Ausgabe 
18.6.1912
 
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Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolksze

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Nummer 11

Dienstag, den 18. Juni 1912

Die Zukunftsschule, eine Arbeitsschule. 1 8 b) Arbeit und Geistesbildung.

Allein die werkeschaffende Handarbeit ist nicht nur das beste Mittel der Körperbildung, sondern sie ist auch das beste Mittel der Geistesbildung.

Um die große geistige Bildungskraft der produktiven Handarbeit zu beweisen, müssen wir das herrschende Unter richtsprinzip der Anschauung mit dem Arbeits⸗ prinzip vergleichen.

Pestalozzi glaubte, die Anschauung sei das absolute Fundament aller Erkenntnis und der oberste Grundsatz des Unterichtes. Dieser Glaube Pestalozzis ist zum Dogma der Pädagogik geworden und wird ohne Prüfung Wale e

Allein dieses Dogma ist falsch, obgleich die Autorität des großen Pestalozzi und noch vieler herrlicher Pädagogen hinter ihm steht.

Lernen wir die Hölzer, die Erdarten, die Steine, die stetalle, die Pflanzen- und Tierstoffe durch die bloße Anschau ung kennen? Hat die Menschheit diese Dinge durch Anschau⸗ ung kennen gelernt?

Nein! Nein! Eigenschaften des die für das Leben, die Menschen die wichtigsten sind. schen nie darüber belehrt, daß das Eisen dehnbar, und schmelzbar ist. Die Natur der Dinge, ihr innerstes Wesen, bleibt der bloßen Anschauung verschlossen. Das Wesen der Dinge bleibt der Anschauung auch dann verschlossen, wenn wir unter der Anschauung nicht nur das forschende und den⸗ kende Betrachten, sondern noch das Beschmecken, Behorchen, Befühlen und Betasten verstehen.

Wie lernen wir aber kennen, weich, biegsam oder brüchig ist?

Das lernen wir durch die Bearbeitung des Holzes. Die Arbeit dringt ins Innere der Dinge ein; sie erschließt uns das Wesen der Dinge. Durch die Arbeit werden uns Erkenntnisse vermittelt, die uns die Anschauung gar nicht vermitteln kann. Die Arbeit ist eine tiefere und reichere Er kenntnisquelle als die Anschauung.

Die Anschauung kann ferner nicht der oberste Grundsatz des Unterrichtes sein, sondern das kann nur die Arbeit sein

Warum? Weil die Arbeit zugleich die vollkommenste Anschauung ist, während die vollkommenste Anschauung noch keine Arbeit ist. Wer ein Ding gemacht hat, der kennt es genau; wer es aber nur angeschaut hat, der kennt es nur oberflächlich.

Aus all diesen Gründen geht klar hervor, daß die A r. beit ein höherer Grundsatz des Unterrichtes und ein breiterer Weg zur Erkenntnis ist, als die Anschauung.

Die pädagogische Handarbeit ist eine neue bessere Me⸗ thode als die Anschauungsmethode.

Noch mehr! Die Arbeit ist auch ein kräftigeres Mittel der Geistesbildung, als die Anschauung.

Wodurch wird der Geist gebildet?

Geist wird nur durch Betätigung unserer Sinne, Nerven und Muskeln gebildet.

Die Anschauung lehrt uns diejenigen Holzes, Steines und Eisens nicht kennen, Technik und die ganze Kultur des Die Anschauung hat die Men⸗ schmiedbar

ob das Holz hart oder

Durch die Handarbeit werden aber nicht nur die fünf Sinne in nützliche Tätigkeit gesetzt und am besten geübt, sondern es wird auch der sechste Sinn am besten betätigt und geübt. i

Der sechste Sinn!

Es ist der Mus empfindungen

Dieser höchst wichtige 6. Sinn ist von der Pfychologie nud Pädagogik noch viel zu wenig für die Geistesentwick lung gewürdigt worden; aber es ist klar, daß ohne ihn 5 wichtigen Begriffe von Raum und Zeit, Kraft und Schwäche Ruhe und Beschwerde gar nicht zu gewinnen wären. Er 225 mittelt im wesentlichen diese Begriffe.

Die körperliche Arbeit ist also auch nötig zur Gewinnung der philosophischen Grundbegriffe.

Ein vortreffliches Mittel der Geistesbildung ist die Aufmerksamkeit. Die Aufmerksamkeit ist das Tor, durch welches der Geist in den Menschen einzieht. Sie regt das Gefühl, das Denken und Wollen an und treibt zum Handeln.

Durch welches Unterrichts richtsmethode wird die Aufmerksamkeit stärksten erregt und am sichersten erhalten?

Unstreitig durch die Arbeit smethode und durch den Arbeits unterricht. Etwas schaffen, etwas her stellen, etwas bilden und gestalten, das ist des Kindes Lust und Glück. Sich regen und seine Kräfte brauchen, das ist des Kindes Trieb und Verlangen, weil es die Erfüllung des Gesetzes seiner natürlichen Entwicklung ist.

Darum bringt das Kind der schöpferischen Arbeit ein so großes Interesse entgegen, darum brennt es vor Verlangen, sie selbst zu tun, darum ist es beglückt, wenn es selbst arbeiten, selbst schöpferisch tätig sein darf.

Schöpferische Tätigkeit ist das höchste Glück der Erden⸗ kinder, wie uns die edelsten Denker und 9257185 Weisen lehren

Aus diesen Gründen wird die

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des für die Arbeit am stärksten erregt und bei der A 5 am längsten erhalten. Und wie wird die Aufmerksau nkeit des Kindes beim

Unterricht erregt und erhalten? Etwa durch künstliche Mittel und durch Zwang, wie beim Lernunterricht?

O nein, nein! Die Aufmerksamkeit beim Arbeitsunter⸗ richt ist von höchster und bester Art für die Geistesentwicklung sie ist freiwillig. Sie wird erregt durch den Arbeits⸗ stoff, durch die Arbeitswerkzeuge, durch den Gang der Arbeit und durch die sichtbare Wirkung der Arbeit im Arbeit erzeugnis.

Die Disziplin der unterricht sehr leicht; Unterrichts.

Das wird bezeugen.

Vom Stand ist deshalb die entwicklung und Geistesbildung.

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