Ausgabe 
2.2.1923
 
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S n Lokale Pai teinachrichten.

g An die Ortsvereinel a Werte Genossen und Genossinnen! Der Bezirksvorstand hat, ver⸗ aunlaßt durch die steigende Geldentwertung die Beiträge für den Monat Februar 1923(4.8. Woche, beginnend am Sonmtag, den . 9 bis Sonntag, den 25. Februar auf

0 Mark für männliche und 20 Mark für weibliche

Witglieber festgesetzt. Von diesen sind je 75 Prozent,= 45 bezw. 15 Mark an die Bezirkskasse abzuführen. Diese Beitrags regelung ent⸗ ppricht nicht der Steigerung der Löhne und Gehälter. Der Begzirks⸗ vorstond glaubte aber den Mitgliedern keine höhere Belastung zu⸗ muten zu wollen in der Erwartung, daß 8 unsere schwie rige finanzielle Lage einfehen und der Partei die Treue bewahren werden. Der Beitrag für den Monat Februar entspricht erst dem 600fachen Friedensbeitrag. Der Geldentwertung und Lohnsteigerung ent⸗ 1 müßte ein Wochenbeitrag von mindestens 150 Mark erhoben werden

Von den meisten Ortsveremen wird immer noch nicht genũgend

beachtet, daß die Grundlage des Wochenbeitrags ein halber Stunden⸗ lohn im Monat ist, der nach oben durch den festgesetzten Beitrag be⸗

grenzt ist. Parteimitglieder mit einem geringeren Einkommen zahlen 49 1 euen nach entsprechend weniger Beiträge.

Ein oberhessischer Ortsverein hat durch e der Mit⸗ gliederversammlung einen niedrigeren Beitrag in der aller⸗ dings guten Absicht sestgesetzt, die Bezürkskasse wicht zu schädigen. Aber andere Ortsvereine haben die Komsequenz aus diesem Beschluß ge⸗ zogen. 1 1 nen hat das Recht, einen anderen Beitrag fest⸗ zusetzen. e Beitragsfestsetzung oblag seither immer dem Landes⸗ parteitag, der mit Rlicksicht auf die sprunghafte Geldentwertung in

a Vilbel eme engere Kommission nit dieser Aufgabe betraute. Diese 5 bat aus Ersparnfsgrüünden dem Bezirksvorstand hierzu den Auftrag

1 erteilt. Wir erwarten von der Disziplin der Parteimitglöeder in 0 und Land, daß überall der festgesetzte Beitrag zur Erhebung

mt.

l Von faßt allen Ortsvereinen sich mit der Quartalsabrechmug

tuch die nicht verkauften Notstands marken zurückgeschickt wor⸗ 5 den. Diese müssen restlos abgesetzt werden. Die Notlage der Partei

üst immer noch sehr groß. Außerordentliche Mittel sind nach wie vor

1 dringend erforderlich.

6. Die Ortsvereine werden gebeten, sosort nach dem Einkassieren der

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BVefträge für den Monat Januar ablesen. an n 88

Bezirkskasse einzuschicken. Trotz unserer wiederholten Aufforderung wird davon noch recht wenig Gebrauch gemacht. Der Parteivorstand in Berlin ist in gleicher Notlage wie wir und verlangt von uns eben⸗ falls monatliche Abschlagszahlungen, weil er sonst seinen* gen auch nicht nachkommen kann. Diese schwere Verantwortung kann

kein Parteimitglied auf sich nehmen.

Die Eintrittsgebühr beträgt im Monat Februar für Männer und Frauen gleichmäßig 20 Mark. Für verloren gegangenen Mit⸗ e ist on Betrag zu entrichten.

Für den Monat Janmar sind an die Bezirkskasse abzuführen:

von den Beiträgen der männlichen Mitglieder 3 0 Mark,

von den Beiträgen der weiblichen Mitglieder 12 Mark. Mit Parteigruß! Der Bezirksvorstand.

Arbeitsrecht, Gewerkfchastliches, Arbeiterbewegung.

Ueber die Streiks in den wichtigsten e

soweit sie im ersten Halbjahre 1922 erfolgten, bringt die Schweiz. Arbeitgeberzeitung eine statistische Uebersicht,. Am größten war danach die Zahl der Streiks in Amerika mit 1989 und über 63 000 Streiktagen. Das Deutsche Reich steht mit 1416 Streils und fast 28 000 Streiktagen an zweiter Stelle. Dann folgen England(796 Streiks und 21 000 Streiktage), Italien(537 Streiks und 13 000 Streiktage), dann die Tschechoflowakei, Indien, Polen, Holland, Südafrika, Dänemark, Spanien, Mexiko, an, Frankreich, China, Belgien, Deutsch⸗Oesterreich, Ungarn, Portugal, Aegypten, Argentinen, Finnland, Schweden, Norwegen, Schweiz. Wenn die einzelnen Zahlen auch nicht genau miteinander verglichen werden können, da sie in den verschiedenen Ländern auf verschiedenen Er⸗ hebungen beruhen, so ist dennoch das Verhältnis richtig und be⸗ achtenswert. Es ist auffallend, daß Frankreich, trotz seiner Größe und trotz der durch den Versailler Vertrag gewonnenen Industrie an 14. Stelle steht. Vielleicht läßt sich diese Streikzifser als Zeichen des inneren Niederganges werten. Im ganzen streikten im ersten Halbjahr 1922 in den genannten Ländern fast 7 Millionen Arbeiter mit 174 Millionen Streiktagen. Außerordentlich langwierig waren die Kämpfe in den Vereinigten Staaten, wo auf einen Streikenden 31 Streiktage entfallen. Am kürzesten dauerte der Streik in Deutschland mit nur 19 Streiktagen im Durchschnitt auf einen Streikenden. Vielleicht läßt sich auch diese deutsche Streikziffer

beutung esnes festgefglen gewerkschastlichen Zusamm

wie ihn 2 1 12 eitende Volk Deutschlands in ae besitzt. Insofern kann uns diese Zahl recht lehrreich sein neuem organisatorischem Schaffen

2 Sport

E en I u. II. komb. Wieseck II. 8:1(2:1) An vergangenen Sonntag trafen sich obengenannte

gab 8 Spiele geht es mit 2:1 für G. zur Pause. b S ee ab, 3 75 125 die Mannschaften unter kräfligem mit 8 r G. trennten. Belbenhäusen I. Lollar I. 2: 2(2: 1). Die beiden 5 trafen sich am Sonntag in Bis Balbdeit Fonnte W N Kurz vor Schluß ko ausgleichen. 2 fehlt mir 7 Wetzlar 225 e e Sonntag, den 28. 1. lieferte Dautphe sein 1. Spiel im zirk in Wetzlar. D. war die technisch bessere⸗ 1 konnte das Spiel 5: 1 für sich gewinnen. W. spielte Tormann De Cu eine höhere 1 Der Spielausschuß 9. Kreis 3. Bezirk. J. A.:

Briefkasten.

W. Heß⸗Gießen. Die Angelegenheit ist 115 uns Andere Schritte können Sie tun soviel Sie wollen. B in L. Daß jemand eee erhält, der nicht bed ist, dürfte kaum vorkommen: in Gießen wenigstens wir unserer Kenntnis sehr genau geprüft, es wird keinem Gefu zu leicht gemacht. Natürlich gibt es Leute die ihre Lage schlin darstellen, als sie in Wirklichkei, ist und manchraal ist die amt

sie nicht nötia haben, sollte eben an den zuständigen Stellen suchung beantragen. Manchmal werden auch unter 2 un verantwortliche Dinge geredet. Daß in Grünberg ein

von zwei großen Häusern Unterstützung erhalten soll, möchten bezweifeln. Im üb igen besten Dank!

werten, und zwar als Symptom für die Macht und Stärke und Be⸗

Dollarstand gestern mittag 12 Uhr: ca. 42 000 Mk

8 4. Brandversicherungs beiträge in

he des zwei⸗

Eehördliche Bekanntmachungen Otrtssatzung

über die Einrichtung von Hauskonten. 3 Vom 27. Januar 1923. 155 Auf Grund der Vorschriften des Reichsmietengesetzes 0 dom 24. März 1922 und der Hessischen Ausführungs⸗ perordnung vom 13. Juni 1922 wird auf Beschluß Stadtvertretung mit Genehmigung des Ministertums des Junern und des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft zu Nr. M. A. W. 1020 vom 15. Januar 1923 für den Bezirk der Stadt Gießen folgendes bestimmt:

5* 5 Die Führung der Hauskonten erfolgt durch die 9 Stadtkasse. 92 9 0.

1. Für jedes Haus wird ein Hauskonto geführt, soweit nicht Befreiung auf Grund des 80 der Stadt⸗ verordneten⸗Versammlung vom 1. Dezember 1922 eintritt.

2. Die Einzahlung der Zuschläge für große Instand⸗ setzungsarbeiten hat durch den Vermieter, der die Beträge von den einzelnen Mietern einzuziehen hat,

f bei der Stadtkasse in den ersten 10 Tagen der

5 Monate Januar, April, Juli und Oktober zu er⸗ g folgen; dies gilt auch bei monatlicher Mietszahlung.

6 9 3.

ö Anträge auf Auszahlungen aus dem Hauskonto für große Instandsetzungsarbeiten sind von dem Ver⸗ mieter bei dem städtischen Wohnungsamt zu stellen.

Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Auszahlung (schriftliche Zustimmung der Mieter, bezw. Mieterver⸗ trelung oder Entscheidung der Justandsetzungsstelle) sind bierbei nachzuweisen. Die Auszahlung aus dem Hauskonto durch die Stadtkasse erfolgt auf Entscheldung des Wohnungsamtes.

Der Vermieter ist verpflichtet, Aufzeichnungen über die Einzahlungen und Auszahlungen zu führen und sie den Mietern oder der Mietervertretung auf Verlangen vorzulegen. 3 5.

Rückständige Einzahlungen auf die Hauskonten können von den Zahlungspflichtigen wie Gemeindeab⸗ gaben beigetrieben werden.

58. 95 Ortssatzung tritt mit ihrer eee raft Gießen, den 27. Januar 1923. Der Oberbürgermeister. J. V.: Dr. Seib.

Bekanntmachung.

Das Hessische Kreisamt Gießen hat auf Einspruch des Gießener Hausbesitzer⸗Vereins die Hundertsätze zum Reichsmietengesetz wie folgt festgesetzt:

in

1. Steigerung der Zinsen 4000 2. Betrsebskosten 210% 3. Kosten für laufende Instandsetzulgs⸗ arbeiten 16000% 4, Schaffung von Mitteln für große In⸗ standsetzungsarbeiten 10000%

zusammen: 28500% Diese Sätze treten am 1. Februar 1923 in Kraft. Die in§ 3 Abs. 2 der Anordnungen vom 16. No⸗

Wassergeld und Schorusteinsegergebühren, sind in obigen Sätzen nicht enthalten. Das Wassergeld wird nach der Kopfzahl und der Zahl der Wohn- räume, die Schornsteinfegergebühren werden ent⸗ sprechend der Höhe der Grundmieten der einzelnen Wohnungen auf die Hausparteien umgelegt.

Ferner sind in obigen Sätzen nicht enthalten die für das Jahr 1921 nachträglich zu zahlenden

vember 1922 aufgeführten Leistungen, insbesondere

Hb fachen Betrags des für das Jahr 1921 berechneten A eee nebst Reichsstempelabgabe. Dieser Nachtragsbetrag ist entsprechend der Höhe der Grundmieten auf die Hausparteien umzulegen.

Gießen, den 30. Januar 1923. Der Oberbürgermeister. J. V.: Dr. Seib.

Gas⸗ und Wasserpreise. Infolge der außerordentlichen Steigerung der Preise

für Kohlen, Frachten, Betriebsmaterialien 15 wird der Gaspreis vom 1. Februar d. J. ab auf N

260. Mk. für den Kubikmeter

und der Wasserpreis vom gleichen Tage ab auf 120. Mk. für den Kubikmeter

erhöht. N

Für Masser wird in den Monaten Februar und März mindestens erhoben:

a) Für Gebäude mit Wohnungen bis zu 3 Zimmern einschließlich

für 1 Familie 160 Mk. 2 Familien 240 3 und mehr Familien= 400

b) Für Gebäude mit Wohnungen von mehr als 3 Zimmern:

für 1 Familie 240 Mk. 2 Familien 400 3 und mehr Familien= 640

1910 Gärten jährlich mindestens ab 1. April 1025 500 Mk.

Gießen, den 31. Januar 1923. Städtisches Gas⸗ und Wasserwerk Gießen. Steding.

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Sonntag. den 4. Februar, nachmittags 5 fünftes Konzert Id Nenen bn fverstei 1 0

Frau a 1. Kol.-Sopran von der Staatsoper in Stuttę Am Klavier:

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E 945 6⁴⁵ D 9³⁴ W 75 10⁰¹⁰ Wochentags. Sa= Samstags. D D Zug. E= Eikzug.

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