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alle endlich zeigt Frankreich von seiner ange⸗ Sie bildet ein riesig großes Warenlager von
Die dritte n Seite.
en der allerverschtiedensten Sorte,
squit und ähnlichen lieblichen Sachen.
Aufgabe durch Bilder, Modelle und Nach der französischen Abteilung sei d
9 unterzogen, die in einer einzige
Sülen untergebracht worden ist. Sie um
reichhaltige Aus wie Gebrauchsgeschirr, Vasen, Nippes u man nicht recht begreift, wie so etwas in dem doch so und trockenen England entstehen kann. iußerst interessantes naturhistorisches stritten wird von Dingen aus den englischen Kolonien. roße Zelte aufgebaut mit allen den Einrichtungen, eidungsstücken, die die Weißen in den 44151 Modelle vorhanden von Niederla le bis in jede Einzelheit gehen und einen guten Leben der sozusagen unkultivierten Menschen gewähren. ein schw teilt— wird dem Auge des Besuchers dargeboten. Ffändigung des Bildes trägt fernerhin bei, daß durch Lebensgröße, arbeiter in den englischen schäftigungen dargestellt wer
Kolonien bei ihren ver den— und nicht zuletzt, daß man
schiedensten Art, um den Menschen zu machen. Den der Kolonie noch nicht erschöpft, vielmehr folgt da an unzählig vielen Bildern und Modellen wi
örper anrichten; und wer davon nur einen it Entsetzen ab. Diese Men am lebendigen Leibe! Rest dieser Abteilung, nämli Seetieren, Vögeln, Käfern, bildet in dem folgenden verschiedensten Art,
wendet sich m faulen auf elende Art nblick bietet uns der haltige Sammlung von Die Fortsetzung davon Ausstellung von Meeresprodukten der 0 der alis von Beweisen 0 ehzucht in den englischen Kolonien und was d Ein welterer umfassender Raum ist ganz de
verkehr. Diesem Zweck dienen Skalen,
folgenden Säle zeigen Englands Maschinenindustrie. wieder Hilfsmaschinen der verschiedensten Art bearbeitung, dann Automobil⸗ umd Flugzeugmo Maschinen für das Buchdruckereigewerbe Den Hauptteil macht für England naturgemäß industrie aus. Sie ist mit jeder Einzelheit ihres
. vertreten und alle Maschinen sind fortwä
Auswahl sind Bijouteriewaren, Kunstgewerb
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Künstlerisches. In großer schiedensten Art vorhanden, verarbeitung und Buchkunst, des
dazu gehört.
1 Schließlich folgt De utschland. leider nicht viel und nichts Rühmliches zu
eln imposantes, ganz modern gehaltenes G
das sich freilich inmitten der übrigen son
hat auch eine passabele Innenarchitektur geschaffen. ausgestellt hat, daß ist kaum der Beachtung wert.
Deutschland auf eine offizielle Beteiligung verzichtet.
lich die Beteiligung Deutschlands ganz der Privatinitia
zelner überlassen worden und das konnte nichts Rechte
Peinlich berührt es aber doch, wenn man diese Armseligkeit s
noch dazu, weil das Aeußere der
sprechend, ja, direkt herausfordernd ist. Das einzige Bemerk werte bildet ein Saal mit Gemälden von Steinhausen, Kor
Thoma, Hofmann, Volkmann und anderen, sowie etlichen S
turen. Daneben ist eine Wanderausstellung des„N seums
KLiunst, Handel und Gewerbe“ zu nennen, die an
0 Töpfereien, Metallgegenständen usw. den
gewerbes inbezug auf Kleinkram zu zeigen versucht.
wäre noch eine Kollektion gediegener Wohnungseinrichtun
8 Ueber seine Ausstellung sagen. ebäude hinstellen lassen
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von Schokolade, Zucker, Sonst ist hier— merk⸗ würdig genug— noch eine Marineausstellung vorhanden, die ihrer ähnlichem zu entsprechen sucht.
le englische einer Be⸗ n Halle mit sechs großen faßt zunächst eine sehr stellung wunderbar feiner, keramischer Gegenstände, sw., nach deren Besichtigung nst so nüchternen Die Fortsetzung bildet ein Museum, das zumeist be⸗ Da sind ja, selbst den Tropen brauchen. Weiter⸗ ssungen der Eingeborenen, Einblick in das Selbst immendes Laboratorium— wiederum mit aller Genauig- Zur Vervoll⸗
Figuren in mit aller Natürlichkeit ausgestattet, Typen der Stras⸗ schiedensten Be⸗ auch die Wohnungen dieser Aermsten zeigt, sowie Schließeisen der ver⸗ von oben bis unten regungslos
„würdigen“ Beschluß macht hier ein Henkerbeil
und ein Exekutionsblock. Doch damit sind die„Annehmlichkeiten“]; 8 Grauenvollste:]!
0 rd gezeigt, welche Ver⸗ hieerungen die verschiedensten tropischen Krankheiten am menschlichen
6 Teil gesehen hat, der
ö schen verkrüppeln und ver⸗ Einen ermunternden N ch eine sehr reich⸗ Weichtieren usw.] Herr Bourdon etwas naiv ein, die Ansicht der Sozialdemo⸗ Saal eine schöne von für den guten Stand der ergleichen mehr ist. m Verkehrswesen ge⸗ widmet, hauptsächlich der Post, der Telegraphie und dem Schiffs⸗ Apparate, Uniformen usw.,
ja, sogar eine ganze Telegraphenanlage im kleinen mit allen ihren
Stationen und Einzelheiten hat man dazu hergerichtet. Die beiden Da gibt es
für die Eisen⸗ tore, mannigfaltige und die Landwirtschast. dabei die Textil⸗ Maschinenbetriebes hrend in vollem Gange. Den Schluß der englischen Abteilung bildet wieder verschiedenerlei
da Prägungen der ver⸗ Produkte der Glas⸗
und was sonst noch] Deutschland brau cht Frieden.
Es hat sich zwar
derbar genug ausnimmt,
Was es aber Bekanntlich hat
So ist natür⸗ tive ein⸗ den. eht, deutschen Abteilung so vielver
8 werd
ebereien, Stand unseres Kunst⸗ Weiterhin
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rufe gegen die Konstituierung eines wirts unvermeidlich einheitlich politischen deutschen Staates erhob,
erschrocken für die deutsch⸗franzö 1866 galt Deutschland
ezistierendes Land der Träumer, Philof Die Konstituierung
Das ist der Kern des Problems.
Gesichtsfeld mit einem schwarzen Schleie Tanger und Agadir scheint es den Franzosen, deutsche Sphinx sich zum gewaltigen Sprunge erhebe.
Georges Bourdon sein jüngst erf
direktoren, Journalisten, Großgrundbesitzer, kurz Bevölkerungsschich
Deutschland als politischer Staat in Frankreich ein unge⸗
stes Problem. Von Thiers, der vergebens seine Kassandra⸗ chaftlich und damit s zu unserem Genossen Jaures, der unermüdlich und un⸗ sische Aussöhnung eintritl, eine unerschöpfliche Quelle der vornehmlich der politischen. Vor als ein unbestimmtes, politisch nicht ophen und Musiker. Deutschlands und Italiens warf das olitische Schaukelspiel zwischen Oesterreich und Frankreich ber den Haufen. Die Industrialisierung Deutschlands ollendete die Verschiebung des kontinentalen Kräftespiels. Der Krieg von 1870/71, die haben den Franzosen das r verdunkelt. Seit als ob die
t„das deutsche Rätsel“ ranzösischen Literatur,
lnnexion von Elsaß-Lothringen,
(das deutsche Rätsel) nennt chienenes Buch, das Das Buch ist das
L'Enigme allemande
n Frankreich großes Aufsehen erregte.
Resultat einer Enquete, die Bourdon im Auftrage des Figaro
n Deutschland unternommen hat. Er hat Professoren, Groß- ndustrielle, Diplomaten, Schriftsteller, Minister, Bank⸗ Offiziere, Politiker, Lehrer, feudale die hervorstechendsten Vertreter aller ten monatelang ausgefragt und mit ihnen
diskutiert. Nur Arbeiter, nur Sozialdemokraten fragte der Abgesandte des konservativen Blattes nicht. Denn, gesteht
kraten ist ja bekannt. Sonst liest man's hierzulande freilich
anders.
Was Bourdon wissen wollte, Absichten Deutschlands gegenüber Frankreich von Agadir, die Militärvorlagen von 1911, 1912, 1913, die alle der Vermehrung des Landheeres galten, sind sie, wie Agadir, gegen Frankreich gerichtet? Wird diese aggressive Politik von der öffentlichen Meinung gebilligt? Was will, was kann Deutschland?... Bourdon gesteht im Vorwort seines Buches, daß er mit einer völlig geänderten Meinung aus Deutschland, über das er sich falsche Vorstellungen gemacht habe, zurückgekehrt sei, daß man in Frankreich Deutschland, in Deutschland Frank- reich nicht oder verkenne. In seinem Buche kehrt immer wieder das Leitmotiv: Deutschland will nicht aus Frieden, Selbst ein siegreicher Krieg ung Deutschlands ein Verwaltungs-
waren die Ansichten und Der„Coup“
wäre für die wirtschaftliche Entwickl ungeheures Unglück. Ein hoher preußischer beamter sagte Bourdon:„Was unser Gewinn wäre? Ueber- legen Sie. Wir befinden uns in voller Expansion. Die
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freunde, wie den General Keim und den
vitalste Notwendigkeit für uns ist, daß diese Expansion nicht unterbrochen oder gestört wird. Wir brauchen den Frieden. Der Friede ist das erste Bedürfnis der Völker, die sich be⸗ reichern, wie die Plünderung und der Krieg das Gesetz armer Eroberer ist. Der Sieg würde uns nichts geben, was wir nicht schon besitzen. Die Niederlage würde uns erdrücken...“
Freilich stieß Bourdon auch auf sehr sonderbare Friedens⸗ Professor Adolf Der General Keim war„vorsichtig“ genug, Bourdon
Waaner Wagner. 55 5 g. Der alldeutsche Frieden
seine Meinung schriftlich zu geben. sieht nach dem General Keim so aus:„Deutschland sieht sich henden Bevölkerungszahl genötigt, eine
infolge seiner wachf Kolonialpolitik im großen zu treiben.... Frankreich könne
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0 nennen. Damit ist es aber auch zu Ende, denn was sonst noch a ö 5
Dumt nämlich Stahlwaren, Nidpez⸗ Bureauutensilien, Zigaretten, dabei die Rolle des uneigennützigen Dritten spielen, denn
0 Fonferven, Nahrungsmittel ulm. das verdient wirklich keine bo⸗ es besitzt mehr Kolonien, als es bevölkern kann.“ Nach der
sondere Beachtung,— es sind reine Verkaussstände. Sollte Deulsch⸗ engen“ Abtretung der franzöfischen benen
land nicht doch besser getan haben, wenn es diese Ausstellung reicher,„uneigennütziget Abtretung de*. n Deutschland wäre„die einfachste Lösung dieser Mißverständ⸗
sehr viel reicher sogar, die andere, selbst bedeu
cht haben?
tend kleinere Staaten gema
Deäutschland in der französischen Literatur. 3 Von Josef Steiner, Paris.
Seeit fünfzig Jahren, seit es Deutschen Reiches unter
beschickt hätte, angesichts der Anstrengungen,
öffentlich und offiziell den Frankfurter Friedensvert unantastbar und definitiv erklärt, und das aus innerer Ueberzeugung und nicht aus bloßer Formalität. Andernfalls wird Frankreich unser geheimer Feind bleiben.“ Eine wirklich sehr einfache Lösung! die Franzosen nicht gleich voll Begeisterung
nisse, daß ein französischer Minister trag für
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dem Beginn der Konstituierung der preußischen Hegemonie, iit
Wenn d darauf eingehen, dann dann hat eben der Professor


