erfüllte, werde ich mie mit Worten beschreiben können. Ich habe oft über Paulus und Silas nachgedacht, als sie im Kerker von Philippi Loblieder sangen. Welch eine Kraft muß in ihnen gewirkt haben, daß sie imstande waren, unter solch schwierigen Um⸗ ständen zu singen! Aber auch ich hätte singen können; so tief und voll war die Freude, die mein Inneres beseelte. O wie vermag der HErr in Stunden der Gefahr und Draugsal das Herz still und stark zu machen! Wie fühlbar ist gerade daun Seine Gegenwart!
Noch einige Zeit trieben wir auf dem Wasser umher. Dann lichtete sich der Nebel, und ein kleines Boot bemerkte uns und kam uns zu Hilfe. Wir wurden an Land gebracht und fanden dort liebevolle Pflege. Wieder mußte ich an den Apostel Paulus denken, als er bei der Insel Malta Schiff bruch gelitten hatte. Sein Begleiter Lukas erzählt von den Bewohnern der Jusel:„Sie erzeigten uns eine nicht gewöhnliche Freundlichkeit.“ So erging es uns auch. Völlig erschöpft wie wir waren, wurden wir mit der größten Sorgfalt behandelt, erwärmt, neu bekleidet und mit allem Nötigen versehen.
Leider wurden nicht alle gerettet. Die Söhne meines Freundes P. versanken vor meinen Augen. Ich war außerstande, ihnen zu helfen, da ich mich selbst nur mit der größten Anstrengung über Wasser halten konnte. Beide aber haben vorher noch ein— mal die frohe Botschaft von Jesu gehört Der eine von ihnen rückte, als ich nicht mehr sprechen konnte, ganz nahe an mich heran und fragte mich mit tiefem Ernst:„Ist es wirklich genug, wenn ich nur an Jesum glaube? Ich erwiderte langsam und deutlich:„Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben.“ f
An dem Sonntag, der unserem Schiffbruch folgte, hatte ich Gelegenheit, vor einer größeren Menge Leute aus dem Dorfe und der Umgegend im Auschluß an unsere Rettung von der größeren Errettung zu reden, die Gott für alle Menschen bereitet hat. Alle hörten aufmerksam zu. Gott segne diese Leute und vergelte ihnen ihre Liebe mit ewigen Segnungen!
Es hat dem Herrn gefallen, mir alles zu nehmen: Kleider, Netze und Geld. Aber Er hat mich nicht aus den Fluten gerettet, um mich um⸗ kommen zu lassen. Nein, wir wissen, daß denen, die Gott lieben,„alle Dinge“ zum Guten mit⸗ wirken(Röm. 8, 28), auch ein Schiffbruch. Darum bin ich getrost und vertraue auf Ihn. Samenk.
„Mein Anschlag besteht, und Ich tue
alles, was Mir gefällt!“ (Hes. 46, 10.)
Ein Hänfling hatte sich durch ein offenes Kirchenfenster in die Sakristei verflogen. Dort flatterte er hin und her, und seine Angst wuchs mit jeder Minute.
Den Pfarrer, der in der Sakristei seinen Amts.
handlungen oblag, jammerte der Vogel. Er öffnete die Luken der Feuster und die Tür. Aber umsonst. Das geängstete Tier flog immer wieder gegen die geschlossenen Scheiben, so daß es sich durch den Anprall sein Köpfchen fast zerschlug, und sah die Rettungsmöglichkeiten nicht.
Da rief der Pfarrer den anwesenden Küster herbei, und beide gingen in liebreicher Absicht daran, den Vogel zu fangen, um ihm die Freiheit wieder⸗ zugeben. Aber um zu helfen, mußten sie erst grau⸗ sam scheinen. Sie jagten ihn so lange hin und her, bis das kleine Tier völlig entkräftet zur Erde fiel. Da nahm der Pfarrer es in seine Hand und schloß die Finger fest über dem verängstigten Vogel mit seinen scheuen Augen und der hämmernden Brust, „Nun ist alles aus!“ stand in dessen Blick zu lesen, Aber in der nächsten Minute öffnete sich das Ge— fängnis, frische Luft umfing ihn, und glücklich ent schlüpfte er auf den nächsten Ast. Er war frei.
Kennen wir Stunden, in denen uns zumute war wie dem Hänufling?
Kennt unser deutsches Volk solche Stunden? O, es hat sie in den Kriegsjahren durchkostet! Mancher, der sein Vaterland liebt, hat mit ihm gelitten und sich wohl auch den Kopf müde geschlagen an den hohen Mauern der Not.
Wieviel Fragen und Zagen, Flattern und Zittern der Herzen! Vor allen Sorgen sieht man nicht die einzige große Rettungsmöglichkeit: die ge⸗ öffnete Tür! Unser HErr Jesus sagt:„Ich bin die Tür!“ und von Ihm steht geschrieben:„Er hat Ausgänge auch aus dem Tode!“ Ja, Er selber führt Sich(Luk. 4, 18) damit ein, daß Er„ge sandt sei, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollten“. Er ist eben in die Welt gekommen,„des Teufels Werke zu zerstören“. Und Er,„der unsere Sünde an Seinem Leibe auf das Holz hinauf getragen“, will und erlaubt uns, daß wir„unsere Sorgen auf Ihn werfen“.
Bist du in Not, liebes Herz? Machen deine Sünden dir zu schaffen? O fasse die Tür ins Auge und gehe hindurch aus dem Kerker in die wunderbare Freiheit vergebener Schuld!
Vielleicht hast du schon lange Verlangen da— nach und weißt es nur nicht richtig anzufangen. Der kleine Vogel wollte es auch und tat es dennd nicht. Da höre, daß es Einen gibt, dem noch viel,
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