Ausgabe 
21.12.1919
 
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Herr!

Sie kennen mich ja gar nicht. Dieb oder Mörder wäre2 Lieber Freund, in der Bibel steht eine Ge⸗ schichte vom verlornen Sohn. Kennen Sie sie?

Georg nickte stumm.

Nun, dann wissen Sie auch, daß jeder Mensch, der einmal im Leben gestrauchelt ist, wieder gerettet werden kann, wenn er sich retten lassen will.

Rückhaltlos, ohne irgendeine Beschönigung beichtete er nun dem Gutsherrn sein ganzes Leben. Er er⸗ zühlte, wie er aus Eifersucht fast ein Mörder ge⸗ worden war, seine Schuld im Zuchthause abgebüßt hätte und nun aus Verzweiflung hätte ein Dieb werden wollen, wie das Lied ihn ergriffen und ihm die Heimat vorgezaubert hätte und sein Glück zaheim.Ach, Herr, und wie die Kleine auf meinen Arm wollte, mich so zutraulich um den Hals nahm, da hätte ich sterben mögen vor Jammer und Scham. Ich bin ein verlorner Mensch, aber die Weihnachts⸗ kunde bei Ihnen werde ich nie vergessen.

Der Gutsherr hörte ihm still zu; er fühlte, was der Mann ihm erzählte, war keine Lüge; eine tiefe Dankbarkeit gegen Gott flammte in ihm auf, der sein Kind des Unglücklichen Engel hatte werden lassen, und ein herzlicher Jammer mit dem Armen ergriff ihn.Lieber Freund, sagte er,Gott hat Sie mir us Haus geschickt am Weihnachtstag, und ich will Sie um Seinetwillen hier behalten. Lassen Sie das Zergangene, und werden Sie durch Gottes Inade ein neuer Mensch.

Ich darf hier bleiben, trotzdem Sie alles wissen, Hie wollen mich nicht wegjagen?

Eben weil ich alles weiß.

Dank, o Dank! stieß Wessel jubelnd hervor. Dann gingen sie noch einmal hinüber in die Weihnachtsstube.

Mutter, hier habe ich einen neuen Haus⸗ zenossen für unsere Gärtnerei; willst du ihm noch ein Weihnachtsgeschenk geben? sagte der Hausherr n seiner Frau.

Diese sah ihren Gatten prüfend an.Gern, erwiderte sie und reichte Georg einen Teller mit Apfeln, Nüssen, Pfefferkuchen und Strümpfe.

Georg stotterte seinen Dank. Dann führte ihn zer Hausherr in die Gärtnerei und überwies ihn zem alten Gärtner.

Drüben in der Kammer neben der Gärtnerei zetete Georg zum erstenmal seit langen, langen Jahren. oll Dank summte er noch einmal sein Weihnachtslied.

Wenn ich nun ein

8.

Gerechtfertigt vor Gott.

Bei jeder Rechtfertigung handelt es sich um eine Schuldfrage. Die Schuld des Menschen Bott gegenüber nennt die Bibel Sünde. Bei meiner Rechtfertigung vor Gott kommt also meine

Sünde zur Sprache. Das ist keine Sache der Ein. bildung oder des religiösen Gefühls, auch keine bloß, Theorie, sondern eine ernsthafte Rechtsfrage von der höchsten praktischen Bedeutung. Darum muf sie auch auf dem Boden des Rechts erörtert werden Nur ein Angeklagter hat nötig, sich zr rechtfertigen; ein Unbescholtener hat keine Ursach: dazu. Vor Gott aber ist nur einer unbescholten nämlich Jesus, der sagen konnte:Niemand kant Mich einer Sünde zeihen. vor Gott als Angeklagte, angeklagt von unseren eignen Gewissen, angeklagt von den vielfach über tretenen Gottesgeboten, angeklagt vom Satan, diesem Verkläger der Menschenkinder. 5 Will der Angeklagte sich rechtfertigen, so muf er seine Unschuld erweisen. Ist er aber schuldig, so kann er von einem gerechten Gericht keine Recht⸗ fertigung erlangen, sondern hat Verurteilung und Strafe zu erwarten. Wer aber wollte es unter⸗ nehmen, vor Gott seine Unschuld zu erweisen? Wird vor dem allwissenden, heiligen und gerechten Richter nicht jeder sich schuldig bekennen müssen? So Du willst, HErr, Sünde zurechnen, HErr, wer wird bestehen? Jesus sagt den selbstgerechten Pharisäern:Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen, aber Gott kennt eure Herzen.(Luk. 16, 15. Nein, wir können uns vor Gott nicht rechtfertigen Steht aber unsere Sache so, dann wird es uns allen, wenn Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit ihren Lauf nimmt, nach dem Worte ergehen:Gottez Zorn vom Himmel wird geoffenbart über alles gott, lose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen. (Röm. 1, 18.) Es steht uns nichts anderes bevor, als Verurteilung und Strafe; die Bibel nennt das Verdammnis, wobei unterschieden wird zwischen dem Verdammungsurteil vor dem Richterstuhl Gottes und dem Zustand der Verdammnis in der ewigen Pein des Feuersees. Das Gegenteil vongerecht⸗

fertigt ist alsoverdammt. Wie die Verurteilung

vor Gericht auf Grund des Staatsgesetzes geschieht, so erfolgt das Verdammungsurteil auf Grund des Gesetzes Gottes.

Dennoch gibt es für den Schuldigen eine Mög⸗ lichkeit der Rettung. Er kann der Verurteilung oder wenigstens der Strafe dadurch entgehen, daß ein anderer seine Schuld bezahlt, sein Unrecht gut⸗ macht oder seine Strafe trägt; es kann auch trotz Schuld und Urteil noch Begnadigung erfolgen. Also entweder Stellvertretung oder Begnadigung, das sind die einzigen Rettungsmittel des Schuldigen vor dem irdischen Richter. Ebenso ist es vor dem himmlischen Richter. Nur daß es da nicht heißt: entweder Stellvertretung oder Begnadigung, sondern: Begnadigung auf Grund von Stellver⸗ tretung. Gepriesen sei der barmherzige und gnädige Gott, der uns den Weg einer rechtmäßigen Er⸗ lösung eröffnet hat, indem Er uns Begnadigung zukommen läßt durch die Stellvertretung Seine!

Wir alle dagegen stehen