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Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Volkszeitung
Nummer lo
Dienstag, den 11. Juni 1912
1. Jahrgang
Die Zukunftsschule, eine Arbeitsschule. 1405 Die Schule der neuesten Zeit und der Staat.
Die französische Revolution war die große historische Heldentat des Bürgertums, der alle großen und freien Geister Europas und besonders Deutschlands zujauchzten. Kant, Fichte und Pestalozzi schrieben besondere Rechtfertigungen der französischen Revolution. Der Despotismus und Feudalis⸗ mus Air den durch diese Volksbewegung gestürzt, und die bürgerliche Gesellschaft und der moderne Rechts⸗ und Wohl⸗ fahrtsstaat kamen zur Herrschaft.
Durch diese segensreiche Revolution des dritten Standes wurden die Vorrechte des Adels und der Geistlichkeit, der Aristokratie und des Fürstentums abgeschafft, und Freiheit und Gleichheit aller Menschen wurden als Grundlagen der Gesellschaft und des Staates verkündigt.
Frei wurden erklärt: Niederlassung und Verkehr, Handel und Gewerbe, Glaube und Wissenschaft, Wort und Schrift, Mensch und Besitz, und zum ersten Male in der Welt⸗ geschichte erhielt das arbeitende Volk soziale und politische Rechte, und zum ersten Male in der We ltgeschichte wurden Staat und Gesellschaft auf Freiheit und Gleichheit gegründet.
Sofort machte sich diefe große soziale und politische Um⸗ wälzung auf das Schulwesen fühlbar, und sofort zeigte sich die Volksfreiheit als die mächtige Förderin der Volksbildung und des ganzen Unterrichts- und Erziehungswesens.
In Frankreich begründete das Volksparlament, der Konvent, die großen und berühmten wiissenschaftlichen und künstlerischen Anstalten, sowie die obligatorische Volksschule; in der Schweiz versuch 9 5 der neue Staat der Helvetik eben⸗ falls eine schweizerische Volksschule und eine schweizerische Hochschule zu begründen, wurde aber durch Krieg und soziale Kämpfe daran gehindert; in Preußen fand nach dem Zu⸗ sammenbruch der alten Staats- und Gesellschaftszustände bei Jena 1806 ein gewaltiger Aufschwung auf dem Gebiete des Erziehungswesens im Verein mit dem großen Aufschwung auf dem sozialen und politischen Gebiete statt, und in fast ganz Europa fanden die neuen pädagogischen Ideen Pesta⸗ lozzis lauten Widerhall und bewirkten einen großen Schul⸗ fortschritt. Noch Diesterweg, der große Vorkämpfer der wahren Volksschule in Preußen, jubelte 1857 über den„Auf⸗
schwung auf dem pädagogischen Gebiete gleichzeitig mit dem politischen von 1807 bis 1813 und darüber hinaus“.
Ja! Volksfreiheit ist Volksbildung Volksknechtung ist Volksverdummung. 1823 erließen die Berner Herren folgende Verordnung:
„Der Eintritt in die Literarschule wird nur solchen Knaben gestattet, die nach Stand, Vermögen oder Beruf ihrer Eltern auf eine gebildete e Anspruch haben.
Uneheliche und Söhne von Dienstboten oder Leuten ähnlichen Standes sind ausgeschlossen.“
Noch gründlicher als die Berner Aristokratie verfuhr 1824 nach Niederwerfung der liberalen Revolution der Abso⸗ lutismus im Königreich Sardinien. Er ließ die Universitäten ehlispen und verordnete:
„Lesen und schreiben darf nur lernen, kommen von 1500 Francs nachweist.“
So sehen wir, daß Aristokratie und Des neuesten Zeit die gleichen Feinde der Volk
und Noch
wer ein Ein⸗
potismus der sbildung sind wie
ganzen Welt mächtig empor,
Aber die Demokratie wuchs im 19. Jahrhundert in der und mit ihr wuchs die Schule. Dennoch blieb sie eine Lernschule.
Warum? Weil sie sich aus der alten Herrscher⸗, Kirchen⸗ und Ständeschule entwickelte, weil der Wert der Handarbeit als Bildungsmittel von den bloß studierenden Ge lehrten nicht erkannt wurde, und hauptsächlich, weil das arbeitende Volk bis auf die jüngste Zeit fast keinen Einfluß auf das Schulwesen hatte.
Das Schulwesen wurde von der Geistlichkeit, von Regie⸗ rungsbeamten und Gelehrten geleitet; es war höchst undemo⸗ kratisch organisiert und geleitet und es fehlt dem Schulwesen heute noch außen und innen mehr als ein Tropfen demo— kratischen Oeles
Allein, das Schulwesen muß demokratisiert und die Lernschule muß zur Arbeitsschule werden. Das erfordert die soziale und politische Entwicklung und das fordert auch die fortgeschri ttene Pädagogik.
äußerlich und innerlich
2 **
Die Arbeitsschulealssoziale Notwendigkeit.
Wir haben in großen Zügen die Abhängigkeit der Schule von Staat und Gesellschaft nachgewiesen, und wir haben die Gründe vorgeführt, warum die Arbeitsschule bis jetzt nicht gefordert worden ist.
War dieser Nachweis denn nötig?
Ja, er war nötig, damit wir die wahren und tiefsten Ursachen der Entwicklung des Ur e kennen lernen, damit wir den inneren Zusammenhang zwischen der Schule und der e Kulturent⸗ wickelung begreifen und damit wir den immer lauter werdenden Ruf nach Schulreform durch Handarbeit als einen
Ruf der Zeit, der Kultur, der Gesellschaft und des Staa⸗ tes verstehen, und nichstt etwa meinen, es handle sich dabei
nur um ein neues der Schulmethodik. Nein! Es handelt sich bei
Unterrichtsfach oder eine Tüftelei
der Frage der Arbeitsschule nicht um eine der kleinlichen Tüfteleien, mit denen sich die Pädagogik in den letzten Jahrzehnten beschäftigt und mit denen man die Pädagogik bei ernsten Denkern in Mißkredit gebracht hat, sondern es handelt sich dabei um eine große Sache der ganzen menschlichen Kultur.
Die Frage der Arbeitsschule ist so groß und wichtig, wie es die Frage des Sach- und Anschauungs unterrichts jahrhundertelang war. Es handelt sich bei der Arbeitsschule um den größten Fortschritt des ganzen Unterrichts⸗ und Erziehungswesens seit Pestal
Wir wollen diese Wahrheit begründen.
Die Arbeitsschule ist eine soziale tische Notwendigkeit; die Bedürfnisse der Ges des Staates verlangen dringend nach ihr.
Wir leben im Zeitalter der wir ftli
381.
und poli- ellschaft und
Priester und Adel aller früheren Zeiten.
Umwälzungen. In den letzten 100 n hat sich eine größere Revolution der Volkswirtschaf der Gese lschaft vollzogen, als fr her in 1000 Jal 5
Vor 100 Jahren herrsc hte noch der Hand⸗ und Klein- betrieb in Handel, Verkehr, Gewerbe und Landwirtschaft Heute aber herrscht der Maschinenbet trieb, der Großbetr ieb Früher wurde die Arbeit im Haus und in der Familie ver richtet und jeder Arbeiter stellte ein ganzes Produkt, ein voll ständiges Werk her. Heute ist die Arbeit in Hunderte von


