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Dingen ausgefüllt Selten begegnet uns einmal im Jahre etwas Außerordentliches. Wenn ich ein Inventar von allem geben sollte, was eine Person an einem Tage tut, den körperlichen Bewegungen, von denen jede durch einen Willensakt verursacht wird, den Gegenständen, welche sie sieht, den Worten, welche sie spricht, den Plänen, welche sie entwirft, den Gedanken, Leidenschaften, Freuden und Wider⸗ wärtigkeiten, so würden viele es nicht ohne Schwindel anhören können. Aber 365 solcher Tage machen ein Jahr aus, und ein Jahr ist der zwanzigste, 15 oder siebzigste Teil des Lebens. So wird as Leben, abgesehen von einigen großen und ent scheidenden Ereignissen, deren es vielleicht nicht mehr als fünf oder sechs gibt, von gewöhnlichen, oder, wie die Leute sagen, unwichtigen Begebenheiten aus gefüllt. Und doch ist am Ende ein großes Werk bollbracht, ein hohes Ziel erreicht. Wir stehen vor dem Richterstuhl Gottes und sehen urück anf ein Leben, das von kleinen er ausgefüllt, aber entscheidend für Seligkeit und Verdammnis ist.

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Vom Wege abgesommen.

Am 5. September 1870 brachen elf Personen von Chamonix auf, um eine Besteigung des Mont blane zu unternehmen. Nachdem sie glücklich den Gipfel erreicht hatten, traten sie den Rückweg an. Sie wurden jedoch unterwegs von einem derartigen Schneegestöber überrascht, daß sie den Weg verloren. Immer schlimmer wurde das Unwetter, die Nacht brach herein, die Kälte nahm zu, und hin und her irrten sie, um den Pfad zu finden. Übermüdet von der Anstrengung brachen sie endlich zusammen und bereiteten sich im Schnee ihr letztes Lager, von dem sie nicht wieder aufstehen sollten. Nach einigen Tagen fand man die elf Leichen im Schnee uͤnd stellte dabei fest, daß fünf Schritte von der Un lucksstelle der Weg vorbeiführte. Nur fünf Schritte hätten sie noch gehen müssen, und sie hätten den Weg gefunden.

Wenn es schon in irdischen Dingen überaus schmerzlich ist, einem Ziel so nahe zu sein und es doch zu verfehlen, von welcher Tragweite ist es da, m Ewigkeitsdingen sein Ziel nicht zu erreichen! gem Himmel so nahe zu sein, und dennoch nicht hineinkommen, Jesu so nahe zu sein wie Judas, und dennoch verlorengehen, beinahe von der Wahr eit überwältigt und ergriffen werden, und doch chließlich eine Beute des Satans werden wie tülsetzlich!Es fehlt nicht viel, so überredest du nich, daß ich ein Christ würde, so sagte der König geippa, von Pauli Predigt ganz ergriffen, aber er eb der alte König Agrippa und wurde kein Christ. Du bist nicht fern vom Reiche Gottes, so muß

der HErr zu dem reichen Jüngling sagen. Er war aber noch so fern vom Reiche Gottes, daß er nicht hineinkam; denn als der HErr Jesus von ihm ver⸗ langte, er solle wirklichen Ernst mit seiner Nachfolge machen, sich trennen von dem, an dem sein Herz

hing, da ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter. *

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Der Heilige Geist wird euch in alle Wahrheit leiten.

Ein Arzt, Dr. Z., erzählte in einer öffentlichen Versammlung folgendes:Als ein junger Mann wurde ich durch religiöse Fragen innerlich viel be⸗ unruhigt. Gibt es einen Gott oder nicht? Ist Jesus Gottes Sohn oder ein bloßer Mensch? Ist die Bibel Gottes Wort oder nicht? Gibt es einen Himmel und eine Hölle oder nicht? Diese Fragen ließen mir keine Ruhe; ich wollte zur Klarheit in diesen unendlich wichtigen Dingen kommen. Ich las allerhand gelehrte Bücher über die Religion und grübelte ernstlich; aber ein Jahr verging nach dem anderen, und rechte Klarheit fand ich noch immer nicht. Da sagte eines Tages meine fromme Mutter zu mir:»Es ist ja ganz gut, daß du gründliche Studien über religiöse Dinge machst, aber etwas anderes ist noch withtiger: Bitte Gott von ganzem Herzen, Er möge dich zur Erkenntnis führen. Gottes Geist kaun dir in einer Stunde geben, was dir gelehrte Bücher in einem Jahrhundert nicht geben können. Ich befolgte den Rat und erfuhr nun etwas Wunderbares. Der Heilige Geist hat mich von meinen Zweifeln rasch und gründlich geheilt. Mein Glaube war so gewiß und getrost wie bei den ersten Christen. Seitdem kenne ich den HErrn Jesum und bin ein glücklicher Mensch im Besitz Seiner Gnade und Wahrheit.

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Wahrer Glaube an Jesum.

Durch den Glauben an Jesum, als den Christ Gottes, wird der Meusch eine neue Kieatur. Seine Gesinnung wird neu und damit sein Tun und Lassen. Au die Stelle der mehr oder weniger offenbaren Gott feindschaft, welche sich immer in der Selbstbehauptung gegen Gott zeigte, tritt die Liebe zu Gott. Diese besteht aber nicht nur in Worten, ist auch nicht nur ein seliges Gefühl, sondern zeigt sich in der Unter ordnung unter Gottes Willen, in der Selbstverleugnung und der Hingabe im Dienste an unseren Mitmenschen. Wer innerlich in Übereinstimmung mit Gott gebracht wurde, weil er in der Wiedergeburt der göttlichen Natur teilhaftig ward, dem sind Gottes Gebote nicht schwer. Gottes Willen zu erkennen, ist ihm innerstes

Bedürfnis und die Ausführung dieses Willens seliges