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deckung, daß seine junge Frau, mit der er der Ver⸗ kündigung des Evangeliums beigewohnt hatte, seit der Zeit oft sehr niedergeschlagen und bekümmert war. Sie war also auch schon von der Krankheit angesteckt, ein Grund mehr für ihn, von jetzt ab besonders auf der Hut zu sein. Aber was geschah?
Eines Tages befand sich Nila auf dem Felde, um nach seinen Renntierherden zu sehen. Da war es ihm mit einemmal, als ob sich eine schwarze
Wolke auf seine Seele niedersenke. Eine schreckliche
Angst befiel ihn, und in seinem Innern erklang eine Stimme, die ihm zurief, er sei verloren seiner vielen Sünden wegen. Dieser Zustand wurde von Minute zu Minute schlimmer. Die Bäume drüben im Walde, die Renntiere, sein Hund— alle erschienen ihm glücklich im Vergleich mit ihm, weil sie keine Sünder waren wie er. Er fürchtete, die Erde unter seinen Füßen könne sich auftun, um ihn zu verschlingen. Eine unbegreifliche, nie gekannte Bewegung hatte sich seiner bemächtigt. Er wußte nicht, daß es der Geist Gottes war, der an seinem Gewissen wirkte, um ihn von der Sünde zu überführen. f Als Nila zurückkam, ging er in sein Zelt, warf sich aufs Bett und verbarg sein Gesicht in beiden Händen. Er hätte weinen mögen, aber seine Augen fanden keine Tränen. Seine Frau bemerkte wohl seine Not, konnte ihm aber nicht helfen, weil sie selbst die richtige Arznei für ihre kranke Seele noch nicht gefunden hatte. So mußte Nila denn seinen Kampf allein durchkämpfen, oder besser gesagt, Gott kämpfte, um ihn der Gewalt des Satans zu ent⸗ reißen. Es war ein furchtbares Ringen. Der Teufel wollte seine Beute nicht fahren lassen. Deutlich sah der Unglückliche die zwei Wege vor sich, über die er noch vor wenigen Tagen hatte predigen hören: den schmalen Weg, der zum Leben, und den breiten Weg, der ins Verderben führt. Er verstand, daß er jetzt für sein ganzes Leben, ja, für die Ewigkeit seine Wahl zu treffen hatte. Sollte er seinem ganzen bisherigen Wesen den Abschied geben? Sollte er auf— hören zu fluchen, zu trinken und zu stehlen und den Frommen gleich werden, die in ihrem Glauben so glücklich zu sein schienen? Oder sollte er den neuen Gedanken, die ihn bestürmten, mit Gewalt Einhalt gebieten und sein altes Leben fortsetzen? Niemals war es ihm bisher zum Bewußtsein gekommen, was da alles in seinem Herzen wohnte; jetzt sah er, daß die Sünde ihn mit schier unwiderstehlicher Macht festhielt. Sollte er dieser Macht erfolgreich entgegen- treten können? Was unserem Nila jedoch als das größte Hinder⸗ nis erschien, ein Christ zu werden, war folgendes: Er hatte sich in seinem Leben vieler Betrügereien gegen seinen an der Seeküste wohnenden Gutsherrn schuldig gemacht; und das verstand er sehr wohl: wollte er wirklich ein neues Leben beginnen und Frieden für sein Herz haben, so mußte er diese Sünde, die ihm wie eine Zentnerlast auf dem Gewissen
lag, rückhaltlos bekennen. Der freundliche Leser kann sich leicht vorstellen, welch ein schwerer Entschluß das für unseren armen Freund war. Die Tür war in der Tat sehr eng. Sollte es nicht besser sein, draußen zu bleiben? Sollte er nicht lieber zu dem Brannt⸗ weinhändler im Dorfe fahren und in dem berauschen⸗ den Getränk Vergessen aller Gewissensqualen suchen?
Endlich konnte Nila es nicht länger in dem engen Zelt aushalten. Er trat ins Freie. Nicht weit von ihm graste sein bestes Renntier, das schon oft seinen Schlitten in eilender Fahrt über die zugefrorenen Moräste und durch die dichten Fichtenwälder Lapp⸗ lands gezogen hatte. Noch einen Augenblick zögerte er; dann aber lockte er das Tier heran, schirrte es ein, und wenige Minuten später befand er sich auf dem Wege. Unermüdlich legte das prächtige Tier ein Kilometer nach dem anderen zurück. Wohin ging denn die Reise? Direkt auf die große Straße zu, welche sich von der Küste zu dem Kirchdorf oben im Gebirge hinzog. Von dem Punkte aus, wo der Weg in die Straße einmündete, war es fast genau so weit zum Branntweinhändler im Dorf wie zum Gutsherrn an der Küste. Das waren die beiden möglichen End⸗ punkte der Reise; zwischen ihnen mußte Nila wählen. Es bedurfte nur eines einzigen leichten Ruckes am Zügel, um das Renntier dahin oder dorthin zu lenken. Er fühlte, daß diese einzige Bewegung seiner Hand entscheidend sein würde für sein ganzes ferneres Leben. Immer näher kam der verhängnisvolle Punkt, aber immer noch hatte er seine Wahl nicht getroffen. Was sollte er tun? O wenn die Tür, die zum Leben führte, nur nicht so unsagbar eng gewesen wäre, wenn der schmale Weg nicht durch soviel Schmach und Demütigung, ja, vielleicht durchs Gefängnis ge⸗ führt hätte! Daß es der beste, ja, der einzig rich— tige Weg war, das fühlte Nila immer mehr.
Jetzt sah er die Straße vor sich liegen. In wahrer Todesangst versetzte er dem Renntier einen Schlag mit der Peitsche, daß es in fliegender Eile voranstürmte; dann schloß er die Augen. Das Tier mochte sich selbst seinen Weg wählen.
Der Kreuzungspunkt war erreicht. Schnaubend bog das starke Tier in die Straße ein und wandte sich, ohne einen Augenblick zu zögern, der Seeküste zu, wo der Gutsherr wohnte. Gott hatte seine Schritte gelenkt.
Was Nila im weiteren Verlauf der schnellen Fahrt fühlte, ist nicht zu beschreiben. Er vermochte nicht seine Gedanken zu einem Gebet zu sammeln, aber das ängstliche, stammelnde Rufen seines Herzens drang doch hindurch zu Gott. O wie schwer fiel dem armen Lappen der Gang zum Herrenhause! An Ort und Stelle angekommen, ging er in die Küche und setzte sich da, der Landessitte gemäß, in der Nähe der Tür auf den Boden. Gedanken der pein— lichsten Art durchfuhren ihn. Wie würde man ihn aufnehmen? Wie würde alles ablaufen? Würde er nicht am Ende noch wegen all seiner Missetaten in


