Ausgabe 
3.1.1923
 
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Abbau der Besatzung der deutschen Lande am Rhein bringen. Wir

haben die Gegenseite ersucht, einem Vertreter der Reichsregierung Gelegenheit zu geben, der in Paris zusammentretenden Konferenz unsere Vorschläge schriftlich vonzulegen und mündlich erläutern zu lassen. Hoffen wir, daß dieser Ausweg nicht durch einen Entschluß vereitelt wird, der über ganz Europa unabsehbares Unheil bringen

würde. Die Verwirklichung der politischen Pfänderpolitik

bedeutet den Tod aller wirischaftlichen Operationen. Der Wortlaut der Rede des Staatssekretärs Hughes liegt zwar noch nicht voll⸗ ständig vor, aber so viel kann schon jetzt gesagt werden, daß die Ge⸗ dankengänge des amerikanischen Staatsmannes sich nahe mit unserer Auffassung berühren und daß wir ihnen aufrichtig Beachtung wün⸗ schen. Die Bereitschaft Deutschlands haben wir durch Vermittlung einer dritten Macht der französischen Regierung mitgeteilt. Zu meinem Bedauern hat Frankreich dieses Anerbieten abgelehnt.

Der Rede des Reichskanzlers folgte stürmischer Beifall. Darauf erhob sich der Präsident der Handelskammer zu einem kurzen Schluß⸗ wort. Er gab die bestimmte Erklärung ab, daß Handel, Industrie und Schi t bereit sein würden zu den alleräußersten Opfern, wenn es gelte, die deutsche Wirtschaft aus den Fesseln zu befreien, in die der unglückliche Ausgang des Weltkrieges mit seinen Folge⸗ Lrscheinungen uns verstrickt habe.

Becker⸗Hessen bittet um gutes Wetter.

Der Volksparteiler Dr. Becker(Hessen), der gegenwärtig Wirtschaftsminister des Reiches ist, gebärdete sich als Ab⸗ geordneter gemeinsam mit Helfferich, Hergt und Westarp jahrelang als entschiedener Gegner der Erfüllungspolitik. Jetzt, da er Verantwortung tragen muß, wendet er sich in einem Neujahrsartikel in der volksparteilichen Zeit an die Entente und bittet um gut Wetter. Der Schluß seines Ar- tikels lautet:

Wir wollen und wir müssen uns mit den anderen Kriegs⸗ gegnern darüber verständigen, wie wir die Lasten des Krieges euch ihnen tragen helfen, und gerade die jetzige Regierung hat ihren dahingehenden Willen oft und klar genung ausgesprochen. Zeige man min doch endlich auch auf der anderen Seite einmal, daß man dort nicht aus Rachgier und aus imperlalistischem Ver⸗ langen nach Losreißung deutschen Staatsgebiets und Zerreißung der Reichseinheit strebt, sondern daß man ernstlich gewillt ist, sich mit uns über Reparationsleistungen im Rahmen wirklicher deut⸗ scher Leistungsfähigkeit im Wege ernster Verhandlungen von Mann zu Mann auseinanderzusetzen. Wir sind bereit zu solchen Verhand⸗ lungen und haben alle Vorbereitungen dazu getroffen. An unserem guten Willen wird es nicht fehlen... Wir wollen und wir wer⸗ den bei solchen Verhandlungen bis an die äußerste Grenze unserer Leistungsfähigbeit gehen. Das sind wir schon unseren bedrängten und bedrohten Brüdern im Rheinland schuldig. Ist es auch erfreulich, daß die Oppositionellen von ehe⸗ dem plötzlich verantwortungsbewußt werden, so rufen doch die Intrigen des Herrn Becker⸗Hessen gegen das Kabinett Wirth traurige Erinnerungen wach. Hoffentlich lernt das deutsche Volk aus der Tatsache, daß die Männer, die heute die Verantwortung tragen und früher das, was sie heute machen, verschrien, jetzt aber gutheißen, wem es schon von Jahren um das Wohl Deutschlands ernst zu tun war.

Neues vom Tage.

Keine Weltwirtschaftskonferenz.

Borahs Antrag zurückgezogen.

Senator Borah hat seinen Antrag im amerikanischen

Senat auf Einladung Europas zu einer internationalen

Konferenz in den Vereinigten Staaten zurückgezogen. 0

Das Todesurteil gegen den Mörder Narutowitschs.

Der Attentäter Niewiadowskt, der den polnischen Staats⸗ präsidenten erschossen hat, wurde, wie gemeldet, zum Tode ver⸗ urteilt, wormmn er selbst im Schlußwort gebeten hatte. Die ein⸗ tägige Verhandlung wirkte dadurch sensationell und beleuchtete die Gedankenwelt der polnischen Nationalisten, daß der Täter zu⸗ gab, sein Attentat sei seit langem gegen Pilsudski vorbereitet ge⸗ wesen, weil Pilsudski und seine Politik an allem Elend Polens

J schuld sei Nur durch einen Zufall dei Piuudsti am 6. Dezember

der mörderischen Kugel entgangen, die am 16. Dezember. seinen Nachfolger traf, weil seine Wahl den Sieg der Nationalisten ver⸗ hindert hatte und weil die Schande, daß er mit nichtpelnischen Stimmen gewählt war, nur so gesühnt werden konnte.

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Mobilisierung in Griechenland?

Nach einer Meldung der Daily Expreß hat die griechische Re⸗ gierung beschlossen, neuerdings drei Jahresklassen zu mobili⸗ sieren und zwar von 1920, 1921 und 1922, und sie sofort nach Thrazien zu entsenden, wo ein neuer Krieg gegen die Türkei un⸗ vermeidlich geworden sei. 5 g

Streikbeschluß der Mieterschaft Leipzigs.

Der von den Behörden für Groß Leipzig festgesetzte Zu⸗ schlag von 4100 Prozent zur Grundmiete hat unter der Leipziger Mieterschaft lebhaften Unwillen hervorgerufen. Um zum Streik Stellung zu nehmen, hatte der Mieterschutz⸗ verband zum Sonntag 10 öffentliche Versammlungen ein⸗ berufen. Ueberall wurde eine Entschließung angenommen, in der gesagt wird, daß die Mitglieder des Leipziger Mieter⸗

schutzverbandes, der ca. 100 000 Mieter umfaßt, beschlossen

hat, in den Mieterstreik zu treten. Die übrigen Mieter Leipzigs werden aufgefordert, sich dem Streik anzuschließen.

Aus dem Volksstaat Hessen.

Vom Stand der Regierungskrise. Die wiedergewonneneFreiheit der Demokraten.

Der zahlreich versammelte Landesausschuß der Deut⸗ schen Demokratischen Partei, der am Samstag im Landtags⸗ gebäude tagte, hat nach längerer Aussprache, die bis abends 7 Uhr währte, folgende Entschließung gefaßt:

1. Die Partei billigt den Rücktritt des Finanzministers Hen⸗ rich und spricht ihm zugleich das rückhaltlose Vertrauen der Partei und ihren Dank für die Dienste aus, die er in schwerer Zeit auf schwierigem Posten vier Jahre hindurch dem Lande ge⸗ leistet hat.

2. Mit diesem Schritt des Finanzministers, der lediglich auf das Verhalten der beiden übrigen Koalitionsparteien zurückzu⸗ führen ist, hat die Demokratische Partei ihre Freiheit gegenüber der Regierung und zur Regierungsbildung wiedergewonnen, die sie nach den Neuwahlen hatte.

3. Die Fraktion wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Landesparteivorstand diejenigen Entscheidungen zu treffen, die in Bezug auf die notwendige Neubildung der Regierung erforderlich werden.

4. Der Landesausschuß grüßt die Brüder und Schwestern im besetzten Gebiet, die eine so entschlossene Treue gegenltber den Plänen des französischen Imperialismus bekunden. Der Landes⸗ ausschuß ersucht die Fraktion, dahin zu wirken, daß die beson⸗ deren Interessen des besetzten Gebietes alsbald eine geeignete Vertretung bei der Staatsregierung finden. 7

Wenn auch aus dieser Entschließung nicht hervorgeht, welche Haltung die Demokratische Partei nun tatsächlich ein⸗ zunehmen beschlossen hat, so ergibt sich doch aus Mit⸗ teilungen, die nach der Tagung des demokratischen Landes⸗ ausschusses von demokratischer Seite dem Staatspräsidenten gemacht worden sind, daß diese Partei eine Wiederüber⸗ nahme des Finanzministeriums endgültig ablehnt. Ver⸗ handlungen, die vorbereitend mit dem Oberbürgermeister Dr. Külb wegen Uebernahme des Finanzministeriums ge⸗ führt wurden, sind damit erledigt. Was wir schon vor mehreren Tagen aus unserem Einblick in die Dinge voraus⸗ gesagt haben, bestätigt sich jetzt. Nach der Haltung der Demokratischen Partei ist die bisberige Regierungskoalition endgültig erledigt und ihre Rekonstruktion zur Zeit ausge⸗ schlossen. Die Verantwortung dafür hat in erster Reihe, vielleicht einzig und allein, die Demokratische Partei zu tragen. Die Demokratische Partei hat durch ihr Verhalten

die bisher recht dicht: gewesene Tür für den Eintritt der

Deutschen Volkspartei in die 1 stellt auch das jetzt die Interessen Darmstädter Tagblatt fest, das die gierungsbasis in Hessen als eine dr bezeichnet und meint, die Demokra ihrem Beschlusse entschlossen die Jo herigen Entwicklung gezogen. 1 Bemerkenswert ist übrigens, daß Ent demokratischen Landesausschusses in i S. nach einergeeigneten Vertretung dbesosen Int 5 essen des besetzten Gebietes bei der 0 ung nicht anderes tut, als das, was Herr Heh] Genossen Engelmann wegen seiner Ausführungen desten Land⸗ tagssitzung zur Frage des besetzten Ges chwer als einen ungerechtfertigten Vorwurf gegen St regierung verargt hat. Es ist das ja nicht das M daß wir solche Doppelzüngigkeit bei den Dratg feststellen mußten. 1 Die Hoffnungen der Deutschionen. In einem Artikel zur hessischen Regickrisqhreibt die deutschnationale Hessische Landeszeitung mit g asie Tagung des Sozialdem. Landesausschusses vom vori Son 8 Hoffen wir, daß das angeboreneagitiche frfnis bei der morgigen Zusammenkunft der soziabkratßPartei⸗ größen in Offenbach einen neuen Triumph it. Diesen Gefallen wird die Sozialdemokraen In Werner und Kindt nicht tun. Wie wir an anderer E ders, hat der sozialdemokratische Landesausschuß unserer sion ranensvoll freie Hand gelassen, und die deutschnationalerrrschz, die ihre Stunde gekommen glaubten, dürfen versichenn: sozialdem. Fraktion wird nicht aus agitatorischem Bediß, son so han⸗ deln, wie sie es um des Landes und der Staatwendsten willen vor der Partei und dem Volke verantworten Eine Berliner Stimme für dcherfben 7 in der Regierung In seiner Neujahrsbetrachtung weder fialdemo⸗ kratische Parlamentsdienst darauf hin, ß dpichtigste Aufgabe des kommenden Jahres die abilsung der Mark sein wird, die aber insoweit für deif Prole⸗ tariat auch eine zweischneidige Maßreget, alse wahr⸗ scheinlich zu einer ernsten Verschlechterr derpge des Arbeitsmarktes führen wird. Als sehrichtigellt der Sozialdemokratische Parlamentsdienst imer sen Zeit das Verbleiben der Sozialdok ie in der Regierung hin, weil nur vofer gierung, in der Sozialdemokraten vertreten sind, sreiche Hilfe für die Arbeitslosen erwartet werden ke Alle Länder, so schreibt der Parlamentsdt, dicher ihre fallende Valuta stabilisterten, mußten eine sche Uchngskrise der Arbeitslosigkeit und Teuerung durchmach Diesefse wird aber sofort durch die Regierungsfrage in Deut ind al werden. Das Problem, Millionen Arbeitslose durch derise durch zu erhalten, dieser Riesen⸗Reservearmee nicht nulnterssig, son⸗ dern vor allem Arbeit zu geben, kann nur vomer Rung ge⸗ löst werden, in der die Sozialdemokrat maßgsen Ein⸗

besitzt. l 1 10 Das Argument, welches der Parlamsdienser für

das Verbleiben der Sozialdemokratie der sierung geltend macht, verdient zweifellos ernstcgeacht Ge⸗ rade in Hessen, wo wir jetzt vor die Fra gestesnd, ob wir uns mit einer Verbreiterung der Kitionß nach rechts abfinden oder aus der Regierunganz heiden sollen, darf die Arbeiterschaft nicht vergen, daflleicht bald der Tag eintritt, wo für viele Tauser Arbpse ge⸗ sorgt werden muß. Daß diese Aufgabe ber erfiperden kann, wenn die Sozialdemokratie in der egieripleibt, wird von niemand ernstlich in Abredegestellperden können.

Die Sängerin. 1 Novelle von Wilhelm Hauff.

La! Du wagst es, noch zu spotten! Aber wisse, ein Blitzstrahl hat die Tore Deines Geheimnisses gesprengt und hat die Nacht erhellt, in welcher ich wandelte. Also darum sollte ich nicht wisen, was Du warst, woher Du kamst? Darum verschlossest Du mir den Mund mit Deinen Küssen, wenn ich nach Deinem Leben fragte? Ich Tor! Daß ich von einer Weiberstimme mich bezaubern ließ und nicht be⸗ dachte, daß sie nur Trug und Lug ist! Nur im Gesang des Mannes wohnt Kraft und Wahrheit. Ciel! Wie konnte ich mich von den Rouladen einer Dirne betören lassen!

O, Carlo! flüsterte die Kranke,wenn Du wüßtest, wie Deine Worte mein Herz verwunden. wie Dein schreck licher Verdacht noch tiefer dringt, als der Stahl des Mörders.

Nicht wahr, Täubchen, schrie jener mit schrecklichem Lachen.Deine Amorosi sollten blind sein. da wäre gut mit ihnen spielen? Der Pariser muß doch ein wackerer Kerl sein, daß ee endlich doch noch das fromme Täubchen fand!

Jetzt aber wird es mir doch zu bunt, Herr, rief der Doktor und packte den Rasenden am Rock;auf der Stelle marschier er sich zu dem Zimmer hinaus, sonst werde ich die Hausleute rusen daß sie Ihn expedierea.

Ich gehe schon, Erdenwurm, ich gehe, schrie jener und stieß den Medizinalrat zurück, daß er ganz bequem in einem Fauteuil niedersaß;ja ich gehe, Giuseppa, um nimmer wiederzukehren Lebe wohl oder stirb lieber. Unglückliche, verbirg Deine Schmach unter der Erde Aber jenseits ver⸗ birg Deine Sele an einem Ort, wo ich Dir nie begegnen möge; ich würde der Seligkeit fluchen, wenn ich sie mit Dir teilte, weil Du mich hier so schändlich um meine Liebe, um mein Leben betrogen. Er rief es, indem er noch etwas

Doktor, bald das Mädchen an,

darf nicht fortgespielt werden. Ich will Ihnen etwas Nieder⸗ schlagendes aufschreiben, das Sie alle Stunden zwei Eßlöffel

voll einnehmen werden. g

Die Unglückliche war in ihre Kissen zurückgesunken und ihre Kräfte waren erschöpft, sie verlor das Bewußtsein von neuem.

Der Doktor rief das Mädchen und suchte mit ihrer Hilfe die Kranke wieder ins Leben zurückzubringen, doch konnte er sich nicht enthalten, während er die Essenzen ein⸗ flößte, das Mädchen tüchtig auszuschmälen.Habe ich nicht befohlen, man solle niemand, gar niemand hereinlassen, und jetzt läßt man diesen Wahnsinnigen zu, der Ihr braves Fräulein zum zweiten Male ums Leben brachte?

Ich habe gewiß sonst niemand hereingelassen, sprach die Zofe weinend;aber ihn konnte ich doch nicht abweisen; sie schickte mich ja heute schon dreimal in sein Haus, um ihn zu beschwören, nur auf einen kleinen Augenblick zu kommen; ich mußte ja sogar sagen, sie sterbe und wolle ihn vor ihrem

Tode nur noch ein einziges Mal sehen!

So? Und wer ist denn dieser

Die Kranke schlug die Augen auf. Sie sah bald den ihre Blicke irrten suchend durchs Zimmer.Er ist fort, er ist auf ewig hin, flüsterte sie;ach, lieber Doktor, gehen Sie zu Bolnau!

Aber, mein Gott, was wollen Sie nur von meinem unglücklichen Kommerzienrat, er hat sich über Ihre Ge⸗ schichte schon genug alteriert, daß er zu Bette liegen muß; was kann er Ihnen helfen?

Ach, ich habe mich versprochen. erwiderte sie,zu dem

fremden Kapellmeister sollen Sie gehen, er heißt Boloni und

logiert im Hotel de Portugal.

Ich erinnere mich, von ihm gehört zu haben, sprach Doktor,aber was soll ich bei diesem tun?

Sagen Sie ihm, ich wolle ihm alles sagen, er soll nur

der

nicht mehr so viel sprechen. Adieu, Herr edizing doch noch ein Wort; Babette, gib dem Herrn Ftor schuch!

Das Mädchen schloß einen Schrank arund erf dem Doktor ein Tuch von gelber Seide, das een starpnge⸗ nehmen Geruch im Zimmer verbreitete.

Das Tuch gehört nicht mir, sprach ner,Arren, ich führe nur Schnupftücher von Leinwar 0

Unmöglich! entgegnete das Mädch;winden es heute nacht am Boden, ins Haus geht es i und sonst war noch niemand da als Sie.

Der Doktor begegnete den Blicken d Säng die erwartungsvoll auf ihm ruhten.Könnte icht diKuch jemand anderem entfallen sein? fragte ernit fesßßlick. auf sie. 5

Zeigen Sie her, erwiderte sie ängsth),daßatte ich noch nicht gedacht. Sie untersuchte da- Tuch fand in der Ecke einen verschlungenen Namenszu, sie schte, sie fing an zu zittern. 75

Es scheint, Sie kennen dieses Tuch ud diesson, die es verloren hat, fragte Lange weiter zes kennt etwas führen; darf ich es nicht mit mir ehmen? Da ich Gebrauch davon machen? 3

Giuseppa schien mit sich zu kämpfen; ald reichte sie ihm das Tuch, bald zog sie es ängstlich ind krampfhaft zurück.Es sei. sagte sie endlich;und solle der Schreck⸗ liche noch einmal kommen und mein wundes Herz diesmal besser treffen, ich wage es; nehmen Sie Dolor. Ich will Ihnen morgen Erläuterungen zu diesem Tuch geben.

Man kann sich denken, wie ausschließlich diese Vorfälle die Seele des Medizinalrats Lange beschäftzten. Seine sehr ausgebreitete Praxis war ihm jetzt ebeiso sehr zur Last, als sie ihm vorher Freude gemacht hatt! denn ver⸗ hinderten ihn nicht die vielen Krankenbesuche, je er vorher zu machen hatte, die Sängerin am anderen Rorgen recht bald zu besuchen und jene Aufschlüsse und Cläuterungen

weniges mit den Noten agierte, aber sein wildes, rollendes noch einmal kommen doch nein, ich kann es ihm nicht zu vernehmen, denen sein Her i 1 g 8 0 9 g Ides, rol 0 h 1 0 en, Herz ungeduldig entsegen pochte? Auge schmolz in Tränen, als er den letzten Blick auf die Ge. selbst sagen; Doktor, wenn Sie ja, ich habe Vertrauen[Doch zu etwas waren diese Besuche in bresßi 5 7

liebte warf, und schluchzend rannte er aus dem Zimmer. zu Ihnen, ich will Ihnen alles sagen, und dann sagen Sie es Ihm nach, halten Sie ihn auf, rief die Sängerin, wieder dem Unglücklichen, nicht wahr?

führen Sie ihn zurück, es gilt meine Seligkeit! Ich stehe zu Befehl; was ich zu Ihrer Beruhigung tun

8Mit nichten, Wertgeschätzte. entgegnete Doktor Lange, kann, werde ich mit Freuden tun.

indem er sich aus seinem Lehnstuhl aufrichtete;diese SzeneNun, so kommen Sie morgen früher, ich kann heute

Hänsern gut, er konnte, wie er zu sagen pflegtl hinhorchen. was man über die Bianetta sage, vielleicht konnte er auch über ihren sonderbaren Liebhaber, den Rapellmeister

Boloni, eines oder das andere erfahren. teber die Sängerin zuckte man die Achseln.

Man ur⸗