Vater war,„der Abglanz Seiner Herrlichkeit und 1
der Abdruck Seines Wesens“. Er war der Mittel- punkt der Gedanken und Ratschlüsse Gottes, der Erstgeborne aller Schöpfung, durch den und für den alles gemacht ist. Er war das Lamm Gottes, ausersehen vor Grundlegung der Welt und geoffen⸗ bart in den letzten Zeiten; ja, Er war es, der da sprach:„Ich bin gekommen.“
Geliebter Leser, siehe, der eingeborne Sohn Gottes gab alles auf, um den verlornen Sünder zu
erretten. Er wurde arm, um ihn reich zu machen;
Er nahm Knechtsgestalt an, um ihn für immer in die herrliche Stellung eines geliebten Kindes zu ver⸗ setzen. Er machte Sich selbst zu nichts, um ihn in die glückselige Gegenwart Gottes zu erheben. Er nahm auf dem Kreuze den Platz des Sünders ein, um mit diesem Seinen Platz in der Herrlichkeit droben zu teilen. Er war im Gericht des Sünders, beladen mit seinen Sünden und für ihn zur Sünde gemacht, um ihn, bekleidet mit der Gerechtigkeit Gottes, auf ewig unter die lieblichen Strahlen der Gunst und Gnade Gottes zu bringen. Er trug den Fluch des Sünders, um ihn für immer den Segen erben zu lassen. Kannst du bei einer solchen Liebe noch länger gleichgültig bleiben, ihr noch länger den Rücken kehren? Willst du angesichts dieser Gnade und Liebe warten, bis es zu spät ist? O verhärte dein Herz nicht!
2.
Mein Herz ist so hart wie Stein.
Die beständige Bürde, worüber Sara A. klagte, war die Härte ihres Herzens.„Mein Herz ist so hart,“ sagte sie oft;„ich sehe wohl, welch eine Sünderin ich gewesen bin; aber ich fühle es nicht. Ich glaube alles, was Sie mir sagen; aber obgleich meine Sünden mir auf dem Gesicht zu lesen sind, kann ich doch nicht eine einzige Träne vergießen; mein Herz ist so hart wie ein Stein. Was soll endlich aus mir werden?“
Wiederholt wurde ihr gesagt, daß wir nicht durch Gefühle, sondern durch Glauben gerecht; fertigt würden, und daß sogar der Glaube nur dann rechtfertige, wenn er Christum annehme und auf Ihn vertraue, in welchem alle errettende Kraft wohne, während sie aus den traurigen und schmerz⸗ lichen Gefühlen, nach welchen sie so sehnlichst ver- lange, einen Heiland zu machen suche. Ich sagte zu ihr:„Der HErr Jesus ist gerade für solche ge⸗ storben, die so hartherzig sind wie Sie. Bringen Sie Ihm Ihr hartes Herz. Blicken Sie auf das Lamm Gottes und nicht länger auf sich selbst. Ein. Glaubensblick auf Jesum wird Ihr Herz mehr erweichen, als wenn Sie ein ganzes Jahr auf Ihre Sünden und Ihre Unbußfertigkeit blicken. Sie
trachten nach bußfertigen Gefühlen und meinen darin.
eine Berechtigung zu finden, auf Jesum blicken und
auf Sein kostbares Blut vertrauen zu dürfen; aber wenn Sie in Wahrheit solche Gefühle haben, wie Sie wünschen, so werden diese dadurch bewirkt worden sein, daß Sie im Glauben auf Ihn geschaut und dem Zeugnis Gottes über Seinen Sohn geglaubt haben.“
Doch alles schien vergeblich zu sein. Wenn die Liebe Gottes in der Gabe Jesu und die Liebe Jesu im Sterben am Kreuze für Seine Feinde ihr vorgestellt wurden, so war ihre ganze Aufmerksam⸗ keit darauf gerichtet, und man hätte denken sollen, daß sie die gute Botschaft in sich aufnähme; aber kaum war der Schall des Wortes verhallt, so rief sie mit dem Ausdruck der größten Verzagtheit aus: „Es ist alles wahr, aber ich fühle nichts davon; mein Herz ist so hart wie ein Stein!“
Eines Tages, nachdem wir uns beinahe an ihre verzweifelten Blicke und Ausrufe gewöhnt hatten, wurden wir alle durch die angenehme Nachricht über- rascht, daß Sara A. sich jetzt in dem HErrn freuen könne. Ohne Verzug eilten wir zu ihr, um von ihr selbst zu erfahren, wie diese Veränderung statt⸗ gefunden habe. Daß es wirklich so war, sah man gleich an ihrem Gesicht und in ihrem ganzen Be⸗ nehmen. Ihre Mitteilung war folgende:
„Die letzte Nacht war schrecklich. Indem ich wach lag und an meine Sünden dachte und mich wunderte, woher es doch komme, daß ich sie weder fühlen noch loswerden werden könne, schien es mir, als ob Gott mich ganz meiner Herzenshärtigkeit übergeben hätte. Gegen Morgen fiel ich auf ein⸗ mal auf meine Knie und fing an zu Gott zu schreien. Wie lange ich dieses tat, weiß ich nicht; aber da kam mir in den Sinn, was die Bibel von Gott sagt, daß Er also die Welt ge⸗ liebt, daß Er Seinen eingebornen Sohn gegeben habe, auf daß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, und ferner von Jesu, daß Er am Kreuze gestorben sei; und ich begann über Seine große Liebe nachzusinnen und konnte an nichts anderes mehr denken. Ehe ich es merkte, schmolz mein Herz; und bei dem Gedanken an das, was der HErr Jesus für meine Sünden gelitten hatte, mußte ich weinen. Meine Tränen flossen reichlich; aber es waren mehr Tränen der Freude als des Schmerzes. Meine Last war fort; ich konnte nur meinen Heiland preisen und vor Ihm weinen, daß Er für ein solches Geschöpf, wie ich bin, gestorben ist.“ e
Von jenem Augenblick an freute sie sich stets in Christo Jesu und war fähig, inmitten vieler äußerer Trübsale die Lehre Gottes, ihres Heilandes, zu zieren. 5
Und nun, geliebter Leser, wie steht es mit dir Blickt du auch, wie dieses arme Weib, auf dich selbst, um dein Herz zu erweichen und ein tieferes Sündengefühl hervorzubringen, ehe du es wagst,
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Jes Eine und nicht a diese, daß ihre Zuf barmen u in vielerlei gleichen sie zu oft gesc verdorben, selbst zu h lösers bedü einer in die Hier staben des lesen hat, kann, als ewigen Tol dem HErrn schon verda rufen:„Ko wie du bif dammen, d Blut aber dich um Gi Dort hat, sein u Gerechtigkei lungen, un man freilich gelingen ka versichtlich aber gerade befleckten R Gerechtigkei ebenso häß nur aus⸗ gestalten, u Ein a Kräften, di Sünde zu und hat d den Meistei ist zu bedau


