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DWissenistsnacht
Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Volkszeitung
Nummer 37
Dienstag, den 17. Dezember 1912
1. Jahrgang
Das Nepolutionsdrama eines sozialistischen Dichters. Von Dr. Wilbelm Hansenstein. (Schluß.)
France gibt manche Typen der alten Zeit. Da ist ein alter adliger Pater, der sich mitten in den revolutionären Zeitläuften über nichts so fürchterlich aufregt wie darüber, daß das Revolutionstribunal ihn, einen Barnabiten, einen Kapuziner nennt und der sich eigentlich nur darum ungern köpfen läßt, weil es ihm nicht gelang, dem Gericht den Unter⸗ schied zwischen einem Barnabiten und einem Kapuziner, sowie einige andere kanonische Spezialitäten klar zu machen. Weiter sind da die galanten Frauen und Mädchen der alten Zeit. Sie sind royalistisch, weil der Royalismus liebenswürdiger, galanter, weniger tugendhaft ist als Robespierre, der Unbe⸗ stechliche, der Puritaner. O— meint France— vergessen wir nicht, daß es keineswegs gleichgültig ist für den Verlauf
einer Revolution, ob sie die Halbwelt und die Mädchen des Palais Royal(um 1793 Palais Egalité, Palais der Gleich⸗ heit) befriedigt oder nicht: namentlich in Frankreich. Die Revolution hat sehr viel Liebe absorbiert; das kann sich die Liebe aber dauernd nicht gefallen lassen. Denn die Liebe ist ewig. Selbst der keusche Jakobiner Evariste Gamelin hat sein Verhältnis. Und schon lesen die Bürger lieber wieder den unanständigen Traktat von der„Nonne im Hemd“, als die politischen Propagandaromane von den„Verbrechen der Königinnen“. Auch an der Unterdrückung der Liebe— läßt der Bürger und Franzose France uns wissen— ist die Revo⸗ lution zugrunde gegangen.
Alle Dinge der Revolution erscheinen in einer ganz speziellen, konkreten Fassung. Sie werden zur persönlichen Angelegenheit kleiner und kleinster Zeitgenossen. Der alte Aristokrat Brotteaur schneidet aus Pappe Hampelmänner und bemalt sie. Er wird verdächtig, weil die Tugend einiger Unbestechlicher in diesen Hampelmännern Karikaturen von Konventionsmitgliedern erblickt. Ganz individuelle Revo⸗ lutionsbourgeois— die tückischen und feigen Schlaumeier, die sich im Hintergrund halten und beim alles übertönenden Klang der Ideologien Robespierres unbeobachtet ihre drecki— gen Geschäfte machen— werden an ganz konkreten schlechten Stiefeln, die sie der revolutionären Kavallerie liefern, un— anständig 7 Die Bourgeois, die den dumpfigen Hafer liefern, die Bourgeois, die der Konventsverordnung über den Kornmaximalpreis damit begegnen, daß sie einfach das Korn zurückhalten und keines mehr verkaufen, werden ganz greif— bar. Man sieht sie wie Leute, mit denen man politisch⸗feind⸗ lich verkehrt.
Ueber den geräuschlosen und pfiffigen Börsenspekulanten, Armeelieferanten, Spielpächtern, über den schlauen und ge⸗ räuschlosen Großbauern, die zur Zeit der Assignatenwirtschaft geschickt Nationalgüter in Massen aufkaufen, erhebt sich da und dort, in der Perspektive des Publikums, gleichsam schräg von unten gesehen, eine der weltgeschichtlichen Figuren:
tarat, der Mann mit dem„verkniffenen Mund“ und der Kolossalen Brust“, der Mann, der„von Geschwüren zer⸗ fressen“ sich im Dienst der Revolution verzehrt, der wüst⸗ prächtige Ami du Peuple, der Volksfreund. Wir sehen ihn, wie er auf der Straße krscbeint, inmitten der 3 Wir sehen nicht seinem Tode zu, sondern wir sehen die Menge am Pont Neuf, die erregt ausruft, ihr bester Freund sei von einer Agentin der Aristokraten und Föderalisten ermordet.
Robespierre erscheint uns im Klub und als korrekt an⸗
gezogenr Spaziergänger, mit seinem kolossalen Hund Breunt, wie er im Park Marbeuf einem kleinen Savoyarden mit der unschuldigen Freundlichkeit eines Mädchens einen Frank schenkt.
Und wir sehen Robespierres politisch-menschliches Profil in dem Spiegel einer politischen Freundschaft. Wir sehen ihn in der Rückwirkung, die„der e e e auf die Hauptperson des Romans, den jungen Maler und David⸗ schüler Evariste Gamelin ausübt. Wir sehen Robes— pierre in dem Leben eines der unentwegten Bewunderer des „Unbestechlichen“. Evariste ist der Typus des jakobinischen Ideologen. Er spricht die ganze erhabene Phraseologie einer gleichsam altrömischen, humanistischen, ciceronischen Bered— samkeit, die ihm und allen den Seinen gewaltig imponiert. Diese Leute, Gamelin und seine Freunde, Robespierre nicht ausgeschlossen, erscheinen als Kleinbürger, als ideologische Parvenus, die nun in dem Gefühl ihrer Bedeutung, ihrer politischen Rolle schwelgen und diesem Gefühl den Ausdruck einer starren, menschlichen und politischen Tugend, den Aus⸗ druck einer pompös periodisierten Sprache geben. Sie reden vor Selbstgefühl gleichsam Lateinisch— naive Bildungs- parvenus, dabei unheimlich überzeugt. So erscheinen sie bei France. Sie erscheinen auch mit ihrem aus Kleinlichkeit ge⸗ borenen ultrakorrekten und ultrapedantischen Respekt vor dem Privateigentum. Sie erscheinen mit ihrem ganzen Klein- bürgerhaß gegen die„verbrecherischen Feinde der Republik“, die das Gemeineigentum wollen. Sie erscheinen mit ihrem in änglicher Befangenheit des Kleinbürgers wurzelnden und durch eine mittelmäßige Aufklärung kleinbürgerlich verdünn⸗ ter Himmelslauben. Sie erscheinen als etwas, das sich sehr erheblich von unserem revolutionären Wollen abscheidet.
France ist aber viel zu gescheit und viel zu menschlich, um den reaktionären und summarischen Haß des Herrn Hippolyte Taine gegen die Jakobiner zu teilen. Im Gegen⸗ teil. Die Gestalt des Malers Gamelin, der zum Geschwore⸗ nen und zum Mitglied des Gemeinderates gemacht wird, wird uns als persönliches Naturell wie als Produkt einer ge⸗ schichtlichen Umgebung menschlich so nahe gebracht als möglich. Und es scheint, daß dieser Jüngling, den seine harte Ueber⸗ zeugung, seine richterliche Gefühllosigkeit, mit der er persön⸗ liche Freunde opfert, zu Tränen poli itischer Begeisterung fortreißt— es scheint, daß dieser Jüngling, der so beschränkt und so rein ist, dem Dichter doch der Liebste bleibt: denn der Dichter gewährt ihm einen Tod, der diesen Jüngling tragischer Größe entsühnt und sein Leben zu einer zwar furchtbaren, aber zugleich überpersönlichen Notwendigkeit stempelt. Die Götter dürsten.
Man hat gesagt, dieser Roman sei unerfreulich. Man wollte darauf verweisen, daß die ökonomischen und sozialen Hintergründe nicht deutlich und nicht richtig genug gezeichnet seien. Es ist sehr die Frage, ob dies wahr ist. Und wenn es wäre: wer soll noch das Recht hab 25 de ideologischen Reflexe eines großen Zeitalters im en 1 Bewußtsein der Einzelnen zu maken. wenn N 3 Und zumal, wenn das
elb er Zeit sich so sehr in den Formen 5 bickelt, wie in dieser Revolution?
Es 55 128 gesagt worden, dieser Roman sei einiger⸗ maßen reaktionär. ag zuweilen scheinen, als ob der Dichter seine künstlerisch ausgleichende und menschlich aus⸗ gleichende Ruhe zu ungunsten der Revolutionäre verlöre. Aber das ist nur ein vorübergehender Eindruck, der im An⸗
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