Ausgabe 
8.6.1919
 
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Genießen erfüllen kannl Aber leider wachsen die meisten in einer Umgebung auf, die das selbst nicht weiß, und viele kommen nicht mit solchen zu⸗ sammen, die ihnen in ihrer Jugend das sagen.

Weil man es nun nicht weiß, geht man zu löchrichten, betrügerischen Brunnen. Die einen gehen zum Alkohol, zur Lust, zum Vergnügen; die anderen erwarten Stillung des Durstes vom Geld, von guter Stellung, von Ehre bei Menschen. Wieder andere wollen Befriedigung haben bei Wissenschaft und Kunst. Es gibt auch welche, die gehen suchend von Religionssystem zu Rel'gionssystem.

Alles betrügerische Wasser; Augenblickserfolge hat man zu verzeichnen. Aber wie vieler Bekenntnis ist zuletzt dem Bekenntnis des Fürsten Talleyrand ähnlich, von dem ich las, daß er, der ehemalige arme Priester, schließlich Besitzer von dreißig Millionen, vieler Güter und Schlösser und der höchsten Orden Europas war. Und ein Jahr vor seinem Tode sagte er:Siehe da, dreiundachtzig Jahre dahingegangen! Wieviel Sorgen! Wieviel Feindschaft! Wieviel schlimme Verwickelungen! Und das alles ohne einen anderen Erfolg, als völlige Ermattung des Körpers und des Geistes, Unruhe im Blick auf die Ver gangenheit und ein tiefes Gefühl der Entmutigung und Verzweiflung im Blick auf die Zukunft! Wo hatte der arme reiche und geehrte Mann getrunken? An betrügerischen Wassern! Und das Ende? Und darauf kommt es doch an! Verzweiflung! Und du?

Und Jesus? O Er gibt anderes zu trinken! Wer das Wasser der Welt und der Sünde und der Güter dieser Welt trinkt, wird immer durstiger. Wer bei Jesu trinkt, was erhält der? Stillung des Durstes. Das Herz wird still, denn es erhält Leben, Frieden, Freude, Kraft. Das Leben wird still, denn Jesus füllt es aus mit Sich, Seiner Gnade, Seiner Liebe, Seinem Segen. Die Seele wird still, denn Jesus schenkt ewiges Leben und völlige Gewißheit der Herrlichkeit bei dem HErrn. Komm zu Jesu, trinke dich bei Ihm reich und satt!

Pr. E. R Der junge Schriststeller.

Anfangs der neunziger Jahre des vorigen Jahr hunderts pries ein junger Schrifisteller mit wilden Augen und wildem Haupthaar in hastigen, leiden⸗ schaftlichen, nervösen Worten den Sieg des mensch lichen Geistes über allen Bibelwahn und frommen Aberglauben. Den Höhepunkt seiner Ausführungen bildete die Wiedergabe einer Behauptung des ameri kanischen Freidenkers Jngersoll, der kühn verkündigte, wenn es eine Hölle gäbe, so würden dort sicher alle großen Geister der Menschheit zusamenkommen, denn die gehörten ja alle zu den Ungläubigen. Auch alle großen Erfinder würden dort anzutreffen sein. Die würden aber in der Hölle nicht müßig liegen.

den Feuerherd eingedämmt, die Hitze gemildert, die

Bewohner von ihren Qualen befreit, mit einem Worl

die Hölle in den angenehmsten Aufenthalt umgewandel haben, so daß die Seligen im Himmel neidisch auf die Verdammten am Orte der sogenannten Qual würden und es keine angenehmere Aussicht für den Menschen auf der Erde gäbe, als die, einmal in die Hölle zu kommen. Jubelndes Lachen der Hörer folgte an jenem Sonntagvormittag dieser Rede des Schriftstellers.

Zehn Jahre später lebte derselbe Schriftsteller, von seiner ersten und zweiten Frau geschieden, mi seiner dritten in einer Stadt Süddeutschlands. Dort hörte er, daß ein früherer Gesinnungsgenosse von ihm, der aber inzwischen Jesum als seinen Heiland gefunden hatte, einen christlichen Vortrag halte. Neugierde und mehr als Neugierde trieb den Schriftsteller in jenen Vortrag. Alle Nerven seines Gesichts zuckten, als er sich nachher dem Freunde, der ihn bereits erkannt hatte, vorstellte. Auf dem Wege erzählte er sodann, daß auch er seit Jahrzehnten

friedelos und bis ins Junerste hinein elend nach

Gott ringe und auch all die Jahre morgeus und abends zum Gott der Bibel gebetet habe.Du gebetet? rief der andere erstaunt aus,weißt du denn nicht mehr, was du damals in E. über Gott, Jesum, Bibel, Ewigkeit, Gericht und Hölle sprachst? Wohl weiß ich es noch, entgegnete der andere, aber ich glaubte damals selbst nicht, was ich redete, sondern flehte schon damals, Gott möge mich nicht verlorengehen lassen. Es war nichts als mein Hochmut und Ehrgeiz, der mich damals so frech reden ließ. Innerlich sah es ganz anders aus!Und jetzt? fragte der andere.Auch jetzt ist es nur mein geliebtes Ich, das mich hindert, deuselben Weg zu gehen, auf dem du wahres Leben gefunden hast. Ich muß wohl erst noch elender werden, ehe ich den eigentlichen Bankrott vor dem Kreuze Christi erleben kann.

Und so geschah es. Erst mußte er sich auch noch von seiner dritten Frau scheiden lassen und sich erst noch eine Kugel in den Unterleib schießen und in die äußerste Not und Armut geraten und erst noch allen überlegenen Witz und Hohn über Gottes Wort und Gottes Volk erlernen, ehe er, auf die Knie gesunken, seinem Erretter Jesus Christus sein irres, elendes Leben übergab. Nan aber liebt er Gott in Christo über alles, denn er weiß:Er hat uns zuerst geliebt.

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Die kleinen Dinge des Tebens. Kleinigkeiten machen fast das ganze Leben aus, Der großen Tage des Jahres sind nur wenige,

und wenn sie kommen, bringen sie selten etwas Großes. Die gewöhnlichen Tage werden mit kleinen

In fürzester Zeit würden sie die Hölle kultiviert, ö

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