Ausgabe 
31.8.1919
 
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von der Paulus schreibt, daß sie eine Reue zur Seligkeit wirke.(2 Kor. 7, 10.) Da kommt es dazu, daß man seiner selbst sich schämt, ja, daß man über sich selber weint, wie der Herr Jesus auf dem Weg nach Golgatha den aus Mitleid weinenden Frauen sagte:Weint über euch selbst (Luk. 23, 28), wie jeneSünderin in Luk. 7, 3650 nichts anderes tun konnte, als sich hinlegen zu Jesu Füßen und weinen und weinen!

Beim weiteren Hinabsteigen in die Tiefen der Selbsterkenntnis erkennt der aufrichtige Mensch nicht nur die einzelnen sündlichen Verfehlungen im Lebens⸗ wandel, sondern die sündliche Verdorbenheit des Herzens und Wesens. Da heißt es nicht nur:Ich habe gesündigt, sondern auch:Ich bin sündig durch und durch.Ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleisch wohnt nichts Gutes. (Röm. 7, 18.) Diese Erkenntnis wird um so tiefer gehen, je mehr sie verbunden ist mit einem lebhaften Eindruck von der Heiligkeit Gottes und Christi. Als Jesaja die Herrlichkeit Gottes schaute, rief er aus: Wehe mir, denn ich bin unreiner Lippen! Und Petrus, nachdem er Jesu Predigt gehört und den wunderbaren Fischzug erlebt hatte, brach zusammen, fiel erschüttert zu des HErrn Füßen und sprach: HErr, gehe von mir hinaus; ich bin ein sündiger Mensch! Das ist wahre Buße. Die führt zur Erneuerung des Herzens und Lebens.

Wodurch wird die rechte Buße gewirkt? Sie kann gewirkt werden, wie bei den Niniviten und bei Ahab, durch Androhung von schweren Strafen, oder auch durch wirklich vorhandene Nöte und Leiden, darin der Mensch erkennt: Es ist meiner Sünden Schuld. Doch geht solche Angstbuße meistens nicht tief. Wirksamer ist es, wenn ein Herz sich zur Buße erwecken läßt durch die Stimme des Gewissens oder durch die Wahrheit des Wortes Gottes. Den schönsten Weg zur Buße aber zeigt uns der Spruch:Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet?(Röm. 2, 4.)

Wahre Buße treibt ans Herz Gottes; sie wirkt den rettenden Glauben und führt dadurch zum Frieden mit Gott und zum ewigen Leben. Darum freut Sich auch Gott von Herzen über jede aufrichtige Buße.Es wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut. (Luk, 15,7 K. E.

8.

Die zwei Wege.

Vater Nila, der Lappländer oderLappe, wie der Name eigentlich lautet, war ein lieber alter Mann, den jedermann gern hatte. Als er diese Erde verließ, hatte er mehr als fünfzig Jahre seinem HErrn in aufrichtigem, treuem Glauben gedient. Es war ergreifend, ihn mit der ganzen Wärme seines Herzens von der Zeit erzählen zu hören, wo er aus

dem Sündenschlaf aufgewacht und nach ernsten, schweren Kämpfen das geistliche Leben in seiner Seele zum Durchbruch gekommen war.

In seiner Jugend hätte Nila nicht gerade das Muster eines ehrlichen Menschen genannt werden können. Über das Mein und Dein hatte er seine eignen Begriffe, was in diesem Falle sagen wollte, daß er es nicht allzu genau damit nahm, ob die Renntiere, welche er benutzte oder schlachtete, zu seiner Herde oder zu der Herde eines Nachbarn ge⸗ hörten. Die anklagende Stimme des Gewissens ver⸗ stand er dabei meisterhaft zum Schweigen zu bringen. Eine besondere Freude bereitete es ihm, wenn er fremde Kaufleute, die im Lande Handel trieben und dabei den Lappen manches Unrecht zufügten, einmal gründlich übers Ohr hauen konnte, wie man zu sagen pflegt. Im übrigen nahm er das Leben, wie so viele seiner Altersgenossen, von der heitersten Seite. Dann und wann fuhr er von seinem Zelt in das nächstgelegene, aber immerhin noch weit entfernte Kirchdorf, aber nicht etwa um die dortige Kirche zu besuchen, sondern um Branntwein zu kaufen. So schwanden für Nila die Tage und Jahre dahin, ohne daß er sich je um höhere Dinge gekümmert hätte.

Doch der HErr ging in Seiner Gnade auch diesem verlornen Sohne nach. Eine große geistliche Erweckung entstand in dem kalten, felsigen Lande der Lappen. Man berichtete wunderbare Dinge darüber. Aus Trunkenbolden wurden nüchterne, ernste Menschen; Diebe brachten das gestohlene Gut zurück und ge⸗ standen offen ihr Unrecht ein; Flucher gaben ihre bösen Gewohnheiten auf und riefen den Namen des HErrn an. Eine wunderbare, geheimnisvolle Macht hatte ihre Wirksamkeit unter den rauhen Bewohnern des Landes begonnen.

Viele zwar nannten die Bewegung eine geist⸗ liche Krankheit und suchten sich ängstlich vor jeder Ansteckung zu bewahren. Aber auch unter diesen Feinden hörte man nicht selten von wunderbaren, durch die geheimnisvolle Macht bewirkten Verände⸗ rungen.

Sowohl in den Zelten der Lappen als auch in den Wohnungen der Fremden, die sich im Lande ansässig gemacht hatten, wurde das Evangelium ver⸗ kündigt. Auch Nila bekam es zu hören. Aber welchen Eindruck machte es auf ihn? Sollte man es für möglich halten? Er war in seinen Augen viel zu gut für diese neue Botschaft. Wie er hörte, sollte jeder Mensch von Natur ein verlorner Sünder sein, Das war nach seiner Meinung weit übertrieben. Was für außergewöhnlich Böses hatte er denn getan? Und wenn er wollte, konnte er sehr wohl ein noch besserer Mensch werden. Ein vorzüglicher Gatte und

er ja mit leichter Mühe ersetzen. So dachte Nila. Aber obwohl er selbst es nicht wußte, war Gottes Geist mit ihm beschäftigt.

Zuerst machte er zu seinem großen Verdruß die Ent⸗

Freund war er schon. Was ihm noch fehlte, konnte

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