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Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung
Nummer 5
Dienstag, den 6. mai 1915
2. Jahrgang
vom Kapitalisten beschäftigt wird, zweifache Arbeit verrichtet:
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einzelnen Kapitalisten ab, ob ssie sich in diesen Kampf einlassen
a Das Kapital. Von Friedrich Engels. I Im vorigen Artikel sahen wir, daß jeder Arbeiter der
Während eines Teiles seiner Arbeitszeit ersetzt er den von ihm vom Kapitalisten vorgeschossenen Lohn, und diesen Teil der Arbeit nennt Marx die notwendige Arbeit. Nachher hat er aber noch weiter fortzuarbeiten und produziert während dieser Zeit den Mehrwert für den Kapitalisten, wovon der Profit einen bedeutenden Teil ausmacht. Dieser Teil der Ar⸗ beit heißt die Mehrarbeit.
Wir nehmen an, der Arbeiter arbeitet drei Tage zur Er⸗ setzung seines Lohnes und drei Tage zur Produktion von Mehrwert für den Kapitalisten. Anders ausgedrückt heißt dies, er arbeitet, bei täglich zwölfstündiger Arbeitszeit, sechs Stunden täglich für seinen Lohn und sechs Stunden zur Er⸗ zeugung von Mehrwert. Aus der Woche kann man nur sechs, selbst mit Hinzuziehung des Sonntags nur sieben Arbeitstage schlagen, aber aus jedem einzelnen Arbeitstag kann man sechs, acht. zehn, zwölf, fünfzehn und selbst mehr Arbeitsstunden schlagen. Der Arbeiter hat dem Kapitalisten für seinen Tage⸗ lohn einen Arbeitstag verkauft. Aber was ist ein Arbeitstag? Acht Stunden oder achtzehn?
Der Kapitalist hat ein Interesse daran, daß der Arbeits- tag so lang wie möglich gemacht werde. Je länger er ist, desto mehr Mehrwert erzeugt er. Der Arbeiter hat das richtige Gefühl, daß jede Stunde Arbeit, die er über die Ersetzung des Arbeitslohnes hinaus arbeitet, ihm unrechtmäßig entzogen wird; er hat an seinem eigenen Körper durchzumachen, was es heißt, überlange Zeit zu arbeiten. Der Kapitalist kämpft küe seinen Profit, der Arbeiter für seine Gesundheit, für ein paar Stunden täglicher Ruhe, um außer Arbeiten, Schlafen und Essen sich auch noch sonst als Mensch betätigen zu können. Veiläufig bemerkt, hängt es gar nicht vom guten Willen der
wollen oder nicht, da die Konkurrenz selbst den philanthropisch⸗ sten unter ihnen zwingt, sich seinen Kollegen anzuschließen und so lange Arbeitszeit zur Regel zu machen wie diese. Der Kampf um die Festlegung des Arbeitstags dauert vom ersten geschäftlichen Auftreten freier Arbeiter bis auf den heutigen Tag. In verschiedenen Gewerben herrschen verschie⸗ dene herkömmliche Arbeitstage; aber in Wirklichkeit werden ße selten eingehalten. Nur da, wo das Gesetz den Arbeitstag seststellt und seine Einhaltung überwacht, nur da kann man wirklich sagen, daß ein Normalarbeitstag besteht. Und dies ist bis jetzt fast nur der Fall in den Fabrikdistrikten Englands. Hier ist der zehnstündige Arbeitstag(10% Stunden an fünf Tagen, 7½ Stunden am Samstag) für alle Frauen und für Knaben von 13 bis 18 Jahren festgestellt, und da die Männer nicht ohne jene arbeiten können, so fallen auch sie unter den zehnstündigen Arbeitstag. Dieses Gesetz haben die englischen Fabrikarbeiter durch jahrelange Ausdauer, durch den zähesten hartnäckigsten Kampf mit den Fabrikanten, durch die Preß⸗ freiheit, das Koalitions⸗ und Versammlungsrecht sowie durch Zeschickte Benutzung der Spaltungen in der herrschenden Klasse selbst erobert. Es ist das Palladium der Arbeiter Englands geworden, es ist noch und nach auf alle großen Industrie⸗ zweige und im vorigen Jahre fast auf alle Gewerbe ausge— dehnt worden, wenigstens auf alle, in denen Frauen und
lichen Reerlung des Arbeitstages in England enthält das vorliegende Werk ein höchst ausführliches Material. Der nächste Norddeutsche Reichstag wird auch eine Gewerbe⸗ ordnung zu beraten haben, und damit die Regelung der Fabrikarbeit. Wir erwarten, daß keiner der Abgeordneten, die von deutschen Arbeitern durchgesetzt worden sind, an die Leratung dieses Gesetzes geht, ohne sich vorher mit dem Marxschen Buch vollkommen vertraut gemacht zu haben. Es ist da vieles durchzusetzen. Die Spaltungen in den herrschen⸗ den Klassen sind den Arbeitern günstiger, als sie je in Eng⸗ land waren, weil das allgemeine Stimmrecht die herrschenden Klassen zwingt, um die Gunst der Arbeiter zu buhlen. Vier ader fünf Vertreter des Proletariats sind unter diesen Um⸗
ständen eine Macht. wenn sie ihre Stellung zu benutzen wissen,
wenn sie vor allen Dingen wissen, um was es sich handelt,
was die Bürger nicht wissen. Und dazu gibt ihnen Marxens
Buch alles Material in die Hand.
Wir übergehen eine Reihe weiterer sehr schöner Unter-
suchungen von mehr theoretischem Interesse und kommen nur
noch auf das Schlußkapitel, das von der Akkumulation oder
Anhäufung des Kapitals handelt. Hier wird zuerst nachge⸗
wiesen, daß die kapitalistische, das heißt durch Kapitalisten
einerseits und Lohnarbeiter andererseits bewirkte Produk⸗
tionsmethode nicht nur dem Kapitalisten sein Kapital stets
neu produziert, sondern daß sie auch gleichzeitig die Armut
der Arbeiter immer wieder produziert, so daß fortgesetzt aus-
reichend dafür gesorgt ist, daß stets aufs neue auf der einen
Seite Kapitalisten bestehen, die die Eigentümer aller Lebens-
mittel, aller Rohprodukte und aller Arbeitsinstrumente sind,
und auf der anderen Seite die große Masse der Arbeiter, die
gezwungen sind, ihre Arbeitskraft diesen Kapitalisten um ein
Quantum Lebensmittel zu verkaufen, das im besten Falle
eben hinreicht, sie in arbeitsfähigem Zustand zu erhalten und
ein neues Geschlecht arbeitsfähiger Proletarier heranzuziehen.
Das Kapital aber reproduziert sich nicht bloß; es wird fort⸗
während vermehrt und vergrößert— damit seine Macht über
die eigentumslose Klasse von Arbeitern. Und wie es selbst
in stets größerem Maße reproduziert wird, so reproduziert die
moderne kabitalistische Produktionsweise ebenfalls in stets
größerem Maßstabe in stets wachsender Zahl die Klasse der
besitzlosen Arbeiter.„Die Akkumulation des Kapitals repro⸗
duziert des Kapitalverhältnis auf erweiterter Stufenleiter,
mehr Kapitalisten oder größere Kapitalisten auf diesem Pol,
mehr Lohnarbeit auf jenem Akkumulation des Kapitals
ißt also Vermehrung des Proletariats.“ S. 600). Da aber
durch den Fortschritt der Maschinerie, durch verbesserten Acker⸗
bau usw. stets weniger Arbeiter benötigt werden, um ein
gleiches Cuantum Produkte hervorzubringen, da diese Ver⸗
vollkommnung, das heißt diese Ueberzähligmachung von Ar⸗
beitern, rascher wächst als selbst das wachsende Kapital, was wird aus dieser stets zunehmenden Zahl von Arbeitern? Sie
vilden eine industrielle Reservearmee, die während schlechter
ober mittelmäßiger Geschäftszeiten unter dem Wert ihrer
Arbeit bezahlt und unregelmäßig beschäftigt wird, oder der öffentlichen Armenpflege anheimfällt, die aber der Kapita⸗ Ustenklasse zuzeiten besonders lebhaften Geschäfts unentbehr⸗ lich ist, wie dies in England handgreiflich vorliegt— die aber unter allen Umständen dazu dient, die Widerstandskraft der regelmäßig beschäftigten Arbeiter zu brechen und ihre Löhne niedrig zu halten.„Je größer der gesellschaftliche Reichtum
Kinder beschäftigt werden. Ueber die Geschichte dieser gesetz
defto größer die relative Surpluspopulation(überzäh⸗
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