Ausgabe 
23.11.1919
 
Einzelbild herunterladen

öster, n im⸗ leben er zu n zu lische gt.

umal vigen damm it zu D.

deiner 55 mußt n; Ver⸗ n? l'!

rot! gießen nicht n,

il ge⸗ t

nädig t du's f

mlung.

nlung; 9 Uhr

Sonn; ittwoch

ittwoch

SO ο/,,j,ũj ü

Nufwärts!

Gemeinschaltsblatt für Hessen.

eee%%%%%%% S eοοοο%ꝶẽ,ẽ˖ ue eονο

: a 2 : *

Erscheint alle vierzehn Tage. Uerlag der Buchhandlung der Pilgermission Gießen.

Redakteur: Prediger O. Dreibholz, Bad Blankenburg. Verschiedene Mitarbeiter. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel.

Nr. 47/48. Sonntag, den 23. und 30. November 1919. 12. Jahrg.

Leben und Tod.

Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr. Pf. 103, 15. 16.

Nach der ererbten Sitte erblicken viele unserer Zolksgenossen im Totenfest den Tag, an welchem an eine Pflicht der Liebe und der Dankbarkeit an zn Verstorbenen erfüllen darf. Man ehrt die Joten mit liebevollem Gedenken, mit dem Vorlesen ger letzten Briefe und mit mancher Träne der Behmut. Tausende gehen zu den Begräbnisstätten, am Kränze auf die teuren Gräber zu legen; manches gild daheim an der Zimmerwand wird mit Blumen zeschmückt, um den geliebten Menschen zu ehren und im zu erweisen: Du bist unvergessen; wir lieben ach noch wie einst! Aber wie unentbehrlich auch in Mensch zu sein schien das Leben geht seinen Zang, und immer wieder erleben wir die große, enste Wahrheit:Der Mensch, wie Gras sind seine rage; wie die Blume des Feldes, also blüht er, enn ein Wind fährt darüber, und sie ist nicht mehr, ind ihre Stätte kennt sie nicht mehr! der Verstorbene ist weggenommen von der Stelle, 50 er voll Hoffnung und Freude in Jugendkraft kangte! Wie wehmütig, wie ernst und doch: un⸗ zbänderlich!

Die Toten sind nun alle vor Gott, ihr Erden⸗ ben ist abgeschlossen. Wir Menschen wischen uns e Tränen von den Augen um der zerbrochenen hoffnungen und um der Liebe willen, die da be⸗ kaben liegt. Wir können nichts mehr hinzufügen u Liebe und Treue, und wir können nichts mehr iudern an dem, was wir versäumten. Des Todes lille Majestät verkündet an den Gräbern den ge⸗ zaltigen Ernst der Ewigkeit, der Verantwortlichkeit zes Menschen und der Wahrheit des heiligen Wortes Jottes. Darum stebt auch in der Bibel hinter dem Borte von der Vergänglichkeit:Die Blume ist ab⸗

gefallen das andere:Aber das Wort des HErrn bleibt in Ewigkeit. Dies aber ist das Wort, welches unter euch verkündigt worden ist.(1 Petri 1, 25.)

Jedoch bedenke: Alle Grabstätten reden nicht zu den Toten, sondern zu den Lebenden. Wir Menschen rühmen dankbar die Taten, die Liebe und Treue unserer Toten. Ja, das ist uns ein Bedürfnis; wir möchten ein Denkmal aufrichten, ein Denkmal in unseren Herzen für die Liebe und Treue, die sich für uns geopfert hat; wir möchten, daß dieser hochragende Denkstein leuchtend bewahrt bleibe inmitten der Fluten der Alltäglichkeit des Lebens, durch welche wir hindurchschreiten müssen.

Und doch, du lieber Mensch, der du so gern deine Toten dankbar ehren möchtest, weißt du, daß gerade auf diesem Gebiet deines Lebens größter Mangel und deines Herzens tiefste Versäumnis ist? Da ist Einer für dich gestorben, der dich unendlich liebte, der nie das Eigne suchte, der alles, was Er war und hatte, gab und opferte für dich. Er kämpfte und siegte in dem großen Kampf wider Satan, Sünde, Welt und Tod. Er kämpfte und siegte, litt und starb für dich. Du aber hast Ihm dein Herz doch nicht geöffnet und Seiner Liebe doch nicht gedankt und hast Ihm nicht gewährt, um was Er dich bat. Dieser Eine, Jesus Christus, der Sohn Gottes, war die Liebe in Person, und aus Seinem Angesicht leuchtete die Gnade und das Erbarmen Gottes.

Darin besteht der Mittelpunkt und das Funda⸗ ment wahren Christentums, daß wir in Sünden ge⸗ bornen Menschen mit unserem oft so harten und eigenwilligen Herzen, mit unserer fündenbefleckten Vergangenheit diese Wahrheit, diese Wirklichkeit er⸗ greifen: Jesus starb für mich! Er ist aus dem Himmel gekommen und auf Erden erschienen, Er ist den Weg von der Krippe bis zum Kreuz gegangen mit tausend Schmerzen, welche Ihm die Sünde der Menschen bereitete. Er hat Sich beladen mit meiner Schuld, Er ist als mein Bürge in das