Ausgabe 
23.11.1919
 
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Gericht des heiligen Gottes getreten. Das Urteil, welches ich für ewig verdient hatte, ist an Ihm, dem heiligen Sohne Gottes, auf dem Kreuze voll⸗ streckt worden, damit ich Frieden fände. Alles für mich!

Hast du, mein Freund, einmal so in die Todes⸗ wunden des Sohnes Gottes hineingeblickt, daß dein Herz wirklich in überströmender Dankbarkeit über das Kreuz von Golgatha schreiben konnte: Für mich!? Du wirst nicht eher Frieden und Gewiß⸗ heit der Vergebung aller deiner Schuld finden, du wirst nicht eher genesen von allen Wunden, welche dir die Sünde schlug, als bis du diese selige Bot⸗ schaft einer ewig gültigen Versöhnung mit dem ganzen Herzen erfaßt: Jesus starb für mich, Er ist mein Heiland! Wenn du so mit dem Herzen die Gnade ergreifst, dann wird Jesus dein HErr und Gebieter, der das Steuerruder deines Lebens führt, und du wirst Sein Zeuge inmitten dieser Welt, wo man Ihn nicht kennt.

Deshalb noch einmal die Frage: Hast du Seine Stimme verstanden in dem Donner des großen Krieges, in den Hunderten von Gräbern, welche die Söhne unseres Volkes bedecken? Hast du Seine Stimme gehört durch das Wort Gottes, welches dir zuruft:So lehre uns denn zählen unsere Tage, auf daß wir ein weises Herz erlangen?(Ps. 90, 12.) Hast du verstanden, daß Jesus durch die Reihen unseres Volkes scheeitet, daß Er auch an dein Herz und Gewissen klopft und dich fragt:Hast du Frieden mit Gott? Hast du Gewißheit der Vergebung aller Schuld? Hast du sie gewisse Hoffnung ewiger Herrlichkeit?

v. V. 1 85 Der Blick nach oben.

Jedermann weiß und kann es mit Händen greifen, daß wir in einer dunkeln, bösen Zeit leben. Viele, die früher lustig das Leben genossen haben, sagen nun, es sei heute nicht mehr schön zu leben. Und wahrlich, wenn man auf die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse blickt, gar nicht zu reden von den religiösen und moralischen Zuständen, so kann man allen Mut verlieren. Am besten ist der⸗ jenige daran, der sich an Gottes Wort hält, das unseren Blick immer wieder nach oben lenkt. Darum wollen wir es mit dem Psalmwort halten:Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Diesen Blick nach oben finden wir auch in einem anderen Schriftabschnitt, nämlich in den Klageliedern des Propheten Jeremia, Kap. 3, 3758.

1. Wenn wir diesen Abschnitt lesen, so stehen wir zunächst unter dem Eindruck, daß wir nicht die ersten und die einzigen sind, die von großem Leid

betroffen wurden.

dem Lande vertrieben.

ähnlicher Not sind. Propheten, die er vor Gott ausschüttet:

durch konnte.

ihr Maul auf wider uns. geplagt mit Schrecken und Angst.

Tochter meines Volkes. rung trifft genau zu auf unsere heutigen Verhältnisse

das kleine Israel hat dem großen babylonischen Welt reich gewiß nicht viel zuleide getan. Prophet richtet seinen Blick ganz wo anders hin

schehe ohne des HErrn Befehl, und daß nicht Bösez und Gutes komme aus dem Munde des Allerhöchstend Er schrieb also das Unglück seines Volkes nicht den Bosheit der Feinde zu, sondern nahm es als ein Schickung von Gott. Sollte er nicht recht haben damit? Wenn irgend etwas geschehen könnte, ohm daß der Wille Gottes es zuläßt und es zur Auz führung der Gedanken Gottes lenkt, so wäre ja Got nicht allmächtig. Und so gewiß das Unglück übe Israel von Gott kam, so ist auch heute der Zusammen bruch unseres Volkes und der Triumph unserer Feinde eine Schickung Gottes. Wir dürfen, ja wir müsser auch heute sagen, was Kaiser Wilhelm I. nach det Schlacht von Sedan aussprach:Welch eine Wen, dung durch Gottes Fügung! Damals war es ein Wendung zum Guten, wenigstens äußerlich. Heut ist's eine Wendung zum Bösen, wenigstens äußerlich Da ist es nicht mehr als billig, daß wir mit Hiol sprechen: warum sollen wir das Böse nicht auch annehmen? Und wie das Böse, das damals äußerlich über Hiol kam, ihm hernach zum inneren Segen gereichte, se kann und wird auch Deutschlands Unglück unseren Volke zum Besten dienen, wenn viele sich von Herzen zu Gott bekehren.

3. Jeremia schalt nicht auf die Feinde; en murrte auch nicht gegen Gott. Er sagt:Wit murren denn die Leute im Leben also? Ein jegliche! murre wider seine Sünde! Laßt uns erforschen unk prüfen unser Wesen und uns zum HeErrn bekehren Laßt uns unser Herz samt unseren Händen aufheben zu Gott im Himmel! Wir, wir haben gesündigt und sind ungehorsam gewesen; darum hast du billig nicht verschont, sondern uns mit Zorn überschüttet. Daß

Noch größer als die Not und Schmach des deutschen Volkes in unseren Tagen war die Trübsal des Volkes Israel zur Zeit Jeremias Israel wurde von seinen Feinden nicht nur unter drückt und ausgebeutet, sondern ganz und gar auz Es ist ja immer ein Trost, wenn auch ein schlechter, zu sehen, daß andere it Hören wir die Klagen dez Du haf Dich mit einer Wolke verdeckt, daß kein Gebet hin Du hast uns zu Kot und Unflat ge macht unter den Völkern. Alle unsere Feinde sperren Wir werden gedrückt un Meine Augen rinnen mit Wasserbächen über dem Jammer des Nicht wahr, diese Schilde,

2. Was tat nun Jeremia angesichts solcher Not! Fing er an auf die Feinde zu schelten? Er hätt wohl Ursache dazu gehabt, weit mehr als wir; dem Aber dei

Er spricht:Wer darf denn sagen, daß solches ge

Haben wir Gutes empfangen von Gott,

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