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Blatt des Neuen Testaments. Nach der Schrift ist derjenige gar kein wahrer Christ, der nicht seines Heils gewiß ist. Es ist auch gar keine wahre Nach⸗ folge Christi möglich, wo man nicht bestimmt weiß, daß man seines HErrn Jesu Christi Eigentum ist. Es ist da auch keine Kraft gegen die Sünde und nichts von alledem, worin nach der Schrift der Christenstand besteht.
Stark durchklingt und durchdringt das Zeugnis von der Heilsgewißheit die Briefe des Apostels Paulus. Oft aber wird es geradezu ausgesprochen:
„Ich bin gewiß, daß.. nichts uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm HErrn.“ (Röm 8, 38 f.)
„Wir wissen aber, so unser irdisch Haus dieser Hütte zerbrochen wird, daß wir einen Bau haben, von Gott erbaut.“(2 Kor. 5, 1.)
„Ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum.“(Gal. 3, 26.)
„Nun wir denn find gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren HErrn Jesum Christum.“(Röm. 5, 1.)
„Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben.“(Eph. 2, 8.)
Hiermit stimmen überein die Zeugnisse der übrigen Apostel. So solche des Johannes:
„Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder; und es ist noch nicht erschienen,
was wird sein werden. Wir wissen aber,
wenn es erscheinen wird, daß wir Ihm gleich sein werden.“(1 Joh. 3, 2.)
„Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und hat uns einen Sinn ge⸗ geben, daß wir erkennen den Wahrhaf— tigen.“(1 Joh. 5, 20.)
„Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben.“(V. 12.)
Und wenn wir diesen biblischen Zeugnissen die Zeugnisse von Gottesmännern alter und neuer Zeit anfügen wollten, so würde solche Sammlung ganze Bände füllen. Das Kleinod der Heilsgewißheit ist auf den Leuchter gestellt worden. Liederdichter haben das Lied von der Heilsgewißheit in tausend Versen hinausklingen lassen in eine zweifelnde Welt. So
kündet es lobpreisend Woltersdorfs Harfe:
„Die Handschrift ist zerrissen, Die Zahlung ist vollbracht; Er hat mich's lassen wissen, Daß er mich freigemacht.
Er, der versank in bittern Tod Und der für meine Seele
Sein Blut zum Opfer bot.“
So klingt uns denn das Zeugnis von der Heils⸗ gewißheit aus allen Zeiten in allen Formen freudig entgegen. Menschen, die Heilsgewißheit haben,
nehmen damit keine besonders hohe Stufe im
Christentum ein. Nein, Heilsgewißheit ist allezeit die rechte Grundlage des Christenstandes. Sie ist das, womit die wahre Nachfolge Christi alle⸗ zeit beginnt.
Gewißheit des Anheils.
Wir haben es in den Dingen des christlichen Lebens mit lauter Gewißheiten zu tun. Wir haben es nicht zu tun mit bloßen Lehrsätzen und Ansichten, nicht mit Formen und Gefühlen, sondern mit Wirk lichkeiten und Gewißheiten. Die Sünde ist in unser aller Leben eine Wirklichkeit. Es gibt heutzutage Leute, die bestreiten die Urteile der Bibel in bezug auf die Sünde. Sie bestreiten, daß die Sünde die von der Schrift bezeichneten furchtbaren Folgen habe, Kann aber wohl einer von ihnen mit Recht bestreiten, daß in seinem Leben Sünde sei? Ist denn nicht ganz unleugbar die Sünde in ihren mancherlei Formen da, die Sünde als Selbstsucht und Hoch mut, als Unwahrheit und Unreinheit? Ist nicht dieser ganze weltversunkene, glaubens- und lieblose Zustand da, den die Schrift das Totsein in Sünden und Übertretungen nennt?(Eph. 2, 1.) Und dabei handelt es sich noch gar nicht um die Frage, in welcher Menge und Schwere das alles bei dir vorhanden ist. Die Frage ist zunächst nur:„Ist überhaupt Sünde da?“ Denn jede Sünde scheidet von Gott. Jede Sünde, und sei es nur eine einzige, und sei es die in unseren Augen kleinste, schließt für ewig aus aus der Gemeinschaft mit dem heiligen Gott. Gott ist Licht, und in Ihm ist keine Finsternis.(1 Joh. 1, 5) Gott ist heilig, und in ihm ist keine Unheiligkeit. Der Sünder in seiner Sünde und Gott in Seiner Heiligkeit schließen sich für ewig aus. Kein Geschöpf, an dem auch nur ein Flecken von Unreinheit haftet, kann stehen vor Ihm, dem Heiligen und Fleckenlosen. Es ist etwas Furcht⸗ bares um die Heiligkeit Gottes für jedes sündige und unreine Geschöpf. Selbst die vor Gott stehen, den heiligen Engel verhüllen ihre Angesichter, wenn sie einander zurufen:„Heilig, heilig, heilig ist der HErr Zebaoth; alle Lande sind Seiner Ehre voll.“(Jes. 6, 3f.)
Wenn aber die flammende Glut der Gottes; heiligkeit hineinfällt in dein Herz und Gewissen, dann wird auch deine Sünde dir offenbar, dann zeigt es sich, daß nicht nur hier und da einmal eine Sünde geschah, hier und da eine Versündigung. Nein, dann wird die Sünden und Schuldgeschichte deines Lebenz
in ihrer Wirklichkeit ins Licht gestellt. Dann
zeigt sie sich in ihrer ganzen Tiefe und Schwere— Und die schwarzen Blätter in dem Tagebuche deines Lebens, die du wohl kennst, werden aufgedeckt Und das, was kein Mensch weiß, weil es im Ver⸗ borgenen geschah, das wird jetzt unter den Flammen; blick des heilig zürnenden Gottes gestellt. Du weißt
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