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Kapitalistenklasse. und Klassensolidarität ist sie außerstande, ihren Willen durchzu⸗ setzen.
die Sammlung und Verbreitung von Nachrichten durch ihre Preß⸗ organisation. Sie unterhält Lehranstalten und selbst religiöse und moralische Einrichtungen. Sie genieß das Ansehen, das die Sitte jeder Gesellschaftsordnung, gut oder schlecht, einräumt. Die ar⸗ beitende Klasse, zu der alle gehören, die genötigt sind, körperlich oder geistig, für ihren Unterhalt zu arbeiten, ist weit zahlreicher, als die In Ermangelung von wirksamer Organisation
Mit solcher Solidarität und Organisation werden die Ar⸗ beiter die Macht haben, alle Gesetze zu machen und alle Industrien in ihrem eigenen Interesse zu beherrschen. Die sozialistische Partei ist der politische Ausdruck der wirtschaftlichen Interessen der Ar⸗ beiter. Sie fordert, da alle gesellschaftlichen Bedarfsgegenstände heute gesellschaftlich erzeugt werden, daß auch die Mittel zu ihrer Herstellung und Verteilung der Gesellschaft gehören und demo— kratisch verwaltet werden.
Gegen die Angriffe der Kapitalistenklasse findet die Arbeiter⸗
klasse ihre einzige Abwehr in ihren wirtschaftlichen Organisationen
und ihrer politischen Macht. Durch ihre verständige und klassen⸗ bewußte Anwendung vermag sie, erfolgreich zu widerstehen, die Fesseln der Lohnsklaverei zu brechen und sich tauglich zu machen für die kommende Gesellschaft, die das kapitalistische System er⸗ setzen wird. Die Partei erkennt die volle Bedeutung der Organi— sation und fordert die Lohnarbeiter, die arbeitenden Farmer und alle anderen nützlichen Arbeiter jeder Art auf, sich zu wirtschaftlicher und politischer Aktion zu organisieren. Wir versprechen, die Land⸗ arbeiter sowohl wie die des Ladens, der Fabriken und Bergwerke, in ihren Kämpfen um wirtschaftliche Gerechtigkeit zu unterstützen. Sieg oder Niederlage der Arbeiterpartei in diesem neuen Freiheits⸗ kampfe bedeutet Sieg oder Niederlage des gesamten Volkes ebenso wie der Volksregierung. So ist die Partei die Partei der heutigen Revolution, sie bezeichnet den Uebergang vom wirtschaftlichen Individualismus zum Sozialismus, von Lohnsklaverei zur freien Genossenschaftlichkeit, von kapitalistischer Oligarchie zur industriellen Demokratie.
Arbeitsprogramm. Als Mittel zur Stärkung der Ar⸗ beiterklasse im Kampfe um ihr Endziel, die sozialistische Gesellschaft, und zur Erhöhung ihrer Widerstandsfähigkeit gegen kapitalistische Unterdrückung verpflichten wir uns und unsere gewählten Ver— treter auf folgendes Programm:
Gemeindeeigentum. 1. Gemeindeeigentum und demo⸗ kratische Verwaltung von Eisenbahnen, Telegraphen- und Tele— phonanlagen, Paketdienst, Dampfschiffahrt und allen anderen Transportanstalten sowie von allen Großbetrieben der Industrxie.
— 2. Sofortige Verstaatlichung oder Kommunalisierung aller Ge⸗
treideelevatoren, Viehhöfe und Lagerhäuser behufs Verbilligung der übermäßigen Lebensmittelpreise— 3. Ausdehnung des öffent⸗ lichen Besitzes, einschl. Bergwerke, Steinbrüche, Oelguellen, Wälder, Wasserkräfte.— 4. Erhaltung und Entwicklung der Naturkräfte zum Nutzen der Gesamtheit: Forstschut.— Urbarmachung wüster und Moorländereien.— Errichtung von Talsperren, Ausnutzung der Wasserkraft.— Verhinderung des Raubbaus an Feldern, Berg⸗ werken, Oelquellen.— Entwicklung der Land- und Wasserstraßen. — 5 Gemeinbesitz am Boden, wo immer tunlich, im übrigen Ein⸗ ziehung der Bodenrente von Spekulationsland durch Steuern.— 6. Gemeindeeigentum mit demokratischer Verwaltung am Bank- wesen.
Arbeitslosigkeit. Unmittelbare Regierungshilfe durch Ausdehnung nützlicher öffentlicher Arbeiten. Leitung durch die Regierung selbst, höchstens achtstündige Arbeitszeit, mindestens Ge⸗ werkschaftslöhne. Staatliche Arbeitsnachweise. Zinslose Darlehen für öffentliche Arbeiten an Staaten und Gemeinden usw.
. Arbeiterschutz. 1. Verkürzung der Arbeitszeit, ent⸗ sprechend der steigenden Maschinenproduktivität.— 2. Wochenruhe von mindestens 1½ Tagen.— 3. Wirksamere Gewerbeaufsicht.—
4. Verbot der Beschäftigung von Personen unter 16 Jahren.— 5. Genossenschaftliche Produktion in Strafanstalten zum Besten der Insassen und ihrer Angehörigen.— 6. Kein Verkauf von Erzeug⸗ nissen der Kinder-, Gefangenen- oder unbeaufsichtigter Fabrikarbeit außerhalb der Staatsgrenzen.— 7. Anstatt des Profitsystems bei Staatsarbeiten unmittelbare Annahme der Arbeiter oder Vertrag mit Arbeitergruppen.— 8. Mindestlohnsätze.— 9. Ersatz der Armenpflege durch beitragsfreie Alterspensionen, allgemeine Staatsversicherung gegen Arbeitslosigkeit und Invalidität, kosten⸗ lose Versicherung der Arbeiter durch die Unternehmer gegen Un⸗ fälle und Betriebskrankheiten.
Poli tische Forderungen. 1. Volle Vereins⸗, Rede⸗, Preßfreiheit.— 2. Progressive Einkommens- und Erbschaftssteuer,
Verwendung der Erträge zur Sozialisierung.— 3. Reform des Patentrechts(Gesamteigentum an Erfindungen mit Entschädigung
der Erfinder).— 4. Frauenstimmrecht.— 5. Volksabstimmung, Proporz und Rückberufungsrecht gegen alle Beamten.— 6. Ab⸗ schaffung des Senats und des Vetos des Präsidenten.— 7. Direkte Präsidentenwahl.— 8. Abschaffung der Prüfung der Gesetze durch das oberste Gericht.— 9. Erleichterung von Verfassungsänderungen. 10./11. Selbstverwaltung des Bundesdistrikts und der Territorien. 12. Allgemeine und Berufserziehung.— 13. Förderung der Gesund⸗
heitspflege. Gleichberechtigung aller ärztlichen Richtungen. — 14. Errichtung eines besonderen Arbeitsministeriums.—
15. Abschaffung der Bundesgerichte. Wahl aller Richter auf kurze Amtsdauer.— 16. Beseitigung der gerichtlichen Einhaltsbefehle. — 17. Berufung einer Nationalversammlung zur Revision der Bundesverfassung.
Der Schlaf und seine Bedeutung. Von Prof. Dr. H. Boruttau.“
Im Verlauf von je 24 Stunden tritt im allgemeinen je auf eine längere Zeitspanne ein Zustand des Menschen und der Tiere ein, in dem willkürliche Akte nicht ausgeführt wer⸗ den und das Seelenleben beschränkt ist. Dieser Zustand, den wir als Schlaf bezeichnen, erscheint uns aus eigener Er⸗ fahrung als ein Ausruhen, eine Erholung von der wäh— rend der tätigen Tageshälfte eingetretenen Ermüdung. Ermüdung ist der objektive Zustand der verringerten Leistungsfähigkeit infolge längerdauernder Inanspruchnahme. Skelettmuskeln und Zentralnervensystem sind der Ermüdung besonders unterworfen; ihnen gilt auch die periodische Er⸗ holungspause des Schlafes, während die vegetativen Funk⸗ tionen, Kreislauf und Atmung, sowie auch in gewissem Maße Darm und Drüsenfunktionen in ihm ihren Fortgang nehmen. Für die rhythmisch tätigen Atmungsmuskeln, sowie für das Herz muß jedesmal die Erschlaffenszeit(Atempause, Herz⸗ diastole) eine genügende Pause bilden zur Erholung von der (inspiratorischen resp. systolischen) Arbeit. Allerdings ist auch ihre Tätigkeit im Schlafe relativ am geringsten in der 24stündigen Periode. Normalerweise für den Menschen, ebenso wie auch für weitaus die Mehrzahl der Landtiere, fällt die Schlafzeit zusammen mit der Zeit der Dunkel heit der betreffenden Erdgegend durch Abgekehrtsein von der Sonne. Nur bei denjenigen Tierarten, die ihre Lebens⸗ möglichkeit an die Vernichtung anderer Tiere durch Raub im Dunkeln geknüpft haben, findet sich ein umgekehrtes Ver⸗ halten: Nachttiere, Nachtraubtiere, und auch beim Menschen hat die Kultur Berufe gezeitigt, die den Betreffenden dazu zwingen, bei Nacht tätig zu sein und bei Tage zu schlafen. Alle diese Tiere und Menschen suchen sich dazu aber dann dunkle Ecken auf: der Zusammenhang zwischen der Dunkel- heit, d. h. also dem Wegfall des dauernden Reizes auf das vornehmste Sinnesorgan, und dem Schlafe ist, wie wir gleich sehen werden, von größter Bedeutung für die Theorie des letzteren.
Im Schlafe nimmt der Körper eine Stellung ein, in der die Arbeit der Skelettmuskeln zu seiner Unterstützung mög⸗ lichst verringert ist: beim Menschen und vielen Tieren die wagrecht liegende. Alle Muskeln sind stark entspannt, ihr Umsatz und damit die Wärmeproduktion beim Warmblüter ist eingeschränkt, weshalb das schlafende Tier und der schlafende Mensch Wärmeverluste möglichst zu verhüten suchen durch Aufsuchung geschützter Plätze, Bettzeug usw. Die Augen sind geschlossen; willkürliche Bewegungen werden, wie schon erwähnt, nicht ausgeführt, reflektorische in ver⸗ mindertem Maße. Sinneseindrücke von einer Stärke, wie sie im„wachen“ Zustande sofortige Reaktion erzeugen, bleiben im Schlaf unbeantwortet. Hierin liegt das Hauptcharakte⸗ ristikum des Schlafes, und in der Erreichung der„Reiz⸗ schwelle“, d h. zum„Aufwecken“ nötigen Steigerung der Stärke eines Sinnesreizes hat man auch das Maß gefunden für die sogenannte„Tiefe des Schlafes“.
Man hat z. B. als Weckreiz den Schalleindruck benutzt, den ein auf eine Metallplatte herabfallendes Gewicht hervor⸗ ruft; dieser wächst in bestimmtem Verhältnis, je größer die Höhe ist, aus welcher man das Gewicht herabfallen läßt. Man hat nun bei einem bestimmten Individuum untersucht, wie groß die Stärke des Weckreizes zu den einzelnen Zeit⸗ punkten der Nacht ist, beginnend mit dem Einschlafen bis zum „Vonselbsterwachen“ früh am Morgen. Indem man die so erhaltenen Werte als Senkrechte(Ordinaten) in ein Netz ein⸗ trug, dessen wagrechte Abstände von links nach rechts die Zeit⸗ einheiten(Stunden usw.) bedeuten, erhielt man eine„Kurve der Schlaftiefe“, die normalerweise derartig verlaufen soll, daß die größte Tiefe des Schlafes in den nächsten Stunden nach dem Einschlafen erreicht wird, und daß die Tiefe dann nach dem Morgen hin ganz allmählich abnimmt bis zum Vonselbsterwachen. Dies mag für die Mehrheit der menscht
* Diese Ausführungen stammen aus dem in der Sammlung Wissenschaft und Bildung erschienenen Buche Leib und Seele, das eine Fülle interessanter psychologischer und physiologischer Probleme behandelt(Verlag von Quelle& Meyer).— In Originalbd. 1,25 Mk:


