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Der Sieigerung der landwirtschaftlichen Produktion.
Henne stehen wir, dh dus ganze deutsche Volk am Rande des Wechungerns. Die verhältnismäßig reichliche Beschäftigung seiner Juduulrrie gleich nach dem Kriege ist erkauft worden mit Hunger⸗ köhren, wie soicht im Industriezeitalter noch niemals vorgekommen ind. Nur darauf gegründet konnten die seither wieder ausge⸗ führten Waren dem Weltmarkt zu Schleuderpreisen übergeben
en. Aber die zur Herstellung verwendeten Roherzeugnisse sind
sortgeseizt deuter geinorden, einesteils infolge der noch immer fort⸗ gese nen Gelbentwertung, und andernteils durch eine Wucher⸗ pre ut der Besttzer und Händler dieser Erzeugnisse. So be⸗ Finden wir uns heute in der Lage, daß trotz der Hungerlöhne unsere Dem Weltmarkt taifließenden Waren zum Teil schon auf Ge⸗ kichung kosten omen, die den Auslandsweltbewerb nicht meh auszuhelten vermögen. Vor uns stehen demzufolge die drohenden Goespenster: Einschränkung der Industrie⸗ und Handelstätigkeit: Massenarbritslosigkeit der in Industrie und Handel tätigen Bevöl⸗ 5 1 n Selbstzeufleischung, Zertrümmerung und Verni sseu, was sich um die Begriffe Ordnung, Gesittung und Stttsamkeit gruppiert..
Aarslandshirfe haben wir in irgendwie durchgreifender Weise nicht zu erwarten, das dürfte allgemach jedem Nachdenkenden klar f rden sein. Vielmehr haben wir uns auf noch gesteigerte Be⸗ Penang und Miferlegung noch schwererer Lasten, als wir in dieser Art bisher schon getragen, einzurichten.
Wir müßten uns allen Ernstes mit dem tatsächlich sich voll⸗
Verhungern all jener vielen Millionen vertraut „die die deutsche Landwirtschaft nicht mit Eigenerzeugnissen ernähren kann, wenn— diese deutsche Landwirtschaft nicht selbst fähig und willens sein sollte, künftig⸗ bim an Nahrungsmttteln soviel mehr zu erzeugen, als die bisher von nicht Ernährten zum Leben benöttgen. Besteht eine solche Möglichkeit, und kann der Wille dazu hervorgebracht, ge⸗ debt und dauernd wirksam erhalten werden? Seitdem es eine mit der landwirtschaftlichen Praxis engst⸗ verbundene Agrarwisssenschaft gibt, ist die Bodener ⸗ giebigkeit in sichtbarem Aufstie g. Vermochte moch um die Aten 10. Jahrhunderts der deutsche Boden kaum 30 Millionen ö en mit Brotgetreide zu versorgen, so hob sich, bei An⸗ wendung neuer Wirtschaftsmethoden, die Versorgungsmöglichkeit je länger um so mehr. Folgende Zahlen geben ein anschauliches Bild. Es wurden auf deutschem Ackerboden erzeugt:
in den Jahren 1.880 1913 an Roggen 4952 525 Do., 12 222 394 To. an Weizen 2 345 278 To., 4 655 956 To. an Gerste 2 145 617 To., 3 673 254 To. an Kartoffeln 19 466 242 To., 54 121 146 To. an Hafer 4 228 128 To., 9 713 965 To.
5 dende eln deadpame hes beg der Suagbchleseras dn rs: 5 vom Jahre 1880 b. z. Jahre 1913
bei Roggen von 0,84 auf 1,91 Do. bei Weizen von 129 auf 2,36 To. hei Gerste von 1,32 auf 2,22 To. bei Kartoffeln von 705 auf 15,86 To bei Hafer von 1,13 auf 2,19 To.
Von 1880 bis 1914 ist die Bevölkerung des Deutschen von 45 auf 68 Millionen Köpfe gewachsen, das ist eine Vermehrung um 30 vom Hundert. Die landwirtschaftliche Gesamterntemenge hat sich aber in derselben Zeitspanne um 100 vom Hundert ver⸗ mehren lassen.
Diese Steigerung der Bodenergtebigkeit offenbart indessen nur erst den Anfang einer rationell und intensiv, mit Mitteln ange⸗ wandter Wissenschaft arbeitenden Landwirtschaft. Welch weitere Steigerung schon mit Hilfe der bereits heute anwendbaren
Mittel sich erreichen läßt, darüber belehrt das vom Reichs aus⸗ schuß der deutschen Landwirtschaft 1921½2 aufge⸗ stellte als„Hilfswerk“ bezeichnete Produktionspro⸗ gramm, Dieses lautet in seinen Hauptpunkten:
„Dem schon in Nutzung befindlichen Boden muß abgerungen werden, was irgend möglich ist, durch: Intensivste Bodenbearbei⸗ tung und planmäßige Bodenverbesserung; zweckentsprechende und vorstärkte Düngung; Förderung der Pflanzenzucht; richtige Sorten⸗
wahl, vegelmäßigen Wechsel des Saatgutes; planmäßige Unkraut⸗
und Schädlingsbekämpfung; Vermehrung und Verbesserung des Hackfruchtbaues; gesteigerte und verbesserte Futtererzeugung; Ver⸗ allgemeinerung der Verwendung zweckmäßiger Maschinen und Ge⸗ räte; Hebung und Förderung der Viehzucht, insbesondere zur Ver⸗ mehrung von Milch und Fett: durchgreifende Bekämpfung der Tierkrankheiten. Das sind die wesentlichen schnell wirkenden Mittel. Dazu kommen als weitere: Durchgreifender Ausbau des landwirtschaftlichen Schulwesens(wir wollen erläuternd ein⸗ 2 is hinein in die— meistenteils leider erst noch zu schaffenden— ländlichen Fortbildungsschulen und die Land⸗Volks⸗ schulen); wirksamste Anleitung und Aufklärung; überzeugende Bei⸗ spiele(in Beispiels⸗ und Mnsterwirtschaften). Schließlich: die Vermehrung der Kulturfläche durch Urbarmachung und Besiedlung der Moor⸗ und anderen Oedländereien(hiervon kommt schon für die nächste Zeit eine Fläche im Gesamtumsange von rund 3 Mill. Hektar in Betracht; die Nutzungsfläche des alten Kulturbodens beträgt rund 29 Mill. Hektar): Ausgestaltung und tatkräftige Durchführung des Zusammenlegungs verfahrens.“
Es kann gar keinem Zweifel unterliegen, daß wir mit den
hier genannten Maßnahmen und auf den so vorgezeichneten Wegen
das Ziel einer Eigenversorgung des deutschen Volkes mit allen benötigten und ihrer Art nach auf deutschem Boden ge⸗ beihenden Nahrungsmitteln erreichen können. Wir werden das um so scheller, um so sicherer und dauerbeständiger vermögen, wenn wir Hand in Hand damit auch eine zeitgemäße, soziale Bodenpolitik, zu welcher ein verständiges landwirtschaftliches Siedlungswesen gehört, und eine ebenso zeitgemäße soziale Land⸗ arbeiterpolitik, fördern.
Als Durchführungsorgane erscheinen uns die zeitgemäß auszu⸗ bauenden Landwirtschaftskammern geeignet, das heißt bei Mit⸗ hineinnahme auch der Angestellten und Arbeiter in diese Kammern auf Grundlage des Artikels 165 der Reichsverfassung: sowie ferner eine Mitbeteiligung von Vertretern der sonstigen Volkskreise, im besonderen der nebenberuflich landwirtschaftlich Tätigen und der sogenannten letzten Verbraucher.
Die deuusche Landwirtschaft kann, wenn sie sich darauf ein⸗ stellt, aus dem dentschen Boden die höchstmöglichen Erträge heraus⸗ wirtschaften, unmittelbar erheblich mehr Arbeitskräfte beschäftigen, als sie bisher beschäftigt hat; sie braucht klinftighin den Menschen⸗ überschuß aus ihren Cigenfamilien nicht mehr unbedingt anderen Ve rufen zuzuführen. Sie kann aber auch unmittelbar für sehr viele Industriearbeiter und ⸗Angestellte neue Arbeitsgelegenheiten schafsen: wenn sie ihre Technik zeitgemäß verbessert, fortentwickelt und ihre dazu erforderlichen Gerätschaften und deren Bedienung herbeischafft und erhält. Die Landwirtschaft kommt damit aus sich und in sich selbst zur Industrialisierung, auch in der eigent⸗ lichen Bodenwirtschaft. Damit rücken Stadt⸗ und Landwirtschaft tmander so nahe, daß sich ein gewisser Ausgleich vollzieht: daß Stadt⸗ und Landbevölkerung sich gegenseitig sozial gleich werten und schätzen, also gleich achten lernen. Selbst räumlich kann das zun Ausdruck kommen: einmal dadurch, daß die Industrie ihre An⸗ klagen mehrt and mehr guf die Landbezirke verteilt und damit die Bevölkerung m eis gesünbe res Mischwerhältnis bringt, und zum
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Stabdtvolk durch Beschäftigung mit Kleingartenbau in seiner be⸗ rufsfreien Zeit der ihm möglichen und dienlichen Schollenarbeit wieder zurückgewonnen wird. f Wir mögen so tief und so gründlich international und welt⸗ wirtschaftlich denken, wie wir nur wollen: nichts kann uns hindern, — alles muß uns vielmehr bestimmen, daß wir dazu beitragen, uns aus eigener Kraft erst einmal wieder na⸗ tional zu stärken und emporzuhebem Solches aber er⸗ folgt— das kann gar nicht nachdrücklich genug betont werden— am zweckdienlichsten und am nachhaltigsten im Wege vermehrter landwirtschaftlicher Erzeugung durch die deutsche Landwirtschast.
Die Torsstreu bei Maul- und Klauenseuche.
Es ist eine alte Erfahrung, daß bösartige Klauenleiden bei dieser Krankheit daum besonders auftreten, wenn die Tiere ge⸗ zwungen sind, auf feuchter. schmutziger und jauchiger Streu oder auf hartem Boden zu stehen. Die vselen Verluste, welche hierdurch entstehen, rechtfertigen die Forderung, dem Vieh wäh gend der Seuchenperiode in erhö Maße eine reine, weiche und trockene Streu zu besorgen. 5 8
Hiergu eigmet sich besonders die Torfstreu, auf deren vielfache Ver wendungsmöglichkett wir früher schon hinwiesen. Infolge der hahen Abforptions fähigkeit für Flüssigkeiten ist sie stots trockener als Strohstreu, weil sie 3—aAmal so viel Wasser oder eim⸗ zerschnittenes Roggenstroh. Außerdem ist
liegt vornehmlich der Wert der Torfstreu begründet. Durch Bin⸗ dung von flüchtigem Zersetzungsprodukten oder Exkremente, na⸗
mag er doch die Vermehrung niederer Organismen bis zu einem gewissen Grade zu verzögern Infektionskeime möglichst sestzu⸗ nehmen, ihr Entweichen in die Luft und in Boden zu ver⸗
und leichter verlief, als in solchen Stal⸗
merumg ein.
erscheimungen flackerten wi
glatt von statten, als das Vieh wieder auf Torfstreu gestollt wurde. Das 5 er früher auf einem Gute kennen gelernt, wo der Besitzer täglich die Klauen seiner Zugochsen mit Medikamen⸗ ten n ließ und ste damm wieder in ihren unausgedüngten Diefstall zurückbrachte. Die Klauen wurden immer schlimmer und schlimmer, so daß mehrere Tiere infolge Ausschuhens zugrunde
Ist uns so im der Torfstreu ein Mittel in die Hand gegeben, den Verlusten bet Maul⸗ und Klaudenseuche wirksam entgegenzu⸗ treben, so liegt es nicht nur im Interesse der Landwirte, sondern quuch im dem der allgeme großem Umfange als Einstreuumaterial benutzt würde. Soll der Seuchengang der Maul⸗ und Klauenseuche unserem Polksvermögen nicht nuch mehr Schaden zufügen, so müßte jetzt jedes brauchbare Hilfsmittel herangezogen werden, zumal durch die enorme Abgabe von 1 am die Entente unser Viehbestand erheblich dezimiert wur ö
Eine Eichelfütterung bei Schweinen.
Bei der starken Eicheltracht im vorfgem Jahre können die Eicheln wieder mehr als in manch anderen Jahren als Schweine⸗ futter in Anspruch genommen werden. Dort, wo der Auslauf der Schweine mit Eicheln bestanden ist, wird die Frage der Eichel⸗ fütterung in einsachster Weise gelöst. Je nach der Ausdehnung
des Eichenbestandes und der Zahl der Schweine wird zwar mitt
den Eicheln oft nur zu bald aufgeräumt fein. Es kommt auch darauf an, tunlichst den Eichelfall in den Wäldern auszumützen und im solchen Beständen die den Schwefnen nicht zugänglich sind. In der Kriegszeit wurden unter dem Esnflusse der zunehmenden Futternot auch in solchen Fällen, wo sonst kein Weidegang der Schupeine stattfand Schweineherden zusammengestellt und in die Wälder getrieben. Wenn dabei häufig Mißerfolge zutage traten, so lag die Ursache oft darin, daß die Schweine nicht selten ganz und garnicht weidgewohnt gewesen sind und sie aus den ver⸗ schredensten Beständen zusammengekauft und zu einer Herde zu⸗ sammengestellt waren. Wenn auch jetzt wieder die Bildung von Schweineherden durch Ankauf oder Zusammenstellung aus ver⸗ schiedenen Beständen empfohlen wird, so kann nur unter beson⸗ ders günstigen Umständen und namentlich nur wenn es sich um weidgewohnte Tiere handelt, im dieser Weise vorgegangen wer⸗
den. Die oft großen Verluste, die in der Kriegszeit bei der manchmal übereilten Zusammenstellung von Schweinen zum
Weidegang und bei der unsachgemäßen Durchführung des Weide⸗ ganges entstamden sind müssen zur größten Vorsicht mahnen. So konnte doch in einzelnen Fällen festgestellt werden, daß nicht wetterfeste Schwesme, die vorher vielleicht stets im Stalle gehalten worden waren, auf der Weide an Gewicht sogar abgenommen
en.
Dort freilich, wo die Schweine an den Weidegang gewöhnt sind, und die Herden nicht erst für den Eintrieb in den Wald neu gesammengestellt werden müssen, da wird aus dem Weidegang, in Gschelwaldungen im Spätfahr und bis in den Winter hinein viel an Futter gespart werden können. Da aber der sich bietende Reichtum von Eicheln immer nur in verhältnismäßig wenigen Fällen durch Auslauf und Weidegang ausgenutzt werden kann, so ist dringend zum Sammeln der Eicheln zu raten und zur Ver⸗ abreichung im Stall oder im Laufhof. Unter allmählscher Ange⸗ wöhnung können im Stall an Zuchtschweine bis 2 und 3 Pfund 1 oder 1 bis 2 Pfund gedörrte und geschälte Eicheln gegeben werden.
Einen Anhalt für die Bewertung der Eicheln bei ihrer Ein⸗ stellung in die Fütterung ergibt sich daraus, daß frische Eicheln etwas über die Hälfte des Futterwertes der Gerste besitzen. Schrot von getrockneten und geschälten Eicheln kommt in seiner Nähr⸗ wirkung dem Gerstenschrot nahe. Bei der Eichelfütterung kom⸗ men als Erg nzungssütterungsmittel bei Zuchtschweinen u. a. Kleie, Getreideschrot. Fischfuttermehl in Betracht. Auf die Ver⸗ abreichung genügender Mengen Tränkwasser muß bei der Gichel⸗ fütterung stets geachtet werden.
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Haus und Garten.
Ratschläge über Ziegenhaltung. Die Zahl der Ziegenhalter ist von Jahr zu Jahr gestiegen, was mit Freude zu begrüßen ist. Mag diese Erscheinung auch nicht auf die Liebe zur Ziege, sondern auf reinen Eigennutz zurückzuführen sein. Milch will man haben. Als
der Kauf getätigt wurde, bürgte der Verkäufer für täglich drei Liter
Grund herausfinden, warum das Tier auf einmal so anders gewo 2
inen Volkswirtschaft, wenn dieselbe in
sitzen möchte.
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geisterten Fremden der Ziege wurden
unbelehrbare Gegner. Und doch hat der Verkäufer nicht gel Der Mann der Praxis kemit bas, er weiß, daß die Ziege das ei sinnigste Tier ist, das sich überhaupt denken läß“ Vielleicht war bei Leuten, die sie besonders gut pflegten, ihr jeden Vissen in d Mund stockten. Du stellst sie in den Stall und gibst ihr gutes FJutt behandelst sie jedoch nicht, wie sie es gewohnt war, so frißt sie mi Oder sie wurde früher zuerst getränkt und daun gesüttert machst es umgekehrt, sie frißt nicht. Oder sie stand früher mit Tieren zusammen; jetzt steht sie allein; vor Heimweh rührt si an. Oder sie wurde früher anders gemolken als du m 1
ist, ist ein Kunststück. Also der Eigenart des Tieres ist Rechnung tragen. Will jemand eine Ziege kaufen, dann sehe er sie sich z
an; ist dazu keine Gelegenheit, damn wende man sich an einen Zucht
verein, die zweite Frage ist die: welche Passe soll ich kaufen. die beste Rasse ist die„Milchziege“. Diese gibt es aber in Rasse; in der Saanenrasse, in der Harzer, Erzgebirger,
Toggenburger Rasse oder mich unter unseren Landgiegen. Ratsam i
es, sich die Ziege vom Verkäufer vormelken zu lassen und nach ih Gewohnheiten sich zu erkundigen. Das Alter zu bestimmen ist zie lich leicht. Ist die Ziege noch jung, hat sie kleine sogenannte Milch, zähne. Im zweiten Jahre verliert die Ziege— die nur im Unter kiefer Vorderzähne hat, und zwar acht Stück— die vordersten Zähne und bekommt dafür breitere sogenannte n immer das nächste Paar. Hat die Ziege alle acht Schaufelzähne,
ist sie 4—4% Jahre alt. Weiter herauf verrät sie ihr Alter nicht. Wem die Zähne dann schwarz werden, dann ist es Zeit, sich einer anderen umzusehen. Bringt man das Tier in den Stall, dan muß derselbe vor Zugluft geschützt fein, er sei hell und trocken un muß eine Raufe und Jauchegrube haben. Um ihn trocken zu h nurß er nach einer Seite Gefälle haben. Wie soll man nun die füttern? und Rüben zu sorgen. Für eine Ziege ist für's ganze Jahr Zentner Heu erforderlich und etwa sieben Zentner Rüben für
Winter. Das Geheimnis einer sorgsamen Fütterung besteht darin,
daß man selbst füttert. Das ist bet dem eigenartigen 5 Ziege unbedingt notwendig. Sie will aber nicht bloß gefüttert, will auch gepflegt sein. Gerade in diesem Punkte wird am gefündigt. Von Haar⸗ und Hautpflege wissen die meisten Zi halter nichts. Striegel, Kamm und Bürste kennen sie nicht. Zeit zu Zeit muß man die Tiere auf Läuse untersuchen. Vierteljahr ist der Huf sachgemäß zu beschneiden. Wer so Ziege pflegt und sie gut füttert, der hat auch von ihr Nutzen. sie drei Litter Milch, dann ist ste gut, bei vier Liter sehr gut. Dam gibt ste uns auch Junge zur Aufzucht und zum Schlachten. Sie uns Dünger und Jauche, die heute nicht für Geld zu haben sind, gibt uns ihr eigenes Fleisch und ihr Fell. Ist sie auch das ei sinnigste Tier, so ist sie doch auch das klügste Haustier, wenn see richtig behandelt wird... Zicklein. Die Frühlingsmonate bilden die Hauptlammzeit Ziegen. Welche Freude, wenn ein oder gar mehrere kleine Zie lämmer zur Welt gebracht sind. Sie entwickeln sich rasch zu übermütigsten, drolligsten Tierchen, die man sich denken kann. wenige Stunden nach der Geburt versuchen sie aufzustehen. De dauert es nicht mehr lange, bis man sie zur Mutter führen damit sie sich an Milch ordentlich satt trinken. Für das Zicklein es keine bessere, gesündere Nahrung als die Muttermilch. Ginge
nach seinem Willen, so würde es wenigstens sechs Monate lang be! Leider sind.
dieser Kost verbleiben und vorzüglich gedeihen. die Menschen auch Milchliebhaber und machen ihm daher seine rung streitig. Weniger als sechs Wochen lang sollte man die Zi lämmer, die zur Aufzucht bestimmt sind, nicht an der Mutter saug lassen. Sie würden sich sonst nur mangelhaft entwickeln und wi hätten nur Schaden statt Vorteil. Ganz allmählich gewöhnt man
Lämmer auch an feste Kost. Da sie Feinschmecker find, wie die ate
so wissen sie bald ein würziges Kraut oder süßes Heu sehr zu schätzen und die Entwöhnung fällt ihnen nicht sehr schwer. Schon frühze
itig entwickelt sich das Zicklein zu einem wahren Kletterkünstler. Nichts
ist ihm zu hoch, daß es nicht hinauf oder herunter käme. Keine Leite ist zu schmal, daß seine festen Füßchen nicht Halt darauf fän
Immer ist es in Bewegung. Bald steht es auf dem Dach den 5
Hundehütte, bald klettert es auf den Gartenzaun hinauf. bald es mitten in das Hühnervolk hinein, so daß die Schar erf. auseinander stiebt und sogar der Hahn für einen Augenblick 3 gemessenes Wesen vergißt und laut scheltend davon
n sie merken sich schnell, daß sie von den Kindern ausgeführt an den sonnigen Heckenrain, wo es so vielerlei zu naschen gibt.
Die Sitzstangen im Hühnerstall sollten stets in gleicher Höl N angebracht werden. Sind einige tief und einige hoch ö bracht, so entsteht häufig ein Streit, weil jedes Huhn möglichst hoe Auch dürfen die Stangen nicht zu hoch angebracht werden, denn schwere Nassen, die schlecht fliegen können, erre N die Stange erst nach mehrmaligem Anflug. Verletzungen sind sonst unvermeidbar. Höher als 120 Ztm. sollte überhaupt ö Sitzstange angebracht sein. Damit die Hühner nicht zu dicht zu⸗ Aa sollten die Stangen 40 Zim. von einander ein.. Mancherlei von den Quecken. Der Landmann und der Gärtner müssen einen beständigen Kampf mit den Quecken führen. Sie sind die gefährlichsten Wurzelunkräuter, gefährlicher als Huflattich, Schach⸗ telhalm, Kreuzkraut und Ackerwinde. schnurartigen Stengeltrieben, die an ihren Knoten stets wieder Wur⸗ zeln und Blätter treiben, das ganze Land und erschweren dessen Bebauung ungemein.
weil man ihm die Wurzeln absticht, diese aber immer wieder wachsen. Die Grabegabel ist für derartige Zwecke viel besser geeig⸗ net. Sie ist leichter zu handhaben, das Abstechen der Wurzeln wird
verhindert und das Ausschütteln der Erde gelingt schnell und ohne große Mühe. Für leichten Boden ist die Flachzinkegge, für schweren
Boden die mit dreikantigen Zinken versehene Grabegabel geeignet. Queckenteile müssen immer sorgfältig aus dem Boden ausgelesen werden. Der Dungwert der Quecken ist bedeutend; ein Wagen davon enthält nach chemischer Untersuchung 6,5 Kg. Kali, 6 Kg. Phosphor ⸗ säure, 7,5 Kg. Stickstoff, weshalb man die Quecken niemals verbren⸗ nen, sondern stets in Kompost verwandeln sollte, nachdem sie vertrock· net sind. Am leichtesten und sichersten werden sie dadurch pft. daß man den verseuchten Boden mit Hackfrüchten und Futte rgewächsen bestellt. Dadurch wird ihnen Luft und Licht entzogen und hat ihren Untergang zur Folge.
Die Erdbeere ist eine der dankbarsten Gartenpflanzen. Ihre An⸗ lage ist im Spätsommer, am besten im August, vorzunehmen. Eine Kultur reicht gewöhnlich für drei Jahre. Auf tiefgrundigem und in regenxeichen Jahren bedarf die Pflanze, sobald die bildung eingesetzt hat, hier und da der Nachhilse, damit die il Feuchtigkeit nicht die Beeren allzu rasch in Fäulnis geraten läßt. M
tut das am geeignetsten dadurch, daß man die Früchte durch Unter ⸗
stellen von gegabelten Hölzchen leicht anhebt, oder sie auch auf k Holzwollballen bettet. Diese kleine Hilfe tut sehr gute Dienste erfordert nur wenig Mühe. Wer einige Sorgfalt auf seine
sorgt und kein Unkraut aufkommen läßt, wird gute Ernteerträge haben.
beeren verwendet, sie fleißig mit Wasser an trockenen Tagen der: und 145
Schaufel zähne. Und so fort
In erster Linie ist für einen eisernen Bestand von Der
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Durch oberflächliches Bearbeiten des Bodens kann man ihr nicht beikommen, auch mit dem Spaten 9
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