äußeren Zwang, allein durch Ueberredung, wie gerichtlich festgestellt

wurde den Prosessor zu bestimmen gesucht, der anordnung gemäß zu handeln. nard aber hatte Demonstranten auf der Straße die Feuerspritze in Tätig lassen. Des Landfriedensbruchs angeklagt wurde Miere sich bemisht hatte, Schlimmes zu verhüten, zu 4 Monaten 9 verurteilt, zwei weitere Beklagte erhielten 3 und 5 Mo Dieses Urteil, das ausschließlich im Sinne der nationalen ergangen war, hat bei allen anständigen Empörung ausgelöst, die diesmal auch in der deutschvg lichen Presse Ausdruck, fand. Ein fanatisch⸗antirepub Professor macht sich der Pflichtvergessenheit und des Ungel schuldig, er trägt die Verantwortung für die nachfolge de gänge, er hat in Wirklichkestden Frieden gebrochen ag er wird vor die Schranken des Gerichts gefordert, dre Menschen, die gar nicht das Bewußtsein hatten, Unrecht dem Recht, dem Gesetz und dem Staat Achtung verschaffen molle die müssen für ihn die Strafe tragen. Der eigentliche Saul tritt gegen sie als Zeuge auf und bringt es fertig, durch de Art seines Auftretens noch obendrein im Richter die Staatsantoriich aufs ie zu verhühnen. Die Vernehmung spielte einem Bericht des Darmstädter Schriftsteller Wilhelm

Saal, ein Schutzmann nimmt ihm vorsprechend:Ich Ich möchte hier n

die a Bauer d Lenard:Was ich 1 0 Ihnen hier gar keine Auskunft! Als der Vorsitzende Tach noch auf einigen Einzelheiten besteht, holt er sich von Lenard salden den Anschnauzer:Ich lehne es ab, Fragen zu ker e de hie nicht zur Sache gehören, sonst mache sch hier Schluß u Eu here von mir kein Wort mehr! Vorsitzender:Dann haben Si strafe oder Haft zu erwarten. Lenard:Das ist mir es lei, ich tue es nicht! Wirres, hervorgesprudeltes fel diesen Worten, sackträgerhafte Zusammenstöße mit de teidigern und die eines Apachen würdige Bemerkung, dem Geheimrat, das Bespritzen der Demonstranten ein erwinsch Anlaß zur Erprobung der Feuerlöscheinrichtung gewesen sel Vor. sitzender:Sind Sie tätlich angegriffen worden? hard Darüber äußere ich mich nicht! Das hat nichts zu sagen 11

den

ist für Heidelberg eine Schande noch nach hundert Jahren!

teidiger Pfeiffenberger:Es ist am besten, wir verzichten an Er drückt sich ganz verworren aus. Vorsitzendert

sind entlassen, Herr Geheimrat. 15

Eine bittere, aber begründete Anklage erhebt Michel 2 den republikanischen Staat der kein Augenmerk hat af was die Justiz an ihm fündigt.Seine Anhänger werben von ihm abgeschreckt, seine Feinde lernen ihn immer mehr venachten. Er steht zwischen der verzweffelten Enttäuschung seiner reunge und der höhnischen Geringschätzung seiner Gegner als das lebensunfähige Gebilde das mir deshalb noch vegetsert, weil noch nicht totgeschlagen wurde. Er hat Freunde gehalt, als er

Der Deserteur. 4

Roman von Robert Buchanan.

Seine Zähne klapperten wie im Fieber. Arfoll streichelte zärtlich die abgemagerten Hände und sprach ihm Trost zu. Allmählich beruhigte er sich denn auch und fuhr fort:Eines Nachts, als der Sturm wieder furchtbar wütete und Pipriacs Gestalt nicht von mir weichen wollte, hielt ich es

icht länger aus, zündete meinen Kienspan an und begann, die Schritte zählend, den Raum zu durchmessen. So gelangte ich in die entfernteste Ecke der riesigen Höhle und entdeckte ein finsteres Loch, durch das ein Mensch bequem zu schlüpfen vermag. Ich kroch auf allen vieren hinein und fand nach einigen Schritten eine zweite, nicht minder große Grotte als die, in der ich schon so lange lebte. Aber das war noch nicht olles. Ich entdeckte auch noch, daß die Klippen wie eine Riesenhonigscheibe durchhöhlt seien, denn ich fand rechts und links Hohlwege, die direkt ins Erdinnere führten 5

Genau so wie in La Vilaine drüben, unterbrach ihn Meister Arfoll.Die Eingänge sind bekannt, aber kein Mensch hat es bisher gewagt, die Höhlen zu durchforschen, aus Furcht, daß es dort spuke. Es heißt, daß die alten Römer sie angelegt haben; aber wer kann das heute mit Bestimniheit behaupten?

Rohan schwieg, er schien wieder in eine Art Erstarrung verfallen zu sein. Endlich blickte er auf. zeigte auf das Kapellenfenster und sagte ruhig:Der Regen scheint auf⸗ gehört zu haben, der Mond ist aufgegangen.

Meister Arfoll nickte zustimmend und fragte mitleidig: Was gedenkst Du jetzt weiter zu tun, mein Sohn? Ach, daß ich Dir helfen könnte, aber ich bin so schwach und arm! Hast Du keinen anderen Freund?

Ja, einen Jan Goron; ohne seine Hülfe wäre ich gestorben.

Gott segne ihn!

Seit dem Tode Pipriacs hat er bereits dreimal Nah⸗ rungsmittel unter dem Dolmen auf der Festwiese versteckt. Meine Mutter bereitet mir Fackeln aus Talg und Pech, da⸗ mit ich in der Dunkelheit nicht den Verstand verliere und Jan hersteckt sie unter dem Dolmen, wo ich mir die Dinge nachtlicherweile hole.

Gott hat Dir, mein Sohn. viel Mut und Kraft ver⸗ liehen; ein anderer Mensch wäre unter all den Leiden und

Qualen laängst zusammengebrochen. Sei auch weiter mutig, mein armer Rohan hoffe auf die Zukunft; die Zeiten ändern sich! Weißt Du, daß vor Leipzig eine große Schlacht stattgefunden hat und unser Kaiser geschlagen wurde?

Das WortKaiser genügte um Rohans wilden Zorn wieder zu entfachen. Er sprang auf und streckte die Arme sehnsüchtig zueMutter des Hasses aus, während Arfoll in seinen Mitteilungen fortfuhr:Man berichtet gar selt⸗ same Dinge. Viele behaupten, Napoleon sei in Deutsch⸗ land gefangen, anderer wieder er habe einen Selbstmord⸗ versuch gemacht. Das eine ist sicher, er hat eine Niederlage erlitten wie noch keine zuvor und seine Armee ist in voller Flucht begriffen. Die Welt hat sich endlich gegen ihn er⸗ hoben!

Eine Stunde später standen die beiden Männer vor der Kapellentüre:Ich werde Deinen Onkel Derval besuchen und Deine Base Marcelle sehen. Soll ich ihr eine Botschaft von Dir ausrichten?

Sag' ihr, mein Vater, sie möge meine arme Mutter, die sonst niemand auf der Welt hat, trösten, entgegnete Rohan mit zitternder Stimme. Dann umarmten sich die beiden und Meister Arfoll schlug den Weg ins Dorf ein. Rohan stand noch eine Weile in dem Schatten der Ruine und blickte seinem einzigen Gönner gedankenvoll nach, bis er in der Finisternis verschwunden war; dann floh auch er von dem verrufenen Orte, wie ein guter Mensch vor Bösem flieht.

Siebenundzwanzigstel Kapitel. Gildas' Heimkehr.

Früh am nächsten Morgen, während die Familie Derval noch beim Frühstück saß, betrat Meister Arfoll mit dem landesüblichen GrußGott schütze alle hier An⸗ wesenden! die altertümliche Küche und nahm unaufge⸗ fordert neben dem Herd Platz. Der Korporal nickte kühl mit dem Kopf, Alain und Jannsck lächelten blöde und nur die beiden Frauen murmelten das üblicheWillkommen! Eine peinliche Stille trat ein. Es war klar, daß der Ein⸗ tritt des Wanderlehrers eine gewisse Verlegenheit ver- ursachte. Dor Korporal hatte gerade, mit der großen Brille auf der Nose, sich bemüht, ein Bulletin vom Kriegsschauplatz zu entziffern eines jener phantasievollen Dokumente, die Bonaparte so meisterhaft aufzusetzen nerstand, um das Volk irrezusühren und ihm Sand in die Angen zu streuen. Aber diesmal vermochte selbst Bonaparte die Wahrheit nicht ganz

neinen konnte.

zu bemänteln; hinter alle dem bombastischen Warsfhpall lugte die traurige Tatsache hervor, daß dieGroße furchtbare Verluste erlitten habe und gezwungen wal den Rilckaug anzutreten.

Der Korporal war nicht dumm und verstand zmischen den Zeilen zu lesen. Sein Herz blutete für seinen gelhebten Kaiser, aber er war nicht der Mann, um einem gegner desselben die Tatsache der Niederlage zuzugeben.(ver- stummte daher beim Eintritt Arfolls und humpelt zun Kaminsims, um seine Pfeife zu füllen.

Ich sehe, Sie haben da einen Kriegsbericht gleser, Ist es also wirklich wahr, daß der Kaiser geschlagen iste fragte der Schullehrer nach einer langen Pause.Mu sag, er habe die Flucht ergreifen müssen ö

Man sagt:! wetterte der Alte.Wer sagt daß Schnattergänse! Wenn Sie ein alter Soldat wären und den Kaiser gekannt hätten wie ich würden Sie dumme Gerede nicht nachschwatzen. Meister Arfoll! fahen seele! Ergreift eine Spinne die Flucht, wenn sie eine Miege ins Netzen locken will? Ergreift ein Falke die Fluch, er sich gen Himmel erhebt, um eines Spatzen hab werden? Ich will Ihnen etwas sagen, Meister Arfoll wem der kleine KorporalFlucht spielt, sollten seine Neind ihre Augen so weit offen haben wie die Eulen, den! il sie sich auch über ihn lustig machen und ihm eine Nit bereitet zu haben glauben ehe sie sich's versehen, aus seiner gewaltigen Höhe mitten unter sie stüren sie allesamt verschlingen! Ich kenne die Schliche und zuge des kleinen Korporals. 5 4

Vor Leipzig soll's furchtbar gewesen sein, engagnete der Lehrer traurig.Oder ist es gielleicht nicht wah, 50 000 Franzosen das Schlachtfeld bedeckt haben? ö

Dem Korporal war es endlich gelungen, die Pfess al zuzünden und er paffte jetzt wütend darauf los. Die khr los gestellte Frage Arfolls verdroß ihn, da er sie ni er · Er starrte erst seine Neffen an, dam 1 95 Gast, ehe er mit vor Zorn gerötetem Gesicht ente ele' Sie sind ein Gelehrter, Meister Arsoll, aber vol verstehen Sie nichts. Ein großer General fragt nich nac solchen Dingen. Ob bei Leipzig 30 oder 50 000 N n ind, ist eigerlei. Und wenn es 100 000 wären, habe sich gleich bleiben. Unser Katser weiß, was er tuk,

(Fortsetzung folgt.)

er an

ungsbo Fibruc af fert ums als duch in Neiber, aft de Den Aubiet. sch in hallen. gen best