Ausgabe 
21.12.1919
 
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Wohlgefallen an den Menschen, ja, ein so großes Saal. Dem Draußenstehenden wurde wunderbar Sie Wohlgefallen, daß Er sagt und es mit einem Eide zumute. O das Lied, das alte, schöne Weihnachtslied Dieb beschwört:So wahr als Ich lebe, spricht der HErr, wie oft hatte er es als Bube gesungen. Er sah sick ich habe kein Wohlgefallen am Tode des Sünders, wieder daheim vor dem Weihnachtsbaum stehen und schich sondern daß er sich bekehre und lebe. Sein Wohl- trat, ohne es zu wollen, dicht an die Glastür heran, gefallen ist sogar so groß, daß Er sagt:So kommt indem er laut in das Lied mit einstimmte. Man denn und laßt uns miteinander rechten. Wenn eure muß es im Saale gehört haben, denn alle Köpfe der e Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß wandten sich nach der Glastür. Verwirrt wollte werde werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll er sich zurückziehen, da wurde die Tür geöffne. 9 sie doch wie Wolle werden.(Jes. 1, 18.) Und und der Herr zog ihn schweigend in den Saal 0 er 11 5 wenn du verzweifelnd fragst: HErr, woran soll ich Beschämt blieb Georg an der Tür stehen. Der zählte d erkennen, daß Du mit Wohlgefallen gegen mich er. Herr aber las mit klarer Stimme die Weihnachts. worde füllt bist? so weist Er dich auf die Krippe hin und geschichte, dann sprach er noch ein paar herzliche hätte sagt: Sünder, wenn ich nicht Wohlgefallen an dir Worte über die Liebe unseres Heilandes, die Dieb hätte, wie würde ich mich dann von Meinem ge- wir nie vergessen sollten. Georg Wessel stand ihm k liebten Sohn getrennt haben! Wenn ich nicht Wohl. wie im Traum da. Das waren Worte, die gaheit gefallen an der Menschheit hätte, würde Ich doch schon lange nicht mehr gehört hatte. Arm nimmer Meinen Sohn dahingegeben haben, daß ErDu, heb mich bitte mal, weckte ihn da ein 20 einer von ihnen würde, um auf diese Weise so viele Kinderstimme aus seinem Sinnen. g Ich b

von ihnen zu retten, wie an Ihn glauben wollen! Ner hütet 5 3 65 5: unde 5 35 die Liebe Gottes 1 Menschen was 1 0 er das Kind an; er wußte nicht 25 bezweifelst, blicke auf zu der seligen Engelschar über 5

5 5 5 1 der N Bethlehems Flur, sieh das Licht, welches die Mitter⸗Heb mich doch, bitte, wiederholte die Kleine 1 Dank!

nacht erhellt, lausche auf die wunderbaren Worte, Da hob er das Kind empor. Zutraulich legte dit ein K und dann laß deine Zweifel schwinden und sich in] Kleine den Arm um seinen Hals und griff iaucgze and Harmonien auflösen. Das Lob der Engel versichert nach dem goldenen Stern, der oben 2 Baum ihn. uns, daß Gott Wohlgefallen an den Menschen hat, strahlte. Georg Wessel zuckte er ihrer Berührung 48 5 daß Er bereit ist, zu vergeben, daß Er der Sünden zusammen; scheu hielt er das Kind fest, und heiß, Sie u und Untugenden nicht mehr gedenken will. Sp. Tränen traten ihm in die Augen. ö Berga Die Kleine sah diese Tränen.Nicht weinen, Ina 5 sagte sie zärtlich,Elly hat dich lieb! und gas N dem Manne einen schallenden Kuß auf die Wange, i 5 während sie mit der anderen Hand liebkosend üben Eine Weihnachtsgeschichte. sein Gesicht strich. Georg schluchzte laut auf. Dit 5 Es war um die Weihnachtszeit, da ging aus Eltern, die mit der Austeilung der Geschenke an di Daun der Tür eines Zuchthauses ein junger Mensch hinaus. Leute beschäftigt gewesen waren, sahen sich gleich Weihn Die Tür schloß sich, und er war wieder ein freier zeitig um.Aber Elly! rief die jüngere Dam 5 Mann. Frei! jawohl, vogelfrei kein Dach fast vorwurfsvoll. Rasch trat sie näher hinzu, zenosse über dem Kopf, kein Geld in der Tasche, mitten auf und da sah sie Tränen in den Augen des Manne, in W der Landstraße in der größten Winterkälte. und es lag ein solcher Ausdruck auf seinem Gesicht, iu sein Es dunkelte schon stark, als der Mann ein daß sie nur dem Kinde zunickte und sich dann a 2 Dorf erreichte. Er wandte sich nun dem großen fragend zu ihren Manne wandte. Ein Stöhnen wide Gutspark zu, in dem Gedanken, dort einen Dieb. rang sich aus Georg Wessels Brust, und faf Apfeln stahl auszuführen. Aus dem großen Saal, der nach ungestüm ließ er die Kleine zur Erde gleiten, dil 8 dem Park hinausführte, strahlte ihm schon heller ihn jetzt verwundert ansah. f zer He Lichtschein entgegen. Behutsam schlich er näher, Wessel blickte dem Kinde traurig nach; stum dem a kroch die Stufen der Veranda herauf, und drückte wandte er sich der Verandatür zu. Doch der Hert, sich dann hinter den einen Eckpfeiler. Hier konnte der ihm die Tür geöffnet hatte, sagte freundlich:Wohin betete( er den ganzen Saal übersehen. Ein Herr und eine lieber Freund? Sie haben ja noch keine Weihnachts Noll D Dame waren beschäftigt, die Lichter am Baum anzu- gabe, und Elly will Ihnen doch gern etwas schenken. zünden. Als sie fertig waren, öffnete sich die Flügel.Ich, ich möchte fort, stieß Wessel dumpf hervor tür und ein hübsches, kleines Mädchen von vielleicht Der Herr blickte ihn fest an.Sagen Sit drei Jahren trat an der Hand einer alten Dame mir, wie kann ich Ihnen helfen? fragte er. zuerst in das Zimmer, ihnen folgte eine AnzahlIch möchte Arbeit! stieß Georg hervor. Leute, Männer und Frauen. Während das KindDie sollen Sie haben, lieber Mann, bei uns 58 auf den brennenden Baum starrte, stellten sich die gibt es immer irgendeine Arbeit. Aber erst wollen eine S Leute im Kreise auf.Vom Himmel hoch, da wir Weihnachten feiern. 1 Bott komm' ich her... brauste es fröhlich durch denSie wollen mir Arbeit geben, mein Herr; meiner