Ausgabe 
28.9.1919
 
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Leben und Seligkeit; daß durch den Glauben an

Ihn die vollkommene Gerechtigkeit uns zugesprochen wird und keine Verdammnis ist für die, die sich mit Seinem Blute besprengen lassen; daß wir aus Gnaden selig werden ohn alles eigene Verdienst um Seinet⸗ willen; daß Sein Heiliger Geist Christum für uns und in uns verklärt und das Siegel der Kivdschaft Gottes uns auf die Stirn drückt; daß Er, Christus, der lebendige und persönliche Heiland, in uns mächtig sein will, Sünde, Kreuz und Tod zu überwinden; daß wir durch Ihn einen freien Gebetszugang haben zu der Herrlichkeit und Gnade Gottes; daß wir in Ihm die fröhliche und selige Gewiß⸗ heit haben, Gottes Erben zu sein und Seine Miterben.

Das ist das heilige Evangelium, das herrliche Evangelium für alle Armen, Mühseligen und Beladenen, für alle, die bankrott geworden sind an der eignen Gerechtigkeit, die Gnade haben wollen, weil sie selber nichts haben als lauter Schwachheit und Elend! Deshalb: ergreife die auch dir an⸗ gebotene Gnade, glaube, schaue Jesum an, wasche

dich in Seinem Blute, so wirst du rein! P. D.

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Was ist Vestehrung?

Was ist Bekehrung? Sich bekehren heißt, die entgegengesetzte Richtung einschlagen von der, in welcher man bisher gegangen ist. Ehe man den Weg ändert, muß man den Sinn ändern. Aller Wand⸗ lung oder Schwenkung im äußeren Leben liegt eine solche in der inneren Richtung zugrunde.

Der natürliche Mensch ist wie ein irrendes Schaf; er tut seinen eignen Willen und geht seinen eignen Weg. Sich bekehren heißt in den Weg des Gehorsams zurückkehren und seinen Willen beugen

unter den seines Gottes.

Von Satan verleitet, hatten wir uns aufgelehnt gegen Gott, hatten Ihm den Gehorsam gekündigt und uns für unabhängig erklärt. Sich bekehren heißt auf seine angemaßte Freiherrnstellung verzichten und sich Gott ausliefern. Man erkennt seinem Schöpfer seine Herrscher⸗ und Majestätsrechte zu und hört auf, sich mit seinen Gedanken um sich selber zu be⸗ wegen; man tritt Ihm gegenüber in die Stellung eines abhängigen und verantwortlichen Geschöpfs, das fortan im Dienste Gottes und zur Ehre Seines Namens die Gaben gebraucht, die Er verliehen. Mit der Bekehrung räumen wir Gott das Recht ein, über uns zu verfügen und mit uns umzugehen, wie der Töpfer mit dem Ton.

Wer sich bekehrt, opfert Gott Willen und Herz. Der natürliche Mensch sucht sein Leben auf der Erde, in den Kreaturen oder Gütern dieser Welt; er folgt dem Zuge seines Herzens, seinen Trieben und Leidenschaften. Sich bekehren heißt gegen den Strom schwimmen und seiner Seele eine Nahrung verweigern, die nicht für sie taugt. Wer sich bekehrt,

hebt seinen Blick aufwärts und richtet sein Herz der Welt zu, von welcher Christus herabstieg und die Sein Wort uns aufschließt. Dort allein sucht er fortan Leben, Nahrung und Erquickung.

Sich bekehren heißt sich mit seinen Gedanken beugen und gefangengeben unter die Gedanken Gottes, mit seinem Geiste anbetend stillstehen, da wo wir uns früher geärgert hätten, wenn wir von Gottes Wegen nichts mehr verstehen, wenn Sein Wort und Seine Führung unsere Gedanken durchkreuzen.

Sich bekehren heißt sich scheiden von sich selbst, frank und frei Stellung nehmen gegen dieses Ich, das man mit soviel zarter Rücksicht behandelt oder so feig geschont hatte; sich bekehren heißt sein Leben ausliefern, es heißt sterben.(Luk. 14, 26. 27.)

Mit der Bekehrung tritt der Mensch in ein neues Verhältnis zum Heiligen Geist. Durch Seinen Geist hat Gott schon im alten Bunde den Menschen von seiner Sünde zu überzeugen gesucht(1 Mose 6, 3); durch Seinen Geist zieht jetzt Christus alle Menschen zu Sich, erst an Sein Kreuz hinauf und dann in Sein Leben hinein.(Joh. 12, 32.) Sich bekehren heißt den Zügen des Heiligen Geistes nachgeben und sich Seiner Zucht unterwerfen.

Die Bekehrung besteht wesentlich darin, daß man den Strahlen des Lichtes, mit dem der Heilige Geist an einen herantritt, sich öffnet, daß man sich Ihm ausliefert gerade da, wo Sein Licht anklagend und ängstigend in irgendeinen Winkel des Herzens oder Hauses, auf die Gegenwart oder Vergangen- heit fällt. Wer sich bekehrt, hört auf,Lust zu haben an der Ungerechtigkeit(2 Thess. 2, 12), umdie Liebe zur Wahrheit anzunehmen(V. 10); er sucht das Licht und kommt an das Licht.(Joh. 3, 19 21.)

Selig, wer sich entscheiden kann, was er ist und was er hat, alles, was ihm lieb und teuer war, von Stund an in seines HErrn und Heilandes Hände abzugeben, fest entschlossen, Ihm sein Herz zu schenken.

Angesichts des Kreuzes Christi nimmt der Ruf zur Bekehrung eine bestimmtere Gestalt an. Sich bekehren heißt sich hingeben dem HErrn und Christo, der Sich für uns gegeben hat,der für uns alle gestorben ist,... auf daßunser keiner sich selbst lebe und keiner sich selbst sterbe, auf daßwir des HErrn seien. (Röm. 14, 7. 8; 2 Kor. 5, 15.) Wirklich bekehrte Leute sind die, die Jesu Christi ungeteiltes Eigentum ge⸗ worden, die Ihm Leben und Willen zum Opfer gebracht haben. Nur denen,die Ihm gehorsam sind, ist Er eine Ursache zur ewigen Seligkeit.(Ebr. 5, 9.) O. St.

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Zwei Wege und zwei Ziele.

Die Menschen wandeln hienieden nicht auf einerlei Wegen; darum werden sie auch nicht an einerlei Ziel gelangen. Der Weg ist zweierlei, darum ist auch das Ziel oder Ende des Weges zweierlei Das lehrt uns die Bibel. ö

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HALLE

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