Ewigleit.
Eine Dame, die den Nachmittag beim Karten⸗ spiel und den Abend in lustiger Gesellschaft zu⸗ gebracht hatte, fand, als sie nach Hause kam, ihr Dienstmädchen in einem religiösen Buche lesend. Sie sah ihr über die Schulter und sagte:„Du armes, melancholisches Geschöpf, welches Vergnügen kaunst du denn darin finden, solange über diesem Buche zu sitzen?“ Jene Nacht konnte die Dame nicht schlafen, sondern lag seufzend und weinend im Bette, und das Dienstmädchen fragte sie wiederholt, was ihr fehle. Zuletzt in lauten Jammer ausbrechend, sagte sie:„O ich sah ein Wort in deinem Buche, das quält mich, ich sah das Wort»Ewigkeit« dort! Ach, wie glücklich würde ich sein, wäre ich bereit für die Ewigkeit!“
Bist du für die Ewigkeitbereit? Schreckt dich noch der Gedanke, daß du die Reise dahin sehr bald wirst antreten müssen? Dann hast du noch nicht verstanden und erfahren, daß ein Heiland für dich gestorben ist, um dich von dem zukünftigen Zorne Gottes zu erlösen. Dann bist du noch nicht als ein durch deine Sünde verlorner und ver dammter Mensch reuevoll zu Jesu gekommen, hast noch nicht ernstlich um die Vergebung deiner Sünde gebetet. Dann hast du auch noch nicht glauben gelernt, daß Jesus für die Sünder ge⸗ storben ist und daß auch du zur Gewißheit der Vergebung deiner Schuld, zum Frieden mit Gott und zur lebendigen Hoffnung des ewigen Lebens gelangen kannst.
Das alles aber ist unerläßlich, um mit Zuver⸗ sicht und Freude der Ewigkeit entgegengehen zu können. Das alles haben auch sehr viele Menschen bereits erfahren und uns bezeugt. Das alles kannst auch du erfahren, denn Gottes Wort sagt:„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Er treu und gerecht, daß Er uns die Sünde vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“(1 Joh. 1, 9.)„Er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen worden. Die Strafe liegt auf Ihm, daß wir Frieden hätten, und durch Seine Wunden sind wir geheilt“(Jes. 53, 5.) „Glaube an den HErrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus errettet werden.“(Apg. 16, 31.) „Wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.“(Offb. 22, 17.) ö
Wohl ist es wahr, daß viele Dinge und Ver „pflichtungen dieses Lebens uns gar sehr in Anspruch nehmen und uns hindern, an die ernsten Fragen der Ewigkeit zu denken. Auch ist wahr, daß das Bei⸗ spiel der großen Menge um uns her uns leicht gleichgültig für ernstere Wahrheiten macht, aber die Unsicherheit unseres Lebens und die klare, ernste Mahnung der Heiligen Schrift treibt uns dazu, uns mit Ernst für die Ewigkeit zu rüsten. Niemand zieht aus seiner alten Wohnung aus, ohne sich vor⸗
her sorgsam darum bemüht zu haben, daß er doch alsbald eine andere Behausung finde. Keiner tritt eine längere Reise an, ohne mancherlei Vorberei⸗ tungen für die Reise und für das Land, das er be— sucht, getroffen zu haben. Wir würden den einen leichtfertigen Narren schelten, der an so wichtige Dinge nicht beizeiten denken wollte. Und du bist jeden Augenblick in Gefahr, aus der Behausung
dieses Lebens durch die Hand des Todes ausgestoßen
zu werden, du bist auf der Reise zur Ewigleit und kannst deine Zeit verwenden, ohne dich für die Zu kunft zu rüsten?
Wir haben am Bahnhof gar manchmal einen Reisenden gesehen, der durchaus noch mit einem ab⸗ gehenden Zuge mitfahren wollte. Er eilte an den Schalter, er bat fast flehentlich, man möchte ihm schnell eine Fahrkarte geben, er stürzte förmlich voran, nur um noch mitzukommen und sein Ziel zu erreichen, Das tut der Mensch um zeitlicher Angelegenheiten willen. Und wie handelst du in bezug auf die Ewigkeit? Zu den schrecklichsten Szenen in der anderen Welt werden die gehören, wenn Menschen, die mit den ernstesten Fragen ihres Lebens leicht⸗ fertig gespielt haben, plötzlich vor ihren Richter ge⸗ stellt sind und nun mit Schrecken wahrnehmen müssen, daß es nun zu spät ist, daß sie den Himmel, ihre Seligkeit für alle Ewigkeit verspielt haben, Darum ist es für dich so wichtig, daß du dir heute darüber klar wirst, ob du für die Ewigkeit bereit bist. F. W. S.
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Was ist Evangelium?
Evangelium ist die frohe Botschaft, daß der Himmel über uns sich geöffnet, Gott in Christe Mensch geworden und unter uns gewandelt hat; daß Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren, und wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, unsere Knechtsgestalt hat angenommen, an unserer Statt das ganze Geseß erfüllt hat und Seinem Vater gehorsam war bis zum Tode am Kreuze; daß Er unsere Sünde und Schuld auf Sich nahm, ja für uns zur Sünde wurde und am Fluchholz hing und mit Seinem heiligen, teuren Blute in das Allerheiligste gegangen, um die ewige Erlösung zu bringen; daß Er am dritten Tage durch die Herrlichkeit des Vaters aus dem Grabe auferweckt ist, als ein untrüglicher Beweis, daß Gott Sein Opfer angenommen; daß Er vor den Augen Seiner Jünger sichtbarlich gen Him nel gefahren und wir Ihn wissen zur Rechten des Vaters, unser alleiniger Fürsprecher zu sein auf Grund Seines füt uns vergossenen Blutes; daß Er wiederkommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten und auf⸗ zurichten das ewige Reich der Herrlichkeit; daß alle die, die bußfertig und reumütig zu Ihm kommen, an Ihn glauben, die Vergebung der Sünden haben,
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